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Kundenrezensionen

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Format: TaschenbuchÄndern
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am 24. August 2009
Wow.

Ich staune über die vielen schlechten Bewertungen für diesen Roman. Er scheint zu polarisieren, was gut ist, weil es zu Auseinandersetzung anregt. Mit sich selbst, dem/der PartnerIn, gesellschaftlichen Zuständen... Die Vehemenz, mit der einige Rezensionen hier verfasst wurden, zeugt für mich davon, dass das Buch bei vielen LeserInnen wunde/ wahre Punkte im positiven sowie im negativen berührt hat - und allein dafür bekommt Bitterfotze von mir schon 5 Punkte.

Ich habe Bitterfotze vor einiger Zeit von einer Freundin geliehen bekommen, als meine Tochter etwa drei/vier Monate alt war. Seither habe ich es mir selbst angeschafft, es schon drei Mal verschenkt und viele Male mehr anderen Müttern oder Frauen, die in nächster Zeit Mütter werden wollen empfohlen. Nicht als besonders klug machende Lektüre, sondern einfach als Schmackerl. Das unterhaltsam auf das, was da wohl kommt, vorbereitet und Gedanken zu vielen Bereichen, die sich um Gleichstellung in Partnerschaft und Gesellschaft und ums Familie gründen ranken, im Plauderton - mal ärgerlich-wütend, mal ohnmächtig-traurig, mal selbstreflektiert-humorvoll - erzählt.

Die Diskussion darüber, ob dieses Buch feministischer Literatur zuzurechnen ist, halte ich für fehl am Platz. Es ist ein Roman - nicht mehr und nicht weniger. Ein Roman, der Frau sein und Mutter werden zum Gegenstand hat, in der heutigen Zeit, die durch absolut ähnliche Biographien (Ausbildung + Erwerbsleben) von Frau + Mann und vielfach gleichberechtigte Liebesbeziehungen gekennzeichnet ist...

... bis das erste Kind ins Paarleben tritt. Dann ist mensch als Päarchen (sowohl Frau als auch Mann !!!) vor eine Tatsache gestellt: Die biologische Ungleichheit, die durchs Kinder bekommen absolut offensichtlich wird (insbesondere wenn die Mutter stillt). Allein für diesen Begriff: "Biologische Ungleichheit" bin ich Maria Sveland dankbar. Auch habe ich zwischen den Zeilen gelesen, dass wir Frauen ruhig stolz auf das sein können und sollten, was wir leisten, auch wenn uns die Gesellschaft fürs Gebären, Elternzeit nehmen, Hausfrauentätigkeiten und jeden Tag mit dem Kind auf den Spielplatz rennen, keinen Orden ausstellt. Einem Mann, der da mal auftaucht, aber schon: "Boh, toll, dass du das machst..." ;-) Sich dies bewusst zu machen, hat mir gut getan. Ich habe Bitterfotze als leichte und anregende Lektüre empfunden, die sich flüssig liest und mich mit ihrem Wahrheitsgehalt sehr oft zum Schmunzeln, zustimmend nicken, ärgerlich werden und auch mal zu Tränen (Stichwort Milchstau) bewegt hat.

Vielleicht führt in der heutigen Zeit einfach kein Weg an Bitterfotzigkeit vorbei (was soll die Diskussion über den Titel? Welcher andere Titel hätte denn diese Denke und die Gefühlslagen besser beschreiben können?!), mit deren Hilfe wir uns die vielen kleinen Ungerechtigkeiten bewusst machen können, die eben davon zeugen, dass eine Gleichstellung und gleiche Wertschätzung von Frau-Sein und Mann-Sein noch immer nicht erfolgt ist (z. B. unterschiedliche Gehälter bei gleicher Qualifikation). Besonders sympathisch wurde mir das Buch aber gerade, weil es sich nicht auf der Bitterfotzigkeit ausruht und kontinuierlich herumgiftet, sondern durchaus dazu anregt, auch über sich selbst und diese Zustände zu lachen.

Abschließend möchte ich noch ein kleines Plädoyer an alle Frauen loswerden:
Die Aussagen anderer Rezensionen, dieses Buch sei besonders für die Mütter geschrieben, die einer Berufstätigkeit nachgehen oder keine Baby-Kurse besuchen, halte ich für nicht angebracht. Mich macht die Diskussion und der Kampf zwischen berufstätigen und nicht-berufstätigen Müttern einfach nur traurig. Was für eine verschwendete Energie! Keines dieser Lebensmodelle kann doch per se richtig oder falsch sein! Sie sind einfach nur verschieden, eines nicht besser oder schlechter als das andere.

Warum achtet ihr einander nicht einfach gegenseitig darin, wie die andere ihre Mutterschaft lebt? Keine Lebensweise kann doch für alle richtig sein und alle glücklich machen! Und zu beurteilen, ob eine andere Mutter es richtig oder falsch macht, ist in meinen Augen Anmaßung und dient vielfach nur der eigenen Selbstbestätigung. Wie schade, dass wir Frauen das so oft brauchen: Andere abzuwerten, um uns dadurch selbst zu erhöhen... Es existieren so viele Wahrheiten und Wirklichkeiten wie es Menschen auf dieser Erde gibt und diese Vielfalt ist etwas wahnsinnig Kostbares.

Vielleicht hat der feministische Diskurs einfach ein bisschen mehr Toleranz nötig und sollte den Anspruch, EIN Modell für die emanzipierte Frau bereitzuhalten, aufgeben. Ich finde, es kann nicht angehen, dass die Emanzipation darin besteht, als Frau "draußen seinen Mann" zu stehen. Und auch nicht darin, dass Männer zu Hausfrauen werden. Ich glaube, das größte Problem ist die Überbetonung der Erwerbstätigkeit als (fast) einziges Mittel, um in unserer Gesellschaft Anerkennung (die jeder braucht) erwirken zu können. Und gerade die Frauen (berufstätig oder nicht), die tief darum wissen, wie viel Arbeit die häuslichen Reproduktionstätigkeiten jeden Tag aufs Neue machen, könnten doch mal damit beginnen, jene Frauen, die es auf sich nehmen, das allein zu stemmen, zu achten. Und damit auch sich selbst - ohne Arbeit draußen, vor der Arbeit draußen, nach der Arbeit draußen, neben der Arbeit draußen am Wochenende...
44 Kommentare106 von 118 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. Januar 2013
Das Buch ist gut geschrieben, ehrlich und authentisch. So sieht es aus mit der Gleichberechtigung in West-Europa...
Sehr empfehlenswert für Frauen die gerne darüber nachdenken warum sie sich manchmal doch so beschissen fühlen obwohl nach Aussen alles so schön aussieht.
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am 26. Oktober 2012
Obwohl die Autorin den Begriff "Bitter Fotze" zu inflationär benutzt, hat mir das Buch seht gut gefallen. Ohne Umschweife bringt es diese unerträgliche Ungerechtigkeit zwischen Männern und Frauen auf den Punkt. Was sich viele Frauen im privaten Alltag schön reden und im Beruf, ohne laut zu mucken, ertragen, wird hier schonungslos genannt und zwingt die Leserin, darüber nachzudenken, ob in ihrem Leben wirklich alles so schön ist. Das macht Angst und ist gleichzeitig auch eine Chance. Das Schlimmste ist allerdings die Ohnmacht, die nach dem Lesen bleibt, weil die Leserin erkennt, wie mühsam es ist, immer wieder aufzubegehren und für die eigene Gerechtigkeit zu kämpfen. Letztlich bietet das Buch dafür keine Lösung. Jede muss für sich herausfinden, wohin die Reise gehen soll. Was die Autorin über ihren Beruf beschreibt kann ich nur bestätigen: Frauen müssen sich viel mehr anstrengen um weiterzukommen, wenn das nicht gar ein hoffnungsloses Unterfangen ist, weil die lieben Kollegen bevorzugt gefördert werden.
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am 3. Juli 2009
Bitte nicht von diesem Titel abschrecken lassen! Das Buch ist hervorragend, nervt, provoziert, diskutiert immer wieder mit dem Leser, warum eine Zweierbeziehung so einengend und destruktiv wird, warum Liebe (k)eine Fiktion ist, warum ernstgenommene Gleichberechtigung so schwer durchzusetzen ist - was Kindererziehung in unserer Gesellschaft bedeutet, wie Abhängigkeit entsteht, was nicht hingenommen werden darf... eine Mischung aus Romanautobiographie und feministischem Manifest, packend, kontrovers, extrem lesbar. Achtung: dieses Buch könnte Ihre irgendwie langweilige, eingefahrene, routinierte Beziehung gefährden - aber auch Ihr eigenes, eigenständiges Leben retten!
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am 14. April 2013
Eines der besten Bücher, das ich je über strukturelle Gewalt und den ständigen Kampf der Frauen/Mütter um ein selbstbestimmtes Leben gelesen habe. So vieles habe ich wiedererkannt!
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am 26. März 2013
Super gutes Buch, sehr gut zu lesen. Hat mir sehr gut gefallen. Habe mir das andere Buch von Sveland auch gekauft.
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am 12. Juli 2009
Warum sind die meisten männlichen Rezensenten hier so 'sauerpimmelig'? Wo sind die anderen, die mehr verstehen wollen von ihrer Rolle als jene, die die Autorin immer wieder beschreibt? Würde es uns Männer gefährden, für eine Gleichberechtigung der Geschlechter einzustehen? Freundlich zu sein, partnerschaftlich? All diese ignoranten Besserwisser aus diesem tollen Buch, die ihre Frauen benutzen und damit gemütlich mit dem gesellschaftlichen Strom schwimmen, laufen auch in der Wirklichkeit herum. Absurderweise werden sie trotzdem nicht glücklich - oder gerade deswegen? Wenn eines Morgens die Frau weg ist, die vernachlässigte Schuhabtreterin, die es nicht mehr aushält, ist es zu spät, dieses Buch zu lesen, das einen Mann, wenn er erstmal die beleidigte Leberwurst überwunden hat, in die Gefahr bringt, zum Frauenversteher zu werden. (Warum ist das eigentlich ein Schimpfwort?)
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am 15. September 2009
Ein wunderbares, intelligentes, sensibles und humorvolles Buch, das nachhaltig meine Seele gestreichelt hat. Bin sehr dankbar für die Empfehlung und diese Zeilen - einfach KLASSE!
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am 19. Dezember 2009
Unglaublich, mit wieviel Feingefühlt, Genauigkeit und Wahrheit Maria Sveland hier über die Gefühlswelt einer jungen Mama bzw. einer Ehefrau schreibt, die sich so sehr Gerechtigkeit und liebevolle Behandlung in ihrer Beziehung wünscht. Traurig, dass so viele "Zustände in einer Ehe im 21. Jahrhundert" absolut zutreffen. Mag sein, dass es ein paar Ausnahmen an Männern gibt; deren Ehefrauen können sich glücklich schätzen. Sicher spielt die eigene Vergangenheit von Frau Sveland eine Rolle, die die Sichtweise von Frau Sveland enorm beeinflusst. Aber genau so spielt die Vergangenheit der Männer (oft verwöhnt und versorgt einer Mutter aus dem 20 Jahrhundert) eine Rolle, die Männer so selbstverständlich egoistisch und ignorant werden lässt. Die Selbstverständlichkeit, mit der Männer sich "ausruhen und verteidigen" ist unglaublich traurig und verhindert ein liebevolles, entspanntes Leben für beide Seiten. "Ich bin müde, kannst du nicht mal...?", "Weißt du wo das und das ist....?" "Ich hätte es ja getan, wenn...?" "Ich habe es nicht gesehen...!" Ich freue mich, meine innere Stimme immer mehr wahrzunehmen und auf das lieblose Spiel der Männer nicht mehr einzugehen. Trotzdem führe ich eine Ehe, in der ich (fast) ganz ich selbst bin und mein Kind das Liebste ist, was mir je widerfahren ist. Ich bin gespannt, wie unsere Welt diesbezüglich in 50 Jahren aussieht!!
Kaufempfehlung für alle Frauen, die sich manchmal fragen, warum sie zu Hause traurig sind.
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am 30. Juni 2009
Als ich mir das Hörbuch zulegte war es anfangs um ehrlich zu sein nur der Titel der meine Aufmerksamkeit erregte. Aber schon ab den ersten zehn Minuten wusste ich es war kein Fehlkauf. Die Sprecherin hat eine sehr angenehme stimme und bringt die Emotionen genau so rüber wie ich sie auch in diesem Moment fühlen würde. Nach dem ich mir das Hörbuch angehört habe ist mir doch schon sehr bewusst geworden wie viel Lasst eigentlich auf solch einer Frauenschulter hängt, vor allem als Mutter. Und trotzdem irgendwie nach einer 'kurzen' Zeit des Meckerns und Trauerns, über all die großen und kleinen Ungerechtigkeiten die uns Frauen so passieren, doch glücklich sein können das wir so sind wie wir sind. Tolles Hörbuch!!!
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