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5.0 von 5 Sternen Warum so viele böse Rezensionen?
Wow.

Ich staune über die vielen schlechten Bewertungen für diesen Roman. Er scheint zu polarisieren, was gut ist, weil es zu Auseinandersetzung anregt. Mit sich selbst, dem/der PartnerIn, gesellschaftlichen Zuständen... Die Vehemenz, mit der einige Rezensionen hier verfasst wurden, zeugt für mich davon, dass das Buch bei vielen LeserInnen...
Veröffentlicht am 24. August 2009 von C. Blanck

versus
121 von 159 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Als Hausfrau und Mutter frustrierte Journalistin holt zum vermeintlichen Gegenschlag aus
Es ist abzusehen, dass ein Roman mit diesem Titel für Aufmerksamkeit sorgt. Ich bin sehr auf die Rezensionen der Profis gespannt.
Während des Lesens habe ich mich immer wieder gefragt, ob der Verlag das Buch aufgrund marketingtechnischer Kalkulation mit diesem ordinären Namen auf den Markt gegeben hat.
Allerdings leidet Sara, die Protagonistin,...
Veröffentlicht am 27. Februar 2009 von Mariele


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97 von 109 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Warum so viele böse Rezensionen?, 24. August 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Bitterfotze: Roman (Taschenbuch)
Wow.

Ich staune über die vielen schlechten Bewertungen für diesen Roman. Er scheint zu polarisieren, was gut ist, weil es zu Auseinandersetzung anregt. Mit sich selbst, dem/der PartnerIn, gesellschaftlichen Zuständen... Die Vehemenz, mit der einige Rezensionen hier verfasst wurden, zeugt für mich davon, dass das Buch bei vielen LeserInnen wunde/ wahre Punkte im positiven sowie im negativen berührt hat - und allein dafür bekommt Bitterfotze von mir schon 5 Punkte.

Ich habe Bitterfotze vor einiger Zeit von einer Freundin geliehen bekommen, als meine Tochter etwa drei/vier Monate alt war. Seither habe ich es mir selbst angeschafft, es schon drei Mal verschenkt und viele Male mehr anderen Müttern oder Frauen, die in nächster Zeit Mütter werden wollen empfohlen. Nicht als besonders klug machende Lektüre, sondern einfach als Schmackerl. Das unterhaltsam auf das, was da wohl kommt, vorbereitet und Gedanken zu vielen Bereichen, die sich um Gleichstellung in Partnerschaft und Gesellschaft und ums Familie gründen ranken, im Plauderton - mal ärgerlich-wütend, mal ohnmächtig-traurig, mal selbstreflektiert-humorvoll - erzählt.

Die Diskussion darüber, ob dieses Buch feministischer Literatur zuzurechnen ist, halte ich für fehl am Platz. Es ist ein Roman - nicht mehr und nicht weniger. Ein Roman, der Frau sein und Mutter werden zum Gegenstand hat, in der heutigen Zeit, die durch absolut ähnliche Biographien (Ausbildung + Erwerbsleben) von Frau + Mann und vielfach gleichberechtigte Liebesbeziehungen gekennzeichnet ist...

... bis das erste Kind ins Paarleben tritt. Dann ist mensch als Päarchen (sowohl Frau als auch Mann !!!) vor eine Tatsache gestellt: Die biologische Ungleichheit, die durchs Kinder bekommen absolut offensichtlich wird (insbesondere wenn die Mutter stillt). Allein für diesen Begriff: "Biologische Ungleichheit" bin ich Maria Sveland dankbar. Auch habe ich zwischen den Zeilen gelesen, dass wir Frauen ruhig stolz auf das sein können und sollten, was wir leisten, auch wenn uns die Gesellschaft fürs Gebären, Elternzeit nehmen, Hausfrauentätigkeiten und jeden Tag mit dem Kind auf den Spielplatz rennen, keinen Orden ausstellt. Einem Mann, der da mal auftaucht, aber schon: "Boh, toll, dass du das machst..." ;-) Sich dies bewusst zu machen, hat mir gut getan. Ich habe Bitterfotze als leichte und anregende Lektüre empfunden, die sich flüssig liest und mich mit ihrem Wahrheitsgehalt sehr oft zum Schmunzeln, zustimmend nicken, ärgerlich werden und auch mal zu Tränen (Stichwort Milchstau) bewegt hat.

Vielleicht führt in der heutigen Zeit einfach kein Weg an Bitterfotzigkeit vorbei (was soll die Diskussion über den Titel? Welcher andere Titel hätte denn diese Denke und die Gefühlslagen besser beschreiben können?!), mit deren Hilfe wir uns die vielen kleinen Ungerechtigkeiten bewusst machen können, die eben davon zeugen, dass eine Gleichstellung und gleiche Wertschätzung von Frau-Sein und Mann-Sein noch immer nicht erfolgt ist (z. B. unterschiedliche Gehälter bei gleicher Qualifikation). Besonders sympathisch wurde mir das Buch aber gerade, weil es sich nicht auf der Bitterfotzigkeit ausruht und kontinuierlich herumgiftet, sondern durchaus dazu anregt, auch über sich selbst und diese Zustände zu lachen.

Abschließend möchte ich noch ein kleines Plädoyer an alle Frauen loswerden:
Die Aussagen anderer Rezensionen, dieses Buch sei besonders für die Mütter geschrieben, die einer Berufstätigkeit nachgehen oder keine Baby-Kurse besuchen, halte ich für nicht angebracht. Mich macht die Diskussion und der Kampf zwischen berufstätigen und nicht-berufstätigen Müttern einfach nur traurig. Was für eine verschwendete Energie! Keines dieser Lebensmodelle kann doch per se richtig oder falsch sein! Sie sind einfach nur verschieden, eines nicht besser oder schlechter als das andere.

Warum achtet ihr einander nicht einfach gegenseitig darin, wie die andere ihre Mutterschaft lebt? Keine Lebensweise kann doch für alle richtig sein und alle glücklich machen! Und zu beurteilen, ob eine andere Mutter es richtig oder falsch macht, ist in meinen Augen Anmaßung und dient vielfach nur der eigenen Selbstbestätigung. Wie schade, dass wir Frauen das so oft brauchen: Andere abzuwerten, um uns dadurch selbst zu erhöhen... Es existieren so viele Wahrheiten und Wirklichkeiten wie es Menschen auf dieser Erde gibt und diese Vielfalt ist etwas wahnsinnig Kostbares.

Vielleicht hat der feministische Diskurs einfach ein bisschen mehr Toleranz nötig und sollte den Anspruch, EIN Modell für die emanzipierte Frau bereitzuhalten, aufgeben. Ich finde, es kann nicht angehen, dass die Emanzipation darin besteht, als Frau "draußen seinen Mann" zu stehen. Und auch nicht darin, dass Männer zu Hausfrauen werden. Ich glaube, das größte Problem ist die Überbetonung der Erwerbstätigkeit als (fast) einziges Mittel, um in unserer Gesellschaft Anerkennung (die jeder braucht) erwirken zu können. Und gerade die Frauen (berufstätig oder nicht), die tief darum wissen, wie viel Arbeit die häuslichen Reproduktionstätigkeiten jeden Tag aufs Neue machen, könnten doch mal damit beginnen, jene Frauen, die es auf sich nehmen, das allein zu stemmen, zu achten. Und damit auch sich selbst - ohne Arbeit draußen, vor der Arbeit draußen, nach der Arbeit draußen, neben der Arbeit draußen am Wochenende...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolles Buch, nur für ehrliche LeserInnen, 10. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bitterfotze: Roman (Taschenbuch)
Das Buch ist gut geschrieben, ehrlich und authentisch. So sieht es aus mit der Gleichberechtigung in West-Europa...
Sehr empfehlenswert für Frauen die gerne darüber nachdenken warum sie sich manchmal doch so beschissen fühlen obwohl nach Aussen alles so schön aussieht.
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121 von 159 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Als Hausfrau und Mutter frustrierte Journalistin holt zum vermeintlichen Gegenschlag aus, 27. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Bitterfotze: Roman (Taschenbuch)
Es ist abzusehen, dass ein Roman mit diesem Titel für Aufmerksamkeit sorgt. Ich bin sehr auf die Rezensionen der Profis gespannt.
Während des Lesens habe ich mich immer wieder gefragt, ob der Verlag das Buch aufgrund marketingtechnischer Kalkulation mit diesem ordinären Namen auf den Markt gegeben hat.
Allerdings leidet Sara, die Protagonistin, tatsächlich unter einem Gefühl, das man gar nicht anders nennen kann. Sie ist bitter aus 'feministischen' Gründen. Trotz des Titels ist das Buch nicht vulgär geschrieben. Sara wirkt eher frustriert, vielleicht auch neidisch, aber sie ist kein provozierender Charlotte- Roche- Verschnitt, der pubertär darin aufgeht, jetzt endlich mal verbotene Wörter zu benutzen.
Man soll ja bekannlich nichts so heiß essen, wie es gekocht wird, und Leserinnen, die eine neue feministische Streitschrift erwarten, sollten bitte unbedingt das Ende der Geschichte abwarten.
Ich versuche auch, Kinder und Beruf unter einen Hut zu bringen, bin beim Lesen aber weder wütend geworden, noch habe ich zustimmend genickt, wie der Klappentext mir prophezeit hat.
Ich musste Sara sogar ziemlich oft mitleidig belächeln.
Für Sara ist seit der Geburt ihres Kindes emotional einiges schief gelaufen: Erst endete die komplizierte Geburt in einem Kaiserschnitt, dann hat das Stillen nicht geklappt und am problematischsten ist für sie, dass ihr Mann, kurze Zeit nach der Geburt beruflich auf eine Dienstreise muss, die allerdings schon vor der Schwangerschaft geplant war.
Dies alles kann man als ziemlich schwierigen Start der Mutterschaft bezeichnen, aber da es sich bei Sara nicht um eine siebzehnjährige Teenie-Mutter, sondern um eine erwachsene Frau handelt, fragt sich der Leser automatisch, ob sie nicht ein wenig übertreibt mit ihrem Nörgeln.
Denn sie ist nicht mit dem Kind überfordert, sondern mit ihrem Neid. Sie missgönnt ihrem Mann, dass er so einfach abkömmlich zu sein scheint, während sie völlig an den Säugling gebunden ist, bzw. anders herum. Aber nicht nur, dass sie bei ihrem Kind bleiben muss, sie will es auch. Ihr Körper spricht da eine ganz eindeutige Sprache, sobald sie ohne ihren Sohn ist, vermisst sie ihn und sorgt sich um ihn. Und nicht zuletzt DAS ist genau ihr Problem. Ihre eigenen Muttergefühle fallen ihr in den emanzipierten Rücken.
Wenn jetzt einfach eine tröstende Mutter oder Schwester in der Nähe gewesen wäre, die Sara hätte verklickern können, dass dies ja auch ein absolutes Privileg bedeuten kann, dass diese Phase der kindlichen Abhängigkeit zeitlich begrenzt und daher zu genießen ist usw., wäre es - ... vermutlich nicht zu diesem Buch gekommen.
Aber so steigert Sara sich geradezu in die vermeintliche Ungerechtigkeit, dass Männer keine Kinder gebären, hinein und lässt den Leser über ihre pseudo-objektiven Menscheitsbetrachtungen an ihrem Frust teilhaben.
Denn, wenn man genau liest, lässt sich schnell erkennen, dass Frau Autorin Sveland (der ich übrigens reichlich biographische Verarbeitung via Romanschreiben unterstelle) natürlich nur ihre Unterstellung stützende Beispiele der männlichen Spezies gewählt hat. Unsere Welt wäre eine
sehr arme, wenn das im Buch vermittelte Bild der Männer wirklich den Tatsachen entspräche.
Andererseits könnte man behaupten, Sara hätte bei der Wahl ihrer Männer ausnahmslos dumme Entscheidungen getroffen, was ebenfalls nicht dafür spräche, dass ich sie mir als Frau zum Vorbild nehmen sollte. Eine gewisse Übertreibung dient der Anschaulichkeit, aber manche Paarbeobachtungen wirken so konstruiert, so demonstrativ negativ, dass es nur mit Humor zu verkraften ist.
Ich kann nicht umhin, dem Buch die Vorsätzlichkeit zu unterstellen, mit auf der großen Welle der ach so wütenden, weil ungerecht behandelten Feministinnen zu reiten.
Die wenigen Momente allerdings, in denen Sara vor Liebe zu ihrem Sohn überschäumt, zeigen, dass vieles ihrer Unzufriedenheit anerzogen ist. Und am Schluss einer zumeist frustrierten Woche Urlaub von Mann und Kind zeigt sich, dass Maria Sveland kein feministischer Befreiungsschlag geglückt ist, denn jeder unvoreingenommene Leser kann sich freuen, dass Sara zwar streitlustig, aber nicht bitter****** endet. Und gerade der Schluss des Buches rettet die ganze Geschichte und bewahrt sie davor, nur eine Aneinanderreihung von Nörgeleien zu sein. Frau Sveland wird mit dem Ende ihres Romans zwar alle Pseudo-Emanzen, die sie auf den ersten Seiten so mühevoll geködert hat, wieder vor den Kopf stoßen, aber ich persönlich finde gerade die letzten Seiten eher gelungen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Besser kann die Ungerechtigkeit nicht auf den Punkt gebracht werden, 26. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Bitterfotze: Roman (Taschenbuch)
Obwohl die Autorin den Begriff "Bitter Fotze" zu inflationär benutzt, hat mir das Buch seht gut gefallen. Ohne Umschweife bringt es diese unerträgliche Ungerechtigkeit zwischen Männern und Frauen auf den Punkt. Was sich viele Frauen im privaten Alltag schön reden und im Beruf, ohne laut zu mucken, ertragen, wird hier schonungslos genannt und zwingt die Leserin, darüber nachzudenken, ob in ihrem Leben wirklich alles so schön ist. Das macht Angst und ist gleichzeitig auch eine Chance. Das Schlimmste ist allerdings die Ohnmacht, die nach dem Lesen bleibt, weil die Leserin erkennt, wie mühsam es ist, immer wieder aufzubegehren und für die eigene Gerechtigkeit zu kämpfen. Letztlich bietet das Buch dafür keine Lösung. Jede muss für sich herausfinden, wohin die Reise gehen soll. Was die Autorin über ihren Beruf beschreibt kann ich nur bestätigen: Frauen müssen sich viel mehr anstrengen um weiterzukommen, wenn das nicht gar ein hoffnungsloses Unterfangen ist, weil die lieben Kollegen bevorzugt gefördert werden.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wie wahr, 24. September 2012
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bitterfotze: Roman (Taschenbuch)
Dieses Buch hab ich auf Empfehlung einer Freundin gekauft und es war genau das richtige Buch zur richtigen Zeit - da ich 3 Kinder habe und gerade wieder zu arbeiten begonnnen habe-
Die innere Zerissenheit, die große Liebe in einem, das Mutterherz und der Wunsch wieder sich selbst zu finden - alles verpackt , gut erzählt und ich habe mich oft erkannt.
Danke - hat gut getan es zu lesen
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20 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kluge Frau, gutes Buch, blöder Titel, 3. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Bitterfotze: Roman (Taschenbuch)
Bitte nicht von diesem Titel abschrecken lassen! Das Buch ist hervorragend, nervt, provoziert, diskutiert immer wieder mit dem Leser, warum eine Zweierbeziehung so einengend und destruktiv wird, warum Liebe (k)eine Fiktion ist, warum ernstgenommene Gleichberechtigung so schwer durchzusetzen ist - was Kindererziehung in unserer Gesellschaft bedeutet, wie Abhängigkeit entsteht, was nicht hingenommen werden darf... eine Mischung aus Romanautobiographie und feministischem Manifest, packend, kontrovers, extrem lesbar. Achtung: dieses Buch könnte Ihre irgendwie langweilige, eingefahrene, routinierte Beziehung gefährden - aber auch Ihr eigenes, eigenständiges Leben retten!
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17 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen leichte, versöhnlich stimmende Lektüre, 18. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Bitterfotze: Roman (Taschenbuch)
Heilsbringende Rezepte für Kampf-Feministinnen gibt es hier nicht, auch keine Hymne auf die Mutter-und-Hausfrauenrolle. Hier gibt's einfach nur Trost für die Momente, in denen man sich als junge Mutter fragt: wie geht dieser Tag nur wieder vorbei, an dem nichts passiert ausser Windel wechseln, kochen, essen, aufräumen, den Unterhalter spielen. Da kann man schon mal heimlich "bitterfotzig" werden und einen bösen Blick auf diese Welt entwickeln, in der der Mann draußen ungestört seiner Arbeit nachgehen darf... Aber die Protagonistin weiß, daß diese Denke ungerecht ist, und ihr Fazit lautet einfach nur: wenn's dir mal wieder zuviel wird, krieg Abstand. Und plötzlich merkst du, daß die Welt so grauslig gar nicht ist, daß du dein Kind über alles liebst und vermißt, daß dein Mann kein Untier ist, daß ein zweites Kind trotz allem doch schön sein kann.
Also Mädels, wenn ihr auch mal so eine Phase habt, nehmt euch einen Tag frei und dieses Buch zur Hand, stellt fest, daß ihr nicht alleine seid mit euren manchmal "bitterfotzigen" Gedanken, lest es am Stück durch (das geht locker) - und danach sieht die Welt wieder verträglicher aus. Mehr ist das Buch nicht, und mehr will es nicht. Keine sozialwissenschaftliche Abhandlung, kein Lob des Feminismus, kein Niedermachen der Hausfrau-und-Mutter, sondern ganz normaler Alltag eines vorübergehenden Muttertiefs. Nehmt es nicht so ernst, die Autorin nimmts auch nicht so ernst - ich habs gern gelesen.
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26 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen wütend und anklagend, 7. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Bitterfotze: Roman (Taschenbuch)
Der Titel des Buches ist tatsächlich nicht gerade U-Bahntauglich und ich habe mich auch immer wieder gefragt: Muss dieses Wort sein, das einem auf fast jeder Seite entgegenspringt. Zumal es ja nichts wirklich anderes als das Adjektiv "verbittert" beschreibt.
Trotzdem ich mochte das Buch sehr, denn die Autorin hat ein ernstes und ehrliches Anliegen. Sie schreibt mit einer ordentlichen Wut im Bauch, wie es wirklich ist. Wenn man ein Kind bekommt (und nicht genug Geld hat, um diverse Nannys und Putzfrauen zu finanzieren) ist es mit der Emanzipation und den Zukunftschancen dahin. Da kann ich aus eigener Erfahrung nur zustimmen. Klar wirkt die Ich-Erzählerin an vielen Stellen frustriert, aber die Realität ist nun mal frustrierend.
Ein Stern Abzug, weil ich es sprachlich nicht so ganz überzeugend und die ständigen Verweise auf "Angst vor dem Fliegen" überflüssig fand.
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5.0 von 5 Sternen Ja!!!!, 14. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Bitterfotze: Roman (Taschenbuch)
Eines der besten Bücher, das ich je über strukturelle Gewalt und den ständigen Kampf der Frauen/Mütter um ein selbstbestimmtes Leben gelesen habe. So vieles habe ich wiedererkannt!
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5.0 von 5 Sternen Klasse!!!, 26. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bitterfotze: Roman (Taschenbuch)
Super gutes Buch, sehr gut zu lesen. Hat mir sehr gut gefallen. Habe mir das andere Buch von Sveland auch gekauft.
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Bitterfotze: Roman
Bitterfotze: Roman von Maria Sveland (Taschenbuch - 24. Februar 2009)
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