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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eine krasse Wirklichkeitsbeschreibung - neumännlich reflektiert
Rainer Schmidts Erstlingsroman ist eine außergewöhnlcihe Belastungsprobe für jeden, der den Übergang zwischen Jugend und Erwachsenenalter nicht nur von der Sonnenseite her kennt. Was hier alles thematisiert wird, macht stellenweise rat- und fassungslos, relativiert eigenes Erleben und fördert das Einfühlen bzw. -denken in die jungen...
Veröffentlicht am 9. Mai 2008 von Detlef Rüsch

versus
2.0 von 5 Sternen Wie lange noch ...
dauert diese Felixsche Selbstmitleidsorgie? Diese Frage habe ich mir mehrmals bei der Lektüre gestellt. Musste das Buch deshalb oft zur Seite legen und kann somit die 5-Sterne-Bewertungen überhaupt nicht nachvollziehen. Der Vergleich mit "Neue Vahr Süd" geht garnicht, denn "Neue Vahr Süd" ist eine ganz andere Liga. Allein Charaktere und...
Vor 7 Monaten von sonicmicky veröffentlicht


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eine krasse Wirklichkeitsbeschreibung - neumännlich reflektiert, 9. Mai 2008
Von 
Detlef Rüsch "detlefruesch" (Landshut, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)    (#1 HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Wie lange noch: Roman (Taschenbuch)
Rainer Schmidts Erstlingsroman ist eine außergewöhnlcihe Belastungsprobe für jeden, der den Übergang zwischen Jugend und Erwachsenenalter nicht nur von der Sonnenseite her kennt. Was hier alles thematisiert wird, macht stellenweise rat- und fassungslos, relativiert eigenes Erleben und fördert das Einfühlen bzw. -denken in die jungen Menschen, welche eher im Regen stehen als wohlbehütet sich entwickeln zu können.
Und dennoch ist es kein journalistisches Beschreiben der Erlebniswelt Anfang der 80er Jahre in einer nordrheinwestfälischen Großstadt, sondern ein Entwicklungsroman, der abwechslungsreich pendelt zwischen Beschreibung und Reflexion. In 19 Kapiteln bietet der Autor eine Achterbahnfahrt der Gefühle und Gedanken mit abrupten Richtungsänderungen, die den Kopf so manches Mal verdrehen lassen. Ob nun Sexualität, Gewalt, Kampf, Tod, verschiedenen Süchte, Moral, Ablösugn von den Eltern, Schwangerschaftsverhütung, Musikrichtungen, Jugendszenen, Krankheiten, Sport und Körperkult oder auch der Einfluß von Medien: Rainer Schmidt lässt dies alles genauso wenig aus, wie die Hauptfigur Felix. Dieser steht ein Jahr vor dem Abitur in einem Wechselbad an Eindrücken und kämpft sich zwischen diversen Herausforderungen durch. Mal verliert er den Überblick, dann den Verstand und ein anderes Mal überwältigen ihn die Gefühle, bis er wieder auf Realitätskurs umschaltet.
Rainer Schmidt zeigt sich als Sprachkünstler, der eine ausgezeichnete Leidenschaft für Neologismen, 3-Wort-Sätze und detailausreizende Sprachbilder und Situationsfolgen hat.
Da "hast du ja ein verlockendes Zukunftspaket geschnürt", "Mein Hirn ist eine einzige Synapsenverwirrung...da stimmen die Anschlüsse vorne und hinten nicht" schreibt Schmidt assoziationsreich. Felix selber sieht seine Feinde ganz besonders: " Das sind ja die Entmenschlichsten...Wo andere ein Herz haben, sitzt bei ihnen ein Messer, wo normalerweise eine Seele wohnt, bunkern sie Kampfstoffe. Der Gift der Niedertracht rinnt durch ihre stahlgehärteten Adern, der Sadismus ist ihre Wesensart, das Gewissenlose ihr wichstigster Charakterzug." (S. 142)
Rainer Schmidt nimmt die Leserinnen und Leser in die Kommunikationswelt der jungen Erwachsenen mit, beschreibt in "originalgetreuen Einzelheiten" sowohl was die Gewalt- und Kampfszenen als auch die oftmals vermeintlichen Liebes- und Rauschszenen angeht. Hier ist Rainer Schmidt einfach ein Meister jugendgemäßer Wortfindungen und im Einflössen von Bildern, die einen einfach nur fesseln. Szenen- und Zeitsprünge sind wohl dosiert und durchziehen den Roman mit einer bis zur letzten Seite kurvenreichen Spannungsführung.
Der Roman reflektiert Männlichkeit aus unterschiedlichen Blickwinkeln, bleibt dabei meist auf der Ebene der Peer-Gruppe von Felix. Andere Erwachsene außerhalb der Cliquen kommen kaum vor. Felix, sein Freund, die jungen Frauen, die Gegner: sie stehen im Mittelpunkt dieses ausgezeichneten, sehr offen schildernden Romans. Ein Buch von der Männerwelt für Männer und alle Frauen, die sich in ihren Kosmos an Emotionen, Taten und Gedanken hineinversetzen mögen. Stellenweise eine Zumutung für nicht so hartgesottene Gemüter; aber immer eine lohnende Lektüre gegen die Resignation!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nur zu empfehlen, 7. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Wie lange noch: Roman (Taschenbuch)
Es gibt diverse Verbindungen zwischen dem Buch Wie lange noch" und Neue Vahr Süd" von Sven Regener. Beide behandeln das Leben und Aufwachsen von Jugendlichen Anfang der 1980er Jahre in Neubausiedlungen bzw. deren unmittelbarer Umgebung. Doch während bei Regener das Neubauviertel Vahr als spießbürgerliche, langweilige Welt dargestellt wird, aus der es für Frank Lehmann auszubrechen gilt, sieht es hier bei Felix anders aus: das an seine gutbürgerliche Welt angrenzende Neubauviertel Nord ist die Hölle auf Erden. Die Figur des Felix wird zu Beginn bereits als Opfer einer handfesten Schlägerei eingeführt und das zieht sich wie ein roter Faden weiter. Felix und seine Freunde dienen denen aus dem Viertel als Opfer (oder einfach als Zeitvertreib). Dazu kommen die üblichen Probleme des späten Teen-Daseins: unglückliche Liebe, falsche Freunde, Partys und jede Menge Alkohol und Hanf.

Besonders witzig ist, wie Felix die Welt um sich herum beobachtet und kommentiert. Das ist lakonisch und analytisch, und auch wenn es am Anfang seltsam erscheint, dass sich Felix mitten in der schlimmsten Dresche Gedanken über die Unwürdigkeit seiner Situation macht, so hat man als Leser trotz der Leiden des Helden bald einiges zu lachen (besonders in dem Anna-Kapitel"). Das Buch ist locker erzählt, plätschert in der Mitte ein wenig vor sich in, gewinnt aber am Ende umso mehr an Dramatik. Insgesamt sehr kurzweilig und lustig, aber auch zum Nachdenken anregend. Für alle Monheimer zudem die Gelegenheit, Parallelen zu der von Rainer Schmidt beschriebenen Stadt zu ziehen (Kalkwerk", Bunker, die Bank).
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Highlight!, 10. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Wie lange noch: Roman (Taschenbuch)
Ich hab mich geekelt und ich hab mich totgelacht. Durch diese beeindruckende Erzählweise war ich sofort in meine frühe Volljährigkeit zurückgeschickt worden und konnte zumindest die peinlichen Begebenheiten - überzogen mit schwarzem Humor - nochmal betrachten, herrlich. Die Gewaltszenen sind natürlich heftig, aber leider real. Dabei ist diese archaische Jungswelt für mich als Frau erschliessbar beschrieben, ja sogar hier und da sehr einfühlsam! Und vor allen Dingen mit diesem einzigartigen Humor, der mir zum Beispiel bei "Herr Lehmann" (S. Regener) schon super gefallen hat.
Dieses Buch ist für mich das erste Highlight in 2008!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Buch von Rainer Schmidt ist das 2008 von mir am schnellsten..., 25. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Wie lange noch: Roman (Taschenbuch)
Das Buch von Rainer Schmidt ist das 2008 von mir am schnellsten gelesene Buch und mit Abstand das Beste. Dazu das Einzige, was noch einmal gekauft werden musste, weil auf längerer Bahnfahrt vergessen, ich aber unbedingt wissen wollte, wie es denn weitergeht. Am spannendsten für mich war die Frage, ob Felix sich loyal gegenüber seinem bestem Freund verhält, der ein Mädchen anhimmelt, das aber Interesse an Felix zeigt. Das Herausragende an dem Buch ist aber die Sprache und die Erzählperspektive: es ist zwar aus Felix Sicht erzählt, aber so distanziert-ironisch, dass selbst die vermeintlich 'brutaleren' Szenen eher ins Lächerliche gezogen werden. Zugegebenermaßen sind trotzdem einige sehr drastische Darstellungen dabei. Getragen wird das Buch aber von der Leidenschaft und dem Pathos der Jugend und dem Bewusstsein, dass die Tage des gemeinsamen 'Rumhängens' nicht ewig sind. Aber in dem Jetzt hat alles noch eine immense Bedeutung: wer zur Party kommt, ob 'die' auch in dem Club ist und überhaupt. Jeder kennt das. Und deshalb machts so Spaß, das noch mal zu lesen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schon alle?, 10. Juli 2008
Von 
Ralf Grauel (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Wie lange noch: Roman (Taschenbuch)
Schade eigentlich, wenn mans ausgelesen hat. Die Sprache dieses Buches ist das schönste. Gut, es gibt jede Menge Prügel von Halbstarken, in Zeitlupe sogar, aber am schönsten sind doch die inneren Monologe von Felix, denn wie er redet, dieses andauernde Gestammel in Superlativen, die sich die ganze Zeit wiederholen und aufeinander einschlagen und sich aufeinander türmen, unübersichtlich und überwältigend, verwirrend, das kommt dem brutal nahe, wie man als junger Mensch, Post-Kind, gerade mal Sackhaare und so, von seinem eigenen Erwachsenwerden überfahren wird. Wie einen das mitnimmt und wegschwemmt, was man da säuft und kifft und sich zudröhnt, zumal, wenn man in einem Vorort wohnt, der von Schlägern und Mutanten bevölkert ist. Das ist so gut, dicht (und lustig) beschrieben, dass es ansteckt.

Dieses Buch sollte man nach Neukölln, Marzahn, Bergedorf und wie die Schlägergegenden alle heißen, schaffen. Nicht, weil es aus Schlägern Lämmchen machen wird. Das können Bücher nicht. Aber es wird all denen, die auf der Kippe stehen, Mut machen. Es wird eine kraftvolle Begegnung mit Buchstaben sein, mit Sprache.

Ich habe Wie lange Noch? wahnsinnig gerne gelesen. Die Musik und ein paar Ortsbeschreibungen geben Aufschluss zur Ära, in der WLN? spielt. Ich warte auf die Fortsetzung? Was passiert mit noch alles Felix? Ich freu mich auf mehr!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein buch, so hart und direkt wie das leben, 31. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Wie lange noch: Roman (Taschenbuch)
dieses buch ist punk. dieses buch ist direkt und ehrlich. dieses buch hat eine sprache, die einen von der ersten seite an in ihren bann zieht und bis zur letzten nicht mehr loslassen will.
ich habe "wie lange noch" an einem späten nachmittag in die hand genommen und konnte nicht mehr zu lesen aufhören, so sehr war ich von der geschichte, den präzise und ehrlich gezeichneten figuren und der großartigen sprache faszienert.
unbedingt lesen!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aber Hallo lieber Rainer!, 14. April 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Wie lange noch: Roman (Taschenbuch)
Es wird zwar nicht so genau dargestellt ob Rainer über die Kleinstadt wo er geboren und aufgewachsen ist geschrieben hat, aber da ich aus der gleichen Kleinstadt abstamme und im selben Alter wie die Protagonisten in den frühen 80ern war, kann ich nur sagen: So manche Typen und Orte in diesem Buch kommen mir verdammt bekannt vor. Also so was von bekannt!!!! >;o)

Wer hätte das gedacht das mal einer über uns einen Roman schreibt, aber vieleicht liegt es auch daran das sich so eine Geschichte wie in dem Buch beschrieben immer und überall ereignet hat und ereignen wird. Es werden sich da durchaus viele wiederfinden und erkennen.

Mein Resumee: Knallhart, ehrlich, "Humorvoll" und wahr. Ein wirklich tolles Buch über Angst, Erwachsenwerden,Blut, Liebe, Spaß und Rock and Roll!
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2.0 von 5 Sternen Wie lange noch ..., 25. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wie lange noch: Roman (Taschenbuch)
dauert diese Felixsche Selbstmitleidsorgie? Diese Frage habe ich mir mehrmals bei der Lektüre gestellt. Musste das Buch deshalb oft zur Seite legen und kann somit die 5-Sterne-Bewertungen überhaupt nicht nachvollziehen. Der Vergleich mit "Neue Vahr Süd" geht garnicht, denn "Neue Vahr Süd" ist eine ganz andere Liga. Allein Charaktere und Dialoge haben bei Regener eine viel höhere Qualität und bieten einen wunderbar trockenen Humor. Bei "Wie lange noch" konnte ich nicht einmal lachen. Das Gestammel von Felix bei seinen Frauenbegegnungen nervt ohne Ende. Nicht authentisch.
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Wie lange noch: Roman
Wie lange noch: Roman von Rainer Schmidt (Taschenbuch - 19. Februar 2008)
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