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5.0 von 5 Sternen Super!
Es lief problemlos und ist in die Schweiz gut angekommen. Ich weiss nicht, was ich mehr darüber sagen könnte. Super!
Vor 1 Monat von GT veröffentlicht

versus
140 von 224 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Der Zweck heiligt die Mittel
Mit diesem Prinzip kann man das neueste Machwerk Alice Schwarzers treffend charakterisieren. Auf Seite 74 schreibt sie über die damalige von ihr initiierte Aktion "Ich habe abgetrieben", bei der viele der teilnehmenden Frauen nie abgetrieben hatten: "Darum spielt es auch überhaupt keine Rolle, ob die bekennenden Frauen wirklich schon mal abgetrieben hatten oder...
Veröffentlicht am 3. September 2007 von Dasting-Hussner


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5.0 von 5 Sternen Super!, 30. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Antwort (Taschenbuch)
Es lief problemlos und ist in die Schweiz gut angekommen. Ich weiss nicht, was ich mehr darüber sagen könnte. Super!
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97 von 155 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Intelligent und schlagfertig argumentiert, 29. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Antwort (Gebundene Ausgabe)
Der/die Rezensent/in vor mir scheint das Buch in Wahrheit nicht gelesen, sondern lediglich seinen/ihren Vorurteilen gegen Frau Schwarzer Luft gemacht zu haben. Männerverachtend ist dieses Buch beileibe nicht!! Die Stellen, die angeblich männerverachtend sind, möchte ich gern genannt bekommen. Ich habe keine gefunden. Ganz im Gegenteil: in alter Manier steht Alice Schwarzer für diejenigen ein, die in dieser Gesellschaft ungerecht behandelt werden. Und das sind z.B. auch die Väter, die oft und lange für Sorgerechtsansprüche kämpfen müssen. Bei ihren offensiven - und gerechtfertigten - Anklagen geht Frau Schwarzer also keineswegs geschlechtsspezifisch vor.

Nicht umsonst heißt es im Ankündigungsschreiben von Kiepenheuer & Witsch u.a. auch: "Ein Plädoyer für Väter mit Kindern und Mütter mit Beruf. Für gleiche Rechte und Pflichten. Für Selbstkritik und gegen das schlechte Gewissen." Und das alles kann ich nach Lektüre des Buches auch bestätigen!

Und was zum Teufel meint mein/e Vorredner/in bitte mit "einer Zeit, in welcher Frauen in diversen Bereichen (Arbeitsplatzquoten, Bundeswehr, Familienrecht, schulische Sonderförderung, ect.) den Männern gegenüber eine Bevorzugung erfahren"??? Das ist ja an Peinlichkeit kaum zu überbieten...! Es ist unumstritten, dass Frauen immer noch zu einem verschwindend geringen Anteil in den höheren Rängen sitzen. Daran hat sich auch in Zeiten eines weiblichen Bundeskanzlers noch nicht allzu viel geändert! Von einer totalen Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern kann auch im 21. Jahrhundert noch keine Rede sein.

Wer sich also nicht beirren lässt, sondern die Standpunkte einer intelligenten geradlinigen und modernen Frau lesen möchte, sollte an diesem Buch nicht vorurteilsbelastet vorbeigehen!
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140 von 224 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Der Zweck heiligt die Mittel, 3. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Antwort (Gebundene Ausgabe)
Mit diesem Prinzip kann man das neueste Machwerk Alice Schwarzers treffend charakterisieren. Auf Seite 74 schreibt sie über die damalige von ihr initiierte Aktion "Ich habe abgetrieben", bei der viele der teilnehmenden Frauen nie abgetrieben hatten: "Darum spielt es auch überhaupt keine Rolle, ob die bekennenden Frauen wirklich schon mal abgetrieben hatten oder nicht (wie ich). Zumindest im Kopf hatten wir alle schon abgetrieben." Diese Art von Umgang mit der Realität ist symptomatisch und zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch.
Das Buch ist die altbekannte Mischung aus Falschinformationen, Unterstellungen, aufgeblasenen Nichtigkeiten, Widersprüchen, unzulässigen Verallgemeinerungen aus Einzelfällen und natürlich Selbstbeweihräucherungen. Belege und Quellennachweise sucht man - wie gehabt - meistens vergeblich bei der Autorin. Immerhin hat sie sich zu einem Namensregister mit ein paar einseitigen Literatur-Tipps durchringen können. Es würde den Rahmen dieser Rezension sprengen, auf alle Fehler und Ungereimtheiten einzugehen. Deshalb greife ich an dieser Stelle exemplarisch drei Themen heraus.
Ein zentrales Thema ist für Schwarzer die sogenannte "Zwangsheterosexualität". Ihren Gegnern unterstellt sie hier gerne Biologismus. Unter Biologismus versteht man den Versuch, biologische Erklärungen auf vorwiegend nicht-biologische Phänomene anzuwenden. Wer aber wie Schwarzer bestreitet, dass Sexualität und Fortpflanzung in hohem Maße biologische Phänomene sind, die nachweislich starken Einfluss auf unser Verhalten ausüben, der hat nichts von Biologie verstanden und ignoriert sämtliche Erkenntnisse der neueren Forschung besonders auch der Evolutionsbiologie. So ist die überwiegende Heterosexualität des Menschen keineswegs gesellschaftlich erzwungen, sondern ein Resultat der Selektion. Nur heterosexuelle Individuen haben nämlich Nachkommen und können somit diese Disposition vererben. Stattdessen setzt die Autorin auf Sexualwissenschaftler wie Kinsey und Money, deren 50 Jahre (!) alten Theorien längst widerlegt sind. Schwarzers abstruse Vorstellung, Sexualität sei nur auf gesellschaftliche Zuschreibungen zurückzuführen, krankt schon daran, dass sie nicht plausibel erklären kann, wie diese Zuschreibungen in prähistorischen Zeiten entstanden sein sollen, denn bei unseren tierischen Vorfahren können sie ja noch nicht existiert haben. Aber Ungereimtheiten in ihrer Argumentation haben Fr. Schwarzer noch nie gestört - sie ignoriert sie einfach, ebenso wie Einwände dagegen. Auch bei biologischen Details tritt die journalistische Schludrigkeit zu Tage. Da macht sie kurzerhand das Östrogen zum geschlechtsdifferenzierenden Faktor. Tatsächlich ist es jedoch das Testosteron.
Schwarzer behauptet allen Ernstes, dass die Kinderquote steigen würde, wenn mehr Frauen erwerbstätig würden, was für sie wieder unmittelbar mit den Aktivitäten der Frauenbewegung zusammenhängt. So stellt sie einen Zusammenhang zwischen dem Geburtenrückgang bis 1975 in Deutschland und der entstehenden Frauenbewegung Anfang der Siebziger her und unterstellt als Grund für die sinkende Geburtenrate die Verweigerungshaltung der Frauen. Zu diesem Zweck datiert sie kurzerhand den Beginn des Geburtenrückgangs auf 1971 (passend zum Beginn der Frauenbewegung). Nachweislich begann dieser aber 1964, also lange vor dem feministischen Aufbruch. Auch war die Frauenbewegung niemals eine solche Massenbewegung, dass man hier einen merklichen Einfluss auf die Zahl der Geburten hätte erwarten können. Als Beispiel für eine vorbildliche Frauenpolitik führt Alice Schwarzer das feministisch kontaminierte Schweden an. Dort sei die Kinderquote aufgrund der besseren Frauenpolitik höher als in Deutschland. Sie unterschlägt aber schlichtweg die Fakten, die so garnicht in ihre Ideologie passen wollen. Die schwedische Quote (1,6 Kinder pro Frau) ist nämlich nicht gerade üppig im Vergleich zur deutschen (1,3 Kinder pro Frau). Zudem kann man Deutschland und Schweden garnicht direkt miteinander vergleichen, weil die schwedische Quote immer schon höher war. Erwartungsgemäß haben keine der angeblich so erfolgreichen schwedischen Maßnahmen zu einer merklichen Steigerung der Kinderquote geführt. Die ewige Behauptung, dass höhere Frauenerwerbsquoten zu höheren Kinderquoten führen würden, ist schlichtweg ein Ammenmärchen. Für Schweden (wie übrigens für alle anderen Industrieländer auch) zeigen die demoskopischen Daten klar, dass höhere Frauenerwerbsquoten definitiv mit niedrigeren Kinderquoten korrelieren.
Ein anderes Thema im Buch ist die Prostitution. Hier macht sie in einem wüsten Zahlen-Hokus-Pokus zwei Drittel aller deutschen Männer über 18 zu Freiern. Dabei ist keine der von ihr verwendeten Zahlen auch nur durch eine einzige empirische Studie belegt, weder die Zahl der Prostituierten noch die Anzahl ihrer Arbeitstage noch die Zahl ihrer Kontakte pro Tag. Daraus dann eine fiktive Zahl der Freier hochzurechnen, ist der Gipfel der Unseriösität. Auch sonst will Schwarzer nicht wahrhaben, dass Prostituierte in Deutschland ihre Dienste in der Regel freiwillig anbieten (Drogenabhängige und Zwangsprostituierte ausgenommen). Schon von daher hinkt der Vergleich mit Sklaverei. Wie Tamara Domentat in "'Lass dich verwöhnen'" und Felix Ihlefeldt in "Abenteuer Hure" gezeigt haben, lässt sich das Thema Prostitution keineswegs so pauschal abhandeln, wie Schwarzer das versucht. Schon die These, dass die Käuflichkeit von Sex gegen die Menschenwürde verstoße, ist alles andere als nachvollziehbar. Kann überhaupt etwas gegen die Menschenwürde verstoßen, das in beiderseitigem Einvernehmen ohne Schädigung eines Dritten zwischen zwei Menschen stattfindet? Wohl kaum. Und so sieht es ja auch der Gesetzgeber, sonst hätte er die Prostitution bestimmt nicht aus der Illegalität geholt. Dem stellt Schwarzer wieder ihr Lieblingsbeispiel Schweden gegenüber. In Schweden werden nur die Freier bestraft. Trotzdem ist dort die Prostitution nicht klein zu kriegen, allerdings ist sie wieder in die Illegalität gewandert mit allen Risiken und Nachteilen für die Frauen. Das verschweigt Schwarzer natürlich geflissentlich.
Die Autorin degradiert Menschen (insbesondere natürlich Frauen) zu bloßen Marionetten einer obskuren alles verursachenden "patriarchalen" Gesellschaft, so als kämen alle Entscheidungen, die Menschen treffen können, nicht aus ihnen selbst, sondern als seien sie ausschließlich Hervorbringungen von äußeren Normen, Zuschreibungen, Vorbildern, Erziehung, etc. Damit ersetzt sie einen genetischen Determinismus durch einen gesellschaftlichen. Der eine ist so falsch wie der andere, weil er dem Individuum jegliche Verantwortlichkeit für eigenes Handeln abspricht. Sie kämpft gegen alte Rollenbilder, ohne zu merken, dass sie den Menschen neue Rollenbilder aufzwingen will. Für alle Menschen, die nicht ihren Kriterien genügen, empfindet sie nur Verachtung - ein deutliches Kennzeichen für einen verbissenen Fundamentalismus.
Im Klappentext des Buches heißt es u.a.: <Die neuen Freiheiten . . . erfordern neue Antworten. "Die Antwort" auf neue Frauenverdummung und altes Machotum.> Wenn sie wirklich Frauen nicht verdummen will - ganz zu schweigen von Männern, die ihr scheinbar egal sind, sonst hätte sie ja von Menschenverdummung gesprochen -, dann sollte sie besser schweigen.
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32 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unerträglich, 18. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Antwort (Taschenbuch)
Dieses Buch ist so schlecht und überflüssig,man sollte sich eigentlich gar nicht die Zeit nehmen, eine Rezension dafür zu schreiben. Wann werden eigentlich selbsternannte Feministinnen wie Frau Schwarzer endlich wach und merken, dass sie mit ihrem linksfeministischen und reaktionärem Geschwätz genau das Gegenteil von dem bewirken, was sie eigentlich im Sinne haben müßten. Sie spalten die Gesellschaft mehr, als dass sie ihr nützen. Dieses Machwerk entwickelt eine unfreiwillige Komik und man ist geneigt zu meinen, es handele sich um eine Satire. Leider ist das Gegenteil der Fall, hier ist alles ernst gemeint. Und das ist das eigentlich Schlimme.
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37 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr kluges Buch, 8. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Antwort (Gebundene Ausgabe)
Nachdem ich den Vorabdruck in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) gelesen hatte, habe ich auf das Erscheinen dieses Buches gewartet, und werde es bestimmt auch öfter verschenken und nicht nur an Frauen.

Alice Schwarzer spricht über verschiedenen Themen, die die Lebenswelt der Frauen in Deutschland berühren.

Sie analysiert die Diskriminierung eines großen Teils der moslemischen Frauen, denen entgegen unseres Grundgesetzes von ihren Glaubensbrüdern keine Selbstbestimmung gewährt wird, und deckt auf, dass auch der deutsche Staat hier viel zu zögerlich vorgeht und diese Diskriminierung entgegen unserer Gesetze zulässt.

Sie versucht Lösungswege aufzuzeigen, wie das Dilemma vieler Frauen, die sich ja auch heute immer noch oft zwischen finanzieller Unabhängigkeit und Kindern entscheiden müssen, gelöst werden kann, diese trotzdem in zufriedenen Partnerschaften leben können und ihren Kinder gerecht werden können.

Sie spricht die Enthemmung durch immer weiter stark ausufernde pornographische Medien (DVD, Internet) an, die persönlichkeitsverändernd wirken und vor denen unsere Kinder geschützt werden müssen.

Auch die geschichtlichen Rückblicke auf die 70er Jahre und die Veränderung der Gesetzgebung in den letzten Jahrzehnten zur Gleichstellung der Frau sind hochinteressant und haben mich bewogen, auch ältere Bücher von Alice Schwarzer in der Bibliothek auszuleihen, da diese Vorgänge in einen Zeitraum fielen, in dem ich zu jung war, um diese Veränderungen zu erfassen.

Ein ausgesprochen intelligentes, aber auch mutiges Buch!
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38 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine große Frau!, 17. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Antwort (Gebundene Ausgabe)
Alice Schwarzers neues Buch, das sowohl Streitschrift, als auch Resümee und Lebens-zwischen-bilanz ist, habe ich in zwei Tagen gelesen. Sie kann nämlich toll schreiben, wortgewandt und gelegentlich mit einem ironischen Augenzwinkern. Inhaltich präsentiert sie einen eindrucksvollen Rückblick auf ihren jahrzehntelangen Kampf um Frauenrechte und Frauenwürde und man/frau reibt sich die Augen, bei der Erkenntnis, wie ungeheuer viel sich seit dem feministischen Aufbruch in den frühen 70ern in Sachen Emanzipation und Gleichstellung der Geschlechter getan d.h. zum Besseren verändert hat - und wieviel noch zu tun bleibt! Die KKK(Kinder/Küche/Kirche)-Fraktion (Stichwort: Mixa) und ihre willigen Helfer/innen (Stichwort: Eva Hermann) lassen grüßen...

Alice Schwarzers "Antwort" ist - wie ihre übrigen Publikationen zum Emazipationsthema - ein Augenöffner und ein Appell an alle (mit Verstand und Energie ausgestatteten) Frauen und (solidarischen) Männer, wachsam zu bleiben und weiterzukämpfen.

Eine große Frau!

P.S. Frage an die Redaktion: Warum stehen oben nur drei Sterne, da doch die Rezensionen durchwegs "5-sternig" sind?
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20 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aufräumen mit Vorurteilen, 11. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Antwort (Taschenbuch)
Es kommt natürlich darauf an, ob und welche Fragen man stellt. Aber dieses unterhaltsame Buch (z.B. Frau Schwarzers Erlebnisse an der Proseccobar des Kölner Marktes!) räumt mit Vorurteilen auf, sowohl bei Männern als bei Frauen.

Eine der wichtigsten Erkenntnisse für mich war die, dass viele Frauen Männer lieber mit den "weiblichen Waffen" manipulieren, statt ihren Partner ernst zu nehmen. Ja genau, das Eva-Prinzip. Ich folge Frau Schwarzer mit ihrem Menschenbild, das von gegenseitigem Respekt und Machtsgleichgewicht ausgeht.

Mal abgesehen von wenigen Machos wollen die meisten Männer doch wirklich das beste für ihre Frauen, Töchter und Schwestern. Die Machtfrage aber ist, dass Gleichberechtigung keine Gunst (die jederzeit wieder zurückgenommen werden kann) sondern ein Recht sein muss. Denn nur wenn ein Machtsgleichgewicht besteht, kann Zuneigung und Respekt sich frei von Angst entwickeln.

Ein Abonnement auf "Emma" ist dann der nächste Schritt zur Überwindung Ihrer Vorurteile. Nicht als einzig gültige Sicht der Dinge, sondern als wohltuende inhaltsvolle Alternative zu all den Frauenblättchen.

Und Vorurteile von Freunden und Bekannten? Dieses Buch oder ein paar "Emmas" diskret auf die Gästetoilette legen...
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31 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch und gerade ein sehr empfehlenswertes Männerbuch!, 12. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Antwort (Gebundene Ausgabe)
Ich, Mann, 39 Jahre, konnte durch dieses Buch endlich mit meinen Vorurteilen gegen Alice Schwarzer aufräumen. Es handelt sich um ein sehr ausgewogenes Buch, das einerseits die patriarchalischen Strukturen in unserer Gesellschaft anprangert (zu Recht), andererseits aber auch aufzeigt, was die Emanzipationsbewegung in den letzten 30 Jahren schon positiv verändert hat. Trotz vieler Sorgen bereitenden Informationen ist es ein sehr optimistisches Buch und unbedingt lesenswert.

Nein, es ist nicht männerfeindlich! Das gefällt mir ja gerade so gut! Denn wir Männer sind genauso Opfer der uns anerzogenen Rollen wie die Frauen, wir Männer aber vor allem auf emotionalem Gebiet. Insofern ist es auch ein richtig gutes Männerbuch. Die Entwicklung des Menschen und seine Emanzipation aus alten, schädlichen Rollen und Mustern ist ein geschlechterübergreifendes Thema - und das stellt Alice Schwarzer sehr gut heraus. Nehmen Sie sich das Buch zur Hand und lesen nur einmal das zwölfte und letzte Kapitel, denn es enthält die Essenz des ganzen Buches:

Zitat: "Befreien wir Frauen wie Männer von den Rollenzwängen und geben wir ihnen gleiche Rechte wie Pflichten sowie real gleiche Chancen - und wir werden sehen, was dabei herauskommt. Ja, es stimmt, die schlimmsten Albträume der Fundamentalisten und Biologisten müssten wahr werden: Das werden nicht mehr die gewohnten "Frauen und Männer" sein - die sind es schon heute nicht mehr - , sondern herauskommen wird ein "neuer Mensch". Ein Mensch, bei dem die individuellen Unterschiede größer sein werden als der Geschlechtsunterschied. Ein Mensch, der sich nicht mehr mit der Reduktion auf die Hälfte begnügt, sondern der nach der ihm geraubten anderen Hälfte greift. Ein Mensch, der weder nur "weiblich" noch nur "männlich" ist, sondern vollständig. Ich bin überzeugt, dass dies letztendlich für beide Geschlechter eine große Erleichterung wäre."

Das ist Alice Schwarzers sympathische Philosophie, vor deren Hintergrund sie versucht, Antworten auf geschlechterspezifische Problemfelder und Klischees zu geben wie z. B. Rollenzwänge, Prostitution, Pornographie, Schlankheitswahn, Patriarchat, Islamismus oder Abtreibung. Ob man dies im Detail alles 1:1 übernehmen muss, bleibt jedem Leser selbst überlassen; die Aussagen regen jedoch immer zur Diskussion an.

Wir können dankbar sein, was Alice Schwarzer in den letzten 30 Jahren angestoßen und bewegt hat. Jede Gesellschaft braucht einen Pol wie Alice Schwarzer - und wohl auch einen Gegenpol wie Eva Hermann. Die Spannung zwischen diesen beiden Polen kann helfen, dass sich unsere Gesellschaft weiter entwickelt.

Ich als Mann würde mich jedenfalls freuen, wenn es endlich daran geht, den Patriarchen und Machos dieser Gesellschaft ihre Pfründe wegzunehmen, und wenn Frauen mit noch mehr Stolz zu sich selbst stehen würden. Das ist eine Vision dieses Buches - auch wenn kein Macho es je lesen wird. Aber:

"Die Töchter und Söhne der Emanzipation sind nicht mehr aufzuhalten. Sie haben sich auf den Weg gemacht!"

Bravo, Frau Schwarzer!
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6 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Antwort // Alice Schwarzer, 15. Februar 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Antwort (Taschenbuch)
"Die Antwort" ist eine sehr gute und schnell lesbare Zusammenfassung ihrer wichtigsten Standpunkte und Rekapitulation vergangener Statements. Auch dieses Werk von Alice Schwarzer ist zu empfehlen, es ist prägnant und pointiert. Vielen Dank!
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39 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Und ewig grüßt das Murmeltier, 11. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Antwort (Gebundene Ausgabe)
Alice Schwarzer kann man mögen oder auch nicht. Vielen war sie oft zu militant, zu schrill, zu polemisch. Aber vielleicht musste man das sein, um ihr Thema ' die Emanzipation der Frauen in unserer Gesellschaft ' erfolgreich anzupacken. Rückwirkend erscheint es dabei, dass Schwarzer alleine gestanden hätte, was nachweislich falsch ist (auch wenn es immer wieder behauptet wird ' und neulich sogar durch einen eigentlich renommierter Historiker wie Hans-Ulrich Wehler). Es ist inzwischen vieles Legende geworden, was das Wirken von Alice Schwarzer angeht. Dennoch sind ihre Verdienste nicht zu leugnen.
Doch in den letzten Jahren hatte sich wohl das Feminismusthema wenn nicht thematisch, so doch rhetorisch erschöpft. Frauen brauchen keine wortgewaltigen Fürsprecher mehr, die nebenbei ihr Mütchen in unzähligen Talkshows kühlen. Unvergessen, ihr ziemlich hilfloses Agieren im Gespräch mit Verona Feldbusch (jetztige Pooth), die normalerweise intellektuell meilenweit unterlegen sein sollte.

Inzwischen nehmen Frauen das selber in die Hand. Und jetzt hat sich Frau Schwarzer, auch in diesem Buch nachzulesen, denjenigen zugewandt, die sich in unserer Gesellschaft am wenigstens vor ihrer Zuneigung wehren können: den muslimischen Frauen in Deutschland. Hier kommt ihre Militanz, die sie in Zwangsbeglückungen münden lassen möchte, wieder voll zum Tragen. Und merkwürdig: Erschien diese Militanz in den 70er/80er-Jahren noch durchaus gerechtfertigt (wenn auch nicht immer treffend), so kommt sie jetzt in Verbindung mit einer besserwisserischen Attitüde daher, die nicht nur peinlich, sondern geradezu abstossend ist. Ihr FAZ-Interview, in dem sie das Kopftuch mit dem Judenstern vergleicht, ist nur ein Beispiel für jene unsägliche Mischung zwischen Anmaßung und Missionsdrang, welche offensichtlich einige Intellektuelle im Alter wie eine fiebrige Krankheit befällt ' nur mit dem Unterschied, dass dieses Fieber nicht mehr eingedämmt wird.
Psychologisch auffällig ist auch das gesteigert Geltungsbedürfnis von Frau Schwarzer, das in jedem dritten Abschnitt des Buches zum Ausdruck kommt. >Ich bin, ich habe, ich werde, nur durch mich, nur mit mir, ich, ich, ich ...< Unterstrichen wird das Ganze in diesen Tagen durch ein Bushaltestellen-Poster mit Schwarzers süffisant grinsendem Konterfei, gesponsert bei BILD. Für ihren eingeschworenen Schwesternkreis mag sie ja der feministische Guru bis ans Ende aller Tage sein, der Rest der Gesellschaft empfindet ihre Auftritte zunehmend als peinlich.
Schwarzer in vernünftigerer Dosierung würde auch einem sich erneuernden, die pubertäre Phase hinter sich lassenden, Feminismus guttun, der in Männern längst nicht mehr das verhasste Feindbild sieht. Vielleicht findet ja in ihrem nächsten Buch eine Weiterentwicklung statt, wo sie beginnt, die Dinge etwas differenzierter zu betrachten. Dann gibt's auch mehr Sterne.
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Die Antwort
Die Antwort von Alice Schwarzer (Gebundene Ausgabe - 23. Mai 2007)
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