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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines der interessantesten Bücher der 80er Jahre
"Unter Null" ist das Erstlingswerk des relativ bekannten und auch umstrittenen US-Autors Brett Easton Ellis. Es handelt über Jugendliche der amerikaninschen Oberklasse , über ihr Leben mit Drogen und Sex und ihre Probleme mit wirklichen Beziehungen. Die Hauptperson Clay kommt zu Weihnachten zurück in seine Heimatstadt Los Angeles und trifft...
Am 29. Juni 1999 veröffentlicht

versus
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ziellosigkeit junger, reicher Hollywood-Kids
Dieses Buch handelt wie Douglas Couplands "Generation X" von der Ziellosigkeit junger Leute in den 80er Jahren - und doch ist hier alles anders: die Protagonisten sind Kinder reicher Leute, noch dazu meist aus dem Hollywood-Showbiz, die Droge heißt Kokain und nicht Marihuana, gesucht wird nicht nach dem Sinn des Lebens, sondern nach dem nächsten...
Am 15. September 1999 veröffentlicht


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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines der interessantesten Bücher der 80er Jahre, 29. Juni 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Unter Null: Roman (Taschenbuch)
"Unter Null" ist das Erstlingswerk des relativ bekannten und auch umstrittenen US-Autors Brett Easton Ellis. Es handelt über Jugendliche der amerikaninschen Oberklasse , über ihr Leben mit Drogen und Sex und ihre Probleme mit wirklichen Beziehungen. Die Hauptperson Clay kommt zu Weihnachten zurück in seine Heimatstadt Los Angeles und trifft dort seine Freunde und seine Ex-Freundin wieder. Brett Easton Ellis schreibt über die vernachlässigten Kinder reicher Eltern, die selbst nie Zuneigung erfahren haben und sie somit auch nicht andern geben können. Obwohl das Buch nicht immmer einfach zu lesen ist, ist es meiner Meinung nach ein extrem außergewöhnliches Buch, das den Ruf von Easton Ellis als literarisches Wunderkind begründet hat, da es veröffentlicht wurde als er erst 21 Jahre alt war. Ich fand das Buch fesselnd und faszinierend zugleich. Eine Sache an der man merkt, daß "Unter Null" ein wichtiges Buch ist, ist daß man es entweder liebt und mit 5 Sternen bewertet oder überhaupt nicht mag und mit 1 Stern bewertet. Die besten Bücher sind meistens umstritten, um sich eine Meinung zu verschaffen sollte man diese Buch gelesen haben.
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40 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Less than zero, 24. Juni 2004
Rezension bezieht sich auf: Unter Null: Roman (Taschenbuch)
Noch nie habe ich ein Buch gelesen, das die vollkommene, grenzenlose (innere) Leere einer degenerierten, emotionslosen Gesellschaft so treffend und so brillant beschreibt wie Bret Easton Ellis' viel beachteter Debütroman "Unter Null".
Der Buchtitel "Unter Null" oder, im amerikanischen Original, "Less than zero", ist programmatisch für diesen Roman.
Protagonist des Buches ist Clay, ein reicher Upperclass-Junge. Clay, soeben vom Elite-College in Neuengland zurückgekehrt ins sonnige L.A., steht stellvertretend für diese Gesellschaft, quasi als ihr Abziehbild. Unfähig, Freude oder nur irgendein Gefühl zu empfinden, verbringt er die Weihnachtstage zusammen mit Freunden, die nicht weniger verstört und oberflächlich sind als er. Als Kinder reicher Eltern und frei von jeglichen sozialen oder beruflichen Verpflichtungen sind die Tage dieser Kids ausgefüllt mit Partys, Abhängen in den Villen der Freunde, Sex mit wahllos gewählten Partnern, Drogen- und Alkoholexzessen und ziellosen Autofahrten mit dem neuen Mercedes-Cabriolet über die Boulevards von L.A. - immer auf der Suche nach dem, was einen kurzen Endorphinkitzel verspricht, um der Langeweile und der Leere wenigstens für eine Weile zu entfliehen. Clay, selbst ein Teil dieses Kreislaufs, entfremdet sich im Laufe des Buches immer mehr von seinen Freunden, ist aber dennoch nicht in der Lage, dieser sich stetig nach unten windenden Spirale zu entkommen. Erinnerungen an Dinge aus der Vergangenheit kommen gegen Ende des Buches immer wieder hoch, wie z. B. der Krebstod der Großmutter oder die erste Zeit seines Zusammenseins mit seiner Ex-Freundin Blair - doch verflüchtigen sich diese nur noch in der fernen Andeutung eines Gefühls, wirklich berührt wird Clay von ihnen nicht. Sprachlos und gefangen in einem Zustand absoluter Passivität und dem Mangel an wirklichem, ehrlichem Mitgefühl bleiben viele Dinge ungeklärt und unausgesprochen oder werden einfach negiert. Er lässt "es" mit sich geschehen. Clay weiß um das seelische Elend, in dem er sich befindet, doch scheint er nicht verzweifelt genug, es zu durchbrechen und zu überwinden. Er bleibt, ebenso wie seine Bekannten und selbst seine Eltern und seine beiden Schwestern, äußerlich perfekt, innerlich jedoch hohl und im Grunde vollkommen isoliert und einsam.
Dieses düstere Panorama, festgehalten in unterschiedlichen Momentaufnahmen Clays und seiner Freunde, wird durch die Schilderung der beinahe schon übertrieben luxuriösen Umgebung in den Hügeln von L.A. und dem traumhaft sommerlichen Wetter auf's Äußerste verstärkt, dienen diese Dinge doch als krasser Kontrast zu dem Innenleben des/der Protagonisten.
Bret Easton Ellis hat mit "Unter Null" ein selten gutes, wirklich verstörendes und intensives Buch geschrieben, das bei dem einen oder anderen Leser einen schalen Nachgeschmack zurücklassen wird. Für mich persönlich sein Meisterwerk.
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44 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeit der Dekadenz, 6. November 2001
Rezension bezieht sich auf: Unter Null: Roman (Taschenbuch)
In "Unter Null" nach einer "Handlung" im klassischen Sinn zu suchen, ist meines Erachtens nach müßig.
Die Aneinanderreihung von Partybeschreibungen, Familientragödien, Exzessen und Reminiszenen (zusammengefaßt im Rahmen heißer Winterferien in L.A.) hat nur eine Aufgabe: die Beschreibung der totalen Einsamkeit Clays unter vielen, gelebt in aktiver Passivität, in selbstverständlicher Dekadenz und unbegrenztem Konsumhedonisums. Die Entfremdung des Protagonisten vom Freundeskreis, von der Familie, ja von sich selbst ist Begleiterscheinung dieses abgehobenen Lebensstils. Was Clay aber von den anderen Mitcharakteren unterscheidet, ist das Wissen um das Unglück, das zu einem nicht unbeträchtlichen Teil seiner Passivität und Oberflächlichkeit zuzuschreiben ist. Und genau dieses Wissen verbunden mit der Ohnmacht, kein Mittel gegen die Depression zu haben, macht ihn noch verstörter.
Was das Buch meiner Meinung nach so gut macht, ist die Nachvollziehbarkeit der emotionalen Strukturen und Verhaltensmuster, die Clay prägen. Diese lassen sich ohne weiteres auch auf andere Gruppen in anderen sozialen Schichten umlegen. Unverständnis in der Familie und im Freundeskreis, Shoppingwut, Drogenkonsum, Selbstzweifel etc. beschränken sich nicht nur auf die High society, die in diesem Buch als abstrahiertes Abziehbild der Gesellschaft gesehen werden kann.
"Unter Null" ist die Momentaufnahme eines Winters, das Photoshooting lost boys and girls, das keine "Handlung" benötigt, um die Verlorenheit des Einzelnen in der Gruppe, die Oberflächlichkeiten einer Gesellschaft zu zeigen. Die hemmungslos übertriebene, fast surreale Dekadenz dieser Luxusgesellschaft kann uns das nur noch besser vor Augen führen.
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nichts neues am oberen Ende der Nahrungskette, 25. Februar 2006
Von 
Niclas Grabowski "niclas grabowski" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Unter Null: Roman (Taschenbuch)
Nachdem Clay vier Monate in seiner Universität an der Ostküste verbracht hat, kehrt er in seine Heimat in Kalifornien zurück. Dort versucht er, sein bisheriges Leben wieder aufzunehmen. Äußerlich fällt ihm das leicht, er nimmt an dem endlosen Reigen der Parties, der unbeachtlichen Gespräche und beliebigen sozialen Kontakte teil, hat Beziehungen und macht Liebe, ohne wirklich berührt zu sein. Wichtig ist Mercedesfahren, wichtig ist auch die richtige Kleidung, der richtige Klub und das richtige Aussehen, und wenn man auf die Frage "Was machst Du eigentlich in Deinem Leben" keine Antwort hat, ist das auch nicht wirklich schlimm.
Im Laufe des Buches muss Clay aber auch lernen, dass sich seine "Freunde" langsam von Kindern zu frustrierten Erwachsenen entwicklen, dass sie sich in Opfer und Täter verwandeln, die aus dieser Welt schrittweise in ein Schlachthaus machen. Langsam distanziert er sich von diesem Leben, und beginnt Erinnerungen an seine Kindheit dem aktuellen Geschehen gegenüberzustellen. Aber auch von seiner Famillie ist nicht genug übrig, um ihm in Kalifornien eine Heimat zu geben.
Für ein Erstlingswerk eines 20jährigen Autors ungewöhnlich hellsichtig. Die Kritik an dem Leben der jugendlichen Töchter und Söhne reicher Eltern ist in kurze, zündende Dialoge gepackt, ein Wortwechel sagt oft mehr als 20 Seiten Prosa bei anderen Autoren. Die Gewalt, die wie in anderen Büchern von Ellis hier am Ende steht, ist aus dem Leben und den Einstellungen der Handelnden leider nur zu gut erklärbart und damit auch weniger unvermittelt und überraschend als in Ellis späteren Romanen. Dafür vielleicht aber noch etwas schockierender, weil realer.
Nicht nur für Fans geeignet.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ziellosigkeit junger, reicher Hollywood-Kids, 15. September 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Unter Null: Roman (Taschenbuch)
Dieses Buch handelt wie Douglas Couplands "Generation X" von der Ziellosigkeit junger Leute in den 80er Jahren - und doch ist hier alles anders: die Protagonisten sind Kinder reicher Leute, noch dazu meist aus dem Hollywood-Showbiz, die Droge heißt Kokain und nicht Marihuana, gesucht wird nicht nach dem Sinn des Lebens, sondern nach dem nächsten Kick. So kommt beim Leser nie Sympathie auf für Clay, den Ich-Erzähler, anders als bei Andy, dem aus "Generation X".
Unwirklich und künstlich wirkt diese Welt, Weihnachten bei Sommerwetter in Beverly Hills ist nur ein Indiz dafür. Geschildert wird die Abstumpfung von jungen Menschen, die nichts mit sich anzufangen wissen. Ihre Eltern sind reich, so daß keines der Kinder arbeiten gehen müßte. Auch sind sie zu degeneriert und mit Scheidung, Drogen und falschem Showbiz-Glamour beschäftigt, um ihren Kindern außer dem Cabrio und der Kreditkarte etwas mit auf den Weg ins Erwachsenwerden zu geben.
Der Leser ist verstört, und doch nicht wirklich besorgt, sind uns diese Leute doch zu fremd und aus unserer deutschen Sicht eine ferne Randgruppe, als daß wir uns Sorgen um unsere Zukunft machen müßten. Doch nicht nur in Amerika, auch bei uns greift vielleicht dieser "way of life" als erstrebenswertes Ziel vieler junger Menschen zu sehr um sich, um als Thema ignoriert zu werden. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Grundlage zu "American Psycho", 26. November 1998
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Unter Null (Broschiert)
Breat Easton Ellis skandalumwobener Roman "American Psycho" (der nun verfilmt wird) kann meiner Meinung nur voll verstanden werden, wenn man diesen Roman als "Einleitung" gelesen hat. Ellis berichtet von einem Jungen, der ein College an der Ostküste besucht und für die Weihnachtsferien nach LA zurückkehrt. Er stammt aus einer mehr als wohlhabenden Familie und all seine Freunde ebenfalls. Ihr Leben ist geprägt von Partys, Kokain und Sex. Sie sind gelangweilt vom Leben, da sie sich aufgrund des materiellen Wohlstandes alles leisten können. Sie wollen die Grenzen ihrer Existenz ausloten, nur um etwas zu erleben. Ihre Eltern haben in der Erziehung gänzlich versagt, sind sie selber doch nur mit ihrer Welt des Glamour beschäftigt. Das Buch scheint auf den ersten 100 Seiten vor sich hinzuplätschern. Die Protagonisten reden aneinander vorbei und scheinen sich noch nie richtig verstanden zu haben. Doch wie auch in "American Psycho" gerät der Leser im letzten drittel des Buches in einen Sog, der einen abstoßen, erschaudern und doch faszinieren läßt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unter Zombies, 28. November 2012
Von 
euripides50 (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Unter Null: Roman (Taschenbuch)
Die Steigerung und Intensivierung des Lebensgefühls durch sexuelle und ethische Freiheit inklusive der Bewusstseinserweiterung durch Drogen - das war das Programm, das Jack Kerouac in seinem Kultbuch "On the Road" vor einem guten halben Jahrhundert verkündete. Dieses Programm, das dem Autor selbst einen frühen Tod bescherte, ist inzwischen längst zur finalen Blaupause der postindustriellen Gesellschaft geworden: die Statistik der Drogentoten, der gescheiterten Existenzen und der Zusammenbruch der Familie sprechen eine eindeutige Sprache - und zwar in allen sozialen Schichten. Bret Easton Ellis hat in dem vorliegenden Buch auf dem Hintergrund der eigenen Lebenserfahrung schon in den Achtziger Jahren aufgezeigt, wie sich der Endpunkt dieser Entwicklung in den allermöndänsten Kreisen der Medienschickeria von Los Angeles darstellt.
Die Handlung des Buches ist dabei völlig belanglos, abgesehen davon, dass ohnehin wenig geschieht. Clay, Student auf einem College in Connecticut, kommt über Weihnachten und Neujahr nach Los Angeles, um mit seiner Familie den Jahreswechsel zu begehen, hängt aber viel lieber mit seinen Kumpels von früher herum, jungen Männern und Frauen aus reichen Elternhäusern, deren einziges Problem darin besteht, wie sie die Zeit totschlagen können. Von jeder Sorge um das materiellen Wohlbefinden befreit wandeln sie von Party zu Party, von Joint zu Joint, von einem Thrill zum nächsten und gleichen in ihrer Haltlosigkeit regelrechen Zombies, die ohne ihre Drogendealer nicht durch den Tag kommen. Im Unterschied zu Kerouacs Protagonisten verfügen diese austauschbaren Figuren über keinerlei über sie selbst hinausweisenden Antrieb, ihre Lebensweise gleicht der eines Resonanzraumes, der möglichst anstrengungslos Stimulationen passiv konsumiert.
Erst am Ende des Buches werden langsam die Entartungen deutlich, die diese sinnentleerte Lebensgestaltung in den Protagonisten hervorruft. Clays Bekannter Rip hält in seinem Haus eine Zwölfjährige gefangen, die er auf bestialische Weise vergewaltigt und quält, Clays ehemaliger Freund Julian, durch das Rauschgift malträtiert, gerät in die Abhängigkeit eines Kriminellen und wird zur männlichen Prostituierten. Clay selbst, aus dessen Perspektive die Geschichte erzählt wird, ist von den Geschehnissen um ihn herum durchaus angewidert, findet aber nicht die Kraft, sich aus der Leere seiner Existenz zu befreien. Auch seine halb gelebte Beziehung zu Blaire zerbricht an der Unfähigkeit wirklich zu lieben, weil die Liebe als Gefühl nicht selbstbezüglich bleiben kann sondern sich dem anderen zuneigen müsste. Dazu aber ist Clay ebenso wenig imstande wie seine Umgebung. Das Individuum, das sich bei Kerouac Tradition und Werte abstreifte wie eine störende Haut, erweist sich in Gestalt von Clay und seinen Spießgesellen nun als seelisch nackte Monade, die am Vakuum ihres eigenen Solipsismus zugrunde geht. Beyound Zero" ist die mit schockierender Eindringlichkeit und großer sprachlicher Präzision geschilderte Bestandsaufnahme einer exzessiven Wohlstandsverwahrlosung, die nach der Logik der ihr inhärenten Selbstzerstörung zu Destruktion, Grausamkeit und Verbrechen führt. "American Psycho" lässt grüßen - oder, falls man es richtig vulgär haben möchte: die Psychologie der schrecklichen "Scream" Filme ist in den Figuren von "Beyound Zero" exakt vorweggenommen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Drogentrip in die Bedeutungslosigkeit, 21. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Unter Null: Roman (Taschenbuch)
'Unter Null' ist das erste Buch, dass ich von Bret Easton Ellis gelesen habe, doch der famose 'American Psycho' hatte mich bereits auf das kommende vorbereitet.
Dementsprechend begann ich voller Vorfreude zu lesen, und ich wurde nicht enttäuscht.
Ellis erzählt die Geschichte eines junges Mannes aus reichem Hause, der zurück von der Ostküste Ferien im heimatlichen Kalifornien macht und frei von jeder Verpflichtung und immer nur auf der Jagd nach der nächsten Nase Koks durch den Tag lebt.
Sein Name ist Clay. Er sieht toll aus, hat ein schönes Haus, eine schöne Freundin, kennt jede Menge Hollywood-Sternchen und sieht tagaus - tagein MTV.
Sein Leben ist auf den ersten Blick relativ normal für jemanden, der, der Sohn eines erfolgreichen Hollywood-Produzenten ist. Doch hinter dem Vorhang seines äußeren Scheines stirbt er den langsamen Tod eines Dahintreibenden, eines Verlorenen. Nichts ist für ihn von Bedeutung, kein Moment kostbar, ja selbst die Trips mit seiner Freundin Blair an den Strand ins elterliche Strandhaus werden für ihn zur Tortur. Gefühle werden zur Nebensache.
Zur Selbsterhaltung säuft er wie ein Fass ohne Boden und wirft sich jede Menge Drogen ein, und zur Krönung frönt er noch dem Schnee der Reichen und Schönen, seinem Ticket in 'seine' Freiheit, abseits seine kaputten Welt aus Geld und Schein. Er streift von Party zu Party und trifft alte Freunde, die ihn auf seinem Weg der Bedeutungslosigkeit begleiten, auf dem er Sex und Gewalt begegnet. Bis die Ferien eines Tages zu Ende gehen und nichts bleibt als die Frage: 'Clay, was ist für dich noch von Bedeutung?'
Ellis gelingt es eine einmalige Atmosphäre aufzubauen, in der er den Leser durch immer tiefere Abgründe hineinzieht, diese absolute Tristesse ist aber auch gleichzeitig die größte Schwäche von 'Unter Null', denn sie zeigt nur einen zeitlichen Einschnitt in das Leben Clays, nicht aber Anfänge, Höhepunkte oder Konsequenzen. Lediglich den Filmriss eines drogensüchtigen Studenten 'in the holidays'.
Trotz allem der perfekte Einstieg für Bret Easton Ellis, und nicht umsonst seit den 80ern ein echtes Kultbuch.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen nichts zu verlieren, 5. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Unter Null: Roman (Taschenbuch)
Der Alltag des 18jährigen Clay und seiner in die High Society Kaliforniens hineingeborenen Bekannten dreht sich tagein, tagaus um die gleichen Belanglosigkeiten. Das sinnentleerte Leben ist durch MTV-Dauerberieselung, tägliche Partys, Drogen, Medikamente und immer drastischere Versuche der Selbstverwirklichung um jeden Preis gekennzeichnet. Von Bedeutung ist bestenfalls die Frage, ob man ausreichend gebräunt ist, um sich sehen lassen zu können. Bezugspersonen fehlen, Emotionen sind bestenfalls ein Störfaktor, Ziele keine mehr zu erreichen, Steigerungen nur noch in negativer Hinsicht möglich. Da die Mittel unbegrenzt sind, ist alles beliebig austauschbar. Es gibt nur eines, was man nicht hat: nichts zu verlieren.
Paradoxerweise handelt es sich beim Ich-Erzähler noch um ein gemäßigtes Exemplar dieser Spezies. In den wenigen klaren Momenten spürt er die permanente Leere, das Nichts, eine Änderung dieses Zustandes ist allerdings außer Reichweite. Clay wirkt wie ein junger Patrick Bateman, der den Absprung zumindest theoretisch noch schaffen könnte, ein Rest an Gewissen ist noch erkennbar.

Man mag von Bret Easton Ellis halten, was an will, dabei, mit einfachsten Mitteln Nihilismus als Lebensdoktrin zu veranschaulichen, kann ihm kaum jemand das Wasser reichen. Wie auch seine späteren Bücher kann "Unter Null" kaum Handlung im eigentlichen Sinn vorweisen, sondern lebt von Wiederholungen und Banalitäten, die der Leser nach einiger Zeit so verinnerlicht hat, dass der Blick ins Innere der Figuren unvermeidlich wird. Als Frühwerk eines 20-Jährigen, der später zur Stilikone avancierte, stellt "Unter Null" fast schon Pflichtprogramm dar.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Karfreitag, 23. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Unter Null: Roman (Taschenbuch)
Das ideale Buch für den Karfreitag.
Flüssig geschrieben aber sehr intensiv, sehr kalt und absolut gnadenlos.
Los Angeles schnurrt zusammen auf ein Babel aus Langeweile und Markennamen (Die in noch grösserer Masse auftreten als bei Christian Kracht) . Die Hauptfigur ist beziehungeunfähig und antriebslos, seine Freunde schwanken zwischen psychotisch oder soziopathisch.
Es geschieht tatsächlich recht wenig in diesem Roman, aber je länger das Buch dauert, desto bedrückender wird die Athmosphere.
Die Lektüre lässt einem mit einem äusserst unangenhemen Gefühl zurück das aber manchmal tatsächlich zur katahrsisch sein kann.
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Unter Null: Roman
Unter Null: Roman von Bret Easton Ellis (Taschenbuch - 16. Januar 2006)
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