Kundenrezensionen


193 Rezensionen
5 Sterne:
 (53)
4 Sterne:
 (51)
3 Sterne:
 (45)
2 Sterne:
 (29)
1 Sterne:
 (15)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


79 von 91 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Superbuch!
Heute lag ich krank im Bett mit ziemlichem Trauergefühl über alles mögliche .. und habe dies Buch gelesen und mich fast totgelacht: Vier Menschen treffen sich beim Geplanten Suizidieren und müssen kein Blatt mehr vor den Mund nehmen. Es bildet sich nach dem Sterbe-Treff eine Art Selbsthilfetrupp heraus, der nicht wirklich helfen kann, aber was...
Am 22. Mai 2005 veröffentlicht

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Flucht aus dem Leben
Wir beginnen in einer Silvesternacht. Wir stehen auf einem Londoner Hochhaus. Wir wollen uns hinunterstürzen, weil wir das Leben satt haben, aber plötzlich kommt jemand hinzu. Wir werden nicht davon abgebracht zu springen. Der andere will auch springen. Das hätten wir nicht erwartet, nichtmal sterben können wir so wie wir es gern hätten...
Am 6. Februar 2006 veröffentlicht


‹ Zurück | 1 220 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

79 von 91 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Superbuch!, 22. Mai 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: A Long Way Down: Roman (Gebundene Ausgabe)
Heute lag ich krank im Bett mit ziemlichem Trauergefühl über alles mögliche .. und habe dies Buch gelesen und mich fast totgelacht: Vier Menschen treffen sich beim Geplanten Suizidieren und müssen kein Blatt mehr vor den Mund nehmen. Es bildet sich nach dem Sterbe-Treff eine Art Selbsthilfetrupp heraus, der nicht wirklich helfen kann, aber was besseres haben sie auch nicht vor gerade. Ist eh' alles sinnlos. Also kann man auch sich auch zusammensetzen und sich gegenseitig die Meinung geigen. Oder sich eben annähernd wie eine humanistische Gesellschaft verhalten. Dabei kommt viel Weisheit über das Leben - gemischt mit viel Humor heraus. Typisch Hornby eigentlich und wieder so geschrieben, das es ein Film werden wird. Wetten? Die vier Figuren reflektieren viel über sich und ihr Leben und haben einiges zu tun, um auch was zu ändern. Wann läßt sich mehr ändern, als bei einer Krise?
Vielleicht hält das Buch niemand wirklich vom Sterben ab, aber es zeigt mir, das Leben auch Mut erfordert und Planung.
Also Glück und einen schönen Ausflug muß man halt auch planen und nicht warten, das es von allein passiert.
Man kann sich auch immer wieder fragen, was würde ich tun, damit ich lieber lebe ... und es dann einfach mal machen. Oder?
Soviel bringt das Buch MINDESTENS rüber!
Es liest sich richtig gut. Schade nur, das die englischen Schimpfwörter übersetzt wurden.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unterhaltsam, aber nicht besonders tiefgründig, 23. April 2006
Rezension bezieht sich auf: A Long Way Down: Roman (Gebundene Ausgabe)
Um es vorwegzunehmen, ich habe A Long Way Down gerne und schnell gelesen. Auch wenn es um ein eher ernstes Thema geht, und auch die Verzweiflung deutlich wird, ist es doch eine Komödie. Aber am verlockendsten an diesem Buch ist eigentlich noch die Grundidee: 4 Leute treffen sich in der Silvesternacht auf dem Dach eines Londoner Hochhauses, .. (s.o.) Interessant ist auch die Schreibweise, denn es wird nicht aus einer Perspektive erzählt, sondern alle 4 erzählen die Ereignisse in kurzen Abschnitten aus ihrer Sicht, in ihrer eigenen Sprache. Letztlich bleibt aber oft die Sympathie auf der Strecke, ich bin mit keinem so richtig warm geworden, vielleicht war der ständige Wechsel daran schuld, vielleicht aber auch, da die Figuren eher ihre menschlichen Schwächen offenbaren als ihre Stärken und ehrlich gesagt, wenn mir mittendrin jemand das Buch weggenommen hätte, hätte ich nichts vermisst. Vielleicht auch, weil das Ende eher vorhersehbar ist.

Selbstmord wird durch diese Komödie nicht verlacht, aber neue Erkenntnisse bietet sie auch nicht.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meister der Milieuschilderung, 27. November 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: A Long Way Down: Roman (Gebundene Ausgabe)
Nick Hornby ist ein Meister der Milieustudien. So auch in diesem Buch, das er aus vier verschiedenen Sichtweisen erzählt. Der Leser ist immer der Angesprochene, die jeweiligen Personen erzählen ihm die Dinge aus ihrer Sicht. Es ist Sylvesterabend in London. Ende des Jahres und damit auch Zeit Bilanz über sein Leben zu ziehen - und dann eben einen Selbstmord zu planen. Ein dafür beliebter Ort ist das Hochhaus TopperŽs House. Zuerst trifft Martin ein, ein vormals erfolgreicher Fernsehmoderator, der durch den erwischten Beischlaf mit einer 15-jährigen sein Leben ruiniert, seine Ehe und seine Familie dadurch verloren hat. Bevor er zur Tat schreiten kann trifft Maureen ein, durch die Pflege ihres völlig behinderten Sohnes überfordert will auch sie den Sprung wagen. Während sie fast um die Ausführung streiten erscheint Jess, die 18-jährige ausgeflippte Tochter eines Ministers- ihr Freund hat sie verlassen und sie will das Leben verlassen. Und dann stösst auch noch JJ dazu, amerikanischer Pizzaboote aber im Herzen Musiker, dessen Band und seine Liebe auseinandergebrochen ist. Das gibt natürlich vorerst keinen Selbstmord- die vier so unterschiedlichen Personen, die sich, hätten sie sich anderswo getroffen, niemals zueinandergefunden hätten finden immer mehr widerwilligen Gefallen aneinander-das vermeintlich verpfuschte Leben und der geplanten Selbstmord bindet sie immer mehr aneinander. Sie vereinbaren den Valentinstag als nächsten Treff - um sich darüber klar zu werden ob einer von ihnen doch springen will. Wunderbar, herrlich direkt und ironisch witzig schildert Hornby die Geschichte aus der Sicht jedes Einzelnen. Man kann sich so richtig in die Personen hineinfühlen, leidet und lacht mit.
Ein Buch um es (so man die Zeit hat bei über 300 Seiten ) in einem durchzulesen. Man kann dem Kommentar auf der Rückseite nur zustimmen - Hornby at his best
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Flucht aus dem Leben, 6. Februar 2006
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: A Long Way Down: Roman (Gebundene Ausgabe)
Wir beginnen in einer Silvesternacht. Wir stehen auf einem Londoner Hochhaus. Wir wollen uns hinunterstürzen, weil wir das Leben satt haben, aber plötzlich kommt jemand hinzu. Wir werden nicht davon abgebracht zu springen. Der andere will auch springen. Das hätten wir nicht erwartet, nichtmal sterben können wir so wie wir es gern hätten.
Exakt in dieser Situation befinden sich 4 einander völlig unbekannte Menschen, alle wollen springen aber jetzt ist alles anders. Sie sind nichtmehr allein, um ihr Leben zu beenden.
Es kommt wie es kommen muß. Die 4 kommen ins Gespräch darüber warum sie es tun wollen, und steigen wieder hinab. Das Leben geht weiter. Ein neuer Termin für den Suizid wird fest gemacht, und wer dann noch springen will, der soll es tun. Wir erfahren im Laufe des Romanes, welche Fehler und Gegebenheiten die Protagonisten dazu brachten, an diesem Abend allem ein Ende machen zu wollen. Zusehens entwickelt sich eine Freundschaft, aber wird sie ihnen helfen wieder mit dem Leben klar zu kommen?
Zugegeben es ist eine außergewöhnliche Idee von Hornby. Ein Roman über den verhinderten Suizid. Niemals maßt er sich an den Zeigefinger zu heben. Er lässt sie einfach weiter laufen, ob nun in den Tod oder zurück ins Leben. Doch die einzelnen Passagen über die jeweilige Person sind stellenweise etwas lahm, ein richtiges Gefühl wird nicht vermittelt. Man erfährt nicht viel über deren Leben, und das was man weiß stellt einen nicht zufrieden. Ich hätte mir etwas mehr Tiefe gewünscht.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen bitterböser Humor und ein paar Tränchen, 17. August 2011
Rezension bezieht sich auf: A Long Way Down (Taschenbuch)
Nick Hornbys Roman "A long way down" behandelt das Thema Selbstmord mal auf eine ganz andere Art: Mit Humor.

Zum Inhalt: Auf einem Londoner Hochhaus treffen vier völlig verschiedene Menschen aufeinander, da sie alle den selben Plan haben: Selbstmord. Doch anstatt zu springen entdecken sie, dass sie durch ihre gemeinsame Absicht trotz aller Unterschiede miteinander so offen reden können, wie mit niemandem sonst und beschließen mit dem Selbstmord noch zu warten und sich stattdessen gegenseitig zu helfen...

Schon die Idee des Romans hat mich sehr fasziniert und die Umsetzung ist dazu auch noch mehr als gelungen. Die vier Protagonisten richten sich als Ich-Erzähler abwechselnd direkt an den Leser und erzählen so von ihrem eigenen Schicksal und von den gemeinsamen Erlebnissen. Die vier sind außerdem noch alles andere als einfach gestrickt. Sie sind alle grundverschieden, streiten viel und scheinen eigentlich nicht zusammen zu passen, aber gerade das macht diesen Roman so spannend.

Besonders gut gefällt mir an dem Buch, dass der Autor seinen Stil wirklich bis ins kleinste Detail authentisch an den jeweiligen Protagonisten anpasst und ihm so eine ganz einzigartige "Stimme" gibt.

Da ist Martin, der Fernsehmoderator, dessen Karriere und Ehe zerstört waren, nachdem er unwissend eine Affäre mit einer 15jährigen hatte und dafür einige Monate im Gefängnis war. Seine Textpassagen strotzen nur so vor Sarkasmus und Überheblichkeit.

Dann Maureen, eine weltfremde, einsame und tief religöse Frau, die seit fast 20 Jahren nichts anderes tut, als sich um ihren schwerstbehinderten Sohn zu kümmern. Sie macht sich um alles Sorgen und traut sich nicht auch nur ein einziges Schimpfwort zu benutzen - womit die anderen drei zu ihrem Entsetzen so gar keine Probleme haben.

JJ ist Amerikaner und war Musiker, seine geliebte Band hat sich aufgelöst und seine Freundin sich von ihm getrennt. Er flucht was das Zeug hält, ist im Inneren aber sehr sensibel und belesen.

Im Gegensatz zu Jess haben die drei aber eine relativ strukturierte Art, ihre Gedanken wiederzugeben und verwenden für Unterhaltungen wörtliche Rede und Anführungszeichen - wie es sich gehört. Jess ist jedoch erst 18, ein Wildfang, ständig auf Konfrontation aus und überlegt nie, bevor sie spricht. Ihre Kapitel sind einfach nur eine Aneinanderreihung langer Sätze, Unterhaltungen werden einfach mit "und ich so, und er so" in den Text geschmissen. Obwohl diese Passagen mitunter am schwierigsten zu lesen waren, passen sie doch perfekt zur Protagonistin und ich konnte mir den munter drauf los plappernden Teenager bestens vorstellen.

Das Buch ist trotz des ernsten Themen durch den Sarkasmus und die Streitereien sehr humorvoll geschrieben. Trotzdem kann man, wenn man wie ich nah am Wasser gebaut ist, auch schonmal das ein oder andere Tränchen verdrücken.

Ich fand das Buch insgesamt sehr schön, sehr emotional und fesselnd und konnte keine Längen feststellen. Man kann gleichzeitig herzhaft lachen und durch die Schicksale emotional berührt sein. Von mir gibt es dafür 5 Sterne und eine klare Kaufempfehlung.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Originell, doch durchschaubar., 13. August 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: A Long Way Down (Taschenbuch)
Silvester, auf dem Dach eines Hochhauses: Pech, dass gleich vier Menschen auf die Idee gekommen sind, sich dort das Leben
zu nehmen. Da man sich schlecht umbringen kann, wenn einem andere dabei zusehen, steigt die seltsame Gruppe vom Dach, um das Problem der jüngsten Kandidatin Jess, die nicht weiß, warum ihr Freund sie verlassen hat, zu lösen.
Nach und nach erzählen sie sich ihre Geschichten. Da ist die altjüngferliche Maureen, deren Sohn Matty schwerstbehindert
ist und die diese Belastung allein tragen muss; da ist Martin, der berühmte Talkmaster, den nach einem Gefängnisaufenthalt
keiner mehr auf dem Bildschirm sehen will, und JJ, der von seinem besten Freund im Stich gelassen wurde. Die vier verabreden, mit dem finalen Sprung bis zum Valentinstag zu warten - und so findet eine Gruppe von Menschen zueinander,
die unterschiedlicher nicht sein könnten und die einander doch auf wundersame Weise zu helfen wissen.
Das Werk "A Long Way Down" von Nick Hornby ist mit viel schwarzem Humor gespickt, ohne dass es ihm je an Ernsthaftigkeit gegenüber dem Thema fehlt. Seine Figuren wirken ebenso individuell wie authentisch, obwohl Hornby überdem lebhaft ausgemalten Hintergrund und den Dialogen die seelische Befindlichkeit seiner Helden an einigen Stellen vernachlässigt.
Oftmals bleibt diese schemenhaft. Schon auf den ersten Seiten wird dem Leser klar, dass die vier im Grunde nur leben wollen. Das Lesen ist "A Long Way Down" alle Male wert und vielleicht wirkt er bei einigen Lesern wie ein Rettungsboot auf weiter See. Nach unten ist es eben doch ein langer Weg.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ende unbefriedigend, 13. Juli 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: A Long Way Down: Roman (Gebundene Ausgabe)
Genial gutes Buch, liest sich sehr flüssig. Hat das richtige Maß an Humor und gibt auch gute Denkanstöße. Sehr schön werden auch die vier verschiedenen Charaktere herausgearbeitet. Nur das Ende war etwas unspektakulär und hinterließ einen etwas faden Nachgeschmack. Schade, sonst wär's genial gut.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hornby in Durchschnittsform, 23. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: A Long Way Down (Taschenbuch)
At first - an "High Fidelity" oder "About a Boy" kommt dieses Buch nicht heran. Das Buch handelt von vier Selbstmordkandidaten, die sich an einem Sylversterabend zufällig auf demselben Hochhausdach begegnen und - durch ein langes Gespräch vorerst geläutert - beschließen, dem Leben eine zweite Chance einzuräumen. Die Grundidee fand ich wirklich toll, deshalb habe ich es auch gekauft. Aber nach einigen Seiten ist dieser schon aufgebraucht. Danach "quält" sich meiner Meinung nach Hornby bis zum Ende des Buches. Die Protagonisten sind nervend (vorallem Jesse mit ihrer rumflucherei) und wirken zu konstruiert. Ab und zu lässt Hornby zwar sein Humor aufblitzen, doch ist dies einfach zu wenig in Summe.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Perle für jeden Hörspiel-Fan, 5. Dezember 2005
Das neueste Werk von Nick Hornby (High Fidelity, About a boy) ist urkomisch und mit viel schwarzem Humor gespickt, ohne dass es ihm je an Ernsthaftigkeit gegenüber dem Thema fehlt. Im Gegenteil: Seine Figuren wirken ebenso individuell wie authentisch.
Das Hörspiel zum Roman ist zwar um ein Drittel gekürzt, macht aber vom ersten Kapitel an Spaß. Die vier Sprecher passen hervorragend zu den Charakteren; vor allem Julia Hummer und Hille Darjes überzeugen als Jess und Maureen. Indem sie nicht nur ihr eigenes verkorkstes Handeln, sondern auch das der anderen kommentieren, entsteht ein sarkastisch-buntes, aber niemals moralisches Charakterbild von vier Menschen mit allzu menschlichen Problemen. Eine Perle für jeden Hörspiel-Fan.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4.0 von 5 Sternen Ein sehr langer Weg nach unten, 23. Februar 2010
Von 
Villette - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: A Long Way Down (Taschenbuch)
Die Grundidee dieses Romans ist nicht schlecht: Vier Menschen aus unterschiedlichem gesellschaftlichen Background treffen sich zufällig in der Sylvesternacht auf einem Hochhaus, von dem sie sich stürzen wollen. Weil ein sehr junges Mädchen unter ihnen ist, die zum Sterben wirklich noch viel zu jung ist, entscheiden die anderen 3, ihr Problem zu lösen und sich dann erst vom Hochhaus zu stürzen. Sie gehen runter und müssen den geplanten Selbstmord von Mal zu Mal verschieben. Denn immer muss man sich um einen in der Gruppe kümmern. Das geht zwar allen auf den Geist, weil sie so unglaublich unterschiedlich sind und das Leben einfach unerträglich ist, aber trotzdem halten sie sich immer weiter am Leben. Und ganz langsam, wirklich ganz langsam kommt ein Licht am Horizont auf.
Was den Reiz dieser Geschichte ausmacht, ist die Unterschiedlichkeit der Charaktere. Die stille Maureen, die noch nichts vom Leben gesehen hat, weil sie seit 20 Jahren ihren schwerbehinderten Sohn pflegt; die rebellische Jess, die aus einer reichen und spießigen Familie kommt, was sie mit ihrer Sprache und ihrer fehlenden Sensibilität zu verdecken versucht; der Ex-Musiker JJ, der mit dem Verlust der Musik den Sinn des Lebens verloren hat; der frühere Frühstücksfernsehmoderator Martin, der seine Familie und seinen Job verloren hat, weil er sich an einer 15-Jährigen vergangen hat. Sie scheinen sich nichts geben zu können und langweilen sich gegenseitig. Der eine findet den anderen zu anstößig, der andere den einen zu spießig. Und doch können sie sich helfen, weil sie eines gemeinsam haben, was andere nicht verstehen können: Sie wollen sich umbringen. Soweit der interessante Ansatz. Leider verspricht er etwas mehr, als er halten kann. Nach 100 Seiten hat Hornby anscheinend nicht mehr so recht gewusst, wie er etwas Spannung und Dynamik in die Geschichte hineinbringen kann. Sie wird daher etwas langweilig. Das ist natürlich gleichzeitig auch eine Widerspiegelung des langweiligen Lebens von 4 Menschen, die nichts mehr vom Leben erwarten. Auf der anderen Seite ist es bis zum Ende auch immer wieder ganz lustig, besonders weil die Charaktere Dinge sagen oder tun, über die man den Kopf schüttelt. Die Moral der Geschichte ist schließlich, dass die normalen Menschen, die nicht auf das Dach des Hochhauses gegangen sind, trotzdem kein tolles Leben führen. Sie drücken sich nur nicht vor der Verantwortung.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 220 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

A Long Way Down: Roman
A Long Way Down: Roman von Nick Hornby (Gebundene Ausgabe - 25. Mai 2005)
EUR 19,90
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen