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51 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Zwiebelfisch: Ein Wegweiser im Irrgarten der deutschen Sprache
Zwiebelfisch nennt man im Zeitungs- und Buchdruck, einzelne Buchstaben oder Wortteile, die irrtümlich in einer anderen Schrift oder Formatierung gesetzt wurden. Zwiebelfisch nennt sich aber auch die seit Mai 2003 im Spiegel Online und seit Februar 2005 in der monatlichen Kulturbeilage des gedruckten Spiegel erscheinende Kolumnenserie des Autors Bastian Sick, die aus...
Veröffentlicht am 7. August 2008 von Mario Pf.

versus
82 von 91 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Unterhaltsam, aber nicht so souverän wie Wolf Schneider
Ich finde das Buch nett. Wirklich nicht schlecht, aber auch wirklich nicht überragend: so mittendrin, ganz unterhaltsam.
Bastian Sick prangert sprachliche Unsitten an, die vor allem aus den Medien in die Alltagssprache überschwappen - zum Teil auch umgekehrt. Und ich möchte ganz klar stellen: Er hat vollkommen Recht mit dem, was er schreibt...
Veröffentlicht am 8. Februar 2005 von Tobias Jäger


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51 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Zwiebelfisch: Ein Wegweiser im Irrgarten der deutschen Sprache, 7. August 2008
Von 
Mario Pf. (Oberösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Zwiebelfisch nennt man im Zeitungs- und Buchdruck, einzelne Buchstaben oder Wortteile, die irrtümlich in einer anderen Schrift oder Formatierung gesetzt wurden. Zwiebelfisch nennt sich aber auch die seit Mai 2003 im Spiegel Online und seit Februar 2005 in der monatlichen Kulturbeilage des gedruckten Spiegel erscheinende Kolumnenserie des Autors Bastian Sick, die aus dessen Tätigkeit als Dokumentar und Korrektor in der Online-Redaktion des Spiegels hervorgegangen ist, als er humorvolle Memos zu häufigen Fehlerquellen an die Redakteure verfasste. Um der wachsenden Leserschaft der Kolumne, welche die Möglichkeit der Mitarbeit durch Einsendung von Fotos, Bildern und Leserbriefen über eigene Erlebnisse angeregt nutzte, entgegenzukommen, wurde versucht die besten Artikel der Kolumne unter dem Titel "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" jährlich zusammenzufassen. Bis dato sind aus diesen Versuchen drei Bände hervorgegangen und wurden nun endlich in einem preisgünstigen Sammelband zusammengefasst. Doch "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" ist genauso wie der Name Bastian Sick längst zu einer Marke geworden, die geschickt vermarkt ein eigenes Merchandising aus Büchern, Hörbüchern und Spielen umfasst. Für die einen ist Sick einer der bedeutendsten Sprachkritiker und -pfleger unserer Zeit, für andere hingegen ein normativer Oberlehrer.

Fakt ist, die drei nun zusammengefassten Bände sind von unterschiedlicher Qualität, so ist der hervorragende erste Band eine gelungene Edition der Zwiebelfisch-Kolumne, während Bastian Sick im zweiten Band eher auf seine Leserbriefe reagiert und im dritten, bisher letzten Teil der Reihe überwiegen vor allem Anekdoten und irgendwie erfunden wirkende Geschichten. Obwohl die Idee sein Gesamtwerk in einem Band zusammenzufassen interessant klingen mag, wurde Bastian Sicks Happy Aua jedoch ausgelassen. Das schmale Büchlein, welches ausschließlich Fotoeinsendungen zum Thema "Schreib- und Druckfehler im Alltag" enthält hätte etwa Sicks Ausführungen zu Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod 3 perfekt ergänzt.

In lustigen Anekdoten aus Alltag, Politik und Journalismus deckt Bastian Sick so manche Irrwege der deutschen Sprache auf und schafft ein bisschen mehr Klarheit darüber, dass selbst jene Leute deren Geschäft es ist sich durch Sprache auszudrücken in viele jener Fettnäpfchen hineintreten, die bei der Rechtschreibreform entstanden sind. Falschübersetzungen, Modesprache, mutwillige Fehler, all das beeinflusst unser Sprachgefühl und lässt uns für den ein oder anderen Fehler schlicht blind werden. Besonders geißelt Sick in diesem Zusammenhang die eigentümliche Werbesprache, die mit ihrer mutwilligen Ignorranz von Rechtschreibregeln und Grammatik mehr zum "Verfall" der deutschen Sprache beiträgt, als alles andere. Beim Aufspüren von stillschweigend meist hingenommenen Fehlern ist Sick sehr spitzfindig und pedantisch, wobei er im Grunde für gewöhnlich Recht behält, denn was heute gesprochen wird ist oft weit von "gutem" Deutsch entfernt. Sicks Talent ist seine Fähigkeit Geschichten amüsant und detailreich zu erzählen.

Dieses Konzept auf dem die Buchform der Zwiebelfisch-Kolumne beruht, ist lobenswert und war in "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" noch neu und kreativ, doch bereits im darauffolgenden Band erfolgte ein Schwenk in Richtung Reaktion auf Leserressonanz. Nach dem eher allgemeinen Band 1 befasste sich Sick im zweiten vorzugsweise mit modernen Kommunikationsmitteln und jenen stilistischen Unsitten, die meist in E-Mails auftauchen. Für Teil von "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" schienen brauchbare Leserbriefe und Artikel der ersten Garnitur bereits verbraucht gewesen zu sein. Nachdem sich Sick mit Reaktionen ind Band 2 gut über Wasser halten konnte und weniger aus Eingeninitiative aufs Tapet brachte, war er mit Band 3 gezwungen wieder selbst Geschichten einzubringen. Jetzt erst recht - ging Sick SMS und E-Mail, sowie den Stilblüten des Web 2.0 an den Kragen. Dazu sagte er auch den Anglizismen versteckt den Kampf an, sowie Dialekten, verkörpert durch Sicks Nachbarin Frau Jackmann. Wenn ein mittlerer Milchkaffee zum "tollen Latte to go" wird darf Sick wie gewohnt gerne erklären wie das möglich ist und was daran so toll bzw. tall ist. Dabei ist das Deutsche nicht die einzige Sprache, die Fremdwörter übernimmt und so gibt es gleichbedeutend einen Kindergarten als solchen auch im Englischen.

Fazit:
Wer Bastian Sick und seine Buchtrilogie "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" noch nicht kennt, bekommt mit diesem Sammelband der ersten 3 Bände eine sehr günstige Chance. So günstig, dass es preislich kaum einen Unterschied macht ob man sich jetzt den ersten Band oder gleich alle 3 in dieser Edition kauft und das sollte selbst Zweifler überzeugen, die sich überlegen ob ein 750 Seiten Wälzer nicht doch eine Fehlinvestition sein könnte, wenn man so unterschiedliche Dinge über den Autor hört. Überzeugen Sie sich selbst, greifen Sie zu und bilden Sie sich eine eigene Meinung. Selbst im schlimmsten Fall haben Sie am Ende nur Zeit und wenig Geld verloren.
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82 von 91 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Unterhaltsam, aber nicht so souverän wie Wolf Schneider, 8. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod (Taschenbuch)
Ich finde das Buch nett. Wirklich nicht schlecht, aber auch wirklich nicht überragend: so mittendrin, ganz unterhaltsam.
Bastian Sick prangert sprachliche Unsitten an, die vor allem aus den Medien in die Alltagssprache überschwappen - zum Teil auch umgekehrt. Und ich möchte ganz klar stellen: Er hat vollkommen Recht mit dem, was er schreibt.
Anderseits hat, was er schreibt, schon jemand vor ihm geschrieben. Es kommt mir beim Lesen geradezu so vor, als habe Herr Sick beim Schreiben seiner Kolumnen das Buch seines Kollegen Wolf Schneider auf dem Tisch liegen gehabt: "Deutsch fürs Leben. Was die Schule zu lehren vergaß". Kennen tut er's jedenfalls bestimmt.
Und dieses Buch von Wolf Schneider ist nach meinem Geschmack einfach das bessere von den zweien. Beide Autoren behandeln praktisch dieselben Themen, und dabei sind sie meist sogar derselben Meinung.
Aber die Texte von Wolf Schneider sind argumentativ besser, sind klarer gegliedert und spritziger formuliert. Ich würde sagen: Bastian Sick ist unterhaltsam, Wolf Schneider ist geistreich. Aber das ist jetzt natürlich journalistisch überzeichnet.
Kurzum: Wer sich überlegt, dieses Buch zu kaufen oder zu verschenken, dem sei die Alternative von Wolf Schneider ans Herz gelegt: „Deutsch fürs Leben" heißt es, kostet genauso viel wie das hier und macht doppelt so viel Spaß.
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92 von 104 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vielseitiger und Kontroverser als die Bibel, 11. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod (Taschenbuch)
Es fällt mir schwer, ein eindeutiges Urteil über dieses kontroverse Buch zu fällen. Ich werde also einfach einige Dinge auflisten und dann ihren Geschmack und ihr Urteilsvermögen entscheiden lassen, ob sie das Buch mögen oder nicht.

+ Bastian Sick weist auf eine humorvolle, intellektuelle und dabei eindeutige Weise auf die Fehler der so oft kritisierten Rechtschreibreform (die ich ebenfalls hasse) und die Konsequenzen der "Verenglischung" der deutschen Sprache hin.

+ Wie gesagt, Sicks zusammengefasste Artikel, die er für die Spiegel-Kolumne "Zwiebelfisch" schreibt sind witzig, mit viel schwarzem Humor und reichlich Ironie.

+ Löst hin und wieder spontane Lachanfälle beim Lesen aus.

+ Ich bemerkte nach der Lektüre des Buches bei mir eine geschärfte Wahrnehmung der grammatikalischen Ungereimtheiten und der überflüssigen Anglizismen in z.B. TV-Werbung.

+ Kaufempfehlung für alle, die sich gerne über Politiker und Journalisten aufregen. Sick nimmt beide Berufsgruppen regelmäßig aufs Korn.

So....Und jetzt kommt, was kommen musste: Die negativen Seiten von "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod"

- Das Buch empfiehlt sich nicht zur Lektüre an einem einzigen regnerischen Tag. Einzeln und für sich sind die Artikel witzig und geistreich, doch weil (traurig aber wahr), Sicks Pointen und Sprachmittel immer die gleichen sind, wird es, wenn man gleich 50 Seiten hintereinander liest ziemlich Langweilig. Also: Am besten einmal am Tag, wenn man gerade nicht so gut drauf ist, einen Artikel lesen und schon kann man wieder die Sonnenseiten des Lebens sehen.

- Größter Kritikpunkt meinerseits: Sick gibt sich für meinen Geschmack zu besserwisserisch. Er blickt irgendwie immer auf einen herab, die Artikel wirken nach dem Motto: "Man muss schon ziemlich dumm sein, um solche fehler zu machen". Wenn der Leser aber merkt: "Hoppla! Ich sage ja auch 'Pharmaka' statt 'Pharmakon'" fühlt man sich gelegentlich auch selber beleidigt.

Mein FAZIT: Am besten tritt man an dieses Buch mit etwas Distanz und Selbstbewusstsein heran. Immer daran denken: weder die Regeln der Rechtschreibreform, noch die von Bastian Sick sind in Stein gemeißelt. So kann man dieses buch als das was es ist genießen: Eine kurzweilige, wenn auch lehrreiche Unterhaltungslektüre: Kürzer als "Krieg und Frieden", gehaltvoller als "Harry Potter", kontroverser als "Die Bibel" und auf jeden Fall witziger als "Der Rechtschreib-Duden"...

(Mir hats gefallen)
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen unterhaltsam, witzig, lehrreich, 28. April 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod (Taschenbuch)
Ich habe dieses Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen, weil ich es einfach nicht beiseite legen konnte.
"Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" ist nicht nur ein unterhaltsames und humorvolles Buch über die deutsche Sprache, es ist vor allem sehr lehrreich, denn es hilft, sich durch die so vielseitigen und teils unfassbar komplizierten Wirrungen unserer gesprochenen und geschriebenen Sprache zu wurschteln.
Deutlich, da immer wieder von Sick aufgegriffen, wird vor allem das immer häufigere Anwenden der Anglizismen, die, haben sie erst einmal den Weg in die deutsche Sprachkultur geschafft, falsch übersetzt, angewendet und konjugiert werden.
Im Großen und Ganzen werden von Sick so gut wie alle Fragen bzgl. unserer Sprache beantwortet (spätestens im Zwiebelfisch-Alphabet zum Schluss). Der für mich absolute Höhepunkt ist das Kapitel über die "body bags" (zu deutsch: Leichensäcke), denn dort wird deutlich, dass sich unser Volk mit dem ständigen Bemühen, deutsche Begriffe zu meiden und englische zu übernehmen, hin und wieder selbst ein Bein stellt.
Einen Minuspunkt gibt es für die, wie ich finde, zu pedantischen Beanstandungen Sicks. Manch ein Kapitel ist etwas zu überzogen, wie zum Beispiel das angebliche Unterteilen in Berieche, Beschweren über das "Geld, das in die Kassen gespült wird oder das Ersetzen des Wörtchens "durch".
Doch alles in allem ist dieses Werk jedem zu empfehlen. Es greift historische Sprachgebrauchsherkünfte auf und ist wie oben bereits erwähnt, wirklich lehrreich, verpackt in einer ordentlichen Portion Humor und Ironie.
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47 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was schreibt man auseinander und was zusammen?, 14. September 2004
Von 
Helga König - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod (Taschenbuch)
Bastian Sick verfasst äußerst amüsante Kolumnen über die deutsche Grammatik und Orthographie. Der häufige Gebrauch des Dativs und das stiefmütterliche Anwenden des Genitivs sind nicht die einzigen kritischen Anmerkungen des brillanten Autoren zur gesprochenen und geschriebenen Sprache. Gedanken macht er sich auch über das korrekte Handhaben des Apostrophs, teilt seine Überlegungen mit zum " Superlativissmus " und hinterfragt den fatalen Hang zu Substantivierungen. Wann ist ein Fugen -s- angesagt? Wie werden Präpositionen korrekt anwendet? Was bedeuten die einzelnen Farbadjektive? Ohne in den Verdacht der Erbsenzählerei zu geraten oder schlimmer noch schmallippiges Oberlehrergetue an den Tag zu legen, versucht Sick den Leser für Feinsinnigkeit und Stil empfänglich zu machen und bietet durch eine Fülle von aufschlussreichen Beispielen Gelegenheit sich der Verunsicherung durch die Rechtschreibreform zu entledigen. Der Autor ist klug und witzig. Der Kauf des Buches lohnt sich!
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50 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Informativ, lustig, unterhaltend!, 25. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod (Taschenbuch)
„Wenn es anscheinend einen Unterschied zwischen „scheinbar" und „anscheinend" gibt, warum kennt ihn dann scheinbar niemand?" (S.12).
Gute Frage! Mit solchen Fragen und Wortspielen wird der Leser hier verwöhnt. Ich denke Bastian Sick hat mit diesem Buch, bzw. seinen Kolumnen, genau den Zeitgeist getroffen. PISA attestiert uns schlechte Bildung, alle sind genervt von der Endlosdebatte über die Rechtschreibreform, aber im Prinzip ist uns unsere Sprache doch alles andere als egal!
Zum Glück hat jetzt jemand, der für Sprache sehr feinfühlig zu seien scheint, sich entschieden ein Buch über Deutsch und „Undeutsch" zu schreiben. Auch noch ohne Germanist zu sein. Dies dann auch noch faktisch korrekt, elegant und unterhaltend.
Mit Wortwitz und lustigen Metaphern schreibt Sick originell über ein von Natur aus eher trockenes Thema, und schafft es durchaus den Leser an sein Buch zu fesseln. Sein Schreibstil ist genauso kreativ wie sein Titel und ich bedauere fast schon dass ich seine Kolumnen vorher nicht kannte.
Empfehlenswert für jeden; informativ, bildend, lustig, satirisch.
Sollte Pflichtlektüre für den Deutschunterricht werden und dürfte wohl auch so manchem Lehrer einen Aha-Effekt verpassen...
Auf der Kontraseite kann man vielleicht nur die etwas stark schwankende Qualität der einzelnen Kolumnen bemerken, daher 4 Sterne.
Trotzdem stimmt hier das Preis-Leistungs-Verhältnis.
Fazit: empfehlenswert...
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das lustigste Deutschbuch für Profis, 8. November 2008
Von 
Christian von Montfort (Barcelona, Katalonien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Ob gewollt oder nicht, über Rechtschreibung und Stil schließen Leser auf den Bildungsgrad des Autors zurück - und stellen womöglich dessen ganze Idee infrage. Eine saubere Sprache ist wie eine schöne Verpackung, und wie jeder aus der Werbung weiß, ist diese oft wirksamer als der Inhalt. Nun ist niemand frei von Fehlern, auch Bastian Sick nimmt sich da nicht aus, doch wenn heute selbst Abiturienten und höhere Manager nach vielen Jahren des Studiums schreiben wie die Hauptschüler, fragt man sich schon, wo denn die Untergrenze des Niveaus sein soll. Wer weiß, wie viele grandiose Ideen es nicht weit geschafft haben, weil sie einfach schlecht formuliert waren.

Bastian Sick arbeitet als Sprachpfleger beim "Spiegel" an der Obergrenze der deutschen Sprache, und sein Buch kann in einigen Kapiteln als Haarspalterei anmuten. Ich selbst habe aus Furcht davor das Lesen seiner Bücher lange vor mir hergeschoben, aber nun hat es mich eingeholt. Gleich alle 3 Bände auf einmal brachte mir jemand nach Barcelona mit.

Zunächst einmal habe ich viel gelacht, weil Sick einen ungeheuren Sprachwitz hat und die trockene Grammatik in witzige Geschichten packt. Besonders der erste Band ist ein erstklassiges Leseerlebnis. Da machen sich Schneewittchen und die sieben Zwerge über "als" und "wie" Gedanken oder Fräulein Rottenmeier erklärt der Heidi den Unterschied zwischen "herein" und "hinein". Auch Vater und Sohn im Sprachzoo sind süß, wo sie den kleinen traurigen Konjunktiv im Käfig betrachten. Es gilt also zunächst mal: Wer gutes Deutsch lernen muss, zum Beispiel aus beruflichen Gründen, der wird mit Bastian Sick 100 Mal mehr Spaß haben als mit den Standardwerken Duden und Wahrig. Ich habe alle drei Bände gern gelesen, vielleicht deshalb, weil mich als Rezensent ständig mit der Thematik beschäftige (Sick lästert zwar in Band 3 über die Amazon-Rezensenten, aber ich bin da mal großzügig. Die bezahlten Kritiker der Systemmedien ärgern sich halt schwarz über die unabhängige und erfolgreiche Konkurrenz aus dem Netz). Der erste Band ist sicher am lustigsten, der zweite eine Reaktion auf Leserbriefe, und der dritte ähnelt in der Aufmachung wieder Band 1, wobei er in einigen Kapiteln Themen wiederholt. Ich fand alles lesenswert.

Es wird nicht jeder jeden von Sicks Vorschlägen übernehmen wollen, und man muss auch nicht. Sick gibt Anhaltspunkte. Im Prinzip hält sich Sick an den Duden oder leitet Vorschläge mit Logik ab, aber er gibt nicht überall Quellen an. Oft beschreibt er auch nur einen Zustand ohne zu werten, zeigt aber die Widersprüche auf. Ich konnte seiner Logik durchweg folgen, auch wenn ich etwa feine Abgrenzungen wie "scheinbar" gegenüber "anscheinend" sicher auch in Zukunft nicht konsequent anwenden werde. Aber die Abgrenzung "bergen" zu "retten" beispielsweise fand ich schon aufschlussreich und auch wichtig, wenn da bei der einen Option das Opfer schon tot ist und bei dem anderen noch lebt. Unsere Sprache ist voller solcher Details. Mit Sicks beiden größten Kritikpunkten stimme ich ebenfalls überein. Der eine ist die inflationäre Verwendung von Anglizismen, die bis zur Unverständlichkeit von Aussagen führt, und der andere ist die Reform der Reform der Rechtsschreibreform, die insbesondere beim Getrenntschreiben das totale Chaos verursacht hat. Das tat den Verantwortlichen erst leid, dann Leid, und jetzt wieder leid, was will man davon halten?

Gewünscht hätte ich mir hier in der Gesamtausgabe eine übersichtlichere Struktur der Kapitel nach Zusammengehörigkeit, nicht nach Erscheinungsdatum der Kolumnen. Kapitel etwa zu Anglizismen, dem Wörtchen "wo", oder der richtigen Verwendung von Pronomina sind über die drei Bände verteilt. Wer nach Stichwörtern sucht, wird Schwierigkeiten haben, die passenden Kapitel zu finden. Ich hatte jedenfalls immens viel Spaß beim Lesen und deshalb gibt's von mir auch für die Gesamtausgabe klare 5 Sterne.
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40 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Deutsche Sprache, schwere Sprache..., 24. März 2005
Von 
Thorsten Wiedau (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Bastian Sick ist ein begnadeter „Spiegel Online" Redakteur, was er so aus den Tiefen des Internet und der Werbung herausholt, versetzt einen in Angst und Schrecken. Selbst vor Äußerungen der Politik macht er nicht halt und zeigt auf, was teilweise für ein unglaublicher Schwachsinn mittlerweile in Deutschland bezüglich der deutschen Sprache so um sich gegriffen hat. Die Hör-CD „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" zeigt schonungslos auf, wie weit wir uns schon von der korrekten Nutzung der deutschen Sprache entfernt haben.
Ich konnte gar nicht so schnell zuhören, wie auf mich die Fehler meiner eigenen Aussprache regneten. Der Autor Bastian Sick hat mit seinem Hörbuch „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod", ein streitbares Werk hervorgebracht. Ich habe dies selbst an mir erfahren, denn ich merkte, wie viel ich falsch machte und mache (!) bei der Benützung der deutschen Sprache.
Ob es falsche Endungen sind, Wortdehnungen oder einfach stillos aus dem Amerikanischem übernommenes, es ist wie Glatteis, auf dem man sich bewegt. Ist es die oder das Nutella, „macht es Sinn" oder ist es Sinn stiftend was man sagt, sollte es „machbar" sein oder vielleicht doch nur verführerisch?
Der Autor und Spiegel Online Redakteur setzt sich ein, auch für das fast schon verloren gegangene „Fugen-S". Was hier verloren geht oder vielmehr „auf den Hund kommt", ist ein Sprachschatz aus mehr als 1.000 Jahren. Wir haben alle innerhalb weniger Jahre dazu beigetragen die deutsche Sprache gründlich zu verbiegen.
Auf den beiden Hör-CDs wird gründlich aufgeräumt mit falschen Wörtern und Problemzonen innerhalb der deutschen Sprache. Warum sich diese ganzen Fehler sogar bei Politikern, Redakteuren (Zeitungen / Fernsehen) und innerhalb des Beamtentums eingeschlichen haben, wer weiß...
Dieses Hörbuch sollte zur Standard - Ausrüstung eines jeden gehören der schreibt oder öffentliche Reden hält und ich bitte inständig, daß mir meine eigenen Fehler hier und in allen anderen Publikationen verziehen werden... mea culpa.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Wemfall ist des Wesfalls Tod, 12. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod (Taschenbuch)
"Die deutsche Sprache kennt zwar nur vier Fälle, dafür aber über tausend Zweifelsfälle." Ein toller Satz, den sich der Verlag für Kiepenheuer & Witsch als Einleitung für die Beschreibung seines Grammatik-Buches auf dem Paperback des betreffenden Taschenbuchs hat einfallen lassen. Hat einfallen lassen, ... ist das überhaupt richtiges deutsch, ist es gutes deutsch? Solche Fragen stellt man sich nämlich, nach Lektüre derselben. Fragen auch wie, "Heißt es Pizzas oder Pizzen?" (Glaubt man der Winword-Rechtschreibprüfung, dann heißt es Pizzas, denn Pizzen wird regelmäßig mit roter Wellenlinie unterstrichen.) Weitere Fragen sind: "Gewinkt oder gewunken? Wann schreibt man Storys und wann Stories? Hat der Genitiv noch eine Chance - trotz des Dativs und dem Dativ zum Trotz?"

Und damit sind wir auch schon beim Buchtitel: "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" von Bastian Sick; Untertitel: "Ein Wegweiser durch den Irrgarten der deutschen Sprache." - Im Selbstlob nimmt Bastian Sick "Ein paar Worte vorweg". So ist das Buch gedacht als Reiseführer "auf einem abenteuerlichen Rundgang durch die Wildnis der deutschen Sprache." Es soll zeigen "wie man sich mit der Machete einen Weg durch widerspenstiges grammatisches Gestrüpp schlagen kann", es führt "um syntaktische Fallgruben herum", weist auf "orthografischen Treibsand" hin und bringt den Leser "sicher übers stilistische Glatteis."

Es beginnt mit Kapiteln wie "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" [heißt es 'Statt des Vaters kam der Sohn', oder 'Statt dem Vater kam der Sohn'?], "Krieg der Geschlechter" [heißt es 'Die Nutella' oder 'Das Nutella'?], "Die reinste Puromanie" [woher kommt, dass man plötzlich 'Action pur', oder 'Romantik pur', oder 'Entspannung pur' sucht, bzw. findet, bzw. anbietet; und das auch noch mit einem dem Hauptwort nachgestellten Attribut, "ein in der deutschen Sprache eher ungewöhnlicher Vorgang"].

Eines der nächsten Kapitel, und dann auch schon ein erstes Highlight, ist "Deutschland, Deine Apostroph's" [über die grassierende Unart der um sich greifenden - grammatikalisch falschen - Firmenbezeichnungen und -schriftzüge wie Helga's Hähncheneck oder Rudi's Bierschwemme]. - "Die traurige Geschichte von drei englischen Ladys" [warum heißt es einmal Ladies, ein andermal sind Ladys angesagt?]. In vierundvierzig weiteren - z.B. "Das Elend mit dem Binde-Strich" - macht uns die deutsche Grammatik Spaß wie noch nie.

Eine der schönsten Abhandlungen ist die Frage "Sind rosane T-Shirts und lilane Leggins erlaubt?" - "Ein rotes Tuch, ein blaues Band, ein gelber Fleck, ein grüner Punkt, weißere Zähne, braunere Haut, der graueste Himmel, der schwärzeste Tag - die elementaren Farben bereiten uns sprachlich wenig Probleme, sie lassen sie mühelos beugen und steigern. Daneben gibt es jedoch eine Vielzahl von Farbadjektiven, die es in sich haben. Sie sind zumeist von Hauptwörtern abgeleitet: rosa von der Rose, orange von der Orange, oliv von der Olive, lila vom französischen Wort für Flieder, türkis vom gleichnamigen Edelstein, ocker von der Tonerde, cognac vom Weinbrand, mauve von der Malve und viele weitere mehr. Grundfarben gibt es zwar nur wenige, aber Zwischentöne gibt es unendlich viele, und jeder verlangt nach einem Namen."

Fragen über Fragen, die vom Autor denn auch großteils beantwortet werden. Doch ergeben sich auch Fragen über Fragen, die sich neu stellen. Warum bezeichnet der Grammatik- und Deutschlehrer Sick sein Buch als einen Irrgarten, und nicht als ein Labyrinth? Nur ob der komplizierteren Schreibweise? Und warum ist der Dativ der Dativ (und nicht der Wemfall, wie man das in ersten grammatikalischen Lehrstunden, zu meinen Grundschulzeiten in den Sechzigern, so genannt hat) und der Genitiv der Genitiv (und nicht der Wesfall, bzw. Wessenfall)? Und heißt der Autor Bastian Sick nicht in Wirklichkeit vielleicht Sebastian Sick?
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75 von 89 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Da können auch Besserwisser noch was lernen, 31. Dezember 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod (Taschenbuch)
Ich habe das Buch "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" als Geschenk bekommen, weil ich meine Mitmenschen immer wieder verbessere, wenn sie zum Beispiel wegen mit Dativ benutzen. Ich war zuerst nicht so begeistert, weil ich derartige Bücher, die voller Ironie versuchen, den Leser unterhaltend zu belehren, eigentlich überhaupt nicht mag. Dann habe ich mich aber doch ans Lesen gemacht und ich muss sagen, ich habe so schnell nicht wieder aufgehört.
Die Themen sind sehr vielfältig und ich habe gemerkt, dass es noch viele Dinge in unserer deutschen Umgangssprache gibt, die man im Alltag gar nicht bemerkt, die aber trotzdem falsch sind. Heißt es z. B. gesandt oder gesendet? Längerfristig, langfristiger, oder gar längerfristiger?; ist der Plural von Chaos Chaosse, Chaoti oder gibt es überhaupt eine Pluralform? Is das "Ultra-Perfekt" wirklich richtiges Deutsch?...
Sehr gut finde ich außerdem, dass das Buch in einzelne kleine Kapitel aufgeteilt ist. Die Kapitel umfassen meist 3 bis 5 Seiten und sie bauen nicht aufeinander auf. So kann man, wenn man möchte, immer mal wieder ein Kapitel lesen, für das man sich gerade am meisten interessiert. Am Ende vieler Kapitel werden oft besonders wichtige Dinge nochmals übersichtlich zusammengefasst.
Das Buch ist kein "Lehrbuch", vielmehr hat der Autor es ermöglicht, die wichtigen Dinge mit Spaß und oftmals sehr viel Ironie (allerdings nie zu übertrieben) dem Leser nahe zu bringen.
Fazit: Ein sehr lehrreiches Buch, von dem auch Besserwisser noch so manches lernen können. Wer die deutsche Sprache perfekt sprechen möchte, sollte die Hinweise dieses Buches kennen und anwenden.
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Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod
Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod von Bastian Sick (Taschenbuch - 19. August 2004)
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