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4.0 von 5 Sternen Der Wemfall ist des Wesfalls Tod
"Die deutsche Sprache kennt zwar nur vier Fälle, dafür aber über tausend Zweifelsfälle." Ein toller Satz, den sich der Verlag für Kiepenheuer & Witsch als Einleitung für die Beschreibung seines Grammatik-Buches auf dem Paperback des betreffenden Taschenbuchs hat einfallen lassen. Hat einfallen lassen, ... ist das überhaupt richtiges...
Veröffentlicht am 12. Mai 2008 von Helmut Schmid

versus
86 von 95 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Unterhaltsam, aber nicht so souverän wie Wolf Schneider
Ich finde das Buch nett. Wirklich nicht schlecht, aber auch wirklich nicht überragend: so mittendrin, ganz unterhaltsam.
Bastian Sick prangert sprachliche Unsitten an, die vor allem aus den Medien in die Alltagssprache überschwappen - zum Teil auch umgekehrt. Und ich möchte ganz klar stellen: Er hat vollkommen Recht mit dem, was er schreibt...
Veröffentlicht am 8. Februar 2005 von Tobias Jäger


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86 von 95 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Unterhaltsam, aber nicht so souverän wie Wolf Schneider, 8. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod (Taschenbuch)
Ich finde das Buch nett. Wirklich nicht schlecht, aber auch wirklich nicht überragend: so mittendrin, ganz unterhaltsam.
Bastian Sick prangert sprachliche Unsitten an, die vor allem aus den Medien in die Alltagssprache überschwappen - zum Teil auch umgekehrt. Und ich möchte ganz klar stellen: Er hat vollkommen Recht mit dem, was er schreibt.
Anderseits hat, was er schreibt, schon jemand vor ihm geschrieben. Es kommt mir beim Lesen geradezu so vor, als habe Herr Sick beim Schreiben seiner Kolumnen das Buch seines Kollegen Wolf Schneider auf dem Tisch liegen gehabt: "Deutsch fürs Leben. Was die Schule zu lehren vergaß". Kennen tut er's jedenfalls bestimmt.
Und dieses Buch von Wolf Schneider ist nach meinem Geschmack einfach das bessere von den zweien. Beide Autoren behandeln praktisch dieselben Themen, und dabei sind sie meist sogar derselben Meinung.
Aber die Texte von Wolf Schneider sind argumentativ besser, sind klarer gegliedert und spritziger formuliert. Ich würde sagen: Bastian Sick ist unterhaltsam, Wolf Schneider ist geistreich. Aber das ist jetzt natürlich journalistisch überzeichnet.
Kurzum: Wer sich überlegt, dieses Buch zu kaufen oder zu verschenken, dem sei die Alternative von Wolf Schneider ans Herz gelegt: „Deutsch fürs Leben" heißt es, kostet genauso viel wie das hier und macht doppelt so viel Spaß.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Wemfall ist des Wesfalls Tod, 12. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod (Taschenbuch)
"Die deutsche Sprache kennt zwar nur vier Fälle, dafür aber über tausend Zweifelsfälle." Ein toller Satz, den sich der Verlag für Kiepenheuer & Witsch als Einleitung für die Beschreibung seines Grammatik-Buches auf dem Paperback des betreffenden Taschenbuchs hat einfallen lassen. Hat einfallen lassen, ... ist das überhaupt richtiges deutsch, ist es gutes deutsch? Solche Fragen stellt man sich nämlich, nach Lektüre derselben. Fragen auch wie, "Heißt es Pizzas oder Pizzen?" (Glaubt man der Winword-Rechtschreibprüfung, dann heißt es Pizzas, denn Pizzen wird regelmäßig mit roter Wellenlinie unterstrichen.) Weitere Fragen sind: "Gewinkt oder gewunken? Wann schreibt man Storys und wann Stories? Hat der Genitiv noch eine Chance - trotz des Dativs und dem Dativ zum Trotz?"

Und damit sind wir auch schon beim Buchtitel: "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" von Bastian Sick; Untertitel: "Ein Wegweiser durch den Irrgarten der deutschen Sprache." - Im Selbstlob nimmt Bastian Sick "Ein paar Worte vorweg". So ist das Buch gedacht als Reiseführer "auf einem abenteuerlichen Rundgang durch die Wildnis der deutschen Sprache." Es soll zeigen "wie man sich mit der Machete einen Weg durch widerspenstiges grammatisches Gestrüpp schlagen kann", es führt "um syntaktische Fallgruben herum", weist auf "orthografischen Treibsand" hin und bringt den Leser "sicher übers stilistische Glatteis."

Es beginnt mit Kapiteln wie "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" [heißt es 'Statt des Vaters kam der Sohn', oder 'Statt dem Vater kam der Sohn'?], "Krieg der Geschlechter" [heißt es 'Die Nutella' oder 'Das Nutella'?], "Die reinste Puromanie" [woher kommt, dass man plötzlich 'Action pur', oder 'Romantik pur', oder 'Entspannung pur' sucht, bzw. findet, bzw. anbietet; und das auch noch mit einem dem Hauptwort nachgestellten Attribut, "ein in der deutschen Sprache eher ungewöhnlicher Vorgang"].

Eines der nächsten Kapitel, und dann auch schon ein erstes Highlight, ist "Deutschland, Deine Apostroph's" [über die grassierende Unart der um sich greifenden - grammatikalisch falschen - Firmenbezeichnungen und -schriftzüge wie Helga's Hähncheneck oder Rudi's Bierschwemme]. - "Die traurige Geschichte von drei englischen Ladys" [warum heißt es einmal Ladies, ein andermal sind Ladys angesagt?]. In vierundvierzig weiteren - z.B. "Das Elend mit dem Binde-Strich" - macht uns die deutsche Grammatik Spaß wie noch nie.

Eine der schönsten Abhandlungen ist die Frage "Sind rosane T-Shirts und lilane Leggins erlaubt?" - "Ein rotes Tuch, ein blaues Band, ein gelber Fleck, ein grüner Punkt, weißere Zähne, braunere Haut, der graueste Himmel, der schwärzeste Tag - die elementaren Farben bereiten uns sprachlich wenig Probleme, sie lassen sie mühelos beugen und steigern. Daneben gibt es jedoch eine Vielzahl von Farbadjektiven, die es in sich haben. Sie sind zumeist von Hauptwörtern abgeleitet: rosa von der Rose, orange von der Orange, oliv von der Olive, lila vom französischen Wort für Flieder, türkis vom gleichnamigen Edelstein, ocker von der Tonerde, cognac vom Weinbrand, mauve von der Malve und viele weitere mehr. Grundfarben gibt es zwar nur wenige, aber Zwischentöne gibt es unendlich viele, und jeder verlangt nach einem Namen."

Fragen über Fragen, die vom Autor denn auch großteils beantwortet werden. Doch ergeben sich auch Fragen über Fragen, die sich neu stellen. Warum bezeichnet der Grammatik- und Deutschlehrer Sick sein Buch als einen Irrgarten, und nicht als ein Labyrinth? Nur ob der komplizierteren Schreibweise? Und warum ist der Dativ der Dativ (und nicht der Wemfall, wie man das in ersten grammatikalischen Lehrstunden, zu meinen Grundschulzeiten in den Sechzigern, so genannt hat) und der Genitiv der Genitiv (und nicht der Wesfall, bzw. Wessenfall)? Und heißt der Autor Bastian Sick nicht in Wirklichkeit vielleicht Sebastian Sick?
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97 von 109 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vielseitiger und Kontroverser als die Bibel, 11. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod (Taschenbuch)
Es fällt mir schwer, ein eindeutiges Urteil über dieses kontroverse Buch zu fällen. Ich werde also einfach einige Dinge auflisten und dann ihren Geschmack und ihr Urteilsvermögen entscheiden lassen, ob sie das Buch mögen oder nicht.

+ Bastian Sick weist auf eine humorvolle, intellektuelle und dabei eindeutige Weise auf die Fehler der so oft kritisierten Rechtschreibreform (die ich ebenfalls hasse) und die Konsequenzen der "Verenglischung" der deutschen Sprache hin.

+ Wie gesagt, Sicks zusammengefasste Artikel, die er für die Spiegel-Kolumne "Zwiebelfisch" schreibt sind witzig, mit viel schwarzem Humor und reichlich Ironie.

+ Löst hin und wieder spontane Lachanfälle beim Lesen aus.

+ Ich bemerkte nach der Lektüre des Buches bei mir eine geschärfte Wahrnehmung der grammatikalischen Ungereimtheiten und der überflüssigen Anglizismen in z.B. TV-Werbung.

+ Kaufempfehlung für alle, die sich gerne über Politiker und Journalisten aufregen. Sick nimmt beide Berufsgruppen regelmäßig aufs Korn.

So....Und jetzt kommt, was kommen musste: Die negativen Seiten von "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod"

- Das Buch empfiehlt sich nicht zur Lektüre an einem einzigen regnerischen Tag. Einzeln und für sich sind die Artikel witzig und geistreich, doch weil (traurig aber wahr), Sicks Pointen und Sprachmittel immer die gleichen sind, wird es, wenn man gleich 50 Seiten hintereinander liest ziemlich Langweilig. Also: Am besten einmal am Tag, wenn man gerade nicht so gut drauf ist, einen Artikel lesen und schon kann man wieder die Sonnenseiten des Lebens sehen.

- Größter Kritikpunkt meinerseits: Sick gibt sich für meinen Geschmack zu besserwisserisch. Er blickt irgendwie immer auf einen herab, die Artikel wirken nach dem Motto: "Man muss schon ziemlich dumm sein, um solche fehler zu machen". Wenn der Leser aber merkt: "Hoppla! Ich sage ja auch 'Pharmaka' statt 'Pharmakon'" fühlt man sich gelegentlich auch selber beleidigt.

Mein FAZIT: Am besten tritt man an dieses Buch mit etwas Distanz und Selbstbewusstsein heran. Immer daran denken: weder die Regeln der Rechtschreibreform, noch die von Bastian Sick sind in Stein gemeißelt. So kann man dieses buch als das was es ist genießen: Eine kurzweilige, wenn auch lehrreiche Unterhaltungslektüre: Kürzer als "Krieg und Frieden", gehaltvoller als "Harry Potter", kontroverser als "Die Bibel" und auf jeden Fall witziger als "Der Rechtschreib-Duden"...

(Mir hats gefallen)
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen unterhaltsam, witzig, lehrreich, 28. April 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod (Taschenbuch)
Ich habe dieses Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen, weil ich es einfach nicht beiseite legen konnte.
"Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" ist nicht nur ein unterhaltsames und humorvolles Buch über die deutsche Sprache, es ist vor allem sehr lehrreich, denn es hilft, sich durch die so vielseitigen und teils unfassbar komplizierten Wirrungen unserer gesprochenen und geschriebenen Sprache zu wurschteln.
Deutlich, da immer wieder von Sick aufgegriffen, wird vor allem das immer häufigere Anwenden der Anglizismen, die, haben sie erst einmal den Weg in die deutsche Sprachkultur geschafft, falsch übersetzt, angewendet und konjugiert werden.
Im Großen und Ganzen werden von Sick so gut wie alle Fragen bzgl. unserer Sprache beantwortet (spätestens im Zwiebelfisch-Alphabet zum Schluss). Der für mich absolute Höhepunkt ist das Kapitel über die "body bags" (zu deutsch: Leichensäcke), denn dort wird deutlich, dass sich unser Volk mit dem ständigen Bemühen, deutsche Begriffe zu meiden und englische zu übernehmen, hin und wieder selbst ein Bein stellt.
Einen Minuspunkt gibt es für die, wie ich finde, zu pedantischen Beanstandungen Sicks. Manch ein Kapitel ist etwas zu überzogen, wie zum Beispiel das angebliche Unterteilen in Berieche, Beschweren über das "Geld, das in die Kassen gespült wird oder das Ersetzen des Wörtchens "durch".
Doch alles in allem ist dieses Werk jedem zu empfehlen. Es greift historische Sprachgebrauchsherkünfte auf und ist wie oben bereits erwähnt, wirklich lehrreich, verpackt in einer ordentlichen Portion Humor und Ironie.
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47 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was schreibt man auseinander und was zusammen?, 14. September 2004
Von 
Helga König - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod (Taschenbuch)
Bastian Sick verfasst äußerst amüsante Kolumnen über die deutsche Grammatik und Orthographie. Der häufige Gebrauch des Dativs und das stiefmütterliche Anwenden des Genitivs sind nicht die einzigen kritischen Anmerkungen des brillanten Autoren zur gesprochenen und geschriebenen Sprache. Gedanken macht er sich auch über das korrekte Handhaben des Apostrophs, teilt seine Überlegungen mit zum " Superlativissmus " und hinterfragt den fatalen Hang zu Substantivierungen. Wann ist ein Fugen -s- angesagt? Wie werden Präpositionen korrekt anwendet? Was bedeuten die einzelnen Farbadjektive? Ohne in den Verdacht der Erbsenzählerei zu geraten oder schlimmer noch schmallippiges Oberlehrergetue an den Tag zu legen, versucht Sick den Leser für Feinsinnigkeit und Stil empfänglich zu machen und bietet durch eine Fülle von aufschlussreichen Beispielen Gelegenheit sich der Verunsicherung durch die Rechtschreibreform zu entledigen. Der Autor ist klug und witzig. Der Kauf des Buches lohnt sich!
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50 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Informativ, lustig, unterhaltend!, 25. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod (Taschenbuch)
„Wenn es anscheinend einen Unterschied zwischen „scheinbar" und „anscheinend" gibt, warum kennt ihn dann scheinbar niemand?" (S.12).
Gute Frage! Mit solchen Fragen und Wortspielen wird der Leser hier verwöhnt. Ich denke Bastian Sick hat mit diesem Buch, bzw. seinen Kolumnen, genau den Zeitgeist getroffen. PISA attestiert uns schlechte Bildung, alle sind genervt von der Endlosdebatte über die Rechtschreibreform, aber im Prinzip ist uns unsere Sprache doch alles andere als egal!
Zum Glück hat jetzt jemand, der für Sprache sehr feinfühlig zu seien scheint, sich entschieden ein Buch über Deutsch und „Undeutsch" zu schreiben. Auch noch ohne Germanist zu sein. Dies dann auch noch faktisch korrekt, elegant und unterhaltend.
Mit Wortwitz und lustigen Metaphern schreibt Sick originell über ein von Natur aus eher trockenes Thema, und schafft es durchaus den Leser an sein Buch zu fesseln. Sein Schreibstil ist genauso kreativ wie sein Titel und ich bedauere fast schon dass ich seine Kolumnen vorher nicht kannte.
Empfehlenswert für jeden; informativ, bildend, lustig, satirisch.
Sollte Pflichtlektüre für den Deutschunterricht werden und dürfte wohl auch so manchem Lehrer einen Aha-Effekt verpassen...
Auf der Kontraseite kann man vielleicht nur die etwas stark schwankende Qualität der einzelnen Kolumnen bemerken, daher 4 Sterne.
Trotzdem stimmt hier das Preis-Leistungs-Verhältnis.
Fazit: empfehlenswert...
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40 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Deutsche Sprache, schwere Sprache..., 24. März 2005
Von 
Thorsten Wiedau (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Bastian Sick ist ein begnadeter „Spiegel Online" Redakteur, was er so aus den Tiefen des Internet und der Werbung herausholt, versetzt einen in Angst und Schrecken. Selbst vor Äußerungen der Politik macht er nicht halt und zeigt auf, was teilweise für ein unglaublicher Schwachsinn mittlerweile in Deutschland bezüglich der deutschen Sprache so um sich gegriffen hat. Die Hör-CD „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" zeigt schonungslos auf, wie weit wir uns schon von der korrekten Nutzung der deutschen Sprache entfernt haben.
Ich konnte gar nicht so schnell zuhören, wie auf mich die Fehler meiner eigenen Aussprache regneten. Der Autor Bastian Sick hat mit seinem Hörbuch „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod", ein streitbares Werk hervorgebracht. Ich habe dies selbst an mir erfahren, denn ich merkte, wie viel ich falsch machte und mache (!) bei der Benützung der deutschen Sprache.
Ob es falsche Endungen sind, Wortdehnungen oder einfach stillos aus dem Amerikanischem übernommenes, es ist wie Glatteis, auf dem man sich bewegt. Ist es die oder das Nutella, „macht es Sinn" oder ist es Sinn stiftend was man sagt, sollte es „machbar" sein oder vielleicht doch nur verführerisch?
Der Autor und Spiegel Online Redakteur setzt sich ein, auch für das fast schon verloren gegangene „Fugen-S". Was hier verloren geht oder vielmehr „auf den Hund kommt", ist ein Sprachschatz aus mehr als 1.000 Jahren. Wir haben alle innerhalb weniger Jahre dazu beigetragen die deutsche Sprache gründlich zu verbiegen.
Auf den beiden Hör-CDs wird gründlich aufgeräumt mit falschen Wörtern und Problemzonen innerhalb der deutschen Sprache. Warum sich diese ganzen Fehler sogar bei Politikern, Redakteuren (Zeitungen / Fernsehen) und innerhalb des Beamtentums eingeschlichen haben, wer weiß...
Dieses Hörbuch sollte zur Standard - Ausrüstung eines jeden gehören der schreibt oder öffentliche Reden hält und ich bitte inständig, daß mir meine eigenen Fehler hier und in allen anderen Publikationen verziehen werden... mea culpa.
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75 von 89 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Da können auch Besserwisser noch was lernen, 31. Dezember 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod (Taschenbuch)
Ich habe das Buch "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" als Geschenk bekommen, weil ich meine Mitmenschen immer wieder verbessere, wenn sie zum Beispiel wegen mit Dativ benutzen. Ich war zuerst nicht so begeistert, weil ich derartige Bücher, die voller Ironie versuchen, den Leser unterhaltend zu belehren, eigentlich überhaupt nicht mag. Dann habe ich mich aber doch ans Lesen gemacht und ich muss sagen, ich habe so schnell nicht wieder aufgehört.
Die Themen sind sehr vielfältig und ich habe gemerkt, dass es noch viele Dinge in unserer deutschen Umgangssprache gibt, die man im Alltag gar nicht bemerkt, die aber trotzdem falsch sind. Heißt es z. B. gesandt oder gesendet? Längerfristig, langfristiger, oder gar längerfristiger?; ist der Plural von Chaos Chaosse, Chaoti oder gibt es überhaupt eine Pluralform? Is das "Ultra-Perfekt" wirklich richtiges Deutsch?...
Sehr gut finde ich außerdem, dass das Buch in einzelne kleine Kapitel aufgeteilt ist. Die Kapitel umfassen meist 3 bis 5 Seiten und sie bauen nicht aufeinander auf. So kann man, wenn man möchte, immer mal wieder ein Kapitel lesen, für das man sich gerade am meisten interessiert. Am Ende vieler Kapitel werden oft besonders wichtige Dinge nochmals übersichtlich zusammengefasst.
Das Buch ist kein "Lehrbuch", vielmehr hat der Autor es ermöglicht, die wichtigen Dinge mit Spaß und oftmals sehr viel Ironie (allerdings nie zu übertrieben) dem Leser nahe zu bringen.
Fazit: Ein sehr lehrreiches Buch, von dem auch Besserwisser noch so manches lernen können. Wer die deutsche Sprache perfekt sprechen möchte, sollte die Hinweise dieses Buches kennen und anwenden.
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27 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die optimalste Deutschstunde - Genialst!, 15. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod (Taschenbuch)
Diese Buch ist die wohl die spannendste Grammatik-Lektion, die ich bisher gelesen habe.
Das Buch ist ein Abdruck einiger Highlights der "Zwiebelfisch"-Kolummne von Bastian Sick. (Spiegel Online)
Triefend vor Ironie wird an täglichen Beispielen oder an echten Zitaten aus Politik und Journalismus die Verkommenheit der Deutschen Sprache ans Licht gebracht.
Das ist nicht nur informativ sondern auch gnadenlos witzig.
Ich habe schon lange nicht mehr so gelacht. Anglizismen, verdrehte Sprichwörter, übertriebene Superlative, nichts fehlt.
Dass der Satz, es macht Sinn dieses Buch zu lesen, kein korrektes Deutsch ist, fällt einem wie so vieles erst beim Lesen auf.
Macht aber nichts, wenn man der Deutschen Grammatik nicht absolut mächtig ist. Im Gegenteil. Wer sich nicht selbst in den Beispielen finden kann, dürfte wohl kaum Spaß an diesem Buch haben.
Schlimmst ist nur, dass man, um diesem Buch in einer Rezension gerecht zu werden, dem Sick seine Ratschläge nur minimalst befolgen kann.
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133 von 160 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Worauf beruhen eigentlich Bastian Sicks Sprachregeln?, 17. August 2006
Von 
M. Deinert "M. Deinert" (Potsdam, Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod (Taschenbuch)
Dieses Buch nennt sich selbst einen "Wegweiser durch den Irrgarten der deutschen Sprache". Es will außerdem unseren "Sprachmüll" sortieren und den Leser durch die angebliche "Wildnis der deutschen Sprache" führen. Es möchte gegen "falsches Deutsch und schlechten Stil zu Felde" rücken, verzichtet dabei aber auf "größtmögliche Akribie". Natürlich! (alle Zitate: aus Vorwort und Klappentext)

Ja gut, es ist witzig - da wo Sick beobachtet und trocken resümiert. Und es ist ja überhaupt schön, dass jemand (neben Wolf Schneider und wie sie alle heißen) für mehr Sprachgefühl eintritt. Aber wenn so ein Buch nicht die Augen öffnet für Möglichkeiten, Biegsamkeiten und Reichtümer der deutschen Sprache, sondern den Blick immer nur einengt auf einen ganz dünnen Streifen dessen, was möglich (und richtig) ist, dann tut es unserer Sprache eben Unrecht.

So ist auch vieles, was Sick schreibt, einfach nicht wahr.

Es ist nicht wahr (S. 221), dass zwischen den Verben NÜTZEN und NUTZEN kein Unterschied bestehe (vgl. beispielsweise Wenn du deine Zeit NUTZEN kannst, dann NÜTZT du dir selbst). Seine Einschätzung des Wörtchens WEGEN (S. 16) ist auch falsch; denn dass man im Deutschen manchmal lieber sagt "wegen dem Geld" statt "wegen des Geldes" ist keine so ultramoderne Erscheinung. Im Kapitel über die "Weselaner", "Münsteraner", "Hallenser", "Badenser" ist so gut wie jeder zweite Satz sprachhistorisch falsch; und es ist verwunderlich, dass er die "Jenenser", die "Weimaraner", die "Anhaltiner", die "Pommeraner", die "Athenienser", die "Karthaginienser" und die "Bremenser Stadtmusikanten" nicht erwähnt. Außerdem möcht ich wissen, auf wen oder was er sich in seinem kleinen "ABC des Zwiebelfischs" (S. 205-230) beruft. Hat er Tausende Listen des derzeit herrschenden Sprachgebrauchs ausgewertet? Schreibt er die Regeln aus dem DUDEN ab? Oder wachsen die Ratschläge allein aus seinem Gutdünken? Niemand weiß es. Doch ich wette, jeder zweite Leser übernimmt alles ungeprüft.

Sick mosert an vielen sprachlichen Erscheinungen. Und er mosert nur, weil er sie aus völlig eigenem Geschmack nicht leiden kann. Bezeichnend ist, dass Sick so gut wie NIE Gewährsleute für GUTEN Sprachgebrauch anführt: Bei GUTEM Sprachgebrauch nämlich ist er selbst sein bester Gewährsmann. Aber für schlechten Sprachgebrauch hat er tausend Zitate von fremden Schreibern parat. Was Sick nicht kennt, bezeichnet er als "veraltet" und "falsch". Wer oder was ihn zum Richter befähigt hat, verschweigt er natürlich.

Wovon uns Sick säubern will, hat vor Sicks Zeiten haargenau zu dem Zustand geführt, den Sick nun als letzte Wahrheit verteidigt. So kann er z.B. fast keinen Satz ohne Fremdwort schreiben, keinen Satz ohne die allerabgedroschensten Modebrocken. Er schreibt also gerne von einer "rapiden Zunahme" (S. 11), einer "definitiven Lösung" (S. 19) oder einem "ultimativen Argument" (S. 22), und schon beim flüchtigen Durchblättern erscheint aller paar Seiten irgendein "Phänomen" (S. 30, 69, 87, 92, 110, 119) oder eine "Katastrophe" (S. 30, 44, 95, 135ff.) oder gar das völlige "Chaos" (S. 26, 38, 54, 73, 126). Seine wahren Lieblingswörter aber sind "Triumph", "Prinzip" und natürlich "Problem". Gegen SOLCHEN Stilnebel hätte Sick lieber anschreiben sollen!

Er empfindet auch nicht (S. 216) die Geschmacklosigkeit der Sätze vom Schlag: "Der Elativ, auch absoluter Superlativ genannt, wird außer Konkurrenz verwendet", was bei lyrischen Gemütern für Gänsehaut sorgen muss. Außerdem fordert er (S. 115), statt Streit, Zank, Zwist, Krach, Zoff, Bruch, Krieg, Gezänk, Streitigkeit, Gezeter, Gefecht, Gezerre, Reiberei, Spannung, Widerspruch, Wortwechsel, Hickhack, Für und Wider, Wortgefecht, Streitgespräch und 20 anderer guter Wörter: doch wieder öfter zu schreiben "Debatte", "Diskussion" und "Kontroverse". Tja, vergessen hat er nur noch die wohlklingenden unverzichtbaren deutschen Kraftwörter Disput, Divergenz, Konflikt, Diskurs, Differenz, Kollision und Renkontre.

Der beste Impfstoff gegen sprachliche Weisheitsschleudern wie Bastian Sick bleibt immer noch das Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Dort erfährt man, dass nach WEGEN der Dativ-/Genitiv-Gebrauch seit dem 14ten Jahrhundert schwankt. Weiterhin dass bei NÜTZEN "nützlich sein" und bei NUTZEN "gebrauchen" mitschwingt. Man findet dort auch mehr als zwei Dutzend der von Sick bemäkelten -WEISE-Adjektive und staunt, dass der angeblich angelsächsische WEIL-Gebrauch (den unser Stilpriester in den bisherigen Buchauflagen noch nicht beklagt) hierzulande schon seit dem 15ten Jahrhundert nachweisbar ist.

Das Grimmsche Wörterbuch immerhin bringt Belegstellen aus der gesamten deutschen Literatur. Wo bleiben da Bastian Sick und alle überklugen Kolumnisten mit ihrem Sprachgeschmack? In Zweifelsfällen entscheidet nicht Richter Sick! Dies ist im Deutschen die einzige absolute Wahrheit.
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Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod
Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod von Bastian Sick (Taschenbuch - 19. August 2004)
EUR 8,99
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