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25 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klarsichtig wie das Wasser eines masurischen Sees
Der Autor zeichnet mit ungeheurer Sprachgewalt ein packendes Bild von Ostpreußen und dürfte damit selbst jene berühren, die sich normalerweise nicht so leicht berühren lassen. Nachdem ich nun einiges an Lektüre über dieses "melancholische Land" verschlungen habe, stellt sich mir nun auch hier wieder die Frage: wieso bekommen alle...
Am 13. Juli 2001 veröffentlicht

versus
29 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Licht und Schatten
Ein execellentes Buch in einem sehr, sehr schönen Stil wenn es um die Beschreibung des aktuellen Zustandes dieser im 20. Jahrhunderts schwer belasteteten Region Europas und seiner heutigen Einwohner geht.
Im Bereich der geschichtlichen Rückblicke haben leider an manchen Stellen Emotionen und Plattheiten gegen Fakten Oberhand gewonnen.

Nachfolgend kurz...

Veröffentlicht am 1. Februar 2002 von Joerg Neumann


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25 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klarsichtig wie das Wasser eines masurischen Sees, 13. Juli 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Ostpreußen ade (Taschenbuch)
Der Autor zeichnet mit ungeheurer Sprachgewalt ein packendes Bild von Ostpreußen und dürfte damit selbst jene berühren, die sich normalerweise nicht so leicht berühren lassen. Nachdem ich nun einiges an Lektüre über dieses "melancholische Land" verschlungen habe, stellt sich mir nun auch hier wieder die Frage: wieso bekommen alle Schriftsteller und Journalisten, die sich seriös mit dem früheren Ostpreußen auseinandersetzen, eine Art Heimweh, die rational nicht zu erklären ist? Ich muß wohl selbst mal hinfahren, und dieses Buch ist nicht nur Einstimmung darauf, sondern eine Aufforderung und darüberhinaus eine großartige Liebeserklärung an eine verlorene Schöne - und das alles ungleich intensiver als bei irgendeinem anderen Buch zu diesem Thema.
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29 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Licht und Schatten, 1. Februar 2002
Rezension bezieht sich auf: Ostpreußen ade (Taschenbuch)
Ein execellentes Buch in einem sehr, sehr schönen Stil wenn es um die Beschreibung des aktuellen Zustandes dieser im 20. Jahrhunderts schwer belasteteten Region Europas und seiner heutigen Einwohner geht.
Im Bereich der geschichtlichen Rückblicke haben leider an manchen Stellen Emotionen und Plattheiten gegen Fakten Oberhand gewonnen.

Nachfolgend kurz ein paar Beispiele:
- S.43 das September 1939 Deutsche vom Rathausturm in Thorn (und Bromberg) auf polnischhes Militär geschossen hätten ist mittlerweile kaum noch würdig diskutiert zu werden
- S.47f zur Zeit der Abstimmung 1920 hielten sich interallierte Mitärkommissionen und allierte Truppen (britische, französische, italienische und japanische) in den Abstimmungsgebieten, jedoch keine regulären deutschen Truppen, auf
- S.48 im "Soldauer Land" hat es 1919/20 nie eine Abstimmung oder auch nur eine "Vorabstimmunng" gegeben, der Kreis mußte ausschließlich auf Grund der Streckenführung der Bahnstrecke Danzig-Warschau bereits am 10.01.1920, noch vor der Abstimmung, an Polen übergeben werden;
die Statistiken beider Seiten aus dieser Zeit taugen nicht viel, jedoch ist anerkannt das zu den Sejmwahlen am 02.05.1920 74,6 Prozent der Soldauer Stimmen an den deutschen Kandidaten Superintendent Ernst Barczewski gingen
- S.49 das nur ein kleiner Teil der Abstimmungsberechtigten 1920 mit der Bahn anreisten und der größte Teil mit dem "Seedienst Ostpreußen" ist der damaligen massiven polnischen Blockade in Westpreußen geschuldet

Fazit, Ralph Giordano ist in einen sehr schönen Stil eine fesselnde Beschreibung des heutigen Zustandes gelungen, für den Blick zurück empfehlen sich aber ergänzende Bücher wie z. B.:
- Andreas Kossert "Masuren-Ostpreußens vergessener Süden"
- Bernd G. Längin "Ostpreussen"

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5.0 von 5 Sternen gewohnt gut, 26. Dezember 2012
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Rezension bezieht sich auf: Ostpreussen Ade: Reise durch ein melancholisches Land (Taschenbuch)
Ralpf Giordano ist für mich ein sehr guter Schriftsteller. Ich besitze fast alle seine Bücher. Bin gespannt auf weitere Erscheinungen.
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3.0 von 5 Sternen Fantastisches Buch in akzeptabler Erhaltung, 15. Dezember 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Ein Muss für jeden Ostpreußenreisenden und historisch Interessierten! Kaum jemand hat das Mit- und Gegeneinander verschiedener Kulturen und Gesellschaftsysteme in dieser Region spannender, kontroverser und ehrlicher dargestellt.
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5.0 von 5 Sternen Real, 11. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Ostpreussen Ade: Reise durch ein melancholisches Land (Taschenbuch)
Der Autor Ralph Giordano legt in sehr wirklichkeitstreuer Darstellung das Schicksal des Landes Ostpreußen dar. Dabei greift er geschichtliche Einzelschicksale und Ereignisse genauso wie Erlebnisse aus seiner Reise auf und bringt diese zur Geltung. Gutes Menschenverständnis und Einfühlsamkeit für die Landschaft, Natur und Kultur zeichnen den Autor aus. Es ist für ihn ein Leichtes die Melancholie dieses Landes zu erklären, die er selbst auf seiner Reise erlebt hat. Er versucht bei seiner Beurteilung stets unvoreingenommen zu sein und man hat bei seiner Schilderung einen absolut nüchternen Eindruck.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Guten Morgen Ostpreußen - guten Tag Europa!, 28. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Ostpreussen Ade: Reise durch ein melancholisches Land (Taschenbuch)
Giordanos 'Ostpreußen ade' gehört zu den Spitzenreitern der Ostpreußen-Literatur auf dem deutschen Buchmarkt seit Fall der Mauer und Wiedervereinigung. Er hat sich in sehr einfühlsamen und wortgewaltigen Beschreibungen dieser melancholischen Schönen auf seine Art neu angenähert und wunderschöne Bilder der Landschaften und Seen, der polnischen und russischen Menschen und der verbliebenen Deutschen geschaffen. Er hat über ihre Not, ihre Ängste, aber auch ihre Duldsamkeit und Liebe zum neuen Heimatland geschrieben, in die sie einst selbst vertrieben worden sind.

In der Darstellung historischer Fakten, in ihrer Bewertung entspricht er nicht immer dem, was man an Differenzierung inzwischen wieder erwarten würde, zumal auch viele Dinge erst nach und nach genauer erforscht werden, von Historikern in Polen, Deutschland und Russland gemeinsam. Aber Giordano versucht als einer der ersten die Gratwanderung, den Menschen dort im Rückblick auf die Geschichte, aus der sie kommen, gerecht zu werden.

Sein Buch hat mich diesem Land näher gebracht, mich neugierig darauf gemacht, selbst der Heimat meiner Vorfahren zu begegnen - in dem Wissen, dass wir auf dem Hintergrund der Erfahrungen von Nationalismus und Krieg, von Chauvinismus und Totalitarismus gemeinsam, nicht gegeneinander in Europa einen Weg der Völker finden müssen. Auch hierfür ist Ostpreußen, wie es vor 1850 war, ein leuchtendes Beispiel. Aber darüber schreibt Giordano noch zu wenig, selbst noch zu sehr von den persönlichen Erfahrungen mit den katastrophalen Ereignissen und Folgen des 20. Jahrhunderts bestimmt. Aber seine Haltung hierzu ist kein Schaden, sondern eine Mahnung, die wichtig ist!

Auch sehr empfehlen kann ich die Bücher von Andreas Kossert über Ostpreußen und Masuren, sozusagen als historisch-politische und sozialgeschichtliche Ergänzung, da seine Bücher die einseitig nationalistische Geschichtsperspektive aller Seiten wohltuend verlassen haben. Ebenso das Buch von Thomas Urban 'Polen', das vorbehaltlos schildert, was die Deutschen den Polen, was die Polen den Deutschen angetan haben und damit an guter, über Jahrhunderte gewachsener Gemeinsamkeit sich gegenseitig nahmen. (Diese drei Bücher sollten Pflichtlektüre in allen mitteleuropäischen Ländern sein!)

Meine Bewertung generell lautet: 5 Sterne = absolut herausragend (Weltliteratur oder Tendenz zu Weltliteratur); 4 Sterne = sehr gut, sehr zu empfehlen; 3 Sterne = wirklich gut, zu empfehlen; 2 Sterne = lesenswert, aber nicht ganz überzeugend; 1 Stern = abzuraten.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bewertung, 10. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Ostpreussen Ade: Reise durch ein melancholisches Land (Taschenbuch)
Sehr gut zu lesen, toll zu verstehen und faszinierend geschrieben. man fühlt sich in die Zeit zurück versetzt. Ausführliche Beschreibung und zügiger Versand.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abschied vom Kindheitstraum, 8. Dezember 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Ostpreussen Ade: Reise durch ein melancholisches Land (Taschenbuch)
Am Anfang stand ein großformatiges Photo masurischer Seen und Wälder. Die Neugier und Sehnsucht des Hamburger Jungen, der seine jüdische Mutter durch die Nazis verlor und nur in der Illegalität überleben konnte, war entzündet. Und nun, mit 70 Jahren, erfüllt sich Ralph Giordano seinen Kindheitstraum und durchstreift die polnischen und russischen Gebiete Ostpreußens.

Giordano sucht das Gespräch mit den wenigen Deutschen, die geblieben sind; mit zwangsumgesiedelten Russen, Ukrainern, Polen; auch mit Touristen aus Deutschland. Überall trifft er auf große Not, auf mutiges Beharren, aber auch auf heftige Zerstrittenheit innerhalb der Minderheiten. Gemeinsam ist all seinen Gesprächspartnern ein Gefühl der Isolation, denn sie leben zwar in der Heimat, nicht aber in ihrem Vaterland. Mit wenigen Ausnahmen stellt der Autor einen verinnerlichten Stillstand im Denken und Fühlen fest: Die polnischen und russischen Greuel sind in der Erinnerung minutiös präsent, die deutschen Untaten hingegen bleiben beharrlich ausgeblendet. Es wird keine Verbindung hergestellt zwischen dem eigenen und dem von Deutschen angerichteten Leid.

Neben den vielen Begegnungen mit den Menschen taucht Giordano tief in die noch ursprüngliche Natur und Landschaft ein, die er dem Leser in gestochen scharfen Wortbildern vor Augen führt. Er weiß, daß der Preis vielleicht zivilisatorische Rückständigkeit ist - "die aber wird nicht andauern". Der "Fortschritt" wird sein Werk mit Zwangsläufigkeit tun.

Ralph Giordano hat ein melancholisches Buch über ein melancholisches Land geschrieben. Trauer über den unwiederbringlichen Verlust und Zorm auf die Nazis, die dies verschuldet haben, wechseln einander ab. Grimmig wird der Autor, wenn er von deutschen Touristen berichtet, die vom Einkauf Ostpreußens mit harter deutscher Währung aggressiv schwätzen und träumen.
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Ostpreussen Ade: Reise durch ein melancholisches Land
Ostpreussen Ade: Reise durch ein melancholisches Land von Ralph Giordano (Taschenbuch - 22. September 2004)
EUR 9,95
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