Kundenrezensionen


6 Rezensionen
5 Sterne:
 (2)
4 Sterne:
 (2)
3 Sterne:
 (1)
2 Sterne:
 (1)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bestes Fussballbuch seit "Fever Pitch"
Wer Theweleits "Männerphantasien" gelesen hat, würde bei einem Buch von ihm über das Phänomen Fussball vielleicht eine marxistisch-psychoanalytische Abhandlung darüber erwarten, dass Fussball Faschismus sei. Weit gefehlt - Theweleit erweist sich als echter Fussball-Fan, der sich eine Menge Gedanken über Fussball und Fantum macht. Dabei kommt...
Am 9. Mai 2004 veröffentlicht

versus
8 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schwere Mängel
Nach den ersten Eindrücken von Theweleits "Tor zur Welt" hätte ich dem Buch alle Sterne gegeben. Wunderbar, dass endlich jemand eine genaue Analyse des Fußball-Geschehens wagt und anhand der Einzelbildschaltung des Videorecorders nachzuweisen versucht, dass Hamann im Finale 2002 nicht abspielen konnte, weil Schiedsrichter Collina im Weg stand...
Veröffentlicht am 26. Juli 2004 von Sebastian Dingler


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bestes Fussballbuch seit "Fever Pitch", 9. Mai 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Tor zur Welt: Fußball als Realitätsmodell (Taschenbuch)
Wer Theweleits "Männerphantasien" gelesen hat, würde bei einem Buch von ihm über das Phänomen Fussball vielleicht eine marxistisch-psychoanalytische Abhandlung darüber erwarten, dass Fussball Faschismus sei. Weit gefehlt - Theweleit erweist sich als echter Fussball-Fan, der sich eine Menge Gedanken über Fussball und Fantum macht. Dabei kommt er zu überraschenden und erhellenden Einsichten. Sympathischerweise (jeder Fan wird das verstehen) beschäftigt er sich bis in Details mit einzelnen Spielen und Epochen der Fußballgeschichte, bemüht sich das letztendlich wohl Unerklärliche zu erklären - nämlich Erfolg und Mißerfolg beim Fussball. Das Ganze ist sehr nett, weil sehr persönlich und mit spürbarem Engagement geschrieben und auch für Nicht-Fans gut zu lesen. Für Fussballinteressierte ein Muß!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen etwas intellektualisierend, dennoch lesenswert, 30. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Tor zur Welt: Fußball als Realitätsmodell (Taschenbuch)
Ein Titel, der neugierig macht: Fußball als Realitätsmodell? Als Tor zur Welt? Was meint der Autor nur damit? Nun, man muss schon aufmerksam lesen und den Titel immer im Hinterkopf haben, um einen roten Faden in dem Buch zu erkennen. Theweleit beschreibt zum einen, wie sich ihm die Welt über den Fußball (als Tor eben) erschlossen hat, zum anderen zieht er Parallelen zwischen gesellschaftlichen Entwicklungen und Veränderungen des Fußballs und seiner Akteure.

Ersteres ist sicher der stärkere Teil des Buches. Im ersten und längsten Kapitel des Buches erzählt Theweleit seine eigene Biographie anhand von Fußball-Erlebnissen. Ausgewürfelte deutsche Meisterschaften als Kind, Margarine-Alben mit den WM-Stars von 54, Knie-Verletzungen als junger Erwachsener. Seine Sprache ist hier zwar manchmal etwas hölzern, nichtsdestotrotz bleiben seine Erzählungen stets unterhaltsam. Ich konnte mich jedenfalls gut in seine kindliche Erlebniswelt hineinversetzen und habe meine eigenen Kindheit öfters mit der des kleinen Klaus Theweleit verglichen.

Auch der zweite Aspekte (Parallelen zwischen Gesellschaft und Fußball) wird spannend erzählt. Theweleits Vergleiche laden zum Nachdenken ein. Nicht, dass er tiefgreifende Gesellschaftskritik übt. Es bleibt nur stets die Frage: Meint Theweleit nun alles ernst, was er schreibt? Sieht er wirklich Parallelen zwischen der Digitalisierung der Welt und der Flexibilisierung der Spielweisen des Fußballs? Eine Antwort erschloss sich mir bis zum Ende nicht. Egal, denn dies ist ein wesentlicher Reiz des Buches: Es ist kein klassisches Fußballbuch wie Bücher von Christoph Biermann, Christian Eichler oder Nick Hornby. Es ist ein Essay, verfasst nicht von einem Fußballjournalisten, sondern von einem Professor an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste.

So sehr Theweleit auch Fan ist, diesen Unterschied merkt man dem Buch an. Teilweise neigt er doch zu übertrieben intellektualisierenden Ausführungen. Teils gerät der rote Faden ziemlich aus dem Blickfeld, z.B. wenn Theweleit pseudo-intellektuell mit dem TV-Fernsehen (Sportschau oder Günter Netzer) abrechnet. Und seine Idee, die entscheidenden Szenen wichtiger Fußballspiele in scheinbar unbedeutenden Aktionen zu sehen, ist zwar interessant, aber auch nicht wirklich neu. Nichtsdestotrotz habe ich das Buch in kurzer Zeit verschlungen, wenngleich mir die Bücher von Biermann, Eichler oder Hornby noch besser gefallen.

In der Neuauflage von Anfang 2006 hat Theweleit auf jeden Fall den von anderen Rezensenten kritisierten Fauxpas (die deutsche WM-Gruppe mit Bulgarien 1994) korrigiert.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fußballphilosophie für Jedermann, 3. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: Tor zur Welt: Fußball als Realitätsmodell (Taschenbuch)
Ich habe dieses Buch innerhalb zwei Tagen verschlungen und dabei viel Kluges über das Spiel mit dem runden Leder erfahren. Wunderschön wie Theweleit uns erklärt welche Nichtigkeit den WM-Titel 2002 in Japan kostete. Hätte der italienische Referee bei Dietmar Hamann nicht gleich zweimal im Weg gestanden, hätte ihm Ronaldo den Ball nicht wegspitzeln können und Deutschland hätte sich nicht das 0:1 gefangen. Endlich weiß ich, dass ein Italiner Schicksal gespielt hat :-)) Olli Kahn ist fast schuldlos!
Viele Fußballbegeisterte Leser werden dieses Buch ebenso verschlingen wie ich, weil man auf fast jeder Seite wieder verblüfft ist, dass es scheinbar noch viel mehr Leute gibt, die in dem selben Denk-Schemata dieser Sportart verbunden sind.
Aber nicht nur das, denn auch Menschen, die bislang nicht soviel mit Fußball am Hut hatten, kommen mit diesem Buch der Faszination des Fußballs ein kleines Stückchen näher.
Dieses Buch tut echt etwas gegen die Spaltung der deutschen Gesellschaft in Fußbalfans und denjenigen, die seither diesem "Prolosport" ablehnend gegenüberstehen.
Danke Klaus Theleweit!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


8 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schwere Mängel, 26. Juli 2004
Rezension bezieht sich auf: Tor zur Welt: Fußball als Realitätsmodell (Taschenbuch)
Nach den ersten Eindrücken von Theweleits "Tor zur Welt" hätte ich dem Buch alle Sterne gegeben. Wunderbar, dass endlich jemand eine genaue Analyse des Fußball-Geschehens wagt und anhand der Einzelbildschaltung des Videorecorders nachzuweisen versucht, dass Hamann im Finale 2002 nicht abspielen konnte, weil Schiedsrichter Collina im Weg stand. Doch leider ist es so, dass ich Intellektuellen misstraue, die meinen, die Fußball-Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben, und bei Theweleit stellt sich nach weiterer Lektüre heraus, dass das Misstrauen gerechtfertigt ist. Die nun Gott sei Dank endgültig erledigte Phrase von der "Turniermannschaft Deutschland" ließe ich ihm noch durchgehen. Dass Theweleit jedoch eine eine niemals gewesene WM-Vorrundengruppe erfindet, in der Deutschland ein Unentschieden gegen die USA erreicht haben soll, das die Möglichkeit eröffnet hätte, mit einem Unentschieden gegen Bulgarien in die nächste Runde zu kommen - so etwas GEHT EINFACH NICHT. Auch die Behauptung, Ballack habe nach einem Kopfball-Abpraller das Siegtor im Halbfinale gegen Südkorea erzielt, ist schlicht falsch. Dieser Mangel an Genauigkeit hat mir das Buch vergällt. Und im Übrigen: Hamann hätte durchaus abspielen können - zu Linke.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr fundiert, 15. November 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Tor zur Welt: Fußball als Realitätsmodell (Taschenbuch)
Ich misstraue anti-intellektuellen Besserwissern, die meinen, die Fußball-Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben, und bei Luishenrique stellt sich heraus, dass das Misstrauen gerechtfertigt ist. Dass Luishenrique eine in diesem Buch nicht vorhandene Passage über eine WM-Vorrundengruppe erfindet, in der Deutschland ein Unentschieden gegen die USA erreicht haben soll, das die Möglichkeit eröffnet hätte, mit einem Unentschieden gegen Bulgarien in die nächste Runde zu kommen - "so etwas GEHT EINFACH NICHT". Auch die Behauptung, Ballack habe nach einem Kopfball-Abpraller das Siegtor im Halbfinale gegen Südkorea erzielt, ist nicht falsch, sondern richtig. Und: Hamann hätte aufgrund seiner Blickrichtung und Stellung zum Ball nicht zu Linke abspielen können.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Stimmt leider doch, 31. Dezember 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Tor zur Welt: Fußball als Realitätsmodell (Taschenbuch)
Ich muss luishenrique in Schutz nehmen. Auf Seite 115 schreibt Theweleit "Effenberg hatte sich über Fans erbost, denen ein Vorrunden-Unentschieden gegen die USA nicht gereicht hatte, obwohl es die Möglichkeit eröffnete, mit einem weiteren Unentschieden gegen Bulgarien locker die nächste Runde zu erreichen." Das ist nun wirklich einfach falsch. Und dass Ballack 2002 gegen Südkorea zuerst mit dem rechten Fuß versuchte ein Tor zu erzielen, bevor er den Abpraller mit links reinmachte, das haben ja die vielen Rückschauen neulich vor dem Länderspiel gezeigt. Naja, immerhin taugt das Buch als gute Diskussionsgrundlage!!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Tor zur Welt: Fußball als Realitätsmodell
Tor zur Welt: Fußball als Realitätsmodell von Klaus Theweleit (Taschenbuch - 31. Mai 2004)
Gebraucht & neu ab: EUR 8,99
Auf meinen Wunschzettel Zahlungsmöglichkeiten ansehen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen