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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen detailliertes Werk
Frank Schätzing präsentiert uns hier ein wirklich informationsgeladenes, umfangreiches, spannendes Werk welches, meiner Meinung nach, stellenweise etwas zu sehr in die Länge gezogen ist. Die Geschichte erinntert ein wenig an den Film "The Abyss" von James Cameron und die Parallelen sind oftmals deutlich zu erkennen (zB die gallertartigen, durchsichtigen...
Veröffentlicht am 13. November 2007 von Pseudonym

versus
77 von 90 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sehr spannendes Thema, aber unnötig in die Länge gezogen...
Eines mal vorab: Das Thema ist wirklich sehr gut!!! Auch die Entwicklung der Handlung sowie die einzelnen Charaktere - da gibt es wirklich aber auch gar nichts zu meckern.
Zum Inhalt: An den verschiedesten Orten auf der Welt geschehen merkwürdige Dinge: Fischer verschwinden spurlos, Wale greifen Menschen und Boote an, Hummer enthalten plötzlich einen...
Veröffentlicht am 22. Januar 2006 von ilka07


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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen detailliertes Werk, 13. November 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Schwarm (Taschenbuch)
Frank Schätzing präsentiert uns hier ein wirklich informationsgeladenes, umfangreiches, spannendes Werk welches, meiner Meinung nach, stellenweise etwas zu sehr in die Länge gezogen ist. Die Geschichte erinntert ein wenig an den Film "The Abyss" von James Cameron und die Parallelen sind oftmals deutlich zu erkennen (zB die gallertartigen, durchsichtigen Wesen). Richtige Spannung kommt vor allem in den letzten 200 Seiten wieder auf, da es ab Seite 800 ums nackte Überleben geht. Die Charaktere wurden sehr detailliert beschrieben und jeder einzelne Protagonist wurde sehr sehr ausführlich behandelt. Man kann sich durch dieses sehr gut in die Protagonisten, deren Motive und Handlungen hineinversetzen. Es wurden auch sehr viele wissenschaftliche Aspekte in diesem Buch verabeitet. Ich bin zwar kein Wissenschaftler oder Biologe, aber die wissenschaftlichen Beschreibungen (Methanabbau, Hydrate, Quallen etc.) dürften allem Anschein nach den tatsächlichen Begebenheiten entsprechen. Dieser Einbau wissenschaftlicher Fakten muss eine unglaublich umfangreiche Recherche voraussetzen, welche in die Geschichte eingebaut werden muss. Sicherliche kein einfaches und leichtes Unterfangen. Alleine schon die Recherche muss einen unglaublichen Zeitaufwand gekostet haben. Leider sind diese wissenschaftlichen Aspekte für Leser, die NUR leichte Kost und kurzweilige Unterhaltung wünschen, ein Rotes Tuch. Auch für mich war stellenweise echt die Luft raus, wenn Seite über Seite irgendwelche biologischen Funktionen von Würmern erklärt werden.Da ich jedoch ein sehr geduldiger Leser bin, sehe ich über solche langweiligen Stellen hinweg. Im Grunde genommen ist es eigentlich meiner Meinung nach unmöglich einen kurzweiligen Unterhaltungsroman auf 1000 Seiten zu präsentieren. Jeder Roman über 500 Seiten hat seine langatmigen Stellen, ob von Dean Koontz, Stephen King, Michael Crichton oder sonst irgendeinem Autor. Im großen und ganzen verdient Frank Schätzings "Der Schwarm" von mir 4 Sterne. Allein schon der ungeheure Informationsgehalt dieses Romans verdient mindestens 2 Sterne. Da ich jedoch im großen und ganzen schon bessere (spannendere) Romane gelesen habe, bekommt "Der Schwarm" von mir 4 Sterne. Empfehlen kann ich dieses Buch jedermann. Man muss nur die Geduld haben bzw. den Willen aufbringen diese 1000 Seiten durchzuhalten. Für mich hat es sich auf jeden Fall gelohnt.
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244 von 267 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Teils große Klasse, teils banal, 9. November 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Schwarm (Taschenbuch)
Es fällt mir gar nicht leicht, meine Meinung über dieses Buch kundzutun. Es hinterlässt bei mir reichlich zwiespältige Gefühle. Die erste Hälfte und etwas mehr finde ich ausgezeichnet. Sie bietet eine Mischung aus Spannung und Belehrung, die in wohlproportionierten Häppchen daherkommt. Es werden viele wissenschaftliche Tatsachen (oder zumindest weithin anerkannte Theorien) anschaulich erklärt, die zumindest mir teilweise nicht bekannt waren. Das Wechselspiel zwischen den Problemen der Ölindustrie vor Norwegen und den wunderbaren Wal-Szenerien vor der kanadischen Küste, der langsam aufkommende Grusel ob einer sich anbahnenden Katastrophe (und das Bewusstsein, dass vieles davon ganz real werden könnte), ja selbst die Charaktere vermögen zu fesseln, auch wenn bereits dort deutlich wird, dass es einen gewissen Hang zur Hollywood-Dramatik gibt. Dennoch habe ich diese Teile verschlungen, und mich hat auch noch die Einführung in die Kultur der Inuit fasziniert. Aber was danach kommt, also im Prinzip ab dem Moment, in dem US-Militär und CIA das Kommando übernehmen, ist leider nur als Effektheischerei zu bezeichnen. Auch die Vorgänge auf der "Independent" sind ab und an durchaus noch interessant, aber das Buch gleitet mehr und mehr in ein typisches Hollywood-Drehbuch ab. Auch wird man den Eindruck nicht los, dass sich der Autor sehr stark vom Film "The Abyss" beeinflussen ließ. Der Showdown wird den Pyrotechnikern bei der fast zwangsläufigen Verfilmung alles abverlangen.
Für die ersten ca. 600 Seiten würde ich durchaus 5 Sterne vergeben, obwohl mir bekannt ist, dass gegen Schätzing Anzeige wegen Urheberrechtsverletzung gestellt wurde. Der Rest des Buches ist mir höchstens 2 Sterne wert. Immerhin tröstlich jedoch, dass das Ende dennoch offen bleibt und immerhin zum Nachdenken anregt. Der Autor bekennt insofern Farbe, als er sich klar auf die Seite der "Yrr" stellt und die Zerstörung des Planeten uns Menschen anlastet. Auch versucht er, die Grenzen der Religion aufzuzeigen, insbesondere der Religionen, die das Menschenbild allzusehr ins Zentrum stellen. Deshalb gebe ich insgesamt doch 4 Sterne, die das Buch wegen der wissenschaftlichen und philosophischen Betrachtungen und trotz der bisweilen kitschigen Action verdient hat.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Danke !, 15. Dezember 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Schwarm (Taschenbuch)
Über das Buch selbst will ich nicht viel sagen, ich habe 5 Sterne vergeben. Wenn es möglich wäre, würde ich Frank Schätzing hier aber gern noch ein paar mehr oben drauf packen. 5 Sterne vergibt man nämlich auch mal an etwas, dass man in ein paar Monaten oder Jahren gar nicht mehr braucht oder es inzwischen wieder ausgewechselt hat.Dieses Buch bietet aber mehr, viel mehr. Ganz besonders interessant sind für mich die enorm vielen Meinungen und was - bei diesem Stoff - da manche Leser aus diesem Buch so für sich und ihr Leben mitnehmen.Glücklicherweise sind die 5 Sterne Bewertungen klar in der Überzahl, was mich ein wenig beruhigt. Man kann also erkennen, dass Schätzings Absicht zumindest bei einigen Lesern angekommen ist. Aber manche Leser haben ihre 5 Sterne auch einfach nur vergeben, weil sich das Buch so spannend liest, weil man sich so schön gegruselt hat ... ach Du liebe Güte!
Aber es gibt auch Leser, die dieses Buch so behandeln wie einen Krimi, ein Abenteuerbuch oder einen spinnerten Fantasyschmöker. Vielleicht ist es ja auch von jedem ein wenig? Man kann eben leider nicht erwarten, dass jeder beim lesen eines Buches erkennt, was den Autor beim schreiben antreibt.
Wie auch immer : Frank Schätzing hat mit diesem Buch ein Thema ganz offen und auch mit der erforderlichen Härte verarbeitet, das viele Menschen schon heute als ihr Thema sehen und was die anderen hoffentlich irgendwann vielleicht auch einmal begreifen werden. Hoffentlich nicht zu spät. Wenn sich dann ein Buch trotz des Themas noch so gut liest wie dieses : Hut ab !
Der Umgang des Menschen mit der Erde und den Tieren ist unser aller eigentliches Problem, nur dass es viele einfach nicht erkennen oder erkennen wollen. Deshalb sind solche Bücher wie das von Frank Schätzing von ganz herausragender Bedeutung. Ganz gleich wie oder als was man das Buch liest, es hinterlässt in jedem Falle Spuren und Nachdenken, etwas besseres kann man bei diesem Thema nicht erreichen. Schätzings "Der Schwarm" spielt hierbei für mich aber in einer ganz besonderen Liga, weil noch nie einer die Folgen unseres täglichen Wahnsinns so klar zu Papier gebracht hat.Auch wenn manche Szenarien im Buch so aussehen (sollen?),als wäre das alles plakativ übertrieben - wissen wir denn, wie sich unser täglicher Wahnsinn tatsächlich einmal auswirken wird ? Wir akzeptieren ja noch nicht mal die schon sichtbaren Schäden und Auswirkungen. Was kümmert uns Fukushima, was kümmert uns die Überfischung der Meere mit Grundschleppnetzen, was kümmert uns ein Ozonloch ... So lange wir der Wachstumstheorie noch nachhängen werden und so lange Tiere einfach als Sache betrachtet werden geht täglich ein Stück Erde mehr kaputt.
Ich hoffe, dass diese rund 1000 Seiten nicht nur mich so nachhaltig beeindrucken sondern viele Menschen wenigstens ein klein wenig mehr an unsere Verantwortung gegenüber der Natur erinnern. Ich empfehle es mehr als ausdrücklich zur Lektüre.
Danke, Herr Schätzing, für dieses außergewöhnliche Buch !
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste, was ich seit langer Zeit gelesen habe, 19. November 2004
Rezension bezieht sich auf: Der Schwarm: Roman (Gebundene Ausgabe)
Gott sei Dank bin ich eine Woche vor meinem Sommerurlaub auf dem Nachhauseweg beim Zappen im Deutschlandfunk hängengeblieben. Dort erzählte ein gewisse Frank Schätzing von seinem neuen Roman und seiner Verbindung zur Realität. Das war so spannend, daß ich mit 40 km/h über die Landtsraße tuckerte, um das ganze Interview noch hören zu können - zuhause schnell die Freundin in's Auto gepackt und ab in die Buchhandlung - denn dieses Buch "Der Schwarm" mußte ich haben.
Und ich wurde nicht enttäuscht.
Ein dicker Schmöker ist es, was Schätzing da fabriziert hat, aber jede Seite lohnt sich. Ich habe das Buch am Strand verschlungen und habe bei meinen Schnorcheltouren ganz genau auf meine Umwelt geachtet - könnte ja sein, daß sich ein Schwarm über mir bildet .....
Über das Ende kann man streiten - gut, aber ich hatte mich sowieso schon während dem Lesen ständig gefragt: wie will der Schätzing aus dieser Science-Fiction-Story, die einen Bezug zur Realität nicht verleugnen kann und will, wieder rauskommen!? - Ich finde die Lösung gelungen. Ein bißchen zu romantisch vielleicht - aber das kann man nach dem Showdown auch irgendwie gut gebrauchen.
Mein Tip: lesen! Unbedingt! Endlich mal wieder ein intelligenter Thriller!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eines der besten Buecher, die ich jemals gelesen habe!, 4. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Schwarm: Roman (Kindle Edition)
Unglaublich, wie mich dieses Buch gefesselt hat. Spannend erzaehlt und hoechst lehrreich. Selten habe ich ein Buch gelesen, das so gut recherchiert war. Frank Schaetzing muss Monate damit verbracht haben, sich ein solches Hintergrundwissen anzueignen. Ich bin beeindruckt! Unbedingt empfehlenswert!
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Buch zur Katastrophe?, 18. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Der Schwarm: Roman (Gebundene Ausgabe)
Das nennt man wohl "Koinzidenz der Ereignisse" : Ein Buch, das einen Tsunami beschreibt, ist ganz oben in den Bestsellerlisten, im Radio dudelt "die perfekte Welle" und da passiert's : Ein Tsunami vewüstet zahlreiche Inseln und tötet knapp 200.000 Menschen!
Wenn man dann allerdings genauer hinsieht (der Tsunami spielt im dem Buch nicht die zentrale Rolle, wie man meinen möchte), entpuppt sich "der Schwarm" allerdings weniger als Prophezeiung sondern als verdammt guter Thriller. Auch wenn darin ökologische Themen im Vordergrund stehen, würde die Bezeichnung "Ökothriller" das Buch zu einseitig erscheinen lassen. Schätzing füllt nämlich die 1000 Seiten randvoll mit spannenden Fakten und Thesen rund um's Meer, inklusive Randgebieten wie Vulkanologie oder Mineralölindustrie. Dazu widmet er sich aber auch ausführlich der Unterdrückung der Inuit, der Ausserirdischen-Forschung, der Neocons-geprägten US-Politik und nicht zuletzt dem Zwischenmenschlichen.
All die wissenschaftlichen Aussagen werden dabei so erklärt, dass man als Leser nie den Anschluss verliert, oft auch mehrfach unter verschiedenen Blickwinkeln. Hoch anzurechnen ist es dem Autor, dass trotz des großen Sach-Anteils das Buch ein packender Thriller geworden ist. Auch hat man nie den Eindruck, der Autor wollte zwanghaft seine "Message" rüberbringen - alle kritischen Ansätze sind nahtlos in spannende Handlungsszenen verpackt und in kontroverse Diskussionen eingebettet.
Vom Spannungsverlauf ist das Buch ganz traditionell-gekonnt gehalten, d.h. es steigert sich von Kapitel zu Kapitel und findet ein fulminantes Ende inkl. philosophischer Schlussbetrachtung. Weniger konventionell ist dagegen die große Zahl als (fast) gleichberechtigten Protagonisten - manchmal beginnt man gerade, eine Person als wichtig für das Buch zu erachten, um dann wenige Seiten später feststellen zu müssen, dass sie schon wieder aus der Handlung raus stirbt.
Den wissenschaflichen Gehalt des Buchs kann ich natürlich nur schwer überprüfen (mit den taxonomischen Begriffen "Art" und "Rasse" geht der Autor z.B. relativ nachlässig um), die lange Liste von wissenschaflichen Beratern im Anhang bestätigte aber meinen Eindruck, dass alles recht gut recherchiert ist.
"Der Schwarm" ist für mich eines der besten Bücher überhaupt, weil man nicht nur bestens unterhalten und zum Denken angeregt wird sondern das Buch auch mit dem guten Gefühl beendet, eine Menge gelernt zu haben - unbedingt zu empfehlen für alle, die Spaß an wissenschaftlichen Themen haben und keine Scheu vor 1000-Seiten-Schinken!
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77 von 90 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sehr spannendes Thema, aber unnötig in die Länge gezogen..., 22. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Schwarm (Taschenbuch)
Eines mal vorab: Das Thema ist wirklich sehr gut!!! Auch die Entwicklung der Handlung sowie die einzelnen Charaktere - da gibt es wirklich aber auch gar nichts zu meckern.
Zum Inhalt: An den verschiedesten Orten auf der Welt geschehen merkwürdige Dinge: Fischer verschwinden spurlos, Wale greifen Menschen und Boote an, Hummer enthalten plötzlich einen unbekannten Virus, giftige Meerestiere fallen über Badestrände her, und vieles mehr. Einem Team von Wissenschaftlern gelingt es diese ganzen einzelnen Geschehnisse zu einem großen Plan zusammenzubringen: das Meer schlägt zurück und ist dabei die Menschheit auszurotten. Die Lage spitzt sich immer mehr zu: Sturmfluten begraben die Küstenstädte unter sich, der Golfstrom versiegt, ... Die Anwort auf die Frage wer hinter all dem steckt ist wirklich faszinierend - deshalb nehme ich sie hier auch nicht vorweg - obwohl der Name wahrscheinlich niemandem etwas sagen würde :-). Ich würde sogar soweit gehen und behaupten, dass die wenigsten an so etwas gedacht hätten - wirklich sehr gut gelungen.
Warum gebe ich dem Buch dann nur drei Sterne wird man sich jetzt fragen? Ganz einfach: Das Buch hat fast 1.000 Seiten; und während des Lesens habe ich mich desöfteren gefragt, ob der Autor lediglich einen neuen Rekord an Seitenzahlen aufstellen wollte?!?!? Über Seiten hinweg wird über Dinge berichtet, die in keinem Zusammenhang mit der Handlung stehen oder es werden Szenen in die Länge gedehnt, indem die Thematik mit allen wissenschaftlichen Hintergründen belegt wird. Manche Details sind für so ein Buch wirklich hilfreich - aber doch nicht alles - nicht alle der Leser sind Biologen oder Walforscher :-) aber nach dem Lesen könnte man es fast werden :-)!
Zu dem Buch ist noch zu sagen, dass es sich aufgrund der Schriftgröße nicht so gut lesen lässt. Für jemand, der gerne abends vor dem Einschlafen im Bett liest, dem fallen nach wenigen Seiten aufgrund der Anstrengung meist die Augen zu...
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88 von 103 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hammermäßig recherchiert mit eher faden Charakteren, 29. November 2004
Rezension bezieht sich auf: Der Schwarm: Roman (Gebundene Ausgabe)
Wenn amerikanische Autoren Wissenschaftsthriller schreiben (so wie das Duo Preston/Child), dann verbanne ich beim Lesen meinen Wissenschaftssinn in eine ganz kleines Kämmerchen und genieße einfach nur den Spannungsbogen, den diese Autoren um wenige aber meist differenzierte Charaktere aufbauen können. Denn meist ist der wissenschaftliche Teil dieser Thriller so krude, dass man besser nicht darüber nachdenkt. Etwas ähnliches hatte ich von dem deutschen Autor Frank Schätzings bei seinem Roman "Der Schwarm" erwartet, aber ich wurde auf nicht gerade unangenehme Art und Weise enttäuscht. Zwar haucht Schätzing seinen Charakteren nicht ganz so viel Leben ein, wie die meisten amerikanischen Autoren (sie bleiben eher blass und bis auf wenige klischeehafte Verhaltensmuster austauschbar) aber dafür schlägt er mit geologischem und biologischem Wissen derart zu, dass es nur so rauscht.
Schätzings großer Verdienst bei diesem Roman ist, dass er zahlreiche tatsächlich existierende oder zumindest diskutierte Phänomene zusammenträgt: Tiefseeforschung, Riesenkraken, Geräusche aus der Tiefsee, tödlich giftige Bakterien, Methanablagerungen und deren Bedeutung für die Plattentektonik etc etc. das ganze zusammen mixt und mit viel wissenschaftlichem Gespür weiter entwickelt. Er schafft damit einen phantastischen Storyhintergrund, der bei aller Phantasie immer haarscharf am Rande der wissenschaftlichen Realität bleibt. Wie viel Arbeit Schätzing in seine Recherchen gesteckt hat zeigt sich alleine schon in seiner Danksagung am Ende des Buches. Da können sich andere Autoren von Wissenschaftsthrillern eine Scheibe abschneiden. Und für alle, die jetzt besorgt sind, die Geschichte könnte ihr Wissen/Verständnis überfordern: Schätzing schafft es in beispielhafter Art und Weise selbst komplexe wissenschaftliche Zusammenhänge, die für seine Story wichtig sind in für jeden Verständliche Sätze zu packen. Da könnte sich manch ein Wissenschaftsjournalist eine Scheibe abschneiden.
Aber Schätzing geling nicht nur eine glaubhafte sondern auch noch eine über den ersten Teil des Buches unglaublich spannende Story, die dem Leser zunächst keinen Atem lässt, außer um vielleicht mal im Internet zu recherchieren, was von Schätzings Ideen nun real und was Fiktion ist. Leider schwächelt das Buch dann in der zweiten Hälfte ein wenig. Es sind noch nicht einmal die langen Gedankenspiele, die man sich tatsächlich so oder ähnlich vorstellen kann, wenn Wissenschaftler neue Theorien entwickeln, als die verzweifelten Versuche Schätzings, seinen Charakteren doch noch Leben einzuhauchen. Der traurige Höhepunkt ist der Selbstfindungstrip einer der Hauptpersonen, der sich über 50 Seiten zieht und während dem die eigentliche Story keinen Schritt vorwärts kommt. Ich muss zugeben, ich habe schließlich dreissig Seiten dieses Trips überblättert und dort weitergelesen, wo die Story weitergeht. Es hat dem Gesamtbild überhaupt nicht geschadet und man musste die auf diesen Seiten geschilderten Ereignisse offensichtlich nicht kennen, um den Rest des Buches zu verstehen, das zum Ende hin dann auch wieder ordentlich an Fahrt und Spannung gewann.
Hätte Schätzing sich und dem Leser die erwähnten langatmigen Passagen erspart, hätte ich dem Buch ohne Bedenken 5 Sterne gegeben. Aber offensichtlich wollte er unbedingt die 1000 Seiten voll bekommen, und deshalb gibt es auch nur vier Sterne, die sind aber völlig verdient.
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84 von 101 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Spannende Unterhaltung und begründetes Unbehagen, 22. Dezember 2005
Von 
Falk Lucius (Essen, Ruhrgebiet) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Schwarm (Taschenbuch)
Irgendwie haben wir es ja schon immer gewusst: Die Natur lässt sich auf Dauer die Misshandlung durch den Menschen nicht gefallen und schlägt zurück. Aber hier ist es nicht die Natur als solche (eine amorphe Mixtur aus Biomasse, Tektonik und wild gewordenen Elementen), sondern es ist eine andersartige Intelligenz, beheimatet in den unerforschten Abyssalen der Tiefsee, welche die Natur aufgrund ihrer 200 Millionen Jahre alten kollektiven Erinnerung viel besser versteht als der Mensch und sie darum auch viel besser manipulieren kann. Am Ende erscheint der Mensch als bloßer temporärer Störfaktor, der den Planeten Erde wie ein Schimmelpilz befallen hat und nun beseitigt werden soll. Die Yrr (so der ihnen von einem Wissenschaftler durch Zufalls-Hack verliehene Name) erscheinen gewissermaßen als ultimative Ökologen, die sich auf Kompromisse nicht mehr einlassen.
So weit der Plot des Romans, der in seiner letzten Konsequenz fast unausweichlich auf das Ende der Menschheit zusteuert, angereichert mit zahlreichen absonderlichen Details wie zum Beispiel millionenfach auftretenden augenlosen Krabben, deren Fleisch durch einen Glibber ersetzt wurde, der zudem noch mit äußerst toxischen Bakterien verseucht ist. Grusel auf wissenschaftlichem Niveau, dazu noch angereichert mit populärer Psychologie, Philosophie und Religionswissenschaft bis zum Abwinken.
Spannend ist das allemal, aber was bleibt am Ende nach fast eintausend Seiten?
Bei mir seltsamerweise (weil wirklich erst am Ende, nachdem ich das Buch in weniger als zehn Tagen verschlungen hatte) vor allem Unbehagen. Dieses Unbehagen hat drei wesentliche Ursachen.
Erstens hat die Geschichte, so interessant sie auch aufbereitet sein mag (und Schätzing hat wahrlich nichts von dem ausgelassen, was derzeit an möglichen Schreckensszenarien durch die Medien geistert), einen gewaltigen logischen Konstruktionsfehler. Eine Tiefseepopulation wie die Yrr kommt nicht über ihren maritimen (und nicht marinen, wie Schätzing immer wieder falsch schreibt) Lebensraum hinaus und weiß nichts über Landlebewesen und deren Zivilisation. Der Autor gibt das auch zu, wenn er die Yrr einen vollständig kartierten Globus an die Menschen übermitteln lässt (mit einem Zustand der Erde vor 180 Millionen Jahren). Dieses Bild enthält nämlich alle Weltmeere in äußerster Detailliertheit, die Landmassen hingegen sind weiße Flächen. Zwar mögen die Yrr Tausende von Ertrunkenen untersucht haben und folglich mit der Physis des Menschen, ja sogar seinem Stoffwechsel vertraut sein (was einen weiteren logischen Fehler impliziert, denn sie wüssten dann auch längst, dass Menschen eben nicht Träger jenes Yrr-Pheromons sind, mit dem sie am Ende zum Einlenken gebracht werden), aber sie können nicht wissen, dass ein Biotoxin, durch explodierende Hummer verbreitet, in die Kanalisation und damit zurück in den Trinkwasserkreislauf gelangt. Sie können auch nicht wissen, dass zwei Drittel der Menschheit in Küstennähe wohnen und deshalb einem Tsunami bevorzugt zum Opfer fallen. Anders gesagt: Wer Landlebewesen beseitigen will, muss ihren Lebensraum kennen, denn der Krieg findet vorzugsweise auf dem Land statt. Oder der ganze Planet wird verseucht, unterkühlt, überschwemmt oder was auch immer, und dann gehen eben so ziemlich alle Lebensformen mit Ausnahme der maritimen und diversen Bakterien ohne Unterschied drauf. Was ja auch nicht besonders ökologisch wäre.
Zweitens müssen bis auf drei oder vier Personen alle sterben, die der Autor erst mit erheblichem Aufwand in die Erzählung eingeführt und mit Werten ausgestattet hat. Für deren Ableben nimmt sich Schätzing nicht viel Zeit, auch wenn er es bei den diversen Todesarten zu einem großen Variantenreichtum bringt. An Altersschwäche stirbt jedenfalls keiner (bis auf den Vater von Leon Anawak, aber der gelangte erst als Toter in den Roman). Man könnte natürlich einwenden, in einem solchen apokalyptischen Szenario hätte der Tod nun mal eine gewisse Präsenz, aber insgesamt habe ich dabei denn doch ein äußerst beklommenes Gefühl. Wenn Menschen sterben, müssen die Überlebenden Trauerarbeit leisten. Wenn erfundene Menschen sterben, sollte man zumindest ein wenig von der Trauerarbeit wahrnehmen, die ihr Demiurg geleistet hat, nämlich der Autor. Doch nichts dergleichen ist zu spüren. Schätzing erledigt sich seiner Figuren ohne mit der Wimper zu zucken. Da wird die langjährige und fast intime Freundin eines norwegischen Wissenschaftlers von einem Tsunami ins Meer gespült. Was macht der daraufhin? Seine Arbeit, weil es von ihm erwartet wird. Dazu trinkt er irgendwann mit einer Kollegin eine Flasche Pomerol. Als er später selbst dran glauben muss (er wird erschossen), ist seine einzige Reaktion ein kurzes Erstaunen, sonst nichts. Dieser Umgang des Autors mit seinen Figuren gefällt mir insgesamt nicht.
Drittens ist Schätzing einer bemerkenswerten Konsequenz seiner Geschichte ausgewichen, und das finde ich äußerst schade. Er schildert am Ende sehr eloquent, wie die Schriftreligionen durch die Existenz der Yrr erschüttert werden. Das geht mir aber nicht weit genug. Wenn die Yrr als Organisation von Einzellern schon die älteste Spezies auf diesem Planeten sind, ausgestattet mit erstaunlicher Intelligenz und der Fähigkeit zur Hervorbringung neuer Arten, dann erscheint es mir nur folgerichtig, wenn sämtliche Arten, die ja alle irgendwann aus dem Meer hervorgegangen sind, entstanden sind durch gezielte genetische Manipulation durch die Yrr selbst. Was dann letzten Endes heißen würde, dass die Yrr, zumindest was den Planeten Erde und seine Bevölkerung betrifft, identisch sind mit dem biblischen Schöpfergott. Was ja nur ein etwas radikalerer Schritt wäre weg von einer durch den Zufall bestimmten Auslese, die auch irgendwie vom Einzeller zum Menschen geführt hat, hin zu einer gezielten Schöpfung.
Damit komme ich zur Bewertung des Ganzen. Für Plot, wissenschaftliche Recherche und Aufbereitung hat der Autor fraglos fünf Sterne verdient. Für jeden meiner Unbehagenspunkte gibt es aber einen halben Stern Abzug, und nochmals einen halben dafür, dass er die literarische Qualität der Spannung geopfert hat. Bleiben also drei Sterne für zehn Tage guter Unterhaltung, die aber nicht nach einer Wiederholung verlangen.
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80 von 97 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Cineastischer Öko-/Action-Thriller mit Schwächen, 23. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Der Schwarm (Taschenbuch)
Wie schon in der Überschrift angedeutet: ‚Der Schwarm’ ist ein solider und in Teilen äußerst cineastisch geschriebener Öko-/Action-Thriller - unterhaltsam, aber leider auch mit ein paar leichten Logik-Schwächen.
Frank Schätzing hat sich erfreulich tief in die Hintergründe eingearbeitet, wobei der naturwissenschaftlich Vorgebildete kaum eine wirklich neue Information entdecken wird. Auch wenn mancher Hardcore-Fan so tut, hat der Autor weder die Methan-Hydrate, noch die Tsunamis oder die kollektive Intelligenz erfunden. Die Kombination all dieser Hintergründe zu einer fesselnden Story ist ihm jedoch sehr gut gelungen und macht für mich die eigentliche Leistung aus.
All dies ist - teils sehr flott, teils mit leichten Längen - in solider Manier erzählt. Manche der Charaktere sind geradezu liebenswert, aber einige kommen, gerade in der zweiten Hälfte des Buches, nicht über äußerst schablonenhafte Verhaltensweisen hinaus.
Was deutlich auffällt ist Schätzings Hang zu Kino-haften Inszenierungen. Manche ‚Action-Szene’ ist so geschrieben, als erzähle der Autor ein Leinwandgeschehen nach. Das stört kaum und fördert das ‚Kopfkino’, aber in dieser cineastischen Herangehensweise liegt - meines Erachtens - auch die Wurzel der kleinen Logik-Schwächen des Buchs. Manches ist einfach zu sehr am optischen Effekt orientiert. Wenn Wale Boote angreifen oder Tausende ‚Bio-Bomben-Krabben’ die Strände erstürmen, so lässt sich dies im Kino Effekt-technisch sicherlich höchst beeindruckend umsetzen. Leider passt es aber nicht so Recht zu den emotionslosen Tiefsee-Superhirnen, denn im Grunde wird die Menschheit erst durch diese eher sinnlosen ‚Attentate’ auf die Bedrohung aufmerksam und erhält die Chance, die eigentliche Katastrophe zu verhindern - was sich übrigens auch mit dem Versuch der ‚Ablenkung’ nicht befriedigend erklären lässt.
‚Der Schwarm’ ist mit absoluter Sicherheit ein lesenswertes Buch, aber er ist leider nicht das Meisterwerk, als das er immer wieder angepriesen wird. In jedem Fall bietet der Roman kurzweilige Unterhaltung und eröffnet ein paar ‚neue’ Blicke auf das Leben und die Tiefen der Meere.
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Der Schwarm: Roman
Der Schwarm: Roman von Frank Schätzing (Gebundene Ausgabe - 17. Februar 2004)
EUR 24,95
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