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Kundenrezensionen

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3,2 von 5 Sternen
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am 9. Mai 2003
"Zwölf" macht uns ein Bild über das Leben von jugendlichen New Yorkern der oberen Schicht, deren Eltern den ganzen Tag anderweitig beschäftigt sind.
White Mike ist ein solcher Junge und er hat ein Ziel gefunden, um der Langeweile zu entkommen: Er dealt mit Drogen.
Seine Kunden sind die anderen Kids der Oberschicht, die mehr oder weniger ziellos durch den Tag gehen und mit unterschiedlichen Erwartungen auf die große Silvesterparty zusteuern, bei der es zum Eklat kommt...
Neben dem schon oft gelobten Tempo, finde ich auch die beiläufige Herausarbeitung der Charaktere sehr gelungen. Ein Buch, das, sicherlich auch aufgrund der einfachen Sprache, schnell zu lesen ist und erst nach der letzten Seite wieder aus der Hand gelegt wird.
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am 11. Mai 2014
Allen, die an Insomnia leiden, kann ich dieses Hörbuch wärmstens empfehlen. Man schläft garantiert nach 5 Minuten Hören ein. Ich habe mich trotzdem stückchenweise nach vorn gekämpft, es aber nach einiger Zeit aufgegeben. Der Text enthält überhaupt nichts, was man nicht schon aus vielen anderen Publikationen zur Genüge kennt, es wimmelt von als Menschen verkleideten Sprachrohren des Autors, der wahrscheinlich (reichlich spät) gedacht hat, Sozialkritik über arme reiche jugendliche Schweine sei jetzt in, und das könne er auch, und die Ableserin liest es runter, als hätte ihr ein Jugendrichter Sozialdienst im Altersheim aufgebrummt, wo sie vor sich hindämmernden Alzheimerern täglich denselben Text vorlesen müsste. Da lesen ja sogar die Amateure bei Audible besser vor!
Naja, wenn ich mal wieder nicht schlafen kann ...
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am 31. Oktober 2005
Ich finde Zwölf gut. Es ist leicht und zügig zu lesen und regt an manchen Stellen zum lesen an. Allerdings muss der Autor sich mit Bret Easton Ellis vergleichen lassen, da die Gemeinsamkeiten nicht von der Hand zu weisen sind: Es geht um die obere Gesellschaftsschicht, es geht um Jugendliche die eigentlich alles haben und gleichzeitig doch nichts, es geht um Liebe und um Einsamkeit. Im Grunde ist es wie Unter Null. Der qualitative Unterschied ist der Schreibstil und da hängt meiner Meinung nach Nick McDowell hinter her. Unter Null liest sich wahnsinnig intensiv und es regte zum Nachdenken an. Das habe ich leider bei Zwölf vermisst. Sicherlich gab es Dinge die einen nachdenklich stimmten, aber insgesamt war mir dieses Buch doch nicht "tiefgreifend" genug. Die kalten Schilderungen waren bei weitem nicht so schockierend wie es bei Ellis der Fall ist.
Wer Bret Easton Ellis nicht kennt der wird sicherlich seine Freude mit diesem Buch haben. Alle anderen können zugreifen, aber wer Unter Null kennt wird hier wenig neues erkennen.
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am 18. September 2003
Tragödien haben immer eine Geschichte. Bei White Mike ist es eine Familie, die nicht da ist, wenn er sie braucht: Der Vater ein reicher Geschäftsmann, die Mutter an Krebst gestorben. Und White Mike allein in den Weiten New Yorks. Die Weihnachtsferien werden für ihn und seine Rausch-erprobten Freunde aus der „Upper Class" zur Feuerprobe: Gelingt es ihnen, die Langeweile zu besiegen? Oder langweilen sie sich buchstäblich zu Tode? Eine gigantische Party muss her, die ohne Mike White nicht stattfinden könnte: Denn er ist Dealer. So beginnt Nick McDonnels Debütroman „Zwölf", den der Schüler im Alter von 17 Jahren geschrieben hat. Die tragische Kombination von Hedonismus und Jugend wirkt von der ersten Seite wie ein Sog, in den man als Leser hineingezogen wird. Schon die ersten Seiten erschließen dem Leser die Welt der Drogenexzesse. Mike White weiß, wo „was abgeht" und trifft sich im Park mit zahlungskräftigen Kunden, die sich authentisch mit „Nigga" anreden. Die Jugendsprache ist hart, „Zwölf" (im Roman der Name einer Designerdroge) ist härter. Erstaunlich, wie zeitkritisch McDonnel mit seiner eigenen Generation umgeht. Denn das, was auf den nächtlichen Partys vorfällt, ist mehr als Schall und Rauch. Prägnant schildert der junge Autor, was bitterarme Menschen aus der Bronx mit neureichen Snobs aus Manhattan verbindet: Sucht. Das Besondere ist, dass die Romanfiguren nicht aus Armut oder Perspektivlosigkeit in den Drogenkonsum abfallen, sondern aus purer Langeweile. Erschreckend die Parallelen, die kein gutes Ende erahnen lassen: So wie alles auf die große Party, den nächsten Riesendeal, hinausläuft, so steuern die Charaktere geradewegs auf die Katastrophe zu. Sie selbst merken es nicht, aber McDonnel lässt ihr Leben Revue passieren: Rückblicke zeigen, dass hinter jedem Menschen ein individuelles Schicksal steht. So fragt der Autor inmitten teurer Markenklamotten und Drogen-Exzesse nach dem (Un-)Sinn des Lebens. Zum Beispiel als seine (natürlich bekifften) Protagonisten einen Rap-Song hören: „Oh, why do I live this life? Must be the money!"
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am 16. Mai 2003
Ich bin geneigt, mit den Worten zu beginnen: Für einen Siebzehnjährigen nicht schlecht. Dann fällt mir ein, wie - in etwa - ich selbst mit siebzehn drauf war. Außerdem spielt es keine Rolle, wie alt der Autor eines Buches ist: Das Ergebnis zählt. Jedenfalls habe ich keinen Filter im Kopf, der mich Literatur anders wahrnehmen läßt, nur, weil sie von einem besonders jungen Menschen hergestellt wurde. Das Buch ist tatsächlich nicht schlecht. Es ist allerdings auch nicht besonders gut. Und insbesondere ist es mir nicht neu.
Der gute Bret Easton Ellis hat ganz ähnliches geschrieben. Nein, nicht "American Psycho". Sondern "Less Than Zero" ("Unter Null"). Und noch eines: "The Rules Of Attraction" ("Einfach unwiderstehlich"). Romane - in knapper, prägnanter, emotionsarmer Sprache verfaßt, in denen es um College- und Highschool-Kids geht, denen es weit mehr bedeutet, daß die Prada-Tasche noch hip ist, als etwa, daß die Freundin gerade vergewaltigt wurde.
So in etwa stellen sich die Sozialstrukturen in "Zwölf" ebenfalls dar. Es geht um eine Handvoll Jugendlicher in New York während der vier Tage vor Sylvester - wahrscheinlich 2002, denn da fiel der 27.12. auf einen Freitag; das Buch beginnt an diesem Tag. Einige gehen noch zur Highschool, andere modeln, alle leben dick auf Kosten der reichen Eltern, wohnen in den guten Gegenden von New York City. Auch Michael, der sich White Mike nennt, was gleich auf der ersten Seite so oft erwähnt wird, daß man es während der folgenden 230 garantiert nicht mehr vergißt, kommt aus gutem Haus. Er pausiert nach dem College - und vertickt Drogen. An eben jene Kids, die mit Akne kämpfen, auf Partys knutschen, sich gegenseitig zu beeindrucken versuchen, ohne einander irgendwie näher zu kommen. Eine Fete jagt die andere, aber alles jagt auf *die* Fete zu, das große Fest zu Sylvester, das die brillant aussehende Sara Ludlow dem pickeligen Chris aus den Rippen geleiert hat, weil sein monströses Elternhaus zur Verfügung steht. Bis dahin wird Jessica drogenabhängig, landet Hunter im Kittchen, darf Chris Sara küssen, verdaddelt Mike für zwei Riesen Gras, vor allem aber die Designerdroge "Zwölf". Ein wenig vordergründige Metaphorik ist angesagt, auch ein bißchen Tiefgang; bei seiner Hauptfigur hat sich Mick McDonell wirklich Mühe gegeben. Allerdings nicht am Ende, das recht schnell kommt. Und irgendwie ist das ganze zwar flockig, rasant und vergleichsweise zwingend erzählt. Aber genauso wenig, wie die Figuren untereinander echte Nähe entwickeln, entstehen sie vor dem geistigen Auge des Lesers: Alles bleibt lapidar, kolportagehaft, wie ein nachlässig geplotteter und rasch produzierter Actionfilm. Was ist zu lernen und zu bestaunen gäbe, das haben andere schon besser geliefert, natürlich Bret Easton Ellis, aber - zum Beispiel - auch Irvine Welsh mit "Trainspotting".
Und was bleibt?
Für einen Siebzehnjährigen nicht schlecht. Sieht man mal von solchen Sätzen ab:
"Doch irgendjemand mußte den Kopf hinhalten, es mußte etwas passieren, denn es war eine renommierte alte Schule, also wurde einer der Lehrer gefeuert und er zog nach Colorado und unterrichtete an einer staatlichen Schule und die Kinder dort mußten in seinem Englischunterricht viel mehr Hausaufgaben machen als üblich."
(Seite 167)
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am 19. Januar 2005
Ein talentierter Nachwuchsschauspieler... (im 2./3. Jahr) ...hätte diese Lesung wesentlich aussagekräftiger und ausdrucksvoller hinbekommen.
Sicherlich sollte man das Eisen solange schmieden, wie es noch heiß ist. Das dachte sich Charlotte Roche wahrscheinlich auch, als sie diese Hörbuchproduktion angenommen hat.
Stellenweise ist der Vortrag eine Zumutung - fernab jeglichen Einfühlungsvermögens, oder gar rezitatorischer Befähigung. Charlotte Roche quält den Zuhörer nicht nur mit einer quäkigen Kleinmädchen-Schul-Stimme, sondern auch falscher Betonung. Teilweise wußte ich nicht mehr, mit wem ich mehr Mitleid hatte; mit mir, oder "C.R.", die sich hilflos, wie ein Referat haltender Pennäler, durch das Skript haspelt.
Der eigentliche Text ist dabei erfolgreich zur Strecke gebracht worden, und die Story (? da war glaube ich etwas) stößt nur noch sporadisch durch das maltretierte Trommelfell.
Liebe Deutsche Grammophon, bislang habt Ihr doch immer auf Qualität Wert gelegt! - Bitte hört mit solchen Schnellschüssen auf! Bleibt Euren Qualitätsanspruch treu, oder ist in der Zukunft noch Schlimmeres zu erwarten?
Conrads "Herz der Finsterniss" in einer Neuauflage mit Dieter Bohlen (anstelle von Christian Brückner)? Bitte, bitte keine Pseudo-Prominenz mehr!
Zurück zum Thema:
Die Geschichte ist mehr als lesenswert und unter anderen Umständen 5 Sterne wert. Also das Buch lesen!
"C.R." Fans sei diese CD ans Herz gelegt; denn außer auf der Mattscheibe, kann man sie jetzt überall und jederzeit - quasi auf Knopfdruck - Blindtext absondern lassen. Diese werden die CD lieben!.
Echte Hörspielfreunde lassen besser die Finger davon.
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am 28. Februar 2003
eine geschichte aus new york. aus den kreisen der superreichen dort, genauer gesagt: ihrer kinder. die eigentlich alles haben, was sie brauchen, gebildet und oft intelligent sind. trotzdem scheint ihnen einiges zu fehlen. der autor, der sich in diesen kreisen aufgrund seiner herkunft gut auskennt, beschreibt einzelne charaktere aus dieser szene, ihre partys, drogenexzesse, gewalt, sex und andere manöver, um sich von der langeweile des alleshabens abzulenken. erzählt wird aus der sicht dessen, der diese leute auf dem weg in den abgrund mit drogen versorgt, die er sich in anderen stadtvieteln besorgt und dann teuer weiterverkauft, ohne selbst diese drogen je anzurühren. ein gut geschriebener erstling, dessen sprache und konstruktion man anmerkt, daß sein verfasser klug und von privilegierter herkunft ist. spannend zu lesen.
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am 2. September 2015
Vor einigen Tagen saßen zwei Mädchen in der Bahn. Beide telefonierten laut genug, damit ich hörte, dass beide am Abend zuvor bei einer Party waren. „Die Wohnung war voller Menschen“, schrie die eine. „Bis alle betrunken waren und in den Ecken einschliefen“, rief die andere. Jetzt kämen sie gerade aus dem Zoo, erzählten sie. „Mal sehen, was heute noch ansteht. Auf alle Fälle Party. Egal wo.“
Die beiden Mädchen waren noch keine achtzehn. In ihren Klamotten, den Frisuren und den Fingernägeln steckte viel Geduld und Geld. Auch wenn sie mächtig nach Alkohol stanken, Wein aus dem Supermarkt kam bei den beiden mit Sicherheit nicht ins Glas.
McDonell, der das Buch Zwölf im zarten Alter von siebzehn Jahren schrieb, erzählt von Jugendlichen, die den aufgedrehten Partymäusen in der Bahn glichen. Während die Angestellten das Haus auf Vordermann bringen, langweilen sich die Kinder durch die Ferien. Bevor es zurück in die Internate geht, lassen sie es so richtig krachen. Wobei die Jugendlichen bei McDonell mit Alkohol weniger am Hut haben, ihre Glücksbringer zeichnen sich durch festere Konsistenz aus.
Es ist ein hitziges Geschehen, in das McDonell den Leser entführt. Die Sprache ist derb und direkt. Und sie ist knapp. Ein, zwei Striche genügen dem jungen Autor zur Vorstellung seines Personals. Die Arbeitsweise erinnert an das Sprühen von Graffitis. Die Hast ist Teil des Bildes.
Es gibt den kühlen Drogendealer White Mike, der sich atypisch zu seinen Kunden verhält: weder trinkt er, noch raucht er. Und es gibt die zahlreichen Schüler und Schülerinnen, die nach seinen Tütchen gieren. Die Katastrophe, in die alles rast, ist absehbar. Dennoch oder aus diesem Grund liest man die Seiten wie im Sog. Überhaupt: manche von McDonells geschilderten Szenen schlagen einem mächtig auf den Magen. Ungläubig beäugt man den Kaffee, den man beim Lesen trinkt. Dabei können die Bohnen nichts dafür, dass einem im Bauch die Projektile tanzen.
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am 19. Juni 2003
An der Sprache merkt man, dass der Autor noch sehr jung ist - aus meiner Perspektive (47 Jahre) jedenfalls. Er beschreibt eine Szenerie von Beziehungen, die mich an die Ödnis eines unbewohnbaren und lebensfeindlichen Planeten erinnert. Hier ist nichts und niemand von persönlicher Bedeutung - alles ist völlig beliebig. Damit man merkt, dass man lebt, benötigt man „Kicks".
Gleichzeitig wird hier grell ausgeleuchtet, wie die „Leistungsträger" dieses Landes (USA) leben. Die Propagandisten der Unternehmerverbände werden laut „Hurra" schreien. Die Menschen, die in diesem Buch vorkommen, entsprechen genau ihren Wunschvorstellungen: Mobil, flexibel, konsumorientiert, leistungsorientiert - und zwar jeweils auf Maximalniveau.
Ein Beispiel: Eines der Mädchen ist innerhalb eines kurzen Zeitraumes in ihren schulischen Leistungen von sehr gut (!) auf gut (!) abgefallen. Die Mutter stellt fest: wir müssen miteinander reden, und vereinbart mit ihr ein gemeinsames Mittagessen (was ganz ungewöhnlich ist). Das "Gespräch" läuft darauf hinaus, das die Mutter ihre Tochter zu ihrem Seelenklempner schickt. Die Tochter schluckt's und denkt sich, kein Problem, mir wird schon was einfallen, womit ich den bediene. Sie weiß von entsprechenden Beispielen.
Hier treffen wir auf eine Welt, in der die Erwachsenen mit sich selber und miteinander umgehen, als seien sie Verbrauchsgegenstände. So behandeln sie natürlich auch ihre Kinder. Konsequenz: Die Menschen lernen das Gefühl, bedeutsam zu sein, gar nicht erst kennen. Dementsprechend ist Bedeutungslosigkeit und Beliebigkeit Normalität - man muß sich halt drein schicken, und sehen, wie man diesem Leben trotzdem noch einen Rest Spaß abtrotzt.
Das hier beschriebene Leben ist das Ergebnis der quasi-religiösen Verehrung der neoliberalen Logik. Die Dienerschaft der Gottheiten „Produktionssteigerung" und „shareholder value" sind gerne zu den entsprechenden Opfern bereit - was immer sie selber davon auch haben. Nur die Kinder konnten nicht wählen. Ihre Bedürfnisse werden diesen Gottheiten geopfert, ohne, dass sie danach gefragt wurden, ob sie zu diesen Opfern bereit sind.
Dieses Buch illustriert die beklemmenden Folgen der zwangsläufig zum Zynismus führenden neoliberalen Lebenshaltung. Dieses Buch wirft ein erschreckendes Licht auf die Geisteshaltung derer, die ganz wesentlich das Leben der Menschen in dieser Nation und darüber hinaus beeinflussen. Wir sollten uns schon fragen, ob wir das so wollen, ob wir unser Leben in dieser Weise veröden, weil vermeintliche ökonomische Sachzwänge uns dazu zwingen.
Tatsächlich gibt es nur sehr sehr wenige Menschen, denen es wirklich nutzt, sich diesen ökonomischen Sachzwängen zu unterwerfen. Die aber sind zu jeder ideologischen Geistesakrobatik und zu jeder propagandistischen Lüge bereit, die ihre Privilegien zu legitimieren vermag.
Mir ist die allgemeine Neigung, dieses Buch in den Himmel zu loben, suspekt. Dennoch finde ich es lesenswert. Es zeigt, wohin uns der Weg des Neoliberalismus führt. Die Bestandsaufnahme, die in diesem Buch dargestellt wird, gibt reichlich Anlaß, die Frage zu stellen, ob dieser Weg wirklich als die „ultima ratio" betrachtet werden kann.
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am 7. Dezember 2003
Ein präzise, lakonische Bestandsaufnahme. Das Ende der Geschichte ist voraussehbar. Das jedoch ist notwendig, denn eben das ist typisch für eine Tragödie. Und eben diese Form macht diesen Erstling so lesenswert: Der unverstellte Blick auf eine Sspaßgesellschaft, die schon mitten in der Tragödie angekommen ist, auch wenn sie sich dieser Einsicht mit allen Mitteln verschließt.
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