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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brückenbauerin
Wo Karawanserei endete, da setzt Die Brücke ... an. Sie beschreibt die Erfahrungen und das Erwachsenwerden einer jungen Türkin, die zuerst als Gastarbeiterin und später als politischer Flüchtling (?) und Schauspielerin nach Deutschland kommt. Dazwischen eine Episode in der Türkei als nunmehr europäisierte Heimkehrerin, die zwischen dem...
Veröffentlicht am 8. Dezember 2000 von erol.boran@mail.utexas.edu

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Zum Gähnen langweilig
Nach den ersten 100 Seiten reichte es mir. Völlig naiv geschrieben, ohne Höhepunkte plätschert die Erzählung daher. Die meisten Metaphern erscheinen willkürlich, konstruiert und kaum nachvollziehbar. Häufige Wiederholungen: Wonaym, Hebbeltheater und "der beleidigte Bahnhof", die aber nicht wirklich thematisiert werden. Die Sprache ist...
Vor 20 Monaten von KWBEL veröffentlicht


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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brückenbauerin, 8. Dezember 2000
Rezension bezieht sich auf: Die Brücke vom Goldenen Horn. (Taschenbuch)
Wo Karawanserei endete, da setzt Die Brücke ... an. Sie beschreibt die Erfahrungen und das Erwachsenwerden einer jungen Türkin, die zuerst als Gastarbeiterin und später als politischer Flüchtling (?) und Schauspielerin nach Deutschland kommt. Dazwischen eine Episode in der Türkei als nunmehr europäisierte Heimkehrerin, die zwischen dem asiatischen und europäischen Teil Istanbuls hin- und herpendelt. Özdamar beschreibt das Leben innerhalb dieser beiden Kulturen kritisch doch zugleich voller Witz - und niemals einseitig. Wenn die Erzählerin am Ende des Romans der Türkei den Rücken kehrt, so geschieht das zu einer Zeit, da der Bau der Brücke begonnen hat, die zukünftig Asien und Europa miteinander verbinden soll. Parallel dazu versteht sich Özdamar als eine Art literarische Bruckenbauerin, die über ihre Werke Verbindungen zwischen den Kulturen schafft. Ich bin gespannt auf ihren nächsten Roman!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Welt hinter den Welten, 29. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Brücke vom Goldenen Horn (Taschenbuch)
Wenn man kein Wort Deutsch spricht, sieht man den deutschen Alltag abseits der Villen und Belletage anders. Man muß sich die Worte gleichermaßen erfinden, verstehen lernen, was einem fernliegend erscheint. Özdamar führt uns an den Rand der Gesellschaft, wo sich, was einst als Gastarbeiter bezeichnet, dann das Gast gestrichen und es durch Fremd ersetzt wurde, ein Auskommen, ein Leben verdient.

Es ist die Geschichte eines wachsenden Bewußtseins, des allmählichen Herausbildens eines eigenen Blicks zwischen Tradition und modernen 68er Umbruch. Es ist auch der Versuch verschiedenen Kulturen in sich zu vereinen, um sich nicht völlig entwurzelt vorzufinden. Kraftvoll in seinem poetischen Ansatz, der Sprache, der Hoffnung, es versuchen zu müssen, um nicht verloren zu gehen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Zum Gähnen langweilig, 26. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Brücke vom Goldenen Horn (Taschenbuch)
Nach den ersten 100 Seiten reichte es mir. Völlig naiv geschrieben, ohne Höhepunkte plätschert die Erzählung daher. Die meisten Metaphern erscheinen willkürlich, konstruiert und kaum nachvollziehbar. Häufige Wiederholungen: Wonaym, Hebbeltheater und "der beleidigte Bahnhof", die aber nicht wirklich thematisiert werden. Die Sprache ist schlicht, manchmal auch schlecht: "...Frauen [...] mit Handtüchern um ihren Körpern..."(S. 24) Der Romantitel erschließt sich auf den ersten 100 Seiten nicht. Danach habe ich aufgegeben...
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13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wunderbar, 1. Juni 2000
Von Ein Kunde
ich habe lange kein buch mehr gelesen, das zugleich witzig, sprachgenial, tiefsinnig, unterhaltend, berührend war. "die brücke vom goldenen horn" ist eines jener bücher, bei denen man sich wünscht, sie mögen nie zu ende gehen... im vergleich zu özdamar sieht die neue deutsche (pop)literatur ganz schön blass aus...
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Witzig und spannend., 23. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Brücke vom Goldenen Horn (Taschenbuch)
Dieses Buch ist ein echtes Zeitdokument, und das soll es wohl auch sein. Viele Deutsche täten gut daran es auch einmal zu lesen. Denn wer die Türkei und ihre Menschen nicht kennt, der darf nicht über sie urteilen und sie negativ bewerten.

Die Deutschen, die hier leben, sind in ihrer Heimat geblieben. Mit welchen Problemen hätten sie gekämpft, wenn sie ins Ausland gegangen wären? Niemand verläßt seine Heimat einfach so. Man muß schon gezwungen werden durch Hunger und Armut und so was.
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7 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein tolles Buch, 14. März 2003
Rezension bezieht sich auf: Die Brücke vom Goldenen Horn (Taschenbuch)
Die Geschichte dieses Romans ist spannend.
Besonders wichtig ist die „Poetische Sprache" der Autorin. Ihr Roman ist sprachgenial, sie benutzt viele Vergleiche, Metaphern, aber auch Wiederholungen (z.B wiederholt sie gerne dasselbe Wort, so dass es auf einer Seite in fast jeder Linie vorkommt). Der Stil von Emine Sergi Özdamar ist witzig und unterhaltend, weil sie öfters mit den Worten spielt, aus dem Namen des Fabrikleiters „Herr Schering" wird zum Beispiel Herrscher.
Zudem gefiel mir auch, dass die Schriftstellerin durch dieses Buch uns die Atmosphäre der Siebziger wiedergibt, wie die vielen Demonstrationen usw.

In diesem Buch erfährt man auch vieles über Berlin :

Die „Icherzählerin" beschreibt Berlin nicht viel und wenn sie es tut, dann mit Hilfe von Metaphern oder indirekt durch ihre Lebensweise.
Das einzige was man über Berlin erfährt ohne das es mit Metaphern oder Vergleichen beschrieben wird, ist, dass Berlin oft verschneit ist, dass es dort kalt ist, dunkel und stürmisch. Man erfährt nichts über wichtige Gebäude oder sonstige Merkmale der Hauptstadt.
Aber in der poetischen Sprache der Erzählerin kann der Leser vielmehr erfahren, wie sie diese Stadt empfindet.

Sie vergleicht zum Beispiel Berlin mit einem „endlosen Gebäude". Später erklärt sie, dass sie den Eindruck hat, in Berlin nur von einer Tür zur anderen zu laufen: „...,rein in die Tür des Flugzeugs, raus in Berlin aus der Flugzeugtür, raus aus der Bustür, rein in die türkische Frauenwonananytür."
Für sie ist Berlin auch ein Ort, wo sie vieles schlechtes aus der Türkei vergisst wie zum Beispiel ihre Toten. In der Türkei hat sie jeden Abend für sie gebetet. In Deutschland hat sie keine Zeit mehr dafür, da sie in Berlin so spät ins Bett geht und so müde ist.
Was die „Icherzählerin" erstaunt, ist, dass in Berlin viel weniger Männer in den Strassen laufen, wie sie es aus ihrer Heimat gewöhnt ist.
Die Erzählerin meint, dass die Berliner Strassen viele Lücken haben. Darunter versteht sie, dass in Berlin wenige Hochhäuser stehen und dass es große Flächen gibt zwischen den vielen Häusern.
In dem Roman wird Berlin mit einem Hühnerstall verglichen. Als Hühner werden die Studenten bezeichnet, die in den Siebzigern demonstrierten. Seite 157 steht zum Beispiel: „Die Polizei rupfte den Hühnern die Federn".
Zuletzt meint die „Icherzählerin" Berlin sei wie eine Strasse, mit Sicherheit, weil sie dort nie verloren ging.

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2 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Geschichte als Buch, 11. Februar 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Brücke vom Goldenen Horn. (Taschenbuch)
Dieses Buch erzaehlt viel "Zeitgeschehen" aus der Zeit, als viele "Gastarbeiter" nach Deutschland kamen. Es ist nicht auf Deutschland beschraenkt, sondern irgendwie eher europaeisch, wo die Tuerkei doch jetzt so gern ein Mitglied der EU waere, sich also irgendwie "europaeisch" fuehlt.
Ich war sehr skeptisch, ueberhaupt ein Buch von einer Tuerkin (?) zu lesen. Zumal ich gerade mit dem Buch anfing (es zu lesen), als ich nach Armenien reisen wollte. Habe das Buch dann nicht mitgenommen auf die Reise, aber die Armenier wurden in dem Buch nicht negativ gesehen, betitelt, behandelt etc..
Alles in allem sehr interessant mal zu hoeren, wie es den ersten Gastarbeitern damals ging, wie Berlin damals war, wie die Politik so war, etc. etc. Nicht schlecht. Bisschen wie ein Geschichtsbuch. Nur als Roman.
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Die Brücke vom Goldenen Horn
Die Brücke vom Goldenen Horn von Emine Sevgi Özdamar (Taschenbuch - 1. Januar 2002)
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