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4.0 von 5 Sternen Das können wohl nur Männer verstehen
Ein sehr gutes, kurzweiliges Buch, an dem ich viel Spaß hatte. Kein Stern der Weltliteratur, aber für dunkle Winterabende sehr zu empfehlen. Ich weiß nur nicht, ob Frauen die Gedanken des Ich-Erzählers ganz verstehen werden. Ein Buch für Männer!
Veröffentlicht am 29. Oktober 1999 von hille75@gmx.de

versus
14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Soloalben gelingen selten.
irgendwann in seinem buch sagt stuckrad-barre, daß die meisten soloprojekte scheitern und einfach schlechte platten ergeben. insofern ist der titel seines buches programm: st.-b. hätte bei einer kleinen szenezeitschrift bleiben sollen, und von dort aus die welt mit seinen gedanken über cool/uncool, aufregend/langweilig, etc. zumüllen sollen...
Veröffentlicht am 31. Januar 2000 von thenenbach.anno@buh.de


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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Soloalben gelingen selten., 31. Januar 2000
Rezension bezieht sich auf: Soloalbum (Taschenbuch)
irgendwann in seinem buch sagt stuckrad-barre, daß die meisten soloprojekte scheitern und einfach schlechte platten ergeben. insofern ist der titel seines buches programm: st.-b. hätte bei einer kleinen szenezeitschrift bleiben sollen, und von dort aus die welt mit seinen gedanken über cool/uncool, aufregend/langweilig, etc. zumüllen sollen. besonders peinlich wird das buch, wenn der erzähler versucht, zynisch zu werden, dabei aber zynismus mit plumper polemik verwechselt. er outet sich so, seite für seite, als arroganten kleinen schnösel, der sich mit einer geradezu unerträglichen arroganz durchs leben greint. man kann dabei nur hoffen, daß der autor sich hier nicht selbst beschreibt, doch leider ist dies zu befürchten. selbstgefällig, überheblich, blasiert und dabei voller selbstmitleid erzählt stuckrad-barre eine geschichte, die jeder hätte erzählen können und die schon besser erzählt wurde. besonders, da ihm fast jegliche selbstironie abgeht - und gerade die ist es, die z.B. "high fideltiy" von nick hornby so lesenswert macht. wenn auch beide bücher das gleiche thema behandeln, so ist hornby doch um klassen besser, obwohl (oder gerade weil?) er nicht die üblichen mittel (koksen, "ficken", onanieren) bemüht, mit denen st.-b. sein buch in den bereich der jugendkultur zu befördern versucht. zwar gelingt es st.-b. hin und wieder, mit einer gelungenen formulierung zu überraschen und ein nickendes "ja das kenn ich, so gings mir auch" auszulösen. aber das entschädigt nicht für die vielen seiten des selbstmitleids und der dummen arroganz, in denen hier ein spätpubertierender naseweis versucht, seine elitäre weltanschauung darzulegen und dabei muttern zu beweisen, daß er das eine oder andere fremdwort aufgeschnappt hat. für eines jedoch gebührt stuckrad-barre respekt: einen verlag für dieses buch zu begeistern, ist wahrhaft eine meisterleistung.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Popliteratur oder so, 14. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Soloalbum (Taschenbuch)
Mein erstes Popliteraturbuch! Irgendwie fand ich, die Zeit sei reif, endlich auch mal einen dieser vieldiskutierten Romane in die Hand zu nehmen und die Wahl fiel auf „Soloalbum“ des Bremer Schriftstellers Benjamin von Stuckrad- Barre.

Tja, was soll ich sagen… Die Geschichte ist sehr einfach: Der (übrigens namenlose, oder habe ich etwas überlesen?) Held hat am Anfang Liebeskummer und am Ende immer noch, obwohl innerhalb des Buches etwa ein Jahr vergeht.

Gerade diese Entwicklungs- und Spannungslosigkeit soll das großartige Stilmittel von Stuckrad- Barre sein, habe ich irgendwo gelesen, als ich mich über den Sinn und die Beschaffenheit von Popliteratur informiert habe. Und diese beiden „Losigkeiten“ sind wirklich vorhanden. Die erste Hälfte denkt man sich noch, dass das ja alles ganz okay sei, wenn man nach einer Trennung eine kleine Trauerphase einlegt, in der man sein Leben nicht mehr normal weiterleben kann. Vor allem, wenn man erst Mitte zwanzig ist und das die einzige längere Beziehung war, die man im Leben geführt hat.

In der zweiten Hälfte dagegen fängt der Held an, einen zu nerven. Man möchte ihn am liebsten durch die Buchseiten direkt ins Gesicht schlagen, damit er mal wieder klarkommt und mit diesen sinnlosen Exzessen und diesem Rumgeheule aufhört.

Das Ganze wird untermauert von einer sehr konsequent durchgezogenen Jugendsprache und ganz ganz vielen Musikanspielungen, die tatsächlich das Beste am Buch sind. Auch wenn die 90er so gar nicht meine Zeit sind (als das Buch veröffentlicht wurde, war ich gerade mal 6 Jahre alt und musikmäßig noch nicht so sehr am Puls der Zeit), fand ich es wirklich toll, wie jede einzelne Szene, jedes einzelnes Gefühl in diesem Buch mit einem Lied verknüpft wurde. Und da tut es keinen Abbruch, wenn man mal ein einzelnes Lied nicht kennt.

Sprachlich fand ich das Buch tatsächlich auch nicht schlecht, es ist zwar sehr umgangssprachlich geschrieben, aber zwischendurch gibt es brillante Formulierungen, die einen total begeistern und einen die langweiligste Stelle noch ein zweites Mal lesen lassen.

Die Frage, die für mich bleibt, ist die nach dem Sinn. Warum genau hat Stuckrad- Barre diese Geschichte aufgeschrieben? Was kann ein Leser für sich daraus ziehen? Das ist so nah dran an der Lebenswirklichkeit vieler, dass einen das kaum überraschen sollte, dass es Menschen gibt, die mit ihrem Leben nicht klarkommen und orientierungslos durch die Gegend dümpeln und das dann „ihr Leben leben und sich treiben lassen“ nennen. Vielleicht mag es in den 90ern revolutionär gewesen sein, dass einer das mal aufschreibt, aber da es wirklich 0% Entwicklung des Protagonisten gibt, endet das Buch für mich in gähnender Belanglosigkeit. Man hätte 200 Seiten mehr über ihn schreiben können oder 150 weniger, es hätte nichts an dem Buch, seiner Wirkung oder seiner Handlung verändert.

Was ich auch seltsam fand, war die Beschreibung dieser Beziehung, die nun in die Brüche gegangen ist. Denn offensichtlich haben die beiden nicht mal eine schöne Beziehung geführt, die den Lebensmittelpunkt und den wichtigsten Anker im Leben gebildet hat – im Gegenteil. Neben ihrer Beziehung arbeiteten beide, wie es so schön ausgedrückt wird, an mehreren „Soloprojekten“. Eigentlich beginnt er sie erst wirklich zu lieben, als sie weg ist und versucht sie dann auf sehr hilflose Art und Weise wiederzugewinnen. Insgesamt wirkt er so wie ein kleines Kind, dem man ein Spielzeug weggenommen hat, mit dem es sowieso nie gespielt hat und jetzt, wo es weg ist, ist das Geschrei groß, weil es von einer Sekunde zur anderen zum Lieblingsspielzeug wurde.

Vielleicht soll dieses Verhalten prototypisch für die damals neue Generation der jetzt Mittdreißiger und auch unsere Generation stehen, aber das Buch konnte mich gar nicht abholen und dadurch auch nirgendwo wieder absetzen. Ich blieb trotz den drei Stunden Lesezeit an derselben Stelle stehen und

bewegte mich kein bisschen. Hach, so viel Metaphorik, aber es hat meinen Geisteszustand wirklich gar nicht verändert, ebenso wenig wie der Geisteszustand des Protagonisten sich verändert hat.

Ein positives Wort aber noch zur Aufmachung des Buches! Die Idee, das Buch in A- und B- Seite zu teilen und die Kapitelüberschriften, die sich auf Oasis- Titel beziehen, all das ist wirklich neu und wirklich gelungen und gut umgesetzt.
Wäre ich der Held in Stuckrad- Barres Roman und hätte heute Abend noch nichts vor, würde ich jetzt zu meinem Lieblingszitat aus dem Buch greifen, das eigentlich schon alles beschreibt: „Wir bestellten also Koks und Nutten – durchaus bei unterschiedlichen Lieferservice- Unternehmen!, und dann mal gucken, was eher da war.“ (S. 23)

Kein Kommentar.
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2.0 von 5 Sternen Viel Lärm um nichts, 1. Februar 2000
Rezension bezieht sich auf: Soloalbum (Taschenbuch)
Um es kurz zu sagen: das Buch hat bei mir keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Der Autor präsentiert eine öde, farblose Geschichte in einer ebensolchen Sprache. Zynismus und Ironie bewegen sich meist im Bereich des Belanglosen. Es wird ein Blick auf die Gesellschaft geworfen, und festgestellt, daß diese langweilig ist. Gleiches kann man leider auch von diesem Buch sagen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ich war jung und brauchte das Geld, 27. Mai 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Soloalbum (Taschenbuch)
Buch. Kann man an einem Abend lesen (ohne über die Witzeschreiber von Schmidt etwas zu wissen) und amüsiert sich herrlich. Man erkennt viele Sachen wieder und freut sich über das "Korrektiv der Zeitverzögerung", um nicht alle Zitate sofort als e-mail an Freunde zu verschicken. Eine Freundin des Ich-Erzählers heisst Nadja; läßt man nur das D weg: Naja. Von Stuckrad-Barre leistet keine große Arbeit, sondern lediglich eine Zustandsbeschreibung der Menschen, die ihr Abitur gerade hinter sich haben, nicht wissen, wieso und wofür sie arbeiten, aber immerhin einer Stadt mit nur einem Buchstaben im KFZ-Kennzeichen leben möchten (außer den Hansestädten natürlich). Genau das ist auch, was dieses Buch so unterhaltsam macht und den Leser soviele banale Ansichten sofort unterzeichnen läßt. Doch nach dem Lesen ist das Buch wie Nadja: Ein wenig farblos, deswegen: Naja.
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4.0 von 5 Sternen Das können wohl nur Männer verstehen, 29. Oktober 1999
Von 
Rezension bezieht sich auf: Soloalbum (Taschenbuch)
Ein sehr gutes, kurzweiliges Buch, an dem ich viel Spaß hatte. Kein Stern der Weltliteratur, aber für dunkle Winterabende sehr zu empfehlen. Ich weiß nur nicht, ob Frauen die Gedanken des Ich-Erzählers ganz verstehen werden. Ein Buch für Männer!
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4.0 von 5 Sternen Glänzender Zynismus, 9. Januar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Soloalbum (Taschenbuch)
... und dann blätterst du um und stellst fest: Das war ja die letzte Seite! Was denn, schon zu Ende? Und du hättest nie gedacht, daß du dich an die kurzen, lieblos aneinander gereihten Sätze würdest gewöhnen können. Als nach den ersten irritierenden Seiten plötzlich lebensphilosophische Exkurse auftauchen, die nicht nur nach pathologischem Zynismus klingen, sondern auch noch siegessicher meine völlige Zustimmung einstreichen, mußte ich erst mal schmunzeln. Verblüffend, was da für eine Beobachtungsgabe umgesetzt wird. Klar, daß da keine Zeit zum Aufräumen bleibt. Auf die Idee, die Namen der nackten Bildzeitungs-Girls zu sammeln, wär ich zwar nicht unbedingt gekommen, aber schließlich bin ich ja auch ein 'Mädchen'. Dafür werde ich irgendwie an eine Erzählung von Helmut Krausser erinnert, über eine Silvesternacht in Berlin ... nur Durach fehlt, und die Sätze waren nicht so vermurkst ... (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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5.0 von 5 Sternen Nichts als die reine Wahrheit!, 27. Juli 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Soloalbum (Taschenbuch)
B.S.-B. ist einer der Autoren der es versteht unverblümt zu schreiben und das ist das Geniale an diesem Buch. Mit jeder Seite des Buchs wird das zu Blatt gebracht, was einem im Leben mit anderen Menschen auffällt, was man über bestimmte Gruppen denkt und worüber man sich auch wirklich aufregen kann. Das der Ich-Erzähler ein absoluter Oasis-Fan ist mag vielleicht manchmal nervig sein, aber alles andere in diesem Buch macht das wieder wett. Der Erzähler dieses Buchs mag vielleicht arrogant rüberkommen, aber gerade das ist es. Würde er sich als netter und verständnisvoller SW-Student präsentieren, wären seine Aussagen unglaubwürdig. Beim Lesen der anderen Rezesssionen ist mir zum Teil aufgefallen, dass sich viele durch das Buch angegriffen fühlen. Ich auf jeden Fall kam beim Lesen dieses Buchs garnicht mehr aus dem Lachen raus! Zum guten Schluß kann ich nur frei nach B.S-B sagen: "Rock on"!
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13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Definitiv nicht lesenswert, 24. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Soloalbum (Taschenbuch)
Nachdem dieses Buch von Kritikern in den Himmel gelobt wurde, legte ich es mir auch kurzerhand zu und meine Erwartungen wurden leider enttäuscht. Man kann bei dieser Bewertung leider nicht weniger als einen Stern vergeben, denn sonst würde ich es tun.
Der Protagonist dieses Buches ist ein depressiver Mittzwanziger, der in seinem Leben noch nichts erreicht hat, allerlei Drogen (aber hauptsächlich Koks) nimmt, ständig an Geldmangel leidet (aber nicht arbeitet, also fragt man sich als Leser, woher der Nachschub kommt), und sowieso einfach alles Scheiße findet. Zusätzlich weint er auch auf über 200 Seiten seiner Exfreundin nach, wobei sich dieses Buch über mehr als ein Jahr zieht. Das armselige Herumgejammere über den Verlust kann man wohl kaum als "schärferes Bild von Mode und Verzweiflung in den späten 90ern" bezeichnen (Zitat Stern).
Dieses Buch ist kein avantgardistischer Blick auf das Deutschland der 90er, sondern ein weinerliches Spektakel eines unglaubwürdigen Protagonisten.
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13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die erträgliche Leichtigkeit des Schreibens, 18. Februar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Soloalbum (Taschenbuch)
Benjamin schreibt in dem Buch endlich mal das nieder, was viele Mädels in unserem Alter wissen wollen, sind Jungs wirklich so cool, wie sie immer tun, oder kann sie auch mal Trennungsschmerz/Liebeskummer aus der Bahn werfen. Demnach also ein aufrichtiges JAWOHL! Finde ich im Allgemeinen sehr sympathisch, daß er mit so einer Leichtigkeit dieses Buch geschrieben hat, daß so ziemlich jeder Leser sich in einer der Rollen wieder findet. Ich persönlich habe das Buch verschlungen, weil diese Art der Schreibe viel zu kurz kommt heutzutage. Es gibt nicht genug Schriftsteller, oder solche die es werden wollen, die auch in unserer Sprache schreiben. Sie drängen vehement darauf intellektuell zu wirken, dabei kommt es nur albern rüber. Er verknüpft es einfach, verwendet viele Fremdwörter, die womöglich einigen zu hoch sind, aber bleibt seinem jugendlichen Stil auf alle Fälle treu. Ich fand es gut und egal was andere schreiben, ich schnapp mir heute Livealbum.
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18 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Eine Prise Metaperspektive hätte nicht geschadet, 1. September 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Soloalbum (Taschenbuch)
Das Lesen dieses Buches als auch die begeisterten Rezensionen haben bei mir Unverständis hervorgerufen. Der Inhalt des Buches ist schnell erzählt: Der Hauptakteur wird von seiner Freundin verlassen und berichtet über sein Leben "danach". Dies tut er auf solch aggresive und egozentrische Art und Weise, dass es keinen Spaß macht weiter zu lesen. Dem Hauptakteur gelingt es nicht eine Metaperspektive einzunehmen um sich zu hinterfragen. Wie angenehm anders ist hier "Herr Lehmann" von Frank Regener, der auch ein Singeldasein fristet und sich über "Frühstücker" lustig macht, dennoch aber durch den Blick von Außen über sich und seine Eigenarten lachen kann ... und damit auch die Lesenden. Der Hauptakteur in "Soloalbum" dagegen versucht sich mit Zynismus und Aggresivität von "den Anderen" zu distanzieren, verliert sich allerdings in Trostlosigkeit und durch das ständige Kreisen seiner Gedanken um sich selbst bleibt ein fahler Geschmack von Egozentrismus zurück. Nebenbei scheint es außerdem wieder "in" zu sein, über "Titten" zu schreiben, Frauen als Gebrauchsgegenstand zu betrachten und mit Freunden einen Abend im Puff zu verbringen (siehe auch Beigbeder und Hoellebecq). Eines der wenigen Bücher, die ich 50 Seiten vor Schluss zur Seite gelegt habe.
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Soloalbum
Soloalbum von Benjamin von Stuckrad-Barre (Taschenbuch - 1998)
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