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41 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die verlorene Generation
Die Schonungslosigkeit, mit der Erich Maria Remarque die Schrecken des Ersten Weltkrieges aufzeigt, ist schockierend - aber gerade die Schrecken dieses Krieges verlangen nach einer solch schonungslosen Darstellung.Dadurch, dass Remarque seinen Roman in der Ich-Perspektive verfasst, wird der Leser zum unfreiwilligen Zeugen der Geschehnisse. Er liegt geradezu neben dem...
Veröffentlicht am 10. März 2003 von rolf-mayer

versus
1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unglaublich, was alles als Graphic Novel deklariert wird
Also was soll das? Eine aquarellistische Fleißaufgabe, den Text von Remarque zu illustrieren? Oder eher ein Versuch, auf dem Hype der Graphic Novel mitzuschwimmen, ohne auch nur einen Ansatz von Verständnis für dieses Medium zu haben. Das ist mir dann doch zu billig. Heuchlerisches Machwerk jenseits von ehrlicher Kreativität.
Vor 1 Monat von Klaus Janku veröffentlicht


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein Muss!, 30. Juli 2005
Das Buch führt einen in den ersten Weltkrieg, die Schreckensbilder leben auf vor einem. Der Autor beschreibt einfach, wie es damals war, man hört förmlich die Geräusche, riecht die Gerüche und spürt die Angst. Durch die Erzählungen wird einem bewusst, wie schrecklich es war; dass Krieg Tod und Zerstörung mit sich bringt anstatt Helden und Ruhm.
Ich finde, jeder sollte es gelesen haben, weil es einem wirklich vor Augen führt, wie es damals für einen Soldaten gewesen sein muss.
Auch wenn der Autor, meiner Meinung nach, nur eine erzählende Stellung einnimmt (wie er es gewollt hat) und keine anklagende, denn die Leiden, die der Krieg mit sich bringt, klagen an und die macht er uns deutlich und daher bleibt natürlich eine Anti-Kriegs-Botschaft zurück. Und das ist gut so!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pflichtlektüre für alle Menschen dieser Welt!, 5. März 2005
Rezension bezieht sich auf: Im Westen nichts Neues: Roman. Ohne Materialien (Taschenbuch)
Ich habe das Buch zum ersten Mal in der 10. Klasse im Unterricht gelesen. Natürlich waren wir Schüler alle geschockt, wie es damals während des ersten Weltkriegs wirklich ablief. Aber im nachhinein haben wir alle verstanden, warum unser Deutschlehrer uns unbedingt diese Lektüre nahebringen wollte. Wir sollten begreifen was Krieg ist und was er für die Menschen und Soldaten bedeutete. Und Erich Maria Remarque hat es geschafft den Menschen, die damals nicht dabei waren einen genauen Einblick zu verschaffen, wie es wirklich war. Jeder Mensch sollte dieses Buch einmal gelesen haben! Aus diesem Grund habe ich im Abitur, dass Buch nochmal zur Hand genommen und eine Hausarbeit darüber verfasst. Jeder meiner Mitschüler sollte erfahren wie es damals wirklich war!!!!!!!!!!!!
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Der Krieg zwischen gebildeten Völkern ist ein Hochverrat an der Zivilisation" ( Königin Elisabeth von Rumänien), 23. Dezember 2008
Von 
Helga König - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Im Westen nichts Neues (Gebundene Ausgabe)
Amazon bietet drei Exemplare des Romans " Im Westen nichts Neues" aus dem Prophyläen-Verlag von 1929 an.
Ich habe hier ebenfalls ein Exemplar aus jenem Jahr vorliegen.
Es gehörte einst der Großmutter meines Gatten. Sie kam bei einem Bombenabwurf in ihrer Bibliothek ums Leben. Als man sie unter ihren Büchern begraben fand, hielt sie dieses Buch in den Händen.
Ironie des Schicksals oder Mahnung an folgende Generationen?

Das von den Nazis verbotene Buch des Schriftstellers Erich Maria Remarque ist ein Anti-Kriegs-Roman, der die grauenhaften Geschehnisse während des 1. Weltkrieges darstellt und zwar aus der Sicht des neunzehnjährigen Soldaten und vormaligen Schülers Paul Bäumer.
Er beschreibt, wie ihm zunächst, während der soldatischen Grundausbildung, alle kulturellen Neigungen und zivilisatorischen Instinkte abtrainiert werden und am Ende eine bloße Kampfmaschine -statt seiner- zurück bleibt. Die Erlebnisse an der Front, die unentwegte Gegenwart des Todes, die Gasangriffe, der Anblick der Verwundeten, das Töten mit Spaten und Bajonetten, das ohrenbetäubende Geschrei angeschossener, verendender Pferde, das Gewimmer junger, sterbender Menschen, sowie der Hunger führen zu unendlicher Verrohung im generellen Habitus zueinander und dem Ende humanitärer Verhaltensweisen.
Bäumer bemerkt seine innere Wandlung und fragt sich, ob ein Mensch, dessen erste Berufsausübung das Töten seiner Mitmenschen zum Gegenstand hat, in der Folge überhaupt noch zu einem vernunftsorientierten, friedlich-bürgerlichen Leben in der Lage sein kann.
Die beschriebenden Kriegsszenen gehen sehr unter die Haut. Man spürt die Angst und den unsäglichen Schmerz der Akteure und wird durch die Brisanz des Grauens geradezu gezwungen die Absurtität zu erkennen, die hinter diesem unendlichen Blutvergießen steht. Remarque zeigt die Schwerverwundeten in den Krankenhäusern, die Qual und die Verzagtheit der Amputierten, die vielen jungen verstümmelten Menschen, deren Leben im Grunde zu Ende ist, noch bevor es begonnen hat.
Mehr als vierzig Jahre hatte die vorherige Generation im Frieden gelebt und benebelt von der, dem 1. Weltkrieg vorausgehenden , Belle Epoque, zu wenig gewarnt vor den Folgen, die sich aus kriegerischen Auseinandersetzungen ergeben, noch dazu mit technisch veränderten Waffen. Die Desillusionierung durch die mörderische Realität hat dann wohl eine ganze Generation geprägt.
Doch der Mensch lernt leider wirklich selten aus seinen Erfahrungen. Besonders schwer begreifbar scheint zu sein, dass es letztlich keinen Sinn macht, sich den Machtinteressen und anderen Egoismen einiger Weniger unterzuordnen.
Dieses Buch sollte Pflichtlektüre im Deutschunterricht sein, aber auch für jeden, der im politischen Bereich ambitioniert ist, ein Lese-Muss darstellen!
Dass der Roman empfehlenswert ist steht außer Frage!
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pflicht!, 13. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Im Westen nichts Neues: Roman. Ohne Materialien (Taschenbuch)
Ich frage mich, warum ich das Buch erst jetzt gelesen habe und nicht schon viel früher. Ich persönlich war total überrascht von Remarques Schreibstil, er lässt sich unglaublich leicht und flüssig lesen, die Dialoge und Schilderungen sind extrem lebendig. Auch ist "Im Westen nichts neues" ein Buch, das sehr schnell Emotionen weckt: an manchen Stellen lief es mir vor Ekel kalt den Rücken herunter, an anderen war ich zu Tränen gerührt und dann kam plötzlich wieder ein Dialog oder eine kleine Geschichte, die mich zum Lachen brachte. Ich finde, dieses Buch sollte wirklich jeder einmal gelesen haben, es führt einem das Kriegsgeschehen so vor Augen, wie es wirklich war, unendlich grausam und sinnlos. Ich finde es extrem wichtig, von Zeit zu Zeit daran erinnert zu werden.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rezension zu Im Westen nichts Neues, 9. November 2004
Rezension bezieht sich auf: Im Westen nichts Neues: Roman. Ohne Materialien (Taschenbuch)
Das Buch beschreibt den ersten Weltkrieg mit Analysen von den Gefühlen des einfachen Landmannes. Es ist ein Roman, geschrieben in einem autobiografischen Stil mit anschaulichen Metaphern, um die Atmosphäre richtig zu schildern.
Persönlich finden wir, dass die Froschperspektive in diesem Buch ein außerordentlich gutes Mittel ist, die Situation im Frontgraben richtig zu verdeutlichen.
Um den Sinn dieses Buches richtig zu interpretieren muss zwar eine bestimmte Reife erreicht sein, jedoch ist der Sprachgebrauch eigentlich ziemlich simpel und einfach zu verstehen. Die Sätze sind unkompliziert formuliert, mit einem gut verständlichen Wortschatz. Dieses weist wiederum auf die Situation dieser Zeit. Man verständigte sich einfach, weil alles andere im Leben so schwierig war.
Unserer Meinung nach ist das Buch sehr spannend und interresant geschrieben. Es beschreibt die Situation im ersten Weltkrieg außerordentlich gut und ist ganz bestimmt lesenswert.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liebe deinen Nächsten..., 20. Oktober 2002
Rezension bezieht sich auf: Im Westen nichts Neues (Gebundene Ausgabe)
... wie dich selbst? Nicht im Krieg! Wenn Granaten neben dir einschlagen und du dem Tod ins Auge blickst, ist sich jeder nur noch selbst der Nächste. Diese Lektion hat der ehemalige Primaner und Bücherfreund Paul Bäumler gelernt. Angetrieben durch den Lehrer Kantorek, hat sich seine gesamte Klasse für den Wehrdienst im Ersten Weltkrieg freiwillig gemeldet, und so erfährt er nun, was sich an der Front wirklich abspielt - jenseits der Heldenmärchen, die sein Lehrer verbreitet. Mit der Schilderung eines Soldatenschicksals ist „Im Westen nichts Neues" das flammende Plädoyer des Autors Erich Maria Remarque gegen den Krieg und für die Humanität.
Remarque versteht es aufs beste, den Leser durch die Extremsituationen zu führen, die Paul Bäumler, die Hauptperson des Romans, durchmacht. In einfacher, lakonischer Sprache beschreibt er die Gräuel des Kriegs und die Wahrheit hinter der Legende vom „Heldentod". Und tatsächlich ist diese Wahrheit, die der Leser zusammen mit Paul und seinen Kameraden erlebt, schockierend. Kennt man den Krieg sonst nur aus Erzählungen und dem Fernsehen, wird er bei der Lektüre von „Im Westen nichts Neues" vor eigenen Augen lebendig. Man müsste sich ein dickes Fell zulegen, wollte man all diese Gewalt und das Elend unberührt ertragen.
Der Roman ist einer Generation gewidmet, „die vom Krieg zerstört wurde - auch wenn sie seinen Granaten entkam". Schon dem Leser fällt es schwer, die geschilderten Schrecken zu ertragen, die Soldaten selbst aber gehen langsam daran zugrunde. Die einen sterben, die andern können nicht vergessen, was sie erlebt haben. Alles, was einst wichtig war, ist nach der existenziellen Situation des Kriegs belanglos, geradezu banal, geworden. Wie soll jemand seine berufliche Karriere ernstnehmen oder auch nur wieder an Büchern gefallen finden, wenn seine Kameraden im Krieg umgekommen sind, wenn er gesehen hat, wie Leuten die Köpfe abgetrennt oder die Leiber aufgeschlitzt wurden?
Atemberaubend sind die Kontraste, die Remarque erzeugt, um dies zu verdeutlichen. So gibt es Passagen, in denen man sich träumend z. B. in der Schilderung eines von Pappeln beschatteten Baches verlieren kann. Wenn Paul in diesen spärlichen Momenten der Ruhe an seine Jugendzeit zurückdenkt, kommen entrückte, harmonische Bilder wieder in ihm hoch. Der Leser kann den Duft der Landschaften, die Hitze der Sommertage und die Kühle des Wassers beinahe spüren. Er genießt die Schönheit der Natur und die Freude am Leben, worauf es ihn im nächsten Moment in die gnadenlose Realität des Schützengrabens zurückreißt. Jeder wird sich an solchen Stellen des Buches an die Zeit erinnern, als er 18 war. Erschüttert muss man sich dann die Frage stellen, wie diese Jungen das aushalten konnten, angesichts der Gewalt abgestumpft, ständig den Tod vor Augen, und doch waren es Menschen wie du und ich. Eine ganze Generation, die ihrer Jugend und der Leichtigkeit des Daseins beraubt wurde. Anstelle von Liebeskummer mussten sie Todesängste durchstehen!
Und deshalb warnt uns Remarque mit diesem Buch! Noch immer finden Kriege statt und wir verfolgen sie mehr oder weniger interessiert am Fernsehen. Was dort aber wirklich mit den Menschen passiert, zeigt er uns in „Im Westen nichts Neues". Es ist nicht so einfach, den Kampf für oder gegen irgendetwas zu rechtfertigen, wenn man diesen Roman kennt. Aus eben diesem Grund war er unter den Nazis auch verboten. Niemand sollte wissen, was im Kampf passieren würde, wenn der „Führer" nur endlich den Krieg anzetteln würde.
Wir aber haben die Chance, so etwas zu verhindern. Wir können Remarque zuhören, wenn er seine eigenen Kriegserlebnisse verarbeitet. In „Im Westen nichts Neues" klärt er mit bedingungsloser Offenheit darüber auf, was Hass und Gewalt auslösen können, und wirft so die Frage auf, was überhaupt solch ein Leiden rechtfertigen soll. Dieser Roman ist daher jedem ausdrücklich zu empfehlen! Er ist leicht zu lesen und keineswegs langweilig, gleichzeitig stimmt er aber tief nachdenklich und zeigt uns eine Welt, die wir - Gott sei Dank! - nicht mehr kennen.
„Im Westen nichts Neues" ist kein bloßer Zeitvertreib, es ist eine Erfahrung.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen bleibt einem für immer im gedächtnis, 1. August 2007
Von 
Moses (Land in dem Milch und Honig fließen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Im Westen nichts Neues: Roman. Ohne Materialien (Taschenbuch)
diese trauergeschichte bringt einem die brutale realität des krieges näher. ich konnte mich nie in die lage versetzen in einem krieg zu sein, doch "im westen nichts neues" ließ mich zumindest das ausmaß des schreckens erahnen. wer nahe am wasser gebaut ist, wird sehr lange brauen um remarques meisterwerk fertigzulesen.

jeder kriegsverherrlichende mensch sollte dieses buch lesen, und wird womöglich zum pazifisten werden.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gut, 25. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Im Westen nichts Neues: Roman. Ohne Materialien (Taschenbuch)
Der Roman "Im Westen Nichts Neues" von Erich Maria Remarque erschien im KIWI Verlag. Das Taschenbuch besteht aus 219 Seiten, wobei die letzten 4 Seiten Anmerkungen sind. Das Buch handelt von einem Soldaten namens Paul Bäumer und seinen Kameraden, die während des Ersten Weltkriegs die Geschenisse direkt von der Front aus erleben. Bäumer schildert die Erlebnisse mit Frauen, Kriegsgefangenen, dem Tod siener Kameraden und wie er selbst aus Reflex und Notwehr einen Menschen getötet hat. Remarque stellt in seinem Buch die grausame Art des Krieges realitätsnah dar. Jeder kann sich genau in die Lage eines Soldaten hineinversetzen und den Krieg an der Front "live" miterleben, wenn die Soldaten ums nackte Überleben kämpfen, wenn zum Beispiel die Nahrungsvorräte aufgebraucht sind und die Soldaten am Rande der Verzweiflung stehen und ihr Leben im Schützengraben auf der Kippe steht!
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Irgendwann holt er uns alle..., 25. Mai 2002
Rezension bezieht sich auf: Im Westen nichts Neues: Roman. Ohne Materialien (Taschenbuch)
, die Rede ist vom Sensenmann, sprich dem Tod.
Den einen holt er früher, den anderen später, aber alle kriegt er irgendwann. Und umso tragischer scheint es zu sein, wenn gerade einmal 20-jährige schon sterben müssen. Sie sterben aber nicht etwa an unheilbaren Krankheiten, sondern durch die Schrecklichkeit und Grausamkeit des Krieges.
Erich Maria Remarques Buch ‚Im Westen nichts Neues' erschien im Herbst 1927, da ist es doch schon verwunderlich, dass es sich heute immer noch großer Aufmerksamkeit erfreut und mit über 12 Millionen verkauften Exemplaren zu einem der wohl bedeutendsten Bücher der deutschen Literatur zählt. Was aber macht die Faszination an diesem Buch aus?
Die Handlung des Buches spielt in der Zeit des ersten Weltkrieges. Deutschland ist einem Zwei-Frontenkrieg mit Russland und Frankreich ausgesetzt. Der Leser wird beim Lesen der ersten Zeilen sofort ins Geschehen an die Westfront geschmissen. Der Roman schildert diese Kriegsereignisse aus der Sicht des einfachen Soldaten Paul Bäumer. Vom Klassenlehrer Kantorek zu Patriotismus aufgerufen meldet sich die Schulklasse um Paul Bäumer freiwillig zum Dienst für das Vaterland.
Aber die jungen Männer haben sich den Krieg irgendwie anders vorgestellt, und können die grausame Wirklichkeit nur schwer verarbeiten.
Nahezu nüchtern und emotionslos schildert Remarque das Leben an der Front zwischen Trommelfeuer und Kameradschaft. Der Mensch scheint eben so emotionslos geworden zu sein, und denkt nur noch ans Töten für das eigene Überleben. Aber auch in die Gefühlswelt der Soldaten wird ein Einblick gewährt, was nicht unbedingt verwunderlich ist, denn Remarque versuchte mit diesem Roman auch seine Gefühle und Erfahrungen des Krieges zu schildern. Detailgetreu beschreibt er wie Menschen der Kopf abgeschossen wird, oder sie ihre Gedärme hinter sich herziehen, aber da darf man nicht wegschauen, und genau das hat Remarque gemacht.
Mit seiner einfachen Sprache und dem guten Gefühl für Spannung beschreibt Remarque wie sehr der Krieg die Menschen, und insbesondere die Generation von Paul Bäumer verdirbt, scheinbar nimmt der Krieg ihnen das letzte Bisschen Menschlichkeit und lässt
sie verrohen. Remarque bleibt das ganze Buch über dabei, den Krieg nüchtern zu beschreiben, seine eigene wahrscheinlich kritische Meinung hält er aber zurück. Sicherlich wollte er damit unpolitisch bleiben, denn ein Weltkrieg hat ja nichts mit dem rechten oder linken Flügel in einem Land zu tun, dennoch hätte Remarque in einem Nachwort seine Meinung schildern können.
Aber er demonstrierte seine Haltung gegenüber dem Krieg, indem er 1940, ein Jahr nach Ausbruch des 2. Weltkrieges Deutschland verließ, und ins Exil ging.
Meiner Meinung nach ist Remarque mit ‚Im Westen nichts Neues' ein Meisterwerk gelungen, welches zeitlos geschrieben ist. Zum Teil ist die Beschreibung der Gewalt unangenehm aber nie überzogen, aber Remarque scheint warnen zu wollen, was ein Krieg an Grausamkeit mit sich bringt, und was er zerstört. Scheinbar hat er den zweiten Weltkrieg schon vorausgesehen, und wollte die Euphorie, wie sie beim ersten Weltkrieg noch bei den Soldaten vorhanden war, für jene für den zweiten Weltkrieg trüben. Ich persönlich kann nur eine eindeutige Empfehlung für das Buch aussprechen, denn Remarque war selber Soldat im ersten Weltkrieg, und weiß daher ganz genau wie schrecklich so ein Krieg doch ist.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut ergreifend, 30. Oktober 2002
Rezension bezieht sich auf: Im Westen nichts Neues: Roman. Ohne Materialien (Taschenbuch)
Meiner Meinung nach ist 'Im Westen nichts neues' ein Buch, das jeder gelesen haben sollte, da der Krieg wohl selten so authentisch und eindringlich beschrieben wurde. Mir gefällt besonders, dass es nicht nur eine simple Beschreibung vom Kampf an der Front ist, sondern dass auch sehr genau auf die Gefühle der Soldaten eingegangen wird. 19-Jährige, die plötzlich aus ihrer unbekümmerten Jugend gerissen werden und nun mit dem Krieg und all seinen Grausamkeiten konfontiert werden. Grausamkeiten, die es ihnen unmöglich machen je wieder ein normales Leben zu führen und ihnen all ihre Ziele und Träume nehmen. Durch Remarques brutale und stumpfe Erzählweise wird das Grauen des Krieges und seine Folgen noch unterstrichen. Dies ist ein Buch, das mit Sicherheit niemanden kaltlässt und ist daher absolut empfehlenswert.
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Im Westen nichts Neues: Roman. Ohne Materialien
Im Westen nichts Neues: Roman. Ohne Materialien von E.M. Remarque (Taschenbuch - 1. Januar 1987)
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