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Kundenrezensionen

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am 20. April 2000
Tag für Tag knallen die harten Schlagzeilen der Bild-Zeitung in unsere Gesichter. Die Bild ist allgegenwärtig. Ein jeder scheint die Bild zu kennen. So ging es auch mir. Ich lese diese Zeitung zwar nicht, aber ob ihrer großen Aufmacher lese ich sie dann doch oft mit - in Bussen oder auf der Straße. Was sich dahinter verbirgt, wie die Redakteure arbeiten, ist unklar. 1977 begab sich Günter Wallraff in die Reaktion der Hannoverschen Ausgabe. Um von innen, aus dem Zentrum der Zeitung berichten zu können mußte er sich verwandeln, mußte er selbst zu einem Redakteur werden. Als "Hans Esser" schrieb er für die Zeitung und als Wallraff für die Öffentlichkeit. Dieser zeigt er mit seiner Arbeit ein Bild von der Bild, wie es keiner bislang kannte. Man mag zwar einen "Schmierenjournalismus" hinter dem Springer-Blatt vermuten, doch welche Methoden tatsächlich angewandt werden, um die Leser bei der Stange zu halten, sind unglaublich und wahnsinnig spannend. Eine aufregende Reportage, die mit Sicherheit nichts an Aktualität eingebüßt hat. Wie Bild arbeitet erfährt man nur durch Wallraffs monatelange Arbeit in der Redaktion. Das Buch liest sich an vielen Stellen wie ein Kriminalroman. Verflechtungen zwischen dem Massenblatt und der Politik werden aufgezeigt - die bildsche Unabhängigkeit und Klarheit eine Farce?! Dass es für Zündstoff sorgte zeigt der Versuch von Bild, per Gerichtsentscheid einige Passagen zensieren zu lassen. Für eine Zeitlang steckte auch hinter der Bild ein kluger Kopf: Wallraffs. Gut, dass es solche Leute gibt und noch besser, dass sie so gut schreiben können.
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am 2. August 2003
Leider sind in dieser aktuellen Ausgabe einige Passagen und Zitate durch Gerichtsbeschlüsse "entfernt" worden ... ich würde das nächste Mal nach einer gebrauchten Erstauflage suchen.
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am 27. April 2006
Das Buch ist leider an vielen Stellen, wie bereits von anderen erwähnt, durch Gerichtsbeschlüsse zensiert. Ich hab diese Version erstmal beiseite gelegt und werde eine frühere Auflage suchen -- so kann das Buch keinen roten Faden entwickeln, da Kernvorkommnisse fehlen. Die Bewertung mit 1 Stern nur an diese Version.
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am 10. November 2014
Wer noch glaubte, das Nachrichten der Realität entsprechen wird spätestens mit Lektüre dieses Buches eines Besseren belehrt!
Bild ist Stimmungsmache, Bild ist Manipulation, Bild kann Minister stürzen, Bild kann Könige erheben! Bild ist Macht!
Hier geht es um mehr als um die üblichen Übertreibungen in der Schlagzeile, die der erfahrene Leser noch kompensieren kann! Hier wird deutlich, das die Ware "Nachricht" zurechtgerückt werden muss, um verkauft werden zu können! Reporter müssen sich gegenüber ihren Lokalredaktionen durchsetzen, Lokalredaktionen müssen sich gegenüber der Bundesredaktion durchsetzen. Man steht im Konkurrenzkampf, gedruckt werden nur die echten Reisser, also muss man zwangsläufig ausschmücken, bis von der eigentlichen Substanz nicht mehr viel übrig ist! Das ist Bild!
Man muss Günter Wallraff dankbar sein, das er einen Volk, das leider größtenteils aus einfachen, leichtgläubigen Konsumenten besteht mit diesem Buch (und den folgenden) ein Stück weit die Augen geöffnet hat!
Deutschland braucht mehr Günter Wallraffs! Deutschland braucht mehr investigativen Journalismus. Und Deutschland braucht Medien mit Auflage, die noch unabhängig genug sind, diese Wahrheiten zu veröffentlichen!
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Axel Springer hatte mit „Bild" eine clevere Geschäftsidee. Wenig Text, viele Bilder, handliches Format und günstiger Preis - eine praktische Sache, für Menschen mit wenig Zeit zum Lesen, körperlich arbeitende Menschen zum Beispiel. 50 Jahre später ist sein Blatt auf dem absteigenden Ast. Jeder weiß, das „Bild" voller Fehler und Nonsens ist, aber auch durch viele exklusive Informationen auf sich aufmerksam macht. Definitiv keine unabhängige Berichterstattung, sondern Meinungsmache. Mich langweilt das und ich kaufe mir lieber eine richtige Zeitung. Trotzdem habe ich „Der Aufmacher" von Günter Wallraff verschlungen. Es ist eine packende Reportage über den Alltag in einem Medienunternehmen im Jahre 1977. Das ist nun schon eine Weile her, dennoch lohnt es sich immer noch dieses Buch zu lesen! Medien haben eine enorme Wirkung und bestimmen das tägliche Leben, es lohnt sich auf jeden Fall zu hinterfragen, was in einer großen Zeitungsredaktion passiert. Gerade in einer Zeit, in der die Medien immer unkritischer und kommerzieller werden. Wirklich neu ist Wallraffs Methode nicht. Bereits in den 30er Jahren gab sich der Autor von „Animal Farm" und „1984" George Orwell als Handlanger in Hotels und als Straßenkehrer aus, um kritisch und authentisch über das Leben der Tagelöhner berichten zu können. Günter Wallraff gab sich als junger Journalist Hans Esser aus und wurde Mitarbeiter der Bild-Redaktion in Hannover. Zahlreiche Artikel von ihm wurden veröffentlicht, sie sind in „Der Aufmacher" abgedruckt. Teilweise ist es amüsant was für einen Unsinn er sich dort ausdenken (!) oder umdichten und schreiben mußte. Etwa folgender Fall: dem Mitarbeiter eines Museums biß ein Piranha in den Finger und hinterließ eine winzige, harmlose Wunde. Bild machte daraus die reißerische Schlagzeile: „Piranhas rissen Museums-Direktor ein Stück aus der Hand - Ärzte nähten es wieder an". Ärgerlicher sind solche Artikel, in denen der Leser politisch beeinflußt werden bzw. von der Einmischung in die Politik abgelenkt werden soll und ihm statt dessen Zerstreuung mit belanglosen Berichten über Prominente und ähnliche Themen vorgesetzt wird. Abstoßend ist der Zynismus, mit dem in der Redaktion gearbeitet wird. Werden attraktive Frauen abgedruckt, dann werden deren Fotos entsprechend notgeil kommentiert. Und gibt es heuchlerische Aktionen um Jugendlichen Lehrstellen zu verschaffen oder den Fußballverein Hannover 96 zu retten, dann kommentieren die Redakteure das damit, daß sie sich weder für die kleinen Leute noch für den Verein interessieren. Was zählt ist die Auflage.
Um wieder etwas mehr Objektivität in diese Rezension hineinzubringen, sei gesagt, daß dieses Buch eine überaus einseitige Perspektive bietet, ähnlich wie in den Filmen und Büchern von Michael Moore. Günter Wallraff ist ein überzeugter Linker. Die DDR und die Sowjetunion waren die Guten und Bild das Sprachrohr des Bösen. Dieses einseitige, wenig hilfreiche Denken gilt es beim Lesen zu berücksichtigen. Manches Mal nervt Wallraff mit seinem gänzlich unkritischen Proleterarier-aller-Länder-vereinigt-euch-Geschwafel. Es ist richtig und wichtig zu enthüllen was für eine Schmierenkomödie die Yellow press ist. Aber der Zweck heiligt nicht die Mittel. Warum nicht mal ein Buch über Schießbefehl, Stasi und Bautzen, Herr Wallraff?
„Der Aufmacher" ist ein Klassiker des Journalismus. Günter Wallraff hat ein wichtiges und unterhaltsames Buch über den Alltag der „Bild" geschrieben. Die Wirkung des Buchs wäre vielleicht um so größer, wenn der Autor nicht so penetrant den linken Klassenkämpfer geben würde und objektiver berichtet hätte. Dennoch ist es ein überaus empfehlenswertes Buch!
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am 12. Juni 2015
Günter Wallraff, Deutschlands bekanntester (und bei vielen gefürchtetster) Enthüllungsjournalist entschloss sich 1977 zu einem gewagten Projekt: Er, der bereits seit Jahren die Macht der Springer-Presse im Allgemeinen und der BILD im Besonderen beobachtet hatte, wollte aus einem Zentrum dieser publizistischen Macht heraus über deren Mechanismen und Arbeits- und Recherchemethoden berichten.

Was er erfuhr, war erschütternd und prägt bis heute die berechtigte Meinung:
BILD lügt. BILD schürt Ressentiments, BILD verkauft seinen Lesern ein manipuliertes Bild von der Wirklichkeit, BILD verdreht und vereinfacht Fakten.
Wallraff, der als Lokalredakteur für einige Monate in der Hannoveraner Redaktion arbeitete, erfuhr hautnah, wie recherchierte Geschichten "BILD-gerecht" verdreht wurden, wie Dinge einfach erfunden wurden und dass die Zeitung auch einen dezidiert politischen Kurs fährt:
BILD macht CDU-Politik; Unternehmen und CDU-Politiker werden in den Himmel gelobt, dagegen gegen alles "linke" gehetzt.
(Dass im Nachwort der Neuauflage der Springer-Presse regelrecht "faschistische Züge" unterstellt werden, geht allerdings sicherlich deutlich zu weit.)

Wallraff fängt in diesem Bericht eine Atmosphäre der autoritären Willkür durch den allgegenwärtigen Redaktionsleiter "Schwindmann" ein; zeigt, wie die täglichen Geschichte in die Zeitung kommen, wie viel da vorher manipuliert wird.
Wenn eine Geschichte dem Redaktionsleiter nicht gefällt, wird sie einfach - unter Hinzuerfindung zahlreicher Aspekte - so lange verdreht, bis sie wirklich "Pep" hat, wie sich Schwindmann ausdrückt.
Ob sie dann noch etwas mit der Wahrheit zu tun hat, ist nebensächlich.

Wallraff gebührt das Verdienst, Deutschland in erschreckender Weise vor Augen geführt zu haben, wie die Mechanismen seiner größten und beliebtesten Zeitung so funktionieren. Er hat gezeigt, welche Macht diese Zeitung ausüben kann, wie schnell man auch ihren Manipulationen erliegen kann. Dennoch hält sich der "BILD-Stil" (Suggestion durch Vereinfachung; Stimmungsmache, meist aus konservativer Perspektive) bis heute.
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am 25. September 2011
Wer auf Amazon oder auf dem trödelmarkt das Glück hat, eine alte Ausgabe dieses Buches zu erstehen, der muss nicht zu diesem greifen; denn leider haben es die Bild- Anwälte inzwischen längst geschafft, dass bedeutende Inhalte dieses Buches zensiert werden mussten! Das erschwert leider auch das Verständnis für die Zusammenhänge des Buches!

Günter Wallraff hatte mit diesem buch zum 1. Mal Rechenschaft über seine Erfahrungen bei der BIld- Zeitung abgegeben, in die er sich eingeschlichen hatte unter falschem Namen.
Er berichtet über Ausbildungsmethoden, Vorgehensweisen, Verhalten der Mitarbeiter zueinander und die Art der Recherchen und "Aufmachung" der Berichte in der "Bild"- Zeitung.

Der Leser ist traurig und empört zugleich über die Praktiken der "Bild"- Zeitung, dem auch heute ncoh Meinungsmacher No. 1 in Deutschland.

Dank Wallraff's Berichten über die Bildzeitung ist die Öffentlichkeit über die damit verbundenen Probleme ins Bild gesetzt worden, und in die Lage versetzt, kritischer über diese Art von Berichterstattung nachzudenken, und den EInfluss des Springer- Konzerns auf die bundesdeutsche Gesellschaft in dieser Form zu verurteilen.

Nichtzuletzt aber ist die Bild- Zeitung durch Wallraff's Berichte selber vorsichtiger geworden. Sie hat völlig zurecht durch Wallraff als ihren größten Gegner einen großen Image- Schaden erlitten. Um nicht ganz als "skrupellose Lügner" in der Öffentlcihkeit dazustehen, haben sie ihren Stil ja heutzutage lobenswerterweise einigermaßen geändert.
So treten sie weniger aggressiv auf, geben der Wahrheit mehr Gewicht, und vermeiden die Brisanz insbesondere bei politischen Themen (bei größerem Gewicht zugunsten der klassischen "Boulevard"- Themen).

Sehr gut ist auch das nachfolgende Buch "Zeugen der Anklage" von G. Wallraff!
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am 29. Dezember 1999
Auch ich würde dieses Buch gerne zur Pflichtlektüre an deutschen Schulen machen. Es zeigt auf sehr leicht verständliche Weise wie die tägliche Meinungsmache aus dem Hause Springer funktioniert. Wallraff als Hans Esser regt auch manchmal zum schmunzeln an, wenn er einfach trocken die Mechanismen in der Bild-Redaktion kommentiert und beschreibt, was dem Buch zusätzliche Pluspunkte beschert. Eine Pflichtlektüre, kaufen!
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am 29. März 2009
...war vor über drei Jahrzehnten Günther Wallraff. Damals arbeitete der Enthüllungsjournalist unter Pseudonym in einer Bildredaktion. Aus seinen Erlebnissen entstand eines der bekanntesten und folgenreichsten Sachbücher über die Machenschaften des größten Hetzblattes der BRD.

An mehreren belegbaren und authentischen Beispielen wird die Redaktionsarbeit der Bild deutlich. Eine Abfolge aus Lügen, Unterstellungen, offener Hetze und politischer Rechtslastigkeit, garniert mit Storys mehr oder weniger prominenter Showstars und Politbonzen, die sich schon damals für ein paar Zeilen der Bild an den Hals warfen.

DER AUFMACHER hatte damals einen enormen Erfolg und brachte den Springerkonzern in Schwierigkeiten. Plötzlich waren Bilder von Todesopfern und Interviews nicht mehr so einfach zu kriegen, plötzlich wehrten sich die Opfer mit gerichtlichen Klagen und Schadensersatzforderungen und plötzlich stand Bild selber am Pranger.

Umso erschreckender ist, das DER AUFMACHER in den über dreißig Jahren seit seiner Erstauflage wenig von seiner Aktualität eingebüßt hat. Zwar hat er an politischer Relevanz verloren, auch wenn der Ex-Kanzler Schröder noch zugeben musste, daß er sich an Bild, Bams und Glotze orientierte.
Die Sensationshetze und Produktpropaganda ist jedoch noch genauso wiederlich wie damals. Heutzutage wird der Amokläufer von Winnenden von Bild als Rambo präsentiert, während die Bilder seiner Opfer aus dem Internet geklaut wurden; billiger Schrott wird als Volks- PC, -Fahrrad, -Waschmittel angepriesen (oder wer auch immer zahlt um seine Produkte bei Bild in die Schlagzeilen zubringen); Uraltnachrichten werden als Topaktuell verkauft.

Alle diese Maschen findet man bereits bei Wallraffs DER AUFMACHER, wodurch dieses Buch auch heute noch jedem kritisch denkenden Bürger zu empfehlen ist.
Denn auch heute gilt:Deutschlands einflußreichste Zeitung lügt, fälscht und hetzt !
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am 28. September 2012
Ich habe das Buch gelesen und bin der Meinung, dass es, auch wenn es gegen Ende der 70er geschrieben wurde, immer noch zutreffend ist. Jeder, der etwas von investigatievem Journalismus hält, sollt sich auch dieses Buch zu Gemüte führen. Mehr kann und sollte man nicht dazu schreibn. Ich kann nur sagen: "Lesen lohnt sich!!!" Wer clever ist, kauft sich die unzensierte Fassung.
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