Fashion Sale Hier klicken Sport & Outdoor reduziertemalbuecher Cloud Drive Photos Alles für die Schule Learn More designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16

Kundenrezensionen

3,7 von 5 Sternen
3
3,7 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:6,50 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 4. Oktober 2015
Vorab zum Stil und zur Lesbarkeit: Natürlich ist ein Werk Goethes keine leichte Lektüre. Aber er schreibt doch erheblich verständlicher als viele moderne "Größen". Vor allem dient der Stil bei Goethe nicht der Selbstdarstellung als großer Literat, sondern dazu, alles so genau wie möglich zu erzählen. Also: kein Angst.
Das Thema ist simpel und zeitlos: In die Ehe eines glücklichen Paares treten zwei Menschen, die die Liebe des Paares zueinander auf die Probe stellen. Bei Eduard siegt die Leidenschaft zur blutjungen Schönheit; bei Charlotte, einer der stärksten Frauen der Weltliteratur, hält die Vernunft die Triebe in Schach. Dem literarischen Zeitgeist Goethes angemessen kommt es zur Katastrophe in der leidenschaftlichen Beziehung, wodurch ironischerweise der Weg frei wird für das kühl gefasste Paar - letzteren Schicksal wird aber gar nicht mehr erzählt.
Das Buch ist uns heute trotz all seiner Bezüge in eine aristokratische Welt, die längst vergangen ist, nur selten wirklich fremd. Einige der geschickt eingeflochtenen Reflexionen gehören sicher zu den gedanklich tiefsten Aphorismen, die Goethe hinterlassen hat.
Insgesamt ist das Buch eines jener alten literarischen Werke, die man lesen sollte, bevor man sich lange mit modernem, von Berufkritikern gelobhudelten Schnickschnack rumärgert, von dem kein Mensch weiß, wie die Zeit darüber richten wird. Über "Die Wahlverwandtschaften" ist das Urteil der Geschichte längst gefällt: Es gehört zum Kanon des Besten, was es in deutscher Sprache zu lesen gibt.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Eduard und Charlotte, ein Ehepaar welches sich im zweiten Ehe-Anlauf fand, lebt zufrieden auf seinem Landgut und genießt die Zweisamkeit. Da kündigt sich unerwartet Besuch an - ein Freund Eduardens, der Hauptmann, kommt auf längere Zeit zu Besuch, ebenso wird Ottilie, die Nichte Charlottes, ins Haus aufgenommen. Eduard verliebt sich blindlings in die stille Ottilie, Charlotte und der Hautpmann finden sich ebenso in einer deutlich reiferen Liebe zueinander. Im Grunde genommen sind sich alle einig und könnten in den neuen Verbindung weiterleben, würde da nicht ein Unglück geschehen, welches Ottilie die unmoralische Seite der ganzen Situation dramatisch klar macht. Sie entzieht sich, schwört Abstinenz - und stirbt letzendlich.

"Die Wahlverwandtschaften" ist als Analogie aus der Chemie genommen, welche ziemlich am Anfang erläutert wird. Die Theorie sagt aus, daß zwei chemische Elemente, welche sich zueinander gezogen fühlen, keine Wahl haben als sich zu verbinden und daß das Hinzufügen eines Elements die friedliche Ruhe zweier anderer Elemente komplett zerstören kann.

Das Buch ist unfaßbar modern, da Goethe sich keinerlei Moralvorstellungen unterwirft. Eduard und Ottilie erleben vielleicht das, was so manch treuer Ehemann und liebender Vater beim Erscheinen des jungen Au-Pair Mädchen erleben mag - ob er es nun will oder nicht. Das heiterste Paar sind ein Graf und ein Gräfin, welche - beide geschieden - munter und vergnügt ihre freie Beziehung erleben. (Diese stellen auch die interessante These auf, daß Ehen nur auf sieben Jahre geschlossen werden sollten. Wer sonst nichts aus dem Buch liest, sollte sich diese Passage durchlesen, welche auch munter von Frau Pauli in ihrem Wahlprogramm geklaut wurde.) Der Hauptmann und Charlotte sind die reifsten Personen und scheinen letztendlich bereit, sich aus dem ganzen Chaos auszuklinken, um gemeinsam eine ruhigere Liebe zu erleben. Ausgerechnet Mittler, der immer für das moralisch korrekte sorgen möchte, tritt mit seinen Ausführungen immer wieder daneben. Von daher - absolut lesenswert..

Schwierig ist allerdings der Sprachstil. Ottilie ist schon sehr betulich, Eduard sehr naiv und leidenschaftlich und Charlotte gar so vernünftig. Beim Lesen (auch anderer Bücher von Goethe) bekommt man immer wieder den Eindruck, daß der gute Herr so gar keinen Sinn für Humor hatte und daher seine Figuren auch immer nur in bitterem Ernst oder würdiger Erhabenheit erleben läßt. (Daher auch die vier Sterne.) Wenn man sich aber darauf einläßt, dann bietet das Buch eine selbstverständlich hochintelligente und auch schöne Lektüre.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. März 2015
Wir haben das Buch schonmal in der Schule gelesen. Damals habe ich nach 20 Seiten abgebrochen, weil es sosuper langweilig war und zudem auch noch unschön geschrieben. Allerdings musste ich das Buch doch nochmal lesen. Von Anfang bis Ende, denn es war Thema in meiner Zwischenprüfung. Begeistert bin ich immer noch nicht. Zu langatmig, zu unklar und verworren. Manchmal verliertman den Faden und die ganze Story an sich ist so schlecht erzählt, obwohl sie so viel Potenzial hat....Naja. Für die Freizeit nicht zu empfehlen. Aus meiner Sicht. Aber geeignet um es gut zu analysieren ist es.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

4,95 €
5,60 €