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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Macht Lust auf mehr bzw. die Originale
Meine Erfahrung mit Sherlock Holmes begrenzen sich auf drei kurze Geschichten, die ich zudem auf Englisch gelesen habe. Ich kann daher nicht vollkommen beurteilen, ob dieses Buch den Ansprüchen Doyle ebenbürtig zu sein vollends entspricht und gebe daher lediglich meine Eindrücke wieder.

Die Gestaltung des Buchs hat mir überzeugt: Schwarzem...
Veröffentlicht am 16. Dezember 2011 von Kirsten

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht herausragende, eher biedere Pastiche, die nicht Doyles Niveau erreicht
Nein, Horowitz muss das Rad nicht neu erfinden. Das hat Doyle selbst schon erledigt. Keiner seiner Nachahmer hat ihn je erreicht. Wahrscheinlich, weil Doyle eben seinen Sherlock Holmes immer wieder neu erfand, ihn in fast jeder Geschichte eine überraschende neue Seite gab, so dass der noch in "A Study in Scarlet" scheinbar so weltentrückte-abgeklärte...
Vor 16 Monaten von Dodo veröffentlicht


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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Macht Lust auf mehr bzw. die Originale, 16. Dezember 2011
Meine Erfahrung mit Sherlock Holmes begrenzen sich auf drei kurze Geschichten, die ich zudem auf Englisch gelesen habe. Ich kann daher nicht vollkommen beurteilen, ob dieses Buch den Ansprüchen Doyle ebenbürtig zu sein vollends entspricht und gebe daher lediglich meine Eindrücke wieder.

Die Gestaltung des Buchs hat mir überzeugt: Schwarzem Leineneinband mit weißer Schrift. Dazu ein weißes Lesebändchen ' Absolut passend zum Titel und Inhalt. Sehr schön.

Für mich wirkte der Schreibstil sehr gelungen und kam gut an die Originale von Sir Arthur Conan Doyle heran. Ich habe mich in das England des Sherlock Holms versetzt gefühlt und kann am Stil nicht wirklich etwas bemängeln. Auch Watson, der die Geschichten über Sherlock niederschreibt, wirkt stilecht und fängt die Charakterzüge des berühmten Detektivs gut ein.

Die Handlung selbst ist verstrickt, undurchsichtig und auf Ebenen verwoben, die dem Leser wirklich erst am Ende der Lektüre vollends klar werden. Tempo und Höhenpunktsetzung sind gelungen. Immer wieder lässt einen der Detektiv stauen, welch herausragende Auffassungsgabe er besitzt.
Der Inhalt selbst ist wohl einer, den Doyle nicht gewählt hätte und der schon eher modern anmutet, auch wenn er durchaus passend für die Zeit ist. Was mich teils etwas gestört hat, waren Watsons Rückblicke in der Form, dass er plötzlich darüber sinniert, warum er beispielsweise den vielen Straßenkindern, die die Londoner Straßen bevölkern, nie mehr Aufmerksamkeit geschenkt hat. Die Momente wirkten auf mich belehrend und daher unpassend und vor allem so, als wenn sie in einem Original nichts zu suchen gehabt hätten. Natürlich ist Horowitz nicht Doyle ' erwähnen sollte man es trotzdem.

FAZIT:
Für mich Anreiz auch die Originale noch einmal zu lesen. Ein spannendes Leseerlebnis, das sprachlich überzeugen kann und mit gut getroffenen Charakteren wohl auch viele Holmes-Fans besticht.
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26 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Er hatte einen wahren Sumpf des Bösen betreten, und wir standen kurz davor, darin unterzugehen" (155), 11. Dezember 2011
Von 
Isabelle Klein "vintage books" (Würzburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Eine Inhaltsangabe spare ich mir an dieser Stelle, ich fasse mich kurz und komme gleich zu meinen Eindrücken.

Sehr stimmig und atmosphärisch wunderbar dicht entwickelt Horowitz einen mehr als würdigen Sherlock Holmes-Nachfolge-Roman, der in bester Doyle-Manier steht. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und der Spannungsaufbau durchweg vorhanden. Das viktorianische London wird vor dem Auge des Lesers lebendig und er wird unversehens in selbiges Anfang des 20.Jahrhunderts versetzt.

Er -der Leser- erlebt eine sehr unterhaltsame und verschlungene Spurensuche, um den Mörder und dessen Tatmotive zu enthüllen. Insofern ein klassischer Kriminalroman, der durch deduktive Logik und "Ratiocination" im Geiste von Poes Dupin besticht. Gefallen haben mir die immer wieder neuen "Verdächtigen" und ihre Geschichte, die Verweise auf wissenschaftliche Methoden/Erkenntnisse, als auch die Zufälle, die das Leben in unvorhergesehener Weise prägen!

Durch den Prolog ist das Autauchen dieses düsteren und spektakulärsten Falles stimmig erklärt. Auch die Zeitsprünge und Erklärungen Watsons sind hifreich und lassen uns einiges über das Leben einiger Protagonisten über den Fall hinaus erfahren.

Auch Sprache und Stil überzeugten mich voll und ganz. Es hat großen Spaß gemacht das Buch in einem Rutsch zu lesen
Beste Unterhaltung ohne Längen auf knapp 350 Seiten.

Fazit:
UNBEDINGT LESENSWERT- nicht nur für Holmes-Fans sondern für jeden der einen guten viktorianischen Krimi in eben dieser klassichen Manier mag.Viktorianische Schnitzeljagd vom Feinsten!
Glatte 5* von mir

P.S. ich hatte mir überlegt ihn mir als Kindle-Ausgabe zuzulegen- ABER bei dem schönen Stoffeinband- ein ganz besonderser visuelles und haptisches Vergnügen- also unbedingt als Buch kaufen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht herausragende, eher biedere Pastiche, die nicht Doyles Niveau erreicht, 2. Mai 2013
Von 
Dodo (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Nein, Horowitz muss das Rad nicht neu erfinden. Das hat Doyle selbst schon erledigt. Keiner seiner Nachahmer hat ihn je erreicht. Wahrscheinlich, weil Doyle eben seinen Sherlock Holmes immer wieder neu erfand, ihn in fast jeder Geschichte eine überraschende neue Seite gab, so dass der noch in "A Study in Scarlet" scheinbar so weltentrückte-abgeklärte Detektiv immer mehr menschliche Züge annimmt. "Wäre es meine Schwester, nie würde ich es erlauben!" sorgt sich Holmes in "The Copper Beeches" um die junge Violet, als sie ein obskure Stelle annimmt.

Also, nein, auch hier hat Horowitz Doyle nichts hinzuzufügen, als er einen Holmes zeigt, der sich plötzlich ungewöhnlich viel Gedanken um den Tod eines Straßenjungen macht. Der eigentliche Fall, mit dem alles losgeht, ist dagegen relativ fade. So fade, dass ich erst dachte, ich hätte da etwas übersehen. Aber nein, der Klient selbst hat nur eine recht lahme Geschichte zu bieten, fühlt sich von einem Mann verfolgt, dessen Bande er in den USA bei einem Verbrechen erwischte, was mit dem Tod der meisten Mitglieder endete. Auch das Finale dazu fand ich nicht so überraschend, wie Horowitz vielleicht dachte.

Ist es zudem originell, in einer Holmes-Geschichte im Sub-Plot auf die viktorianische Doppelmoral einzugehen und darauf, dass damals - ach, was - auch "Clubs" für Herren existierten, die auf Knaben standen? Wie wahrscheinlich ist es, dass ein gestandener Polizist wie Lestrade und ein Privatermittler wie Holmes, der sich immer wieder ins Verbrechermilieu begibt, angeblich nichts von solchen Häusern wissen? Selbst Dr Watson wird in seinem Leben schon einiges gesehen haben. Ist es daher angemessen, die volle Empörung von Holmes, Watson und Lestrade darüber zu ergießen? (Oder anders gesagt: waren die drei echt so weltfremd? Wohl kaum.)
(Es gab damals übrigens sogar "Clubs", in denen man sich zur persönlichen Befriedigung aufhängen lassen konnte. Wahrscheinlich war das Angebot dieser Läden damals sogar größer und vielseitiger als im heutigen London.)

Ginge es Horowitz tatsächlich um eine kritische Betrachtung der viktorianischen Doppelmoral und der damaligen schlechten Behandlung ärmlicher Kinder wäre das ein hervorragender Romananlass gewesen. Aber hier bleibt es bei einer etwas spießerhaften Pauschalverurteilung homosexueller Männer; dass zugleich sicher zehn Mal so viel Bordelle mit minderjährigen Mädchen existierten, erwähnt der Autor nicht einmal. Und auch nicht, dass ebenfalls zeitgleich in den Fabriken und Minen Kinder teils schon ab 5 Jahren schufteten, etwas, das einem heute doch wirklich die Tränen in die Augen treibt (und das meine ich wirklich ernst, lesen Sie einfach mal den Bericht von Lord Shaftesbury, der schließlich zur Abschaffung der Kinderarbeit führte.).

Natürlich müssen auch alle aufmarschieren: von Mrs. Hudson über die Baker Street Jungen und eben Lestrade und sogar Moriarty wird irgendwie in die Story gequetscht.
Fehlte eigentlich nur noch, dass Holmes zu Watson sagt: "Elementar, Watson", aber das fand der Autor dann wohl doch zu dick aufgetragen.

Einmal lesen, okay. Eine Ergänzung des klassischen Kanons? Auf keinen Fall.
Tipp für Holmes-Fans auf der Suche nach einer ähnlichen, aber meiner Meinung nach besser umgesetzten Story: Sherlock Holmes - Der Seidenstrumpfmörder Ohne Moriarty, ohne die Baker Street Jungs, aber mit einem sehr gut aussehenden Holmes und einer amerikanischen Psychologin, die ihm ganz schön Paroli bietet.
Freunden englischer Bücher kann ich die geniale Pastiche Sammlung The Mammoth Book of New Sherlock Holmes Adventures (Mammoth Books) empfehlen, dort findet man einige sehr gelungene neue Stories im Geiste des Originals.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Lesevergnügen im alt-englischen Stil, 11. November 2012
Von 
Caillean - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Sehr verehrter, lieber Dr. Watson,
leider habe ich Ihre Berichte über die Zusammenarbeit mit Ihrem langjährigen Wegbegleiter Sherlock Holmes erst jetzt kennengelernt. Aus einem mir nicht mehr ersichtlichen Grund sind Ihre bisherigen Erzählungen (die Sie wohl in Zusammenarbeit mit einem gewissen Mr Doyle verfasst haben) an mir vorbeigegangen, obwohl man sie doch zu den Klassikern der Kriminalliteratur zählt!
Erst dieser Bericht über ein fast in Vergessenheit geratenes Abenteuer, das Sie gemeinsam erlebt haben (diesmal zu Papier gebracht mit Hilfe des ehrenwerten Mr Horowitz) kam mir als Lektüre vor die Augen. Ich bin beeindruckt von Ihren Schilderungen - ganz im Stil der Zeit, immer korrekt in Ausdruck und Kontext, das Wesen von Holmes offenbar ungeschönt wiedergebend (Unter uns gesagt - es macht den Eindruck als sei Mr Holmes zuweilen nicht ganz Herr seiner Sinne. Dennoch scheint er erstaunlicherweise über einen recht wachen Geist zu verfügen!). Überdies war es eine äußerst spannende, wenn auch zuweilen abgründige Literatur, aber das bringt wohl der Gegenstand Ihrer Ermittlungen in diesem Fall mit sich.
Ich hoffe doch sehr, dass Sie sich noch weiterer Anekdoten annehmen und diese niederschreiben. Es wäre mir eine Freude, auch in Zukunft wieder von Ihnen zu lesen.
Mit den besten Wünschen
Eine Verehrerin Ihrer Kunst
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolle Leistung mein lieber Watson!!!, 16. März 2012
Als ich das Buch kaufte, war ich ein bisschen mistrauisch. Bis jetzt kannte ich diesen Anthony Horowitz nicht und ich gehe mal davon aus, da bin ich nicht der Einzige. Und ich dachte mir, nur annähernd so gut zu erzählen, wie es Doyle getan hat, hmmm....das würde keiner schaffen. Aber da habe ich mich komplett getäuscht, schon von der ersten Seite an vergisst man sofort, dass es kein Werk von Sir Arthur Conan Doyle ist. Als wäre der alte Doyle in Horowitz wiedergeboren worden. Spannung von der ersten bis zur letzten Seite, nach alter Tradition.
Bravo Horowitz!!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herrlich!, 31. März 2012
Von 
Ich will gleich eines vorwegschicken: ich kann dieses Buch nur für sich genommen beurteilen und nicht vergleichend. Mit den Fällen des berühtem Sherlock Holmes aus der Feder des großen Sir Arthur Conan Doyle kenne ich mich nicht genügend aus, um beurteilen zu können, ob Horowitz dem eigentlichen Wesen dieser Figur und ihres Schöpfers nah gekommen oder ferngeblieben ist.
Ich kann nur eines sagen: ich habe diesen Roman genossen! Ich mag die leicht antiquierte Sprache, die zu einem echten englischen Krimi einfach dazu gehört, und ich liebe die deduktive Methode! Ich kann auf alle Thriller dieser Welt verzichten, wenn ich eine Geschichte dieser guten alten Art vor mir habe, da bin ich durch und durch altmodisch.
Horowitz schildert in seinem Roman einen Fall der beiden Gefährten Holmes und Watson, den Watson, der Biograph des großen Detektivs, erst niederschreibt, als Holmes schon lange tot ist und er selber ebenfalls an der Schwelle des Todes steht. Und auch jetzt schiebt er den Zeitpunkt der Veröffentlichung noch 100 Jahre in eine ferne Zukunft, da die Ereignisse, die er zu schildern hat, einfach zu schockierend sind und gesellschaftlich weitreichende Folgen haben könnten.
Ich will zu dem eigentlichen Fall nicht viele Worte verlieren, weil man die einzelnen Fäden einfach selber zusammenbringen muss, alles ändere würde einem diese Freude rauben. Nur soviel: Nichts ist, wie es scheint, und die Gedankengänge eines Sherlock Holmes sind einfach faszinierend logisch und dabei gleichzeitig so ungeheuerlich wie offensichtlich. Es macht Laune, gemeinsam mit Holmes und Watson in den nichtig scheinenden Kleinigkeiten nach der Lösung zu suchen und sie dort auch tatsächlich zu finden.
Freunden des deduktiven Krimis kann ich diesen Roman nur empfehlen! Wer jedoch moderne Thriller liebt und dem Flair des viktorianischen Englands nichts abgewinnen kann, wird diese kleine Geschichte vielleicht ein wenig schlicht finden. Das ist dann jedoch wahrlich eine Frage des persönlichen Geschmacks, denn innerhalb des eigenen Genres weiß dieser Roman vollkommen zu überzeugen!
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht ganz Sir Arthur, 19. Juni 2012
Das Buch war zwar nicht schlecht aber leider auch nicht wirklich für mich. Es lässt sich sicher nicht bestreiten, dass Horowitz sich mit dem Holmes-Canon sehr gut auskennt, die Stimme seines Watson ist nicht von der Doyles zu unterscheiden und die Geschichte ist gespickt mit Anspielungen auf die Original-Geschichten. Allerdings war mir das schon fast ein wenig zu viel des Guten. Wenn in fast jedem Kapitel Watson erklärt 'Das war ja fast genauso wie damals bei...' wirkt das auf mich als ob der Autor seine Kenntnis ein bisschen zu sehr raus hängen lässt. Das ist allerdings durchaus noch verzeihlich.
Leider hat mich aber die ganze Geschichte einfach generell nicht gepackt. Es ist schwer zu erklären was mir nicht besonders gefallen hat ohne zu viel über die Handlung zu verraten aber der Klappentext verspricht ja schon 'eine Verschwörung, die sie in Konflikt mit hochstehenden Persönlichkeiten bringen wird' und Holmes' 'spektakulärsten Fall' und genau da liegt mein Problem. Für mich passen Sherlock Holmes und großangelegte Verschwörungen einfach nicht zusammen und deswegen hat sich für mich, trotz Horowitz' Fähigkeit Doyles Stil wirklich gut zu imitieren, nie so wirklich das 'Holmes-Feeling' eingestellt, es war eher ein (für mich persönlich eher mittelmäßiger) Krimi, in dem die Hauptfiguren zufällig Holmes und Watson heißen.
Für mich ist einfach ein Teil des Reizes der Original-Geschichten, dass es oft um Dinge geht, die eben nicht spektakulär sind, zumindest nicht in dem Sinn das hochgestellte Persönlichkeiten verwickelt sind, höchstens die Art wie das Verbrechen ausgeführt wurde ist herausragend, aber es bleibt doch eine einfache Entführung oder ein Raub. Auf den Leser macht es trotzdem Eindruck, weil Holmes so clever ist und den Leser immer überrascht. Horowitz bemüht sich ein bisschen zu sehr den Leser durch schockierende Enthüllungen und Plot-Twists zu begeistern.
Dann ist da noch das Problem, das häufig in historischen Romanen vorkommt: Der Hauptcharakter hat überraschend moderne Ansichten für seine Zeit, die eher in die Zeit in der der Roman geschrieben wurde passen. Auch Watson (und bis zu einem gewissen Grad auch Holmes) hat plötzlich ganz überraschende Ansichten zu einigen Themen. Da wir aber aus den Original-Geschichten wissen, dass Holmes nun mal wenig von Frauen hielt und auch an seine 'Baker Street Irregulars' (Notiz am Rande: Musste das unbedingt mit 'Baker Street Irregulären' übersetzt werden?) nicht all zu viele Gedanken verschwendet hat wenn er sie gerade nicht gebraucht hat wirkt es ein bisschen sehr verzweifelt wenn Watson plötzlich lange Reden schwingt warum er die Themen früher nie ausführlicher angeschnitten hat und das er eigentlich ganz anderer Meinung ist.
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5.0 von 5 Sternen Sherlock Holmes lebt!, 30. August 2012
Von 
Florian Hilleberg (Göttingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
London 1890
Sherlock Holmes und Dr. Watson erhalten Besuch von dem wohlhabenden Galeristen Mr. Edmund Carstairs, der sich seit geraumer Zeit von einem Mann mit Schiebermütze verfolgt sieht. Diesen identifiziert er rasch als Keelan O'Donaghue, einziger Überlebender der sogenannten Flat Cap Gang, die sich in Boston, Amerika, einige wertvolle Gemälde unter den Nagel reißen wollte. Dank der Detektei Pinkerton und der Mithilfe von Edmund Carstairs konnte die Bande unschädlich gemacht werden – bis eben auf Keelan O'Donaghue. Um Keelan ausfindig zu machen setzt Sherlock Holmes die Baker Street Irregulars, eine Bande von Straßenjungen, auf die Spur des amerikanischen Gangsters an. Die Kinder führen Holmes zu einem Hotel, in dem Keelan gesehen wurde. Doch kurz darauf wird dieser erstochen aufgefunden und einer der Straßenjungs ist spurlos verschwunden. Wenig später wird seine zerschlagenen Leiche entdeckt. Für Holmes steht fest, dass der Fall größere Dimensionen besitzt, als selbst er zunächst angenommen hat. Denn bei der Leiche des toten Jungen findet Holmes ein weißes Band und als er seinen Bruder Mycroft um Hilfe bittet, beschwört dieser den Detektiv, die Finger von dem Fall zu lassen, der seine Fähigkeiten überschreiten würde. Aber Sherlock Holmes lässt sich nicht beirren und gerät schließlich selbst unter Mordverdacht ...

Als der Roman des Engländers Anthony Horowitz erschien und als „Der neue Sherlock Holmes“ angepriesen wurde, waren Leser, Kritiker und vor allen Dingen Holmesianer völlig aus dem Häuschen. Angesichts der mannigfaltigen Berichterstattung in den Medien hätte man meinen können, dass es seit Sir Arthur Conan Doyle keinen weiteren Holmes-Roman gegeben hätte. Doch weit gefehlt, denn seitdem die Rechte an der Figur freigegeben sind, erschienen stetig neue Werke mit dem berühmten Detektiv aus der Baker Street und seinem treuen Adlatus Dr. John H. Watson. Und ein Ende ist nicht abzusehen. Tatsächlich bildet Horowitz' Werk lediglich eines unter vielen, aber zugegebenermaßen ein sehr bedeutendes und bemerkenswertes. Wie Holmes so lebt auch Horowitz mit seiner Familie in London und ist dadurch also ständig im Revier des Detektivs unterwegs. Dadurch wurde dem Autor die Möglichkeit gegeben die Lokalitäten gewissenhaft und vor Ort zu recherchieren, wodurch die Geschichte einen authentischen Anstrich erhält. Der Pub „Bag O Nails“ ist tatsächlich auch heute noch ein echter Touristenmagnet. Um einen anerkannten Holmes-Roman zu schreiben bedarf es jedoch weitaus mehr, als ein authentisches Ambiente. Neben einer raffinierten Story, leben die Geschichten in erster Linie von den Charakteren. In beiden Fällen hat Anthony Horowitz hervorragende Arbeit geleistet. Der Fall birgt selbst für Holmes einige knifflige Rätsel und doch fügt sich am Ende alles wunderbar harmonisch zusammen. So wie es auch bei Doyle häufig der Fall war, beginnt die eigentliche Affäre in Amerika, um in London schließlich ihren dramatischen Höhepunkt zu erreichen. Um den heutigen Leser jedoch zu fesseln und bei der Stange zu halten, bedarf es einiges mehr, als einen einfachen klassischen Kriminalfall zu schildern. So gerät Holmes sogar selbst unter Mordverdacht, nachdem er die Warnungen seines Bruders Mycroft in den Wind geschlagen hat. Um dem Fall Herr zu werden muss der Detektiv sämtliche Register seines Könnens ziehen und bedient sich dabei nicht nur der Wissenschaft der Deduktion, sondern auch seines schauspielerischen Talents und seiner beeindruckenden Fähigkeit sich zu verkleiden. Sollte dies allein die Herzen der Holmesianer nicht höher schlagen lassen, so tun es gewiss die vielen kleinen und großen Auftritte bekannter Figuren des Kanons, wie das Werk von Sir Arthur Conan Doyle gerne genannt wird. Neben Dr. Watson und der Haushälterin Mrs. Hudson, gibt es ein Wiedersehen mit den Baker Street Irregulars, Holmes' stattlichem Bruder Mycroft und natürlich Inspektor Lestrade. Um seinem Freund zu helfen begegnet Watson sogar einer Figur, die erst ein Jahr später öffentlich in Erscheinung treten sollte. Laut Doyle nämlich im Mai 1891. Um Holmes zu schützen muss Watson über diese Begegnung Stillschweigen bewahren, was seine Unkenntnis in der klassischen Erzählung „Das letzte Problem“ erklärt. Ein kleiner Geniestreich von Horowitz, der den Holmesianern und allen Freunden klassischer Kriminalliteratur mit diesem Werk ein echtes Geschenk gemacht hat. Natürlich ließ die Hörbuch-Version nicht lange auf sich warten und schließlich veröffentlichte der Jumbo-Verlag den Roman in seinem Erwachsenenlabel GoyaLit. Als Sprecher konnte Johannes Steck gewonnen werden, dessen unverkennbare, markante Stimme die Figuren zum Leben erweckt. Tatsächlich gelingt ihm mit der Interpretation des Romans eine großartige Darbietung des Textes und macht das Hörbuch somit auch für die Leser des Buches interessant.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch das viel mehr als nur überzeugt !!!, 3. Februar 2012
Von 
A. Springer (Wittlich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Ich habe soeben die letzten Seiten des neuen Sherlock Holmes Romanes gelesen und ich muss sagen, dass ich am liebsten noch viel, viel mehr gelesen hätten.
Die Geschichte ist so lebendig erzählt, spannend- aber auch emotional, dass ich jede Seite dieses Buches ausnahmslos genossen habe. Es gab keine Stelle, wo es auch nur ansatzweise langweilig gewesen wäre. Der Schreibstil passt sehr gut zu dieser Zeit. Das alte London mit dem tiefsitzenden Nebel, der sich in jede Pore des Körpers frisst wird spürbar, genauso wie das dunkle Grauen. Aber auch die einzigartige Freundschaft der beiden Hauptcharaktere ist absolut lesenswert dargestellt. Man fühlt sich, als wäre man dabei in der Baker Street und könnte Watson und Holmes über die Schulter blicken.
Der Plot ist spannend und unvorhersehbar. Ich wünsche mir wirklich der Autor würde noch mehrere Bücher über Sherlock Holmes schreiben. Ich wäre auf jeden Fall dabei..
Absolute Leseempfehlung, ich werd die Geschichte sicher irgendwann nochmals lesen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Echte Sherlock-Holmes-Stimmung, 8. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Geheimnis des weißen Bandes: Ein Sherlock-Holmes-Roman (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
Jeder kennt den Ur-Detektiv Sherlock Holmes, und auch jeder kennt die Geschichten von Arthur Conan Doyle. Wie erfrischend, eine neue Geschichte, bei der das originale Sherlock-Feeling aufkommt!
Der heutigen Zeit geschuldet ist die persönliche Involvierung des Detektivs, denn Sherlock gerät in die Mühlen einer korrupten Gesellschaft, ein verschworener Sumpf von Polizei bis Politik. Und das Bemerkenswerte ist, dass ich mich wirklich aufs Glatteis habe führen lassen, ich habe schon bei ein paar Indizien gestutzt, aber mich vom Erzählfluss doch einlullen lassen, so dass mich die Auflösung tatsächlich überrascht hat.
Etwas unmotiviert fand ich die Selbstjustiz Sherlocks am Schluss, hier sehe ich eine zeitgemäße Ächtung des Verbrechens, hier finde ich den echten Sherlock nicht wieder. Aber was soll ich sagen - ich habs verkraftet. :)

Fazit: Mehr davon!
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Das Geheimnis des weißen Bandes: Ein Sherlock-Holmes-Roman (insel taschenbuch)
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