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Kundenrezensionen

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am 24. Februar 2002
Eine phantastische Länderbeschreibung, in der Zweig einmal mehr seine überragende literarische Meisterschaft beweist. Ein sehr konzises Portrait des fünftgrößten Landes der Erde, angefangen von der Geschichte, über die Wirtschaft bis zur Kultur und Städtebeschreibungen von Rio de Janeiro, Sao Paulo, Bahia, Recife. Erstaunlich: Die Schilderung eines Stadtrundgangs durch Rio im Jahre 1936 beschreibt die Atmosphäre dieser Stadt so aktuell als wäre er in unserer Zeit erfolgt. Ein Muß für alle Brasilien-Fans!
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am 5. Juni 2006
Stefan Zweigs Werk über Brasilien wurde bereits 1941 in Stockholm veröffentlicht (Zweig befand sich damals bereits im Exil). Dann war es restlos ausverkauft und es wurde erst 1981(!) wieder aufgelegt.

In welche Gattung kann man denn dieses Buch nun einordnen? Die Antwort lautet schlicht und einfach: in keine. Einerseits ist es ein phantastischer Reisebericht, da Zweig persönliche Erfahrungen mit einbringt. Andererseits ist es ein aufschlussreiches Geschichtsbuch, in dem die Entwicklung Brasiliens seit dessen Entdeckung aufgezeigt wird. Man kann es auch als wirtschaftlichen Lagebericht bezeichnen, da auf die Entwicklung und den – damals – aktuellen Stand eingegangen wird. Auch Kulturführer kann man es nennen. In einzelnen Kapiteln über verschiedene Städte (u. a. Rio, Sao Paulo, aber auch Bahia) werden auch regionale Besonderheiten mit eingebracht.

Natürlich ist es kein objektives Werk: Stefan Zweig vergleicht Brasilien immer wieder mit dem damaligen Europa, das sich ja mitten im 2. Weltkrieg befand, und lobt fleißig und ausführlich die Friedlebigkeit der Brasilianer und deren ethnische Vielfalt. Er legt alles – wirklich alles - positiv aus, so auch die Armenviertel in Rio.

Eines muss man dem Autor aber lassen: Man liest das Buch wirklich an einem Stück durch, weil es nicht nur sprachlich klasse, sondern auch amüsant und interessant geschrieben wurde.

Gelungen ist auch das Nachwort von Volker Michels, in dem er auf Zweigs Zeit in Brasilien und die Fertigstellung dieses Buches eingeht.

Stefan Zweig gehört zweifelsfrei zu den besten Schriftstellern, die die Welt je kennen lernen durfte, und auch wenn dieses Werk etwas beschönigend wirkt, verdient es doch fünf Sterne.
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am 30. September 2001
"Brasilien, ein Land der Zukunft" gehört ohne jeglichen Zweifel zu einem der besten Sachbücher, die ich jemals gelesen habe. Ich bin ein eingefleischter Stefan Zweig Fan, habe allerdings bereits in Brasilien gelebt und bislang kein anderes Werk gefunden das dieses faszinierenden Land in den richtigen Worten beschreibt. Ein Muss für jeden Leser, der mit Brasilien in irgendeiner Weise zu tun hat. Auch wenn das Buch nun doch noch so alt ist und von Zukunft selbst im Titel schon die Rede ist, umschreibt es Brasilien, wie es wirklich ist, atemberaubend. Kein Geschichtsbuch dieser Welt lässt sich mit der imensen historischen Genauigkeit von Daten und Fakten messen, in der es Stefan Zweig gelang. Eine wahre Sternstunde Stefan Zweigs.
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am 29. Oktober 2010
Mit sehr viel Vorurteilen, so wie man sie auch heute noch vernimmt, ist Zweig damals nach Brasilien gefahren. Erst bei seinen vielen Reisen im Landesinnerem bekommt er nach und nach ein Gefühl für dieses große Land, mit seinen vielfältigen Bewohnern und seiner sehr abwechslungsreichen Geschichte, bei der es immer erst einer Krise bedarf um danach daraus gestärkt hervor zu gehen.
Zweig verliebt sich in dieses Land, macht sich mit sehr viel Ehrgeiz und Herzblut an sein Buch und kehrt schließlich sogar wieder zurück, um seine Recherchen für sein Buch zu erweitern.
Das erstaunliche für mich ist, mit welcher Weitsicht er die heute Lage Brasiliens voraus sieht und dies durch Fakten aus der Geschichte herleitet und daraus Prognosen für die Zukunft stellt, die heute teilweise sogar nicht nur erfüllt, sondern übererfüllt scheinen.
Schön zu lesen ist auch, mit welcher Herzlichkeit und Faszination er von diesem Land und seinen Menschen schreibt,
etwas was man heute auch nur so unterschreiben kann, wenn man länger in diesem Land gelebt hat.
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am 11. Februar 2013
Sehr bemerkens- und lobenswert, dass eine Länder-Studie aus den späten 30er Jahren des 20. Jahrhunderts so viele treffliche Entwicklungsprognosen enthält und durch seine zeitlosen Erfahrungen sowie Bestandsaufnahmen sehr besticht.
Die lobende Vorrede bezieht sich ja auch auf einen meiner Lieblingsliteraten, der diese Länderstudie, wenige Jahre vor seinem Freitod im Februar 1942, in seinem brasilianischen Exil verfasste. In seinem Glück den Nazis entkommen zu sein, war er sicherlich auch etwas unkritisch seinem Gastgeberland gegenüber, das ja selbst von dem Diktator Vargas regiert wurde. Wer sich eine politisch-kritische Bestandsaufnahme wünscht, ist hier falsch. Ein weiterer Malus sind die gelegentlichen portugiesischen Sätze/Einschübe, die nicht übersetzt verwendet werden. Trotzdem ein geographischer Leckerbissen, der aufzeigt, wie ein gedeihliches und sehr fröhliches Miteinander von sehr unterschiedlichen Ethnien, Rassen und sozialen Schichten möglich ist und auch heute noch die brasilianische Gesellschaft auszeichnet. Hervorheben möchte ich die beiden Kapitel über die Geschichte und die Wirtschaft von Brasilien, die einige Überraschungen bereithalten.
Fazit: Wer sich für Brasilien interessiert und/oder Stefan Zweig schätzt, sollte dieses Buch lesen!
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am 1. November 2013
Brasilien, Gastland der Frankfurter Buchmesse 2013 und Gastgeber der Fußball-WM 2014, wurde zu Beginn des 2. Weltkrieges Zuflucht und letzte Wirkungsstätte des renommierten österreichischen Schriftstellers Stefan Zweig. Seine Monografie über das Land und die Leute, die er 1941 veröffentlichte, markiert sicherlich nicht den Höhepunkt seines literarischen Schaffens. Sie ist vielmehr geeignet, die stilistische Meisterschaft seiner zahlreichen anderen Werke, von denen viele zu „Dauersellern“ wurden, buchstäblich zu persiflieren.

Was ihm in seinem „Erasmus von Rotterdam“, „Josef Fouche“ oder „Magellan“, um nur einige zu nennen, so bravourös gelingt, nämlich die psychologisch tiefgründige, differenzierte, kontrast- und facettenreiche Durchdringung eines Themas, gerät ihm hier überraschenderweise zur Karikatur. Hier präsentiert sich nicht der von uns so geschätzte scharfsinnige Beobachter, der in seinen scheinbar normalen Helden die seelischen Deformationen aufzuspüren versteht, sondern ein routinierter Autor, der seine ganze literarische Versiertheit einsetzt, um uns möglichst nicht spüren zu lassen, dass ihn „Brasilien - ein Land der Zukunft „ als Schriftsteller nicht wirklich interessiert. Was den Europäer Stefan Zweig im südamerikanischen Exil stattdessen beschäftigt, das ist „Die Welt von gestern“ (1942 postum veröffentlicht) und natürlich die „Schachnovelle“, die wohl zu seinen bekanntesten Werken zählt.

Wer sich mit Brasilien beschäftigen möchte, der ist mit diesem Buch vollkommen falsch beraten. Und wer sich vom eigentlichen schriftstellerischen Können Stefan Zweigs überzeugen möchte, der wird unter seinen zahlreichen Arbeiten (Romane, Novellen, Monografien) leicht etwas geeigneteres finden.
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am 1. Mai 2016
Wer etwas über Brasilien oder dessen Geschichte erfahren will, sollte dieses Buch meiden. Als Dokument der brasilianischen Nationalideologie unter der protofaschistischen Diktatur von Gétulio Vargas, die von Zweig nachgeplappert wird, eignet es sich hingegen wunderbar. Das Buch ergeht sich in unwissenschaftlichem Geschwätz über Nationalcharakter, ignoriert den bis heute bestehenden Rassismus der brasilianischen Gesellschaft, während er in rassistischer und evolutionistischer Manier die "Zivilisierung" des Landes durch die Portugiesen preist. Selbst die größten Verbrechen, wie die bis Ende des 19. Jahrhundert fortgesetzte Sklaverei, kann er noch in Hinblick auf eine angebliche Notwendigkeit für die Brasilianischen Nation rechtfertigen, ohne den Widerspruch anzuerkennen, den die hartnäckige Existenz dieser grausamen Institution für seine Charakterisierung von Brasilien als harmonischer und konzilianter Gesellschaft bedeutet. Der Autor, der Brasilien offenbar nur sehr oberflächlich kannte, und wenig Interesse an seiner Wirklichkeit zeigt, verstrickt sich somit in ein ideologisches Lügengebilde, dem man am besten begegnet, indem man dieses Buch links liegen lässt.
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am 26. Juli 2014
Stefan Zweig hat in "Brasilien" seine ganz persönlichen Eindrücke des Landes Brasilien, seiner Geschichte und seiner Städte hinterlassen. Herausgekommen ist ein schönes Stück Geographie- und Reiseliteratur, das einen humanistischen Blick auf Land und Leute wirft. Interessant auch die historischen Verflechtungen zwischen Brasilien und Europa, sowie die ökonomische Entwicklung.

Zweig soll dieses Buch als Gegenleistung für die Gewährung eines Dauervisums durch den brasilianischen Staat geschrieben haben. Kritik am damaligen Machthaber kommt vor, bleibt aber unterschwellig.

Es ist kein Meisterwerk und kein Muss, aber auf jeden Fall lesenswert.
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am 31. August 2015
Stefan Zweig beschreibt die Geschichte, die Entwicklung, die Chancen und die Probleme in seiner besonderen Sprache eindrucksvoll und spannend. Man lernt das Land aus einer neuen Sicht - allerdings nur hinein bis in die 1940iger Jahre - kennen und ist fasziniert von diesem riesigen Land und seinen unterschiedlichsten Bewohnern, ihrer Gelassenheit, Gleichheit und Lebensfreude hinein in alle Schichten der extrem unterschiedlichen Bevölkerung.
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am 1. Juni 2012
ZWEIG, Stefan: "Brasilien. Ein Land der Zukunft", Frankfurt 1997
In seiner Einleitung erklärt Zweig, warum er dieses Buch geschrieben hat und warum er sich für dieses Land letztendlich als Asyl entschieden hat. Sehr systematisch hat er sich auf dieses Buch vorbereitet und das Ergebnis ist eine sehr übersichtlich Einführung in die Geschichte, Wirtschaft und Kultur des Landes.
Nicht nur der Titel mit den Worten 'Ein Land der Zukunft' ist positiv, auch im Text stellt Zweig immer wieder das Positive in den Vordergrund. Nachteile bringen Vorteile und die beschreibt er 'Es gibt kein besseres Maß für die Willenskraft eines Menschen wie eines Volkes, als die Schwierigkeiten, die bei seiner physischen und moralischen Leistung zu überwinden sind.' (Seite 129)
Zurückgreifend auf persönliche Erfahrungen und Reisen beschreibt er ausführlicher die Städte Rio de Janairo, Sao Paulo und einige alte Städte im Norden des Landes, wo er mit dem Flugzeug hinkam. Aber immer spricht Begeisterung aus den Texten. So beschreibt er uch die wahrscheinlich älteste Stadt Brasiliens und Südamerikas: Bahia. 'Hier stand der erste Pfeiler des großen kulturellen Brückenschlags über den Ozean, hier ist aus europäischem, afrikanischem und amerikanischem Urstoff die neue, die fruchtbar gärende Mischung entstanden.' (Seite 261)
Reiseführer und Monografien über Länder altern sehr schnell. Sind nicht mehr aktuell. Nur dem Namen des Autors Stefan Zweig ist es zu verdanken, dass dieses Buch noch immer verkauft und gelesen wird.
(Hinterbrühl, 18.05.2012)
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