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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannender Historien-Roman um den Aufstieg von Katharina der Großen
Mit "Der Winterpalast" entführt Eva Stachniak ihr Publikum an den russischen Zarenhof in den Jahren 1743 bis 1764 und erzählt vom schwierigen, entbehrungsreichen Aufstieg einer deutschen Prinzessin zur mächtigsten Frau Russlands. Obwohl die Autorin einen sehr erzählerischen Ton anschlägt, von vielen Ereignissen nur berichtet, als würde sie...
Vor 15 Monaten von Christian Handel (Media-Mania) veröffentlicht

versus
27 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kälte in Russland
Ich habe beim Kauf des Buches noch keine dieser Rezensionen gekannt. Mir gefiel das Cover ausnehmend gut - beim Insel-Verlag hat man diesbezüglich einen besonderen Geschmack. Auch der Inhalt schien mir interessant, denn Katharina die Große bietet für ein Buch allerhand Stoff.
Doch dann begann ich zu lesen, und nun muss ich leider den anderen...
Vor 17 Monaten von Hopfennarr veröffentlicht


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27 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kälte in Russland, 22. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Winterpalast: Roman (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
Ich habe beim Kauf des Buches noch keine dieser Rezensionen gekannt. Mir gefiel das Cover ausnehmend gut - beim Insel-Verlag hat man diesbezüglich einen besonderen Geschmack. Auch der Inhalt schien mir interessant, denn Katharina die Große bietet für ein Buch allerhand Stoff.
Doch dann begann ich zu lesen, und nun muss ich leider den anderen Beurteilungen zum Großteil Recht geben.

Das Buch hat mich seltsam unberührt gelassen. Die Protagonistin Warwara kam mir nicht richtig nah; ich kann sie mir noch immer nicht bildlich vorstellen. Ihre Geschichte hat mich nicht gefangen. Eventuell liegt es daran, dass die Autorin einen sehr großen Zeitrahmen kurz zusammenschnurren lassen musste und dadurch Sprünge entstanden. Die Spannung blieb dabei auf der Strecke.
Normalerweise ist dies bei mir nicht der Fall, aber hier habe ich häufig "quer" gelesen, weil sich das Buch langatmig zog.

Gefallen hat mir allerdings die detaillreiche Darstellung des 18. Jahrhunderts. Sehr genau recherchiert, wurden die geschichtlichen Ereignisse wiedergegeben, Mode und Alltag beschrieben. Interessant die Beschreibung des damaligen Aberglaubens während einer Schwangerschaft und die medizinischen Kenntnisse.

Alles in allem ist das Buch gut geschrieben - und auch der Titel passt: Es bleibt atmospärisch so kalt wie im Winterpalast!
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28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Historischer Roman mit Stärken und Schwächen, 23. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Winterpalast: Roman (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
Inhalt:
Als Warwaras Vater stirbt, wird sie als Bedienstete im Palast der Zarin Elisabeth aufgenommen. Aufgrund einer glücklichen Fügung darf sie ihre Stellung als unbedeutende Schneiderin jedoch schnell verlassen und wird zu einer engen Vertrauten der Kaiserin selbst. Sie ist zu einer „Zunge“ geworden, einer Spionin, die ab sofort die Aufgabe hat Intrigen und Geheimnisse aufzuspüren.
Als die junge Sophie, die spätere Katharine die Große, als Braut des zukünftigen Zaren in den Winterpalast kommt, wird sie zu deren enger Vertrauter und Freundin.

Meine Meinung:
Ein historischer Roman, der locker, flockig und abwechslungsreich geschrieben ist und durch sehr facettenreiche Charaktere glänzt. Einen wirklichen Liebling habe ich beim Lesen jedoch nicht gehabt. Jede Figur ist auf ihre Weise interessant.
Die Geschichte wird aus Sicht von Warwara erzählt, darum bekommt man auch nicht immer alle Informationen des höfischen Lebens aus erster Hand. Man folgt Warwara und wenn sie fernab des Hofes ist, dann versiegt natürlich auch der Informationsfluss an den Leser.

Leider fehlte es den Figuren trotz ihres Facettenreichtums an Tiefe, sodass ich nicht wirklich mit ihnen mitgefiebert habe. Schicksalsschläge wurden auch von den Figuren selbst nicht wirklich als solche empfunden, bzw. dargestellt und in der Geschichte nur recht nebensächlich behandelt. Über einschneidende Ereignisse wurde einfach hinweggegangen, ohne wirklich auf das Gefühlsleben der Betroffenen einzugehen. Und die Versuche die es gab, blieben trotzdem ohne Erfolg. Ich war beim Lesen nie glücklich oder traurig für eine der Figuren, dabei passiert wirklich genug in diesem Buch.
Die Geschichte war zwar interessant, die vielen Intrigen, die Auswege und Lösungen, um diesen Intrigen zu entgehen waren teilweise sehr kreativ, aber die Handlung dümpelte ohne großen Spannungsbogen vor sich hin.

Auch hätte der Palast an sich besser beschrieben werden können, denn das Setting hatte ich die ganze Zeit über nicht wirklich vor meinem inneren Auge. Das Cover ist so schön gestaltet und beflügelte schon vor der ersten Seite meine Fantasie. Ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin dieses Bild in meinem Kopf weiterzeichnet.

Wie Warwara zu der großen Spionin wurde blieb mir ebenfalls schleierhaft, denn mehr als 2-3 Tipps hat sie von ihrem Mentor nicht bekommen. Es entstand der Eindruck, dass wirklich jeder diese Aufgabe hätte übernehmen können. Das meiste schien Warwara sowieso eher zufällig aufzuschnappen ohne gezielt danach gesucht zu haben.

Fazit:
Einerseits ist die Geschichte durch das höfische Ränkespiel interessant, es gibt einige überraschende Wendungen. Andererseits bleibt die Geschichte jedoch sehr flach und emotionslos wodurch das Mitfiebern eher schwierig wird.
Eine nette Geschichte, die man nicht zu sehr hinterfragen sollte.
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannender Historien-Roman um den Aufstieg von Katharina der Großen, 7. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Winterpalast: Roman (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
Mit "Der Winterpalast" entführt Eva Stachniak ihr Publikum an den russischen Zarenhof in den Jahren 1743 bis 1764 und erzählt vom schwierigen, entbehrungsreichen Aufstieg einer deutschen Prinzessin zur mächtigsten Frau Russlands. Obwohl die Autorin einen sehr erzählerischen Ton anschlägt, von vielen Ereignissen nur berichtet, als würde sie sie einem Tagebuch beichten und Dialoge dadurch eine eher untergeordnete Rolle spielen, zieht die Geschichte den Leser sofort in ihren Bann. Mit Einfühlungsvermögen zeichnet sie ein Bild von den Adeligen damaliger Zeit: von der wankelmütigen, abergläubischen Elisabeth bis hin zur so unschuldig wirkenden und doch einen stahlharten Willen besitzenden Katharina.

Es ist kein Roman über das Leben oder die Regierungszeit von Katharina der Großen, sondern über die Zeit von ihrer Ankunft im Russischen Reich als unwichtige deutsche Prinzessin bis zu ihrem Aufstieg auf den Zarenthron. Dadurch wird "Der Winterpalast" eher zum Sittengemälde des russischen Hofs zur damaligen Zeit: Der Leser erfährt zwar viel über die frühen, schweren Jahre Katharinas in Russland, ebenso wichtig – und interessant – sind aber die späten Regierungsjahre von Kaiserin Elisabeth und die Darstellung des Alltags von Spioninnen wie Warwara im Winterpalast.
Mit dem Gespür für die richtigen Details erzeugt Eva Stachniak Spannung und hält den Leser an der Stange. Ihr historischer Roman wirkt so opulent wie das imposante Bauwerk, das dem Buch seinen Titel leiht: Der Winterpalast mit seinen riesigen Spiegeln, dem Marmor, dem vergoldeten Stuck, aber auch den maroden Böden und den vom Schimmel angegriffenen Wänden steht sinnbildlich für die äußerlich imposante, aber teils verlotterte Adelsgesellschaft bei Hofe. Den Glanz und den Verfall fängt die Autorin in ihrem Roman gut ein, der trotz aller geschichtlichen Referenzen vor allem von menschlichen Schicksalen erzählt. Insofern sei das Buch jedem ans Herz gelegt, der für höfische Intrigen etwas übrig hat, mehr über die Anfangszeit von Katharina der Großen am Zarenhof erfahren will oder aber Roman im Stil von "Die Schwester der Königin" mag.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Von Spionen und Intrigen, 2. April 2013
Von 
Hanna91 - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Winterpalast: Roman (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
Mit fünfzehn Jahren wird Warwara, Tochter eines Buchbinders, zur Waise. Kaiserin Elisabeth Petrowna gab ihrem Vater vor seinem Tod das Versprechen, sich in diesem Fall um sie zu kümmern. So wird Warwara zum Dienstmädchen im Winterpalast. Unglücklich über ihr Dasein als unbegabte Näherin streift sie nachts durch den Palast in der Hoffnung, der Kaiserin zu begegnen und sie um eine bessere Stellung zu bitten. Stattdessen begegnet sie dem Kanzler Bestuschew, der sich ihre Aufgewecktheit und gleichzeitige Unscheinbarkeit zunutze macht und sie zur Spionin ausbildet. Warwara entkommt der Nähstube und wird zu einer der wichtigsten Informantinnen der Kaiserin. In dieser Funktion erlebt sie das Eintreffen der jungen Sophie von Anhalt-Zerbst am Hof mit, aus welcher später Katharina die Große wird. Im Laufe der Zeit wird sie zu Sophies Freundin. Kann die Spionin Sophies Geheimnisse vor der Kaiserin verbergen?

Das Buch beschreibt den Aufstieg Sophies von Anhalt-Zerbst von einer deutschen Prinzessin zu Katharina der Großen, Kaiserin über das russische Reich. Es betrachtet rückblickend eine Zeitspanne von 21 Jahren aus der Sicht der Spionin Warwara, der kein Geheimnis und kein Gerücht am kaiserlichen Hof entgeht.

Auf der historischen Ebene konnte mich dieses Buch beeindrucken. Die meisten Buchcharaktere sind historische Persönlichkeiten, deren Lebensläufe im Buch ausführlich abgebildet sind. Abgerundet wird die Geschichte durch die Geheimnisse dieser Charaktere, welche der fiktiven Protagonistin Warwara nicht entgehen. Durch diese wird die Geschichte vom rein historischen Sachbuch zu einem lebendigen Roman, der von Intrigen, Verschwörungen und geheimen Affären zu berichten weiß.

Auf etwas mehr als 500 Seiten eine Zeitspanne von 21 Jahren abzubilden, ist sicherlich eine große Herausforderung. Die Beschreibung eines jeden Jahres ist untergliedert in kleine Abschnitte von meist 2-4 Seiten, nach denen ein kleiner oder großer Zeitsprung erfolgt. In der Konsequenz wirkt die Handlung stark zusammengerafft, sowohl freudige Nachrichten als auch Schicksalsschläge wurden auf nur wenigen Seiten beschrieben. Als Leserin fiel es mir daher schwer, die Gefühle der Charaktere nachzuvollziehen und mich in sie hineinzuversetzen.

„Der Winterpalast“ beschreibt 21 Jahre russische Geschichte aus Sicht einer Spionin. Sowohl ihr gesellschaftlicher Aufstieg und ihre Verwicklung in Intrigen und Verrat werden beschrieben als auch der Aufstieg Katharinas der Großen. Historisch konnte mich das Buch voll überzeugen. Für große Emotionen bleibt aufgrund der großen Zeitspanne auf verhältnismäßig wenigen Seiten leider nicht viel Raum. Insgesamt hat mir der Roman aber gut gefallen. Wer an russischer Geschichte interessiert ist, sollte dieses Buch unbedingt lesen!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eher enttäuschend, 23. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Winterpalast: Roman (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
"Der Winterpalast" steht z.Z. auf der Spiegel-Bestsellerliste, und ich frage mich ernsthaft, warum?! Das Buch liest sich zwar einigermaßen interessant, ist insgesamt aber sehr seicht. Echte Spannung kommt kaum auf. Die Charaktere sind fast durchweg durchschaubar und bleiben immer gleich. Es gibt kaum inhaltliche Tiefe. Gefühle kommen kaum wirklich zum Ausdruck. Situationen wie z.B. Demütigungen, Missbrauch, Fehlgeburten oder Verbannung werden nur angerissen und relativ lapidar abgehandelt. Dafür werden die Katzen der Zarin ständig erwähnt und es gibt im Nachwort sogar einen Dank diesbezüglich (???)

Eigentlich wollte ich wenigstens der Vollständigkeit halber den zweiten Teil noch lesen, jedoch soll dieses Buch sogar noch schlechter sein...

PS.: Das Buchcover wurde in einigen Rezensionen hier hervorgehoben - warum? Auf mich macht es eher den Eindruck eines typischen (billigen) "Frauenroman"-Covers (und das ist KEIN Kompliment).
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toll geschriebener historischer Roman, 25. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Winterpalast: Roman (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
Der Winterpalast ist ein toll geschriebener historischer Roman über die vergleichsweise unbekannte Zarin Elisabeth, die, da sie ehe- und kinderlos blieb, ihren preussischen Neffen Peter und Sophie von Anhalt-Zerbst als ihre Nachfolger nach Petersburg an den Hof holt.
Der Roman beschreibt sehr schön die Intrigen und das Leben am Zarenhof im 18. Jahrhundert. Auch wird immer wieder deutlich, wie dekadent der Lebensstil Elisabeths war und wie arm dagegen das Volk. Ihre Launen läßt sie stets an allen und jedem aus, vorallem auch an der jungen Sophie, die es anfangs sehr schwer hatte am russischen Zarenhof und dennoch letztendlich eine große Zarin wurde: Katharina, die Große.
Der Roman ist aus Sicht der jungen Polin Warwara geschrieben, die nach dem Tod ihrer Eltern als Schneiderin an den Hof kommt und später zur Vertrauten Katharinas wird.
Das Buch ist flüssig und spannend geschrieben. Schade, daß es so schnell zu Ende war. Gern hätte ich noch weiter gelesen über das Leben Katharinas als Zarin. Wer weiß, vielleicht gibt es ja mal einen weiteren Band dazu von Eva Stachniak.
Ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mitreißender historischer Roman über die junge Katharina die Große, 8. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Winterpalast: Roman (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
Ich war sofort eingefangen in die Atmosphäre dieses wunderbaren Romans, man wähnt sich direkt am Zarenhof, schaut mit Warwara durch die geheimen Türen uns belauscht mit ihr die Intrigen des Hofes. Der Kniff der Autorin, diese 'Spionin' zu erfinden, um so den Leser ganz nahe an die junge Katharina die Große heranzuführen, hat mich begeistert. Mit Katharina und Warwara zeigt Eva Stachniak zwei starke Frauenfiguren, die den Leser bzw. die Leserin ins 18. jahrhundert nach Rzussland entführen, und deren Leben am Hof man mit angehaltenem Atem begleitet.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Winterpalast, 13. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Winterpalast: Roman (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
Der Winterpalast: Roman (insel taschenbuch)

Ich habe das Buch gekauft, weil ich eigentlich etwas über Katharina die Große erfahren wollte und die Ankündigung auf dem Buchrücken so verstanden hatte.
Doch zu meiner Überraschung wurde das Leben am russischen Hof aus der Sicht einer Spionin erzählt, die die Ankunft und die ersten ca. 10 harten Jahre von Katharina unter der Zarin Elisabeth bei Hofe erlebt.

Auch wenn ich über die Wendung dieser Sichtweise überrascht war, hat mich die Spannung schon auf den ersten Seiten gepackt und die meisten Strecken des Buches getragen. Ich war fasziniert von den offenen und heimlichen Informationen, den vielen Geheimgängen und Gucklöchern hinter jedem Zimmer und dem Alltag bei Hofe, obwohl ich mich bisher nicht für Intrigen-Kram interessiert habe. Mir kam die Erzählerin, die Spionin Wawara sehr nahe, indem ihre Not gezeigt wurde, weshalb sie überhaupt Spionin wurde und wie sie ihr Leben im Rückblick immer wieder in Frage stellt.

Als ich mit der Zeit eine Irritation empfand, dass diese Spionin Wawara immer nur im Leben anderer lebt, war es nicht weit bis zu dem Augenblick, dass sie selbst realisiert, dass sie durch ihre Spionagetätigkeit eigentlich kein eigenes Leben lebt, sondern immer nur das der anderen. Nun versucht sie einzugreifen, wo sie das aus ihrer niedrigen Stellung heraus kann.

Ja, es ist wahr, es gab auch für mich mal ein oder zwei Momente der Langeweile. Doch dann wurde mir klar, dass es genau diese Langeweile bei Hofe wiederspiegelt, wenn sich alles immer nur um die Alleinherrscherin dreht und diese mit ihren Launen die Welt bei Hofe dominiert. Alle anderen sind eigentlich kaum handlungsfähig und müssen warten.

Alles in allem fand ich das Buch spannend bis erschütternd, super-interessant und absolut empfehlenswert!!! Es hat mich der russischen Geschichte und dem Blick von dort aus ein Stück näher gebracht.
5 Sterne!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der Winterpalast, 31. Oktober 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Das Buch liest sich für mich wie eine Aufstellung - was ist, was war. Es fehlt mir irgendwie ein zusammenhängendes
"Bild". Das erste Buch fand ich besser, hier wurde auf eine Person hin gearbeitet, der geschichtliche wahre Sachverhalt
hat die ganze Sache unterhaltend, informativ gemacht. Wie gesagt, das Buch liest sich wie ein Tagebuch, nicht wie ein
Roman. Ich war enttäuscht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wintermärchen, 16. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Winterpalast: Roman (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
Die Polin Barbara kommt als junges Mädchen an den russischen Kaiserpalast. Als Tochter eines Buchbinders arbeitet zunächst als Dienstmagd in der Nähstube. Bald schon wird sie vom Kanzler der Kaiserin Elisabeth entdeckt und zur Spionage ausgebildet. Ungefähr zeitgleich kommt Sophie, Prinzessin von Anhalt-Zerbst (die spätere Katharina die Große) an den russischen Hof. Ebenfalls ein junges Mädchen, aus Deutschland. Sie soll mit dem Neffen der Kaiserin verheiratet werden. Barbara, mittlerweile russisch Warwara genannt, wird ihre Vertraute und pendelt fortan als Informantin zwischen Kaiserin Elisabeth, der Großfürstin Katharina und dem Kanzler...

Ein russisches Wintermärchen mit wahren Eckdaten. Ich habe das Buch gerne gelesen und kann mich daher auch den negativen Kritiken nicht anschließen.

Ich finde, es spielt keine Rolle, ob man sich (unter dem Aussehen) der "Zunge" Warwara etwas vorstellen kann. Schließlich ist es deren größte Kunst, unsichtbar zu bleiben und aus dem Verborgenen zu beobachten. Und der Leser, angeleitet von Warwara, beobachtet mit: Den Aufstieg und Verfall der Kaiserin Elisabeth, die Krönung Peters III., seinen Sturz durch seine Ehefrau Katharina, die ewige Nach- und Thronfolgerfrage, Liebschaften, Intrigen, Glück und Leid. Untermalt wird alles durch Beschreibungen des russischen Hofes und der wunderbaren (Winter-)Landschaft Russlands. Unendliche Weite...

Wer sich mehr als historische Hardfakts oder Spannung im klassischen Sinne erwartet, wird enttäuscht sein. Wer aber die Geduld hat, sich in Stimmungen und Atmosphäre entführen zu lassen, wird mit einem russischen Wintermärchen belohnt, das zahlreiche wunderbare Lesestunden bietet. Für mich klare 5 Sterne!
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Der Winterpalast: Roman (insel taschenbuch)
Der Winterpalast: Roman (insel taschenbuch) von Eva Stachniak (Taschenbuch - 21. Oktober 2012)
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