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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ach ja, Dickens...
Ist immer so eine Sache mit den großen Romanen des 19. Jahrhunderts. Die einen sagen, daß das DIE GROSSEN ROMANE schlechthin seien, daß die Kunst des Romanschreibens überhaupt zu ihrer Vollendung gekommen sei im 19. Jhd. Mag sein. Sofort denkt man an Flauberts "Madame Bovary", an Tolstoi und natürlich Dostojewski, an Fontane, Balzac, Stendahl,...
Veröffentlicht am 7. Mai 2012 von Gavin Armour

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schwer
Habe das Buch nach der Hälfte weg gelegt. Durch die altertümliche Sprache und die gesamte drückende Stimmung empfand ich es mit wenigen Ausnahmen sehr langatmig und schwer zu lesen.
Vor 1 Monat von Fernweh 1972 veröffentlicht


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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ach ja, Dickens..., 7. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Große Erwartungen: Roman (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
Ist immer so eine Sache mit den großen Romanen des 19. Jahrhunderts. Die einen sagen, daß das DIE GROSSEN ROMANE schlechthin seien, daß die Kunst des Romanschreibens überhaupt zu ihrer Vollendung gekommen sei im 19. Jhd. Mag sein. Sofort denkt man an Flauberts "Madame Bovary", an Tolstoi und natürlich Dostojewski, an Fontane, Balzac, Stendahl, Hugo aber auch die großen Unterhalter wie Dumas et al. Und Dickens. Dickens? Was war der denn nun? Ein Weltliterat oder doch nur ein schnellschreibender Zeilenschinder, der drei, vier Sachen zugleich runterschmierte, weil er irgendwie seine Familie(n) durchbringen musste? Letzteres hat mir mal jemand in einem Seminar erklärt. Nun denn. Gute oder gar große Literatur darf doch gelegentlich auch unterhalten, oder?

Nicht alles, was der gute Charles so von sich gegeben hat, muß gefallen. Doch "Große Erwartungen" ist nun defintiv einer seiner besten, seiner größten Romane. Nimmt man "David Copperfield", "Oliver Twist" und "Bleak House" dazu, hat man sicherlich einen guten Dickesnkanon, der einen ersteinmal beschäftigt hält.

"Great Expectations" hat all die Vor- und Nachteile, die Dickens eben ausmachen: es fesselt, es rührt, es hat eine teilweise schaurig-unheimliche Geschichte und Atmosphäre, tolle Typen (wobei ich zugebe, daß meine Lieblingsdickensfiguren nicht aus diesem Roman stammen - es lebe Uriah Heep, allein für diesen Namen!), aber eben auch wilde Handlunsgsprünge, psychologische Ungenauigkeiten (obwohl dies gerade in diesem Buch nicht so zutrifft, wie in anderen, Pips Seelenleben und -nöte sind schon gut und genau erfasst), zuviele Zufälle und ist - wie immer beim großen Engländer - überkonstruiert. Aber dennoch ist es eines der besten seiner Werke. Ich finde hier übrigens auch interessant, daß es etwas weniger Humor aufweist, als frühere Werke aus seiner Feder (obwohl es eine Tragikomödie sein sollte). Und es ist dichter in der Erzählweise, moderner, auch stringenter. Da es einer seiner letzten Romane war und er sicherlich schon gezeichnet war von den zunehmenden Krankheiten und der Erschöpfung, die ihn am Ende seines Lebens häufig und schließlich bleibend befiel, mag das diesen Umständen geschuldet sein. Seine Blick ist wie immer scharf und kritisch. Die englische Gesellschaft als undurchlässige Klassengesellschaft mit leeren Ritualen und Idealen wird einmal mehr genauestens seziert.

Inhaltlich ist es "David Copperfield" verwandt, beides sind in gewisser Weise coming-of-age-Romane, in beiden bemüht sich ein junger Mensch, den Unbilden der Armut zu entkommen, in beiden wird er gewissen Seelennöten ausgesetzt, wobei Pip hier m.M.n. noch genauer beschrieben und erfasst wird in seiner Angst vor und um den entflohenen Strafgefangenen Magwitch. Seine Liebe zu Estella und deren Hartherzigkeit muten manchmal an wie ein moderner Bericht über das Liebesleben junger Leute und Pips Wandlung zum snobistischen Dandy, der sich seiner eigenen Verwandten schämt, leuchtet dramaturgisch ein. Daß das Ende der "großen Erwartungen" gekommen ist, als sich das Geheimnis um Pips plötzlichen Wohlstand lüftet und er sich ins Ausland zurückziehen muß um schließlich - geläutert - heimzukehren und doch noch in Estellas Arme zu sinken, ist purer Dickens mit all seinen Happy-End-Hoffnungen. Man mags oder nicht, doch am Ende dieser 500 Seiten, in denen man all diese Figuren kennen- und liebengelernt, man mit ihnen gefiebert und gefürchtet und gelitten hat, freut man sich, wenn sie ein wenig Glück finden, mag die Realität auch meist anders aussehen.

Wie Anthony Burgess einmal auf die Frage nach Joyce' "Ulysses" und deren Lesbarkeit geantwortet hat: Einfach lesen, nicht nach dem Sinn fragen, nicht sich fragen, ob man alles versteht, einfach lesen und genießen! - so möchte man auch über Dickens sagen: einfach lesen!! Ist das DIE GROSSE Weltliteratur? Vielleicht, vielleicht auch nicht (ich denke schon), unterhaltsam UND aufschlußreich als Zeugnis seiner Zeit ist es allemal.
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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Charles Dickens - der König des Romans, 25. Dezember 2011
Von 
Sommerwind - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Große Erwartungen: Roman (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
So lautet der Titel zu John Irvings elogenhafter Einführung in Dickens "Große Erwartungen" (1861). Irving hat natürlich Recht: Charles Dickens (1812-1879) war und ist der König des Romans. Und "Große Erwartungen" ist eines seiner vielen Meisterwerke. Irving schwärmt, "ein guter Titel - einer von dem viele Schriftsteller sich wünschten, er wäre frei, ein Titel, den viele wunderbare Romane hätten haben können 'Der große Gatsby', 'Die Fahrt zum Leuchtturm', 'Der Bürgermeister von Casterbridge', 'Fiesta', 'Anna Karenina', 'Moby Dick' - sie alle sind selbstverständlich Bücher über große Erwartungen." (Irvings Aufsatz ist enthalten im Band "Rettungsversuch für Piggy Sneed" bei Diogenes.)
Der, der diese großen Erwartungen hat, ist Pip, eine der berühmtesten Figuren der Weltliteratur, aus ärmlichen Verhältnissen stammend, durch ganz merkwürdige Umstände zu Wohlstand und gesellschaftlicher Anerkennung gekommen. Der Plot ist bekannt - und Dickens' manchmal etwas irrationale Neigung zum Happy End auch.
Schauen wir ein wenig auf diese Ausgabe: Der Insel-Verlag tut des es dem Fischer-Verlag gleich und bringt bewährte Klassiker in neuer, optisch modernisierter Aufmachung heraus. Am Inhalt ändert sich dadurch nicht automatisch etwas. Und daher liegt hier auch eine schon über hundert Jahre alte Übertragung von Dickens#' Klassiker ins Deutsche vor. Das hat den einen oder anderen (Amazon-) Rezensenten zu höhnischen Kommentaren in Bezug auf diese Wiederveröffentlichung veranlasst. Tatsächlich gibt es dafür keinen Grund.
Zwar liegt mit Melanie Walz' aktueller Übertragung (im Hanser-Verlag) eine moderne, hochgelobte, in vielerlei Hinsicht sehr gelungene Übersetzung vor. Aber auch die alte von Paul Heichen hat ihre Vorzüge. Dort, wo Walz allzu sehr modernisiert und auch den Satzbau bisweilen über Gebühr vereinfacht, da lässt Heichen noch viel von der sprachlichen Eleganz des englischen Romanciers erkennen. Horribile dictu: In der älteren Übertragung kommt uns Dickens' Sprachwitz und Ironie doch gelegentlich näher als in der Neuausgabe. Dafür gibt es freilich manch bittere Pille zu schlucken. Heichen hat zu mancherlei Vokabel gegriffen, die den heutigen Lesern nicht mehr geläufig, nicht mehr vertraut ist. Da wirkt Dickens, dieser durch und durch moderne Schriftsteller, dann doch und völlig schuldlos ein wenig antiquiert.
Trotzdem eine noch immer sehr lesenswerte und schöne deutsche Fassung von Dickens' Roman - die auch neben der Neuübersetzung von Melanie Walz Bestand haben dürfte.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erwartungen an das Erwachsenwerden, 28. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Grosse Erwartungen (Taschenbuch)
Der Junge Philip Pirrip, der seinen Namen einst zu Pip verkürzte, eine Vollwaise, lebt im grauen, nebligen, öden Marschland. Aufgezogen wird er von der Schwester mit eigener Hand", was für ihn gleichbedeutend mit ständiger Drangsalierung und Demütigung ist: In der kleinen Welt, in der Kinder aufwachsen, wird nichts so genau wahrgenommen und empfunden wie Ungerechtigkeit, ganz gleich, von wem sie erzogen werden ... Seit meiner frühesten Kindheit hatte ich innerlich einen ständigen Kampf gegen die Ungerechtigkeit auszufechten ..." Joe, der Dorfschmied und Ehemann der Schwester, ist zu schwach und zu gutmütig, ihn vor deren Übergriffen zu schützen, ist ihm aber gleichzeitig bester Freund und einziger Halt seiner Kindheit. Unvermittelt und unerwartet geschehen Ereignisse, die ihn aus dem engen Leben der Dorfschmiede hinausführen in eine bizarre Welt des Wohlstands, eröffnen sich ihm große Erwartungen" durch einen unbekannten Wohltäter. So erbärmlich sein Leben in der Schmiede war, so großartig lebt er nun in London auf seine großen Erwartungen hin, vergißt seine Freunde in der Heimat, gibt Geld aus und versucht, trotz aller Ausschweifungen, ein halbwegs anständiger Mensch zu bleiben.

Auch in diesem Buch treffen wir mit dem größten Vergnügen auf die skurrilen Figuren, die üblicherweise die Romane von Dickens bevölkern. Es sind prägnante Gestalten, die neben den Merkmalen ihrer Klasse über psychologisch (bereits vor Freud) gut erfaßte individuelle Merkmale und Schrullen verfügen. Einprägsam wird die Einbettung der Menschen in ihr soziales Milieu geschildert. Dickens übt jedoch nicht nur Kritik an sozialen Mißständen, sondern auch und vor allem an menschlichem Fehlverhalten, und so sind am Schluß des Romans alle Personen, auch die gutmütigsten und liebenswürdigsten, irgendwie mit Schuld beladen, und einer jeden wird das Recht auf Verzeihung gewährt. Dickens Erzählmethode entspricht in großen Zügen der des 18. Jahrhunderts, die sich durch eine unaufhörliche Aneinanderreihung von Abenteuern auszeichnete. Er geht jedoch in seiner Komposition weit darüber hinaus und schafft ein lebendiges Gesellschaftsgemälde seiner Zeit.

Im zweiten Drittel des Buches lebt Pip in Erwartung" in London und ist hauptsächlich mit Geldausgeben beschäftigt. Erst im letzten Teil trifft er seinen Wohltäter, dessen Erkennen für ihn jedoch zunächst alles andere als Grund zur Freude ist, bis sie der rasante Verlauf der Ereignisse einander näherbringt. In einem scheinbar unbedeutenden Satz wird Dickens Menschenbild deutlich: Es gehörte zu meines Vaters Prinzipien, daß nur derjenige ein Gentleman mit gutem Benehmen ist, der in seinem Innern ein Gentleman ist. Er sagt, kein Anstrich könne die Beschaffenheit des Holzes überdecken." So wird am Ende jeder den ihm zustehenden Platz einnehmen. Aber bis dahin müssen sich die Romangestalten aus ihrer Fremdbestimmung lösen, die von Dickens teilweise deutlich dargestellt, teilweise hintergründigpsycholgisch vermittelt wird.

Für den Leser bedeuten die über 500 Seiten Lesevergnügen pur, man wird in den Strudel der Ereignisse hineingesaugt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragendes Werk., 19. April 2012
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieses Buch hat mich von Anfang an gefesselt. Detailliert wird die Geschichte eines jungen Emporkömmlings dargestellt, der sich in der englischen Gesellschaft als Waisenjunge beweisen muss und keinen größeren Traum hat, als ein Gentlemen zu werden. Vor allem verglichen mit anderen Romanen aus dieser Zeit ist "Große Erwartungen" äußerst anschaulich und gut verständlich geschrieben und zieht den Leser von Anfang bis Ende in seinen Bann.

Uneingeschränkt zu empfehlen, auch für Leser, die sonst wenig klassische englische Literatur lesen.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein zeitloser Klassiker!, 5. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Grosse Erwartungen (Taschenbuch)
Charles Dickens' Meisterwerk "Große Erwartungen", welches Mitte des 19. Jahrhunderts erschien, handelt von dem Weisenjungen Pip und seiner unsterblichen Liebe zu der schönen, aber kaltherzigen Estella. Um ihren Ansprüchen gerecht zu werden, setzt Pip sich in den Kopf, eines Tages ein angesehener Gentleman zu werden. Und tatsächlich schafft er es mit Hilfe eines ihm unbekannten Gönners, aus seinen bescheidenen Verhältnissen zu fliehen und nach London zu gehen. Doch der Weg zum feinen Herrn ist hart und steinig.....
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, weil es trotz der Länge von über 700 Seiten nicht langweilig wird. Die Lernmaterialien helfen außerdem, die Geschichte besser zu verstehen.
Fazit: Ein Klassiker, der im Regal nicht fehlen darf.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine phantastisches Buch!, 24. April 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Große Erwartungen (Broschiert)
"Große Erwartungen" ist beinahe die Geschichte eines Märchens: Ein junger Mann (Pip) erhält durch einen unbekannten Gönner Geld und ihn werden für die Zukunft, na ja, eben "große Erwartungen" in Aussicht gestellt. Allerdings ist doch wieder alles anders, als im Märchen: Pip verändert sich durch seinen Reichtum immer mehr zum Snob, der unbekannte Gönner ist ein ehemaliger Sträfling und die Frau, die Pip liebt, zerstört fast sein Leben (doch Estellas Leben wurde vorher auch zerstört).
Das Buch ist einfach phantastisch geschrieben,in einer tollen Sprache. Es gibt kaum Schwächen im Handlungsgerüst (na ja, vielleicht der Schluss... na und?). Meiner Meinung nach das beste Dickens-Buch.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen NDR Hörspiel aus den 1980er Jahren, 7. März 2012
Von 
callisto (Freiburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Grosse Erwartungen: Hörspiel (Audio CD)
England, Mitte des 19. Jahrhunderts. Pip wächst nach dem Tode seiner Eltern bei seiner zänkischen älteren Schwester und deren gutmütigem Mann (einem Schmied) auf. Eines Abends begegnet er auf dem Friedhof einem entsprungenen Sträfling, der ihn unter Drohungen dazu nötigt, ihm Nachts eine Feile und etwas zu essen zu bringen. Der verschüchterte Junge gehorcht und liefert das Gewünschte, nicht ahnend, dass diese Tat sein späteres Leben beeinflussen wird, genauso wie sein Besuch bei Miss Havisham. Miss Havisham wurde am Tag ihrer Hochzeit von ihrem Bräutigam sitzen gelassen und trägt noch immer das Hochzeitskleid und die Hochzeitstafel modert immer noch gedeckt seit Jahren vor sich hin. Pip soll ihrer Pflegetochter Estella Gesellschaft, die Miss Havisham dazu erzieht, Männer zu verachten, ihnen das Herz zu brechen und so für sie Rache am männlichen Geschlecht zu nehmen. Pip verfällt Estella und ist daher überglücklich, als er durch einen unbekannten Wohltäter aus seinen kleinen Verhältnissen errettet wird. Er soll in London ein Gentleman werden und hegt daher große Erwartungen - auch auf Estellas Hand.

Wieder einmal sucht ein Waisenkind sein Weg zum Glück, ein noch heute gängiges Klischee, das hier voll und ganz ausgeschöpft wird. Auch dieser Roman erschien als Fortsetzungsgeschichte (Dezember 1860 - August 1861) und auch hier wird wieder mal ein klein wenig Sozialkritik (aber nicht zu viel) geübt. Heutzutage wettert man, dass die Bücher einander ähneln, immer dieselben Themen (derzeitig Liebe und Vampire) abhandeln, aber vor 200 Jahren war das nicht besser. Irgendwie ähneln sich die ganzen Dickens Geschichten schon alle recht deutlich, die Variation eines Themas wird und duzenden von Varianten ausgeschöpft. Des Weiteren weiß man, dass jede Figur eine Rolle spielen wird, jede Handlung ihren Zweck hat, was die Geschichte an sich sehr vorhersehbar macht.
Das ändert nichts daran, dass es sich bei dieser Produktion um ein ausgezeichnetes Hörspiel handelt, das der NDR 1980 mit 228 min Laufzeit unter der Regie von Hans Rosenhauer produzierte.
Die Sprecher sind sehr gut und klingen allesamt lebendig und keiner liest seinen Text ab. Die musikalische Untermalung ist dezent genauso wie die akustische. Hier kommt es auf die Dialoge an und nicht auf Effekte. Die Geschichte ist so umgesetzt, dass man der Handlung sehr gut folgen kann.
Ein durch und durch gelungenes, klassisches Radiohörspiel.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dickens' bester Roman!, 8. September 2010
"Great Expectations" ist meines Erachtens der beste Roman von Charles Dickens. All das, was seine früheren Werke bereits ausgezeichnet haben, ist hier zur Perfektion gebracht. Die Charaktere sind, wie immer, differenziert und in ihrem Handeln glaubwürdig motiviert. Das Geheimnis, das der junge Mann mit den großen Erwartungen nach und nach aufdeckt, ist kunstvoll angelegt, seine Verwicklungen und Irrungen hervorragend beschrieben. Was das Werk von den früheren angenehm abhebt, ist die Tatsache, dass Dickens hier seine sonst üblichen weitschweifigen Nebenschauplätze und -figuren hier zugunsten eines stringenten Plots weitgehend weggelassen hat.

Auch für die Augen des heutigen Lesers hält das Buch die eine oder andere lehrreiche Lektion bereit. Wer sich alle Bücher von Charles Dickens zu Gemüt führen will, dem sei dieses als letztes - als Höhepunkt - empfohlen!
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eines der besten Werke von Dickens, 15. August 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Große Erwartungen (Broschiert)
Dickens 1860/61 entstandener Roman spielt in den Themsemarschen unterhalb Londons, wo auch Dickens selbst seine Kindheit verlebte. Er hat große autobiographische Züge und ist daher bewusst in die Zeit um 1820 verlegt. Der kleine Junge Philipp hilft einem geflohenen Zuchthäusler, seine Ketten aufzufeilen. Daraufhin zahlt dem Heranwachsenden ein Unbekannter eine vornehme Erziehung und stellt im ein großes Vermögen in Aussicht. Später kehrt der Wohltäter - es handelt sich, wie zu vermuten war, um den Zuchthäusler - zurück und wird zum Tode verurteilt. Er stirbt nach einem Fluchtversuch. Das Vermögen des „Wohltäters" wird beschlagnahmt, weshalb die „großen Erwartungen" des Jungens nicht erfüllt werden. Dickens hat mit diesem Roman einen durchweg qualitativ hochwertigen Text geschrieben, der künstlerisch kaum zu wünschen übrig lässt. Dem Leser wird großer Raum gelassen, seine eigene Phantasie auszuleben, da vielfach nur angedeutet - ja, fast suggeriert - wird. Es handelt sich bei „Große Erwartungen" neben seine berühmten Weihnachtsgeschichte um das wahrscheinlich beste Werk von Dickens. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weltliteratur, 13. April 2014
Der Titel bezieht sich auf die Erwartung großen finanziellen Reichtums, der dem verwaisten Jungen, genannt Pip, von einem ihm lange Zeit unbekannten Gönner versprochen wurde.
Der Weg vom armen, oft misshandelten Kind bis zum nicht reich gewordenen, aber zufriedenen Manne ist abenteuerlich und unterhaltsam geschildert.
Wer allerdings hauptsächlich Spaß und Spannung erwartet wird enttäuscht sein. Es ist ein besinnliches Buch, das zum Nachdenken darüber zwingt,was wirklich wichtig in unserem Leben und unseren Beziehungen ist..
Die außerordentliche Erzählkunst Ch.Dickens, seine anschaulichen und analytischen Darstellungen und sein Verständnis für die einfachen Leute kommen in diesem Roman besonders zum Ausdruck. Ich empfehle es als besonders lesenswertes Werk der Weltliteratur.
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Große Erwartungen: Roman (insel taschenbuch)
Große Erwartungen: Roman (insel taschenbuch) von Charles Dickens (Taschenbuch - 14. November 2011)
EUR 9,99
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