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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nihilismus und Liebe, 5. Mai 2008
Von 
Rolf Dobelli (Luzern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Väter und Söhne: Roman (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
„Sehen Sie nur, was Ihre Nihilisten anrichten! Sie brennen St. Petersburg nieder!“ – Als Turgenjew 1862 nach der Veröffentlichung seines Romans erstmals in die von Unruhen geplagte Stadt zurückkehrte, musste er sich schwere Vorwürfe gefallen lassen. Den Begriff „Nihilist“ hatte der Autor selbst geprägt. In Väter und Söhne wird die Figur des Jewgenij Basarow damit bezeichnet. Basarow, ein junger Mediziner, wird von seinem Freund Arkadij zu einer Reise in die Provinz eingeladen und gerät dort mit der Vätergeneration aneinander. Kein Prinzip ist ihm heilig, alle Werte und Normen will er aufgeben, um Platz für Neues zu schaffen. Er duelliert sich mit Arkadijs adligem Onkel Pawel, entbrennt trotz seines nüchternen Gemüts in heftiger Liebe zur schönen Anna Odinzowa und lernt eine Instanz kennen, die selbst ein Revolutionär nicht verneinen kann: den Tod. Turgenjew handelte sich mit dem Roman den Ärger vieler Landsleute ein und verbrachte große Teile seines Lebens unversöhnt im Ausland. Dennoch wurde Väter und Söhne zu einem Klassiker des russischen Realismus. Der Begriff des Nihilismus ging nicht nur in die Literaturgeschichte, sondern auch in das philosophische Vokabular und in den täglichen Sprachgebrauch ein.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beklemmende Aktualität, 21. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Väter und Söhne: Roman (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
Ich habe 'Väter und Söhne' erst jetzt erstmals gelesen. Ich habe selbst Kinder im Alter von Basarow und Arkadij und kann mich in die Gefühle der Eltern der beiden Protagonisten hineinversetzen, diese Mischung aus Stolz auf die Entwicklung des Nachwuchses, Erstaunen, wenn nicht Sorge über seine Ideen und Lebensentwürfe, aber auch Wehmut über den Wechsel der Generationen. All diese Gefühle vermittelt Turgenjew ausserordentlich lebensnah und zeitlos. Das ist es doch, was wir in den Klassikern suchen: das Echo unserer Erfahrungen und Gefühl in Menschen, in die wir uns hineinversetzen können, all das in einer Sprache, die die Zeit überdauert. Turgenjew bietet in seinem Roman eine solche geglückte Mischung.
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32 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassiker, 7. Februar 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Väter und Söhne (Taschenbuch)
Dieses ist wohl Turgenjews bekanntestes Buch und ein wirklicher Klassiker der russischen Literatur. Der Vorteil gegenüber Dostojewski ist, dass man sich nicht durch 1000 Seiten kämpfen muss, bei ähnlich schöner Sprache und psychologischem Tiefgang. Die Hauptfigur Basarow ist der erste Nihilist der Weltliteratur( jedenfalls ist Turgenjew meines Wissens nach der Erste, der diesen Begriff für eine Person verwendet) und lehnt alle herkömmlichen moralischen Vorstellungen ab. Selbst in der Liebe sieht er nichts weiter als die Hilflosigkeit vereinsamter Menschen und distanziert sich von ihr. Als er sich schliesslich selbst verliebt(seine Zuneigung wird nichr erwiedert), stürzt sein Weltbild in sich zusammen. Auch neben der Hauptfigur begegnet man interessanten Charakteren und es macht einfach Spass, dieses Buch zu lesen. Es steckt viel mehr drin, als ich es in wenigen Worten beschreiben könnte. Unglaublich rührend ist z. B. die Beschreibung der Eltern Basarow`s. Diese lieben und bewundern ihren Sohn ob seiner höheren Bildung und würden alles für ihn tun und können ihn doch nicht verstehen. Ein Buch dass ganz klar zu meinen absoluten Lieblingsbüchern zählt.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk der Weltliteratur, 17. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Väter und Söhne: Roman (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
Turgenjews Roman über den "Nihilisten" Basarow, seinen Freund Arkadij, die Väter der beiden Protagonisten, und die beiden Frauen, die von ihnen geliebt werden, ist ein Meisterwerk der Weltliteratur.
Er zeigt die Spannungen zwischen den Generationen, die Versuche, sich selbst zu behaupten; auch soziale und ökonomische Probleme werden angerissen (der Roman spielt etwa zu der Zeit, als Zar Alexander II die Leibeigenschaft in Russland aufhob).

Der Autor ist ein glänzender Beobachter und großer Psychologe. Seine Dialoge sind meisterhaft; sie lassen gelegentlich manches in der Schwebe oder deuten es nur an. Die wahre, tiefere Bedeutung des Gesagten wird sich dem aufmerksamen Leser, der über Einfühlungsvermögen verfügt, aber erschließen. Insofern verlangt Turgenjew seinen Lesern eine gewisse emotionale und geistige Aktivität ab. Eben das hat mir die Lektüre sehr reizvoll gemacht.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tiefsinn und Schwermut, 7. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Väter und Söhne (Gebundene Ausgabe)
Vielleicht sind Russen wirklich viel tiefsinniger; denn auch in Turgenjew's "Väter und Söhne" werden - wie in so vielen russischen Büchern - die ganz großen Fragen - die nach dem Sinn des Lebens - gestellt. Und teilweise auch beantwortet, zumindest insofern, als verschiedene Personen verschiedene Möglichkeiten zu leben vorführen. Da gibt es die Gutsbesitzer, die außer "Seelen" zählen nichts zu tun haben, oder die Bauern auf dem Dorf, mit ihrem beschränkten Horizont; sie stellen die Generation der Väter. Die Söhne, das sind Studenten, im Konflikt mit Vergangenheit und Zukunft, Tradition und Moderne. Eigentlich hat das Buch also ein immer aktuelles Thema zum Inhalt. Die spezielle Färbung erhält es dadurch, daß immer auch die Frage nach dem Russentum aufkommt, und weil die Alternativen und Konflikte sehr radikal sind. Von Anarchismus bis Leibeigenschaft reicht die Palette der Ansichten. Leben retten als Arzt oder alles zerstören als Nihilist. Und das alles gibt's bei Turgenjew in einem wunderschön leichtem Dialog-Stil. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wertesysteme auf dem Prüfstand, 5. Juni 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Väter und Söhne: Roman (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
"Wir sind Nihilisten!" rufen die beiden Protagonisten aus. Sie wollen keine Autorität und keinen Grundsatz anerkennen, außer sie bewerten diese durch eigene Überlegungen als sinnvoll. Dass diese Einstellung damals wie heute auf Ablehnung durch die ältere Generation stößt, die ihr Wertesystem, ihre kulturellen Errungenschaften und damit ihre soziale Ordnung in Gefahr sieht, liegt auf der Hand.
Iwan Turgenjews "Väter und Söhne" ist damit nicht nur ein sprachlich außerordentlich ästhetischer Roman, er thematisiert auch den Generationenkonflikt in Russland um die Mitte des 19. Jahrhunderts. Tragische Gestalt des Romans ist Jewgeni Basarow, ein Nihilist, der die Ratio im Allgemeinen und die Naturwissenschaften im Besonderen als alleinigen Fixstern akzeptiert, nach dem sich das Leben ausrichtet. Romantischen Gedanken und gefühlsbetonten Augenblicken flieht er. Dies gelingt ihm so lange, bis er sich verliebt und sein Weltbild ins Wanken gerät.
Turgenjew ergreift dabei keinerlei Partei. Am Ende des Romans liegt es am Leser selbst sich zu entscheiden. Vielleicht vermag der Roman gerade wegen dieser Offenheit den Leser über die Seiten der Lektüre hinaus zu beschäftigen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk der Weltliteratur, 20. April 2007
Turgenjews Roman über den "Nihilisten" Basarow, seinen Freund Arkadij, den Vätern der beiden Protagonisten, und den beiden Frauen, die von ihnen geliebt werden, ist ein Meisterwerk der Weltliteratur.

Er zeigt die Spannungen zwischen den Generationen, die Versuche, sich selbst zu behaupten; auch soziale und ökonomische Probleme werden angerissen (der Roman spielt etwa zu der Zeit, als Zar Alexander II die Leibeigenschaft in Russland aufhob).

Der Autor ist ein glänzender Beobachter und großer Psychologe. Seine Dialoge sind meisterhaft; sie lassen gelegentlich manches in der Schwebe oder deuten es nur an. Die wahre, tiefere Bedeutung des Gesagten wird sich dem aufmerksamen Leser, der über Einfühlungsvermögen verfügt, aber erschließen. Insofern verlangt Turgenjew seinen Lesern eine gewisse emotionale und geistige Aktivität ab. Eben das hat mir die Lektüre sehr reizvoll gemacht.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen von Vätern und Söhnen, 15. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Väter und Söhne: Roman (Taschenbuch)
"Väter und Söhne" ist die Geschichte des kühlen und etwas spöttischen Nihilisten Basarow, der alle überkommenen Werte, die gesellschaftlichen Institutionen und jedes romantisierende Sentiment seiner Zeit ablehnt. Er findet zwar begeisterte Gefolgschaft in seinem Freund Arkadij, mit dem er einige Tage im Haus von dessen Vater verbringt, eckt jedoch mit seinen Thesen bei der älteren Generation, insbesondere bei Arkadijs Onkel Pawel Petrowitsch, an. In hitzig geführten Gesprächen diskutieren Basarow und Pawel Petrowitsch die Frage nach der einzig richtigen Gesellschaftsform. Leitmotiv des Romans ist dabei der immerwährende Konflikt zwischen den Generationen und die Schwierigkeit, die Position der jeweils anderen zu verstehen."Väter und Söhne" ist einer der bekanntesten russischen Gesellschaftsromane, der die Befindlichkeiten Russlands Mitte des 19.Jahrundert sehr anschaulich porträtiert. Turgenjew zeigt bilderreich ein in seiner eigenen Gegenwart noch gelähmtes Russland, das seinen Aufbruch in die Moderne erst noch vor sich hat.Turgenjew ist vor allem mit der am Ende etwas märtyrerhaften Figur Basarow ein komplexer Charakter gelungen, der einerseits polarisiert, andererseits eine ganz besondere Anziehungskraft ausübt, weil er aus der Masse hervorsticht und den eigenen Zeitgenossen neue Denkwege aufzeigt. Dies macht auch den besonderen Reiz von "Väter und Söhne" aus. Auch wer sich für das Russland des 19. Jahrhunderts interessiert und sich ein genaues Bild von der damaligen Gesellschaft machen möchte, sollte "Väter und Söhne" unbedingt einmal gelesen haben.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ist nicht jeder von uns ein "Basarow" ?, 31. März 2006
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Väter und Söhne (Taschenbuch)
Ich glaube, mir wird kein Buch dermaßen in Erinnerung bleiben wie Turgenjews "Väter und Söhne". Als Jugendlicher fühlt man sich mit einen der beiden Helden dieser Geschichte verbunden. Dieses Buch war das dritte russische Buch, das ich gelesen habe und obwohl unzählige auch wunderschöne Romane und Prosastücke folgten, kein Werk hinterließ in mir solch einen starken Eindruck wie "Väter & Söhne". Turgenjews Stil und dessen Wortauswahl reißt einem das Herz aus der Brust; Melancholie pur!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Turgenjew's Meisterwerk, 14. Oktober 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Väter und Söhne: Roman (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
Nicht einem Kapitel, ja nicht mal einer einzigen Seite haftet etwas Unrelevantes an. Turgenjew fasste sich bei seiner realitätsnahen Schilderung des kurz vor dem Umbruch stehenden Russlands recht kurz und knapp, aber dafür in solch wortgewaltiger Manier, dass das Buch einen immer wieder zum Lesen einlädt. "Väter und Söhne" spielt in der Zeit, als die Leibeigenschaft kurz vor dem Ende steht. Die Gesellschaft ist im Wandel und eine sozio-kulturelle Bewegung fällt besonders auf, nämlich die der Nihilisten. Also Leute, die jegliche Autoritäten ablehnen und für Romantik nichts übrig haben.

Ein solcher Nihilist ist Jewgenij Basarow, ein Medizinstudent, und bester Freund von Arkadij, ein anderer wichtiger Charakter im Buch. Basarow ist in diesem Stück jedoch die klare Hauptfigur. Turgenjew wurde nach Erscheinen des Buches vorgeworfen, er habe den überzeugten Nihilisten zu negativ dargestellt. Ich kann dem - wie viele andere - nicht folgen und denke, Iwan Turgenjew hat hier einen perfekt gezeichneten Charakter entworfen, der sicherlich nicht unreflektiert seine Ansichten zum Besten gibt, aber ebenfalls mit viel Zuneigung beobachtet wird. Dass hier eine frühe literarische, ehrliche Auseinandersetzung mit dem Phänomen Nihilismus stattfindet, drückt das Buch auch mit einigen anderen Charakteren aus. Den schon angesprochenen Arkadij fällt es im Laufe der Geschichte immer schwerer mit seinem Freund Basarow einer Meinung zu sein; der hauptsächliche Grund dafür ist die Liebe zum anderen Geschlecht. "Liebe" entwickelt sich ab der Hälfte des Werkes zum zentralen Thema, und auch für Basarow selbst stellt sich diese nicht überraschend als Herausforderung dar. Für amüsante Momente sorgt die Figur Sitnikow, eine Art Protege von Basarow. Er kommt zwar nur an sehr wenigen Stellen vor, doch die verraten, dass Turgenjew mit Sitnikow eine Karikatur von dessen Meister zeichnen wollte. Was ihm vortrefflich gelang.

Des Weiteren ist "Väter und Söhne" durch und durch ein Bild des Generationenkonflikts. Ein immerwährender Prozess, man könnte meinen von der Natur vorgeschrieben, der in "Väter und Söhne" weder Gewinner noch Verlierer findet. Genau in der exzellenten Beschreibung des Kampfes zwischen Jung und Alt kristallisiert sich das Besondere, das vielleicht für alle Zeit Fassbare heraus.
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Väter und Söhne: Roman (insel taschenbuch)
Väter und Söhne: Roman (insel taschenbuch) von Iwan Turgenjew (Taschenbuch - 28. Mai 2007)
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