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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen40
4,4 von 5 Sternen
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am 6. November 2011
Über die Größe des Buches muss ich hier keine Worte verlieren, möchte es aber zur Umsetzung tun:

Die 49 Cent ist das Ebook allemal wert, auch wenn ich schon zwei gedruckte Versionen bei mir stehen habe. Dennoch fällt die Fehlerdichte unangenehm auf: Der Text ist eingescannt (von einem guten Scanner und einem guten Formatierungsprogramm), doch nicht ein einziges Mal probegelesen. Falsche Absätze und fehlende Anführungszeichen sind die häufigsten Fehler, manchmal fehlen Buchstaben, aber auch typische Scan-Fehler, wie "sehen" statt "schon", sind zu finden.

Fazit: Großartiges Buch; ein lohnender Kauf; Menschen, denen Fehler nicht in die Augen springen, haben, wie in vielen Bereichen des Lebens, einen klaren Vorteil.
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...und dabei die Fehler im E-Book ignorieren, sofern das geht! Dostojewski entführt den Leser von Anfang an in die russische Welt um die vorletzte Jahrhundertwende, wo nächtelang während der Petersburger "weißen Nächte" gefeiert, geredet, geliebt und philosophiert wird. Man findet in dem Buch einen literarischen Reichtum, der in einer Beschreibung schwer zu fassen ist.

Die Hauptperson in diesem Buch ist der gute, naive Fürst Myschkin. Früher epilepsiekrank, kehrt er endlich geheilt nach vielen Jahren in der Schweiz nach Russland zurück. Dort wird er neugierig und sehr schnell mit offenen Armen vom russischen Kleinadel empfangen und In deren Welt einbezogen. Er versinkt in die Welt der Intrigen, Gaunereien und Verstrickungen und bleibt sich dabei immer selbst treu. Naiv, nett und immer, immer der Wahrheit treu. Egal was passiert. Dafür wird er geliebt. Zunächst.

Gleich zu Anfang verliebt er sich in die wunderschöne "gefallene" Nastasja, etwas später in die ebenso schöne, adelige Aglaja. Zwischen diesen Lieben wird er hin und her gerissen, kann sich nicht entscheiden, lügt niemals...und verliert am Schluss beide Frauen genauso wie die Zuneigung der Gesellschaft. Man verzeiht ihm seinen Vermeintlichen Betrug an Aglaja nicht.

Dostojewski versuchte vielleicht in Myschkin ein Gegenstück zu Raskolnikow (Schuld und Sühne) zu schaffen und musste dabei - vielleicht hilflos - mit ansehen, wie sein guter Mensch nicht viel Gutes schafft und am Ende scheitert.

Die menschliche Ebene ist jedoch nur eine Ebene der Geschichte. Dostojeski setzt sich außerdem kritisch mit dem alten Russland und dem westlichen Christentum auseinander und beschreibt eindringlich, wie hier Welten aufeinander treffen die keinerlei Verwandtschaft aufzeigen.

Was fehlt ist ein Glossar, welches kurz die einzelnen Personen beschreibt - denn da kann man schon mal durcheinander kommen.
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am 22. September 2013
Da ich ungern inhaltliche Spoiler in den Berwertungen hinterlasse werde ich meine Rezension relativ allgemein halten.

Der Idiot ist zweifellos eines der größten Meisterwerke der Literaturgeschichte und Dostojewski einer der herausragendsten psychologischen Denker und Menschenkenner, die sich je als Autor betätigt haben.
Seine Beschreibungen der Personen sind unheimlich realistisch und clever, gleichzeitig aber auch unglaublich unterhaltsam und witzig!

Nachdem man die ca 1000 Seiten durchgelesen hat, denkt man nicht "Endlich geschafft!", sondern wünscht sich noch weitere 1000 Seiten hinterher. (Hier hilft es einfach die anderen Werke Dostojewskis zu lesen)

Dem Autor gelingt das Kunststück ein Buch mit tiefem Inhalt zu schreiben, dessen wundervoller Stil gleichzeitg leicht zu lesen ist! Schon nach wenigen Seiten kann man das Buch kaum noch aus der Hand legen!

5 Sterne für perfekten Lesegenuss!
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am 20. April 2016
Einer schreibt den modernen Menschen, der sagen darf was er denkt, der Kind ist und Kind sein darf. Verstanden hat ihn niemand. Erst Die Brueder K dann Der Spieler und jetzt dieses grosse Werk. Ich werde alles von Dostojewski lesen, schoener wurde die persoenliche Reifung eines aussergewoehnlichen Menschen selten dokumentiert.
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am 12. August 2015
Das Buch ist schwer zu lesen, aber wie großartig ist doch es! Am Ende habe ich nur eins gedacht: Idiot! Er ist wirklich Idiot! Der russische Schriftsteller Dostojewski beschreibt eine unbegreifliche russische Seele und man kann nur immer raten: warum tut man so? Der Autor mag auch zahlreiche Überlegungen und Betrachtungen, die langweiligen sehr, aber trotzdem ist das Werk das Meisterstück der Weltliteratur!
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am 17. September 2014
Ein junger Fürst tritt in das Leben von Zeitgenossen, die alle etwas Besonderes haben. So gibt es einen unbeherrschten, schnell reich gewordenen Russen Rogoschin, der ein Faible für ein schwierige Dame Nastassja hat, die gerne provoziert. Als vierte bedeutende Person haben wir Aglaja, ein noch fast kindhaftes Wesen. Während der junge Fürst zwar innerlich stark ist, stets das Gute will, ist er krankheitsbedingt schwach (deswegen Idiot), etwas auffällig und kann sich nicht durchsetzen. Rogoschin hingegen ist durchsetzungsstark, kann tun und lassen was er will, ist jedoch unbeherrscht, triebhaft und innerlich schwach. Aglaja ist zwar gänzlich unbelastet, sorgenfrei und kindhaft glücklich, jedoch noch unerwachsen, naiv und unverständig. Nastassja ist eine erwachsene junge Dame, die bereits alles versteht, jedoch innerlich zerstört. Jeder der vieren hat also eine prägende Stärke und eine extreme Schwäche.

Daneben gibt es noch weitere Personen, Ideologen, Egoisten, Schwächlinge u.a. Diese treiben die vieren in zugespitzte Situation, insbesondere die angegriffene Nastassja wird zum Spielball von Intrigen und rücksichtslosen Spielchen. Der junge Fürst will sie retten und eine Konstellation schaffen, die für alle das Glück bedeutet. Nastassja hingegen sieht die Problematik um den Fürsten, und versucht ihrerseits, steuernd einzugreifen, wird jedoch durch ihre innere Zerrissenheit gebremst und beeinträchtigt.

Als Frage des Buches sehe ich, ob die jeweiligen Stärken der vieren die jeweiligen Schwächen überwinden kann oder ob die vier an ihren Schwächen scheitern. Dieses Spannungsgeflecht des Quartetts mitten in bösartigen Spielchen, ideologischen Gehässigkeiten und egoistischem Treiben spitzt sich nach und nach zu, ein Kampf des Guten gegen die hemmende Schwäche. Das Ende ist starker Tobak, erklärt sich aber aus dem Spannungsgeflecht, welches eine vollständigen Lösung verlangt.

Dostojewskis Werk ist unvergleichlich. Schon die Idee zeigt die Größe seines Schaffens und ich konnte dieses Werk kaum aus den Händen legen. Absolut zu empfehlen!
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am 5. März 2014
Wer ist dieser Fürst Myschkin, der einem von Beginn an sympathisch erscheint, dieser Sonderling, welcher eine kindliche Unschuld verkörpert und des Öfteren mit seiner daraus resultierenden Naivität den Leser durchweg entzückt. Dieser ganz besondere Mensch scheint der Inbegriff des schönen und guten Idealmenschen zu sein, so das es nicht so abwegig erscheint eine Parallele zu Jesus zu sehen. Seine Kindheit ist geprägt durch eine Isolation vor der Gesellschaft und ihren Konventionen. Genau diese fehlende Unterweisung in ihre Normen, wird sich in seinen späteren Handlungen hoffnungslos auswirken. Schon zu Beginn seiner Ankunft in Russland wird er Teil eines Prozesses, der durch unerwartete Geschehnisse, einer verborgenen Kausalität zu Folgen scheint, die den Fürsten in eine Welt hineinzieht und ihn nicht mehr loslassen wird. Durch seine unbekümmerte und liebevolle Art wird er schon bald in die soziale Gruppe der Familie Jepantschin involviert.
Es ist seine ungeheure Authentizität, welche der eines Kindes gleicht, die sofort durchblicken lässt, dass er nicht versucht einer entfernten Idealgestalt zu gleichen, sondern vielmehr ohne jeglichen Schein seine Natürlichkeit offenbart. Diese sanftmütige Offenherzigkeit lässt ihn anfällig machen für Intrigen, ganz dem Motto folgend " der Ehrliche ist der Dumme ". Im folgenden Romanverlauf wird er zu einer Art Instanz bei der man sein Leid plagt und sich einen Rat einholt. Er ist niemandem abgeneigt, ob es sein Gegenspieler Rogoshin ist, der ihn sogar umbringen wollte oder eine Gruppe, die sich durch nihilistisches Gedankengut auszeichnet.
Doch Dostojewski zeichnet noch einen anderen Charakter, der zeigt, dass sich das fehlen einer gesellschaftlichen Erziehung auch in einen komplett konträren Phänotypen umschlagen kann. Zu diesen Personen gehört die große Liebe des Fürsten Nastassja Filippowna, die die Regeln der Gesellschaft auf eine andere Art und Weise kompromittiert. Ihre charakterlichen Grundzüge zeichnen sich durch intrigantes, rebellenhaftes, aber auch wahnsinniges Verhalten aus. Fürst Myschkin entdeckt allerdings noch etwas anderes an dieser Frau. Bei der Betrachtung einer Fotografie Nastassjas sprechen ihn grenzenloser Stolz, aber auch etwas erstaunlich Gutherziges an, was in ihm mitleidige Gefühle für sie hervorruft. Nastassja entwickelt ebenfalls eine Liebe zu ihm, befürchtet jedoch seine göttliche Unschuld zu verderben und gibt sich daraufhin dem machtgierigen Rogoshin hin, den sie aber immer wieder versetzt und zwischenzeitlich zum Fürsten zurückkehrt. Es entsteht eine komplizierte Dreiecksbeziehung die sich tragisch entwickeln wird.
Das knapp 1000 Seitige Werk ist durch eine große Vielzahl an Charakteren geprägt, die so unfassbar psychologisch durchleuchtet werden, dass man als Leser einfach nur über die ungeheure Menschenkenntnis Dostojewskis staunen kann. Es scheint als würde der Autor über eine ganz besondere Anlage zur Empathie verfügen, mit der er seine Protagonisten so realistisch darzustellen vermag. Der Roman ist größtenteils durch sehr lange Dialoge geprägt, die gerne mal 150 Seiten lang sein können, dennoch schafft er es aber an manchen Stellen den Leser durch seine Erzählweise so zu fesseln, dass man sich als ein Teil des Dialoges fühlt und sich in das 19. Jahrhundert zurückversetzt fühlt. Geniales Meisterwerk.
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am 25. April 2016
Wie alle Bücher Dostojewskis ist es spannend zu lesen! Neugierig geworden bin ich, als ein Pastor in seiner Predigt erwähnte, dass mit dem Idioten Jesus Christus gemeint sei und das wollte ich nun wissen. Kann ich nur empfehlen!
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am 17. Dezember 2014
Dostojewski, der Name bürgt für Spannung durch Schilderung menschlicher Probleme. Der Idiot ist ein Meisterwerk. Ihr tickt nicht richtig, wenn ihr an dieser Stelle verlangt, ich soll noch fünf Worte schreiben. Ich sitze nicht in der Schule.
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am 7. Oktober 2013
Anfangen und nicht aufhören.
Liest sich gut. Ich lese gerne Bücher "zwichen den Zeilen".
Da ist viels ableitbar. Meine Empfehlung.
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