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32 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine wahre Kostbarkeit, 3. November 2001
Von Ein Kunde
Fangen wir damit an, daß dieses Buch seinen Preis wirklich wert ist: wunderschön gebunden liegt es in den Händen, auf elfenbeinfarbigem Dünndruckpapier durchwandern wir die Geschichte des Findelkindes Tom Jones. "Die kraftvolle Derbheit der Handlung, die humorvolle und lustspielhaft pointierende Darstellung sowie der hinreißende erzählerische Schwung werden in den Einleitungskapiteln der 18 Bücher des Romans kontrapunktisch abgelöst durch theoretische Exkurse, in denen der Autor über die Kunst und die Technik des Schreibens brillant meditiert." Treffender kann man es wirklich nicht ausdrücken. Man bekommt sogleich zu Beginn den Eindruck in der Stube des Erzählers zu sitzen und ein Gespräch mit ihm zu führen ÜBER seine Geschichte - er stellt Fragen, gibt Hinweise, klagt an und beschwichtigt. All das in einer durchaus verständlichen Sprache, wenn auch der Zeit angepasst. Die kurzen Kapitel wirken wie Gemälde, detailliert beschrieben, fließend und mitreißend.
Für Liebhaber schöner Bücher mehr als empfehlenswert und insbesondere als Geschenk eine wirklich gute Idee.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen gelehrte Satire und Gesellschaftsanalyse, 29. Oktober 2008
Von 
helmut seeger "liberaler" (karlsruhe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Tom Jones steht mit seinem Erscheinen im 18. Jahrhundert in der Tradition der großen erzählerischen Beiträge Englands zur Weltliteratur. Fieldings Werk steht auf der Höhe derer von Swift, Defoe sowie später Thackeray und Dickens und ist aus drei Gründen beachtenswürdig:
1. Vordergründig ist Tom Jones die abwechslungsreiche und trotz der unglaublichen Länge von nahezu 1000 Seiten nie langweilige Geschichte eines Findelkinds, das gegen alle Widerstände der Verwandten und der Gesellschaft am Ende die Tochter eines reichen Landjunkers heiratet.
Im Rahmen dieser Erzählung blättert Fielding aber die Gesellschaft des 18. Jahrhunderts mit einer Präzision auf, dass dem Roman eine verblüffende Zeitlosigkeit zugestanden werden muss. Die Freiheiten des Adels, das Elend der Armen, aber auch die relativ wohlgeordnete Struktur eines trotz aller politischen Unwägbarkeiten funktionierenden Gemeinwesens werden dem Auge des Lesers dargeboten.
Der Autor kombiniert mühelos satirisch-derbe Züge mit Gesellschaftsanalyse und philosophischen Ausführungen und gibt seinen Figuren eine psychologische Tiefe, wie sie in der Weltliteratur nur selten zu finden ist.
Thackerays Romanuntertitel "Roman ohne Helden" würde auch auf diesen Roman passen, ist doch Fielding ein viel zu genauer Beobachter, als dass er seinen Protagonisten irgend etwas Heldenhaftes lassen würde. Er verstrickt sie meisterhaft in Intrigen, Verwicklungen und Abenteuer, die äußerst temporeich und wohl in erster Linie dem Unterhaltungswert geschuldet sind. Dabei bleibt keiner moralisch völlig sauber, aber dafür sind Fieldings Personen um so glaubwürdiger und tiefer.
2. Daneben ist dies aber auch ein äußerst gelehrter, um nicht zu sagen philosophischer Roman, was Fielding in all der Dramatik geschickt verpackt. Da Fielding offenbar äußerst belesen war und seine alten Griechen und Römer - wie etwa Homer, Vergil, Horaz und Ovid) genau kannte, sind diese Ausführungen auch heute noch weit gehend aktuell und äußerst vergnüglich zu lesen und auch geeignet, das Wissen des Autors staunend zu würdigen. Der Autor ist nicht nur ein großer Kenner der Antike, sondern auch ein großer Psychologe und Dialogschreiber.
Insgesamt ist diese Kombination aus erzählerischem Vermögen und psychologischer und philosophischer Fundiertheit eine ziemlich ungewöhnliche.
3. Der Roman besteht aus 18 "Büchern", von denen jedes wiederum mit einem Einführungskapitel versehen ist, in dem sich der Autor kenntnisreich über das Schreiben auslässt. Der Leser erhält somit auch noch eine kostenlose Theorie und Einführung in die Schriftstellerei, die von seltener Fundiertheit ist.
Einen Punkt muss ich aber abziehen, da es dem weisen Satiriker nicht gelingt, ein halbwegs akzeptables und dem Roman würdiges Ende hinzukriegen. Am Ende schüttet er das Füllhorn des Glücks in einem Maße über seine Protagonisten aus, dass es zwar der Glückseligkeit aller Beteiligten dient, aber dem intellektuell versierten Leser etwas peinlich ist. Ein Autor von den Geistesgaben Fieldings sollte ein etwas raffinierteres Ende hinbekommen haben können.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dickens' Predecessor, 30. April 2000
I am tempted to say that just as Marlowe paved the way for Shakespeare, Fielding paved the way for Dickens. I do not have one single complaint about this book. The images are wonderfully portrayed. The main character Tom has many dimensions. He is a rogue, a bumbler, and a womanizer. But at the same time he is heroic, brave, and honorable. Mr. Allworthy is memorable as the virtuous guardian of Tom. Sophia is memorable as a woman with a mind of her own. One of the greatest things about this book is that even though it is over 800 pages long, it is NEVER boring. We are either in suspense, feeling pity, feeling sorrow, or trying to control our laughter. This was the 3rd book I read in History of the Novel. While I did not like the first 2 at all, I REALLY liked this one. It is interesting that Charles Dickens mentions this book in his "David Copperfield" (1850). If you like this book, you MUST see the movie where Albert Finney plays Tom.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Simply the best, ever, 17. November 1999
Gentle satire about human nature and morality in the form of the history of a foundling raised in the home of a country squire, who is exiled from the home through a misunderstanding, and eventually reunited through a series of comic coincidences.
Fielding provides a convincing argument as to the relative importance of chastity and piety as virtues by offering one character (Jones) who possesses every Christian virtue except chastity and piety, against another (Blifil) who has virtually no real virtue except chastity and piety.
The moral lesson alone would not make this the greatest novel of all time. Fielding's relaxed, dry, humorous, and affectionate style is the main attraction. Do not try to rush through this book. Be grateful for the time you spend reading it, and go slowly.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Held ohne Eigenschaften, 13. November 2007
Von 
Tanja Heckendorn "heckendorn" (Lörrach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Tom Jones: Die Geschichte eines Findelkindes. Roman (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
In Henry Fieldings Roman entführt uns der Autor in die dekadente Welt des 18. Jahrhunderts.

Dem Gutsherrn Allwerth wird ein Säugling auf die Schwelle gelegt. Der großmütige Mann nimmt den Jungen auf und gibt ihm den Namen Tom Jones. Der Junge gedeiht prächtig mit seinem dankbaren Herzen. So stellt der Auto schließlich fest, dass Tom so liebenswert war und daher keine Feinde haben konnte, außer sich selbst. Doch die höchst menschlichen Schwächen des Helden nutzt der eifersüchtige Cousin für seine Zwecke und die Dummheit des jungen Jones tut das Übrige. Tom Jones verliert die Gunst seines Ziehvaters und zieht auch noch den Zorn des Nachbars auf sich, als er sich unsterblich in dessen Tochter verliebt.
So wird Tom Jones zu einem Heimatlosen. Bei seinem Ziel, die Gunst der Gesellschaft wieder zu erlangen, macht er so manche Bekanntschaft und gerät in delikate Situationen. Schließlich wird er sogar des Mordes beschuldigt und kommt ins Gefängnis. Doch endlich beginnen die Ereignisse eine höchst unerwartete und befriedigende Wendung zu nehmen.

Die Geschichte des jungen Findlings mit dem großen Herzen und der naiven Gesinnung wird mit großer Leichtigkeit und der nötigen Brise Ironie erzählt. Der Autor bringt seine eigene Person mit vielen Kommentaren ein. Er tritt für die Schwachen ein, entschärft kritische Momente, deckt Bosheiten auf und macht menschliche Stärke sichtbar.
Die menschliche Neigung vorschnell zu urteilen und Vorurteile zu pflegen wird ebenso offen dargestellt, wie klar gemacht wird, dass Tugendhaftigkeit mehr Schein als Sein ist. Vielleicht hat er deshalb eine so offensichtliche Vorliebe für seine Hauptperson. Er gönnt Tom Jones am Ende ein vollgeschütteltes Maß an Glück.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Witziges und süffisantes Buch in bester Dickenscher Vor-Tradition, 27. März 2012
Von 
Pj - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Da das Buch ca 100 Jahr vor einem Dickens auf den Markt kam hinkt der Vergleich, aber man merkt eine geistige Linie deutlich. Die süße Sophia, Tochter eines Landadeligen, verliebt sich in ihren Kameraden der Kindheit - das Findelkind Tom Jones, mittlerweile ein prächtig aussehender junger Mann. Als Findelkind hat man ihm alles durchgehen lassen, sein Schlag bei den Frauen mit überraschend deutlich beschriebenen Techtelmechteln wurde belustigt, gar bewundernd, zur Kenntnis genommen. Aber Sophia? Plötzlich dreht und wendet sich alles gegen Tom und in einer wunderbaren Arie aus Doppelmoral, Trunkenheit, Lust, Liebe nimmt das Schicksal mit allen Beteiligten seinen Lauf. Natürlich braucht es auch einen "Hofnarr" der in seiner einfachen Art manchmal zur Wahrheit und manchmal zur unnötigen Komplikation beiträgt. Wunderbar in der Figur des Partridge, Nachkomme des Shakespearischen Narren, Vorläufer der Pickwicker.

Das Englisch ist nicht einfach. Es ist eines der wenigen Bücher, durch die ich mich ein wenig arbeiten mußte und wo einzelne Passagen durchaus zwei bis drei mal gelesen werden wollen. Insbesondere die einleitenden Kapiteln, in welchen sich der Autor in die Position des göttlichen Betrachters begibt und das Geschehen mit Parabeln, Gleichnissen etc. kommentiert, haben es in sich. Mir hat das Erarbeiten derselben Spaß gemacht, aber wem diese wirklich zu viel sind der kann sie vielleicht auch überspringen. Ein literarisches Faux Pas, aber die Geschichte versteht man dann trotzdem.

langer Rede kurzer Sinn: kein Buch für schnelle Stunden aber ein wunderbares Werk zum Versinken - in das Werk eines Autors welches schockierend lockerer ist als man sie sich das im 18 Jahrhundert vorstellt und in ein Englisch das richtig viel Freude macht.
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5.0 von 5 Sternen funny, witty, consistently on the mark, 12. August 1999
Von Ein Kunde
This book defies nineteenth-and-twentieth-century notions of verisimilitude. His ironic and amusing protestations to the contrary, the author takes great liberties, and this circumstance is perfectly consonant with his manifest aesthetic and the literary ideals of his time. These ideals are different from but not inferior to the ideals of a later age. Unless one skips all the many interpolated essays in which the author imposes himself upon the work, one will understand that it is anything but sentimental. It spares no target its caustic humor--but if one skips these essays one doesn't read the book: they are integral to it (as the author's eighteenth-century aesthetic dictates it should be).
Also recommended (for virginalists too): PENTATONIC SCALES FOR THE JAZZ-ROCK KEYBOARDIST by Jeff Burns.
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5.0 von 5 Sternen Extremely funny and modern in its satire. Absolute classic, 3. Februar 1999
Von Ein Kunde
Fielding had the gift of being satirical, funny and thought-provoking all at the same time. He was not a big fan of the existing monarchy and polished his gift for wit to expose the folly of the many notables in his day by writing for a London Paper. Anyway the story is about a baby who is mysteriously left at the doorstep of a rich and socially favored bachelor named Squire Allworthy. He takes the child in and raises him as his own son, much to the chagrin of Allworthy's nephew who feels his inheritance is threatened by the child. The story is about the childs fall from the graces of Allworthy (with a lot of help from his nephew) and the childs' later redemption. Throughout though Fielding constantly keeps the tone perfectly balanced between sorrow and satire. We as the reader are always being rewarded by Fielding with a nugget of insight on human nature and its many flaws in the funniest ways. One of the best books I've ever read. Throughly modern as well.
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4.0 von 5 Sternen Synopsis, 3. November 1998
"Tom Jones" is Fielding's daringly funny novel about the life of one Tom Jones. The book's ironic twists and whimsical hystarics make it an enjoyable piece of work. Despite its rather long plot, I recommend it to the reader because of its daring plot for that day.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wahres Feuerek an Situationskomik!, 6. September 2007
Von 
Michael Dienstbier "Privatrezensent ohne fina... (Bochum) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Sein im Vorwort zu "Jospeh Andrews" entworfenes Konzept des "comic epic-poem in prose" sowie die Instanz des auktorialen Erzählers perfektionierte Henry Fielding in seinem 1748/49 veröffentlichten und wohl bekanntesten Roman "Tom Jones" Und auch nach mehr als 250 Jahren ist dieser Schelmenroman immer noch zum Brüllen komisch.

An dieser Stellen eine Inhaltsangabe des Romans zu geben, ist schwerlich möglich, da die Handlung aus unzähligen Episoden besteht. Im Zentrum der Handlung steht der herzensgute Waisenjunge Tom Jones, der auf dem Anwesen des ebenso edlen Squire Allworthy aufwächst. Seine Schwäche fürs weibliche Geschlecht bringt Tom jedoch immer wieder in die Bredouille. Auf Grund einer Intrige des eifersüchtigen Blifils, wird er von Allworthy verstoßen und begibt sich im Anschluss auf eine ereignisreiche Wanderschaft durch das England des 18. Jahrhunderts. Ziel all seiner Wünsche ist das Herz der tugendhaften Sophia. Doch bis zum Happy End müssen alle Beteiligten noch unzählige Abenteuer, Verwirrungen und Intrigen überstehen.

Fielding zündet ein wahres Feuerwerk an Sprachwitz und herrlicher Situationskomik. Doch enthält der Roman auch eine nicht zu überlesene didaktische Komponente. Tom verkörpert das Ideal eines humanistischen Menschen, trotz aller Probleme, die er sich wegen seiner Liebschaften immer wieder einhandelt. Dagegen zeigt der Erzähler wenig Gnade für intrigante Charaktere wie Blifil oder die heuchlerischen Erzieher Square und Thwakum, deren Verhalten gnadenlos angeprangert wird.

Fazit: Immer noch ein herrliches Lesevergnügen. "Tom Jones" gehört mit zu den unterhaltsamsten Romanen des 18. Jahrhunderts.
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Tom Jones: Die Geschichte eines Findelkindes. Roman (insel taschenbuch)
Tom Jones: Die Geschichte eines Findelkindes. Roman (insel taschenbuch) von Henry Fielding (Taschenbuch - 18. Dezember 2006)
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