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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Wer liebend stirbt, stirbt einen schönen Tod ( Petrarca),
Von Helga König - Alle meine Rezensionen ansehen (#1 HALL OF FAME REZENSENT) (TOP 10 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Liebesgedichte an Laura (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
Der Lyriker Francesco Petrarca (1304-1374) lotet in den vorliegenden " Liebesgedichten an Laura" seine emotionalen Befindlichkeiten gegenüber dieser offenbar sehr schönen Frau aus. Dabei bleibt ungewiss, ob Laura tatsächlich gelebt hat oder ein Trugbild des Dichters war.Petrarca bespiegelt in seinen Gedichten seine Gefühlwelt, spricht von seinem Verlangen , seinem Seufzen, seinem Kummer und seinem Schmerz , der sich nach dem Tode Lauras noch verstärkt. Petrarca leidet an seinem Liebesgefühl. Dieses ist für ihn Lust und Qual zugleich. Irritierend erscheint mir, dass nicht Laura ( Petrarcas Liebesobjekt), sondern in erster Linie die Gefühle des Lyrikers im Vordergrund seiner Dichtung stehen. Das hat zur Folge, dass Laura in all den wunderschönen Gedichten immer ein wenig wie eine idealisierte Fremde besungen wird, über die man spricht, die man aber selten konkret anspricht. Besonders beeindruckend , aber auch bezeichnend für Petrarcas distanzierte Grundhaltung ist das Gedicht über " Lauras Tod". Anders als in seinen Liebesgedichten an Laura spricht der Lyriker allerdings ausnahmsweise mal nicht von seinen Gefühlsirritationen. Nicht wie die Flamme, die gewaltsam zum Erlöschen gebracht wird, sondern wie eine, die sich selbst verbraucht, ging die zufried`ne Seele in Frieden von dannen, einem milden, hellen Lichte gleich, dem die Nahrung ausgeht. So blieb sie bis zum Ende sich selbst treu. Nicht bleich, nein, weißer als der Schnee, der in der Stille auf einen schönen Hügel herabflockt, schien sie sich niederzulegen wie jemand, der müde ist, als überkäme süßer Schlummer ihre schönen Augen und als wäre ihr Geist schon fern von ihr: so war das, was die Toren sterben nennen. Der Tod schien schön auf ihrem schönen Anlitz Petrarcas Todessehnsucht nach dem Ableben Lauras wird immer wieder überlagert von Selbstvorwürfen. Die feinsinnigen Gedichte zeigen die Widersprüche und Gefühlsschwankungen des melancholischen Lyrikers deutlich auf. Lesenswert! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
languir così - die süße Qual,
Von
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Liebesgedichte an Laura (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
Bescheiden war er nicht, der Anwaltssohn Francesco Petrarca (1304-1374). Aber wäre er sonst eine der bedeutendsten Gestalten der italienischen Literatur- und der europäischen Geistesgeschichte? Der berühmte Liebeslyriker, dessen "Canzoniere" vor allem jener entrückten Laura huldigt, ist auch als "Vater des Humanismus" in die abendländischen Annalen eingegangen. Er schrieb über Liebe, Philosophie, Literatur und Sprache - und dabei fast ständig über sich selbst. Seine poetischen Neuerungen haben die europäische Lyrik geprägt, mit seinem Eintreten für die klassische Literatur und eigenen Werken in lateinischer Sprache war er Vorbild. "Die Besteigung des Mont Ventoux" zeugt auch von seiner humanistisch, religiös geprägten Seite und Lebenserfahrung. Aber Laura? Hat sie gelebt? Man streitet sich und dieser Streit tut dem Gewinn des Buches keinen Abbruch. Petrarca liebt Laura, virtuell oder real, es spielt keine Rolle, aber die Liebe wird real in seiner Sprache, in seinen Worten der Hingebung. Wohlgeformt in Sonetten, Madrigalen, Balladen und Canzonen. Paradoxien und Antithesen der Liebe spiegeln sich in seinen Versen (Canzoniere). Wie kein anderer vermag FP den Gegensatz von Lust und Schmerz Ausdruck zu geben. Seine Liebe ist die Liebe des dichterrischen Ichs, sie ist keusch und unschuldig, eine ideale Liebe, die in sinnlicher Erfüllung sich selbst zerstörte. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Unsterblich,
Von
Rezension bezieht sich auf: Liebesgedichte an Laura (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
So uralt diese Texte hier auch sein mögen, sie haben an Aktualität nichts eingebüßt.Petraca nähert sich dem Thema "Liebe" auf fast phlilosophische Art und schafft es gleichzeitig diesen Ansatz in unsterblich schöne Lyrik zu kleiden. Eigentlich war mit den "Liebesgedichten an Laura" zu dem, was Lust und Leid zwischen den Geschlechtern betrifft gesagt was zu sagen war, alles danach war Imitat. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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Liebesgedichte an Laura (insel taschenbuch) von Francesco Petrarca (Taschenbuch - 26. April 2004)
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