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Symbolik der Pflanzen (insel taschenbuch)
Format: TaschenbuchÄndern
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. Dezember 2011
In dem Band wird der Symbolgehalt von 101 Pflanzen erläutert. Neben der Rolle, die die botanischen Eigenschaften der Pflanze bei der Entstehung bestimmter Symbolgehalte spielen, gibt er Einblick in kulturelle Bedingungen, die für die symbolische Bewertung von Bedeutung gewesen sein sollen. Auch wird dargelegt, welche Pflanze welcher religiösen oder mystischen Gestalt als Attribut zugedacht ist. Am Ende des Bandes befinden sich eine Bibliographie, ein Register und eine Übersicht über die botanischen Namen.
Wie mein Vorschreiber den Gingko offenbar unter einheimische Gewächse subsumiert, so beschränkt sich die von der Autorin erzählte Kulturgeschichte nun ja auch nicht nur auf die kulturelle Zugehörigkeit der Menschen in Europa. Trotz aller folkloristischer Anklänge wird also schon die industrialisierte Gartenkultur respektiert.
Doch auch der Bezug auf Autochthones ist vielfach fraglich. Wie bereits aus der Bibliographie erkennbar, knüpft er an die ältere Forschung in der Volkskunde an, die Brauchtum und Aberglaube in Mitteleuropa insgesamt auf Kelten und Germanen zurückführen wollte. Tatsächlich liegen dem vielfach Rezeptionen aus der Antike zugrunde und etliche Bräuche und Aberglauben sind erst nach dem späten Mittelalter entstanden. Insofern ist angesichts spiritueller Empfindungen Vorsicht geboten. Z. B. die Birke, S. 38: Hier ist zu bezweifeln, ob das Maibaum-setzen mit der Birke »ursprünglich den Baumdämon beschwor«. Zumal war es doch die Buche, die man zunächst zum Zeichen der Zuneigung setzte, wegen ihrer herzförmigen Blätter.
Auch soweit die besprochenen Pflanzen als Attribute in der Ikonographie ausgewiesen werden, ist Vorsicht angebracht. Z. B. wird die weiße Lilie, S. 183, dem germanischen Gott Thor zugeordnet, dem die Autorin auf S. 184 gleich widerspricht. Denn für Thor/Donar käme indes die Feuerlilie, die im Volksmund bezeichnenderweise auch Donnerblume heißt, in Betracht und welche die in Europa am weitesten verbreitete Wildlilie ist. Die weiße Lilie ist vorderasiatischer Herkunft und spielt in der griechischen Mythologie eine wichtige Rolle. So soll sie entstanden sein, als Hera den Herakles stillte und dabei ein Tropfen Milch zu Boden fiel. Dass die weiße Lilie aber den »Muttergöttinnen seit prähistorischer Zeit« zugeordnet sei, kann wohl kaum auf Sumerer, Ägypter, Hellenen und Römer zutreffen, wo die doch der Schriftsprache mächtig waren. Dagegen fehlt, dass sie als Keuschheits- und Unschuldsblume nach der Symbolik der katholischen Kirche dem hl. Josef als Attribut zugeordnet wird. Das lässt sich indes bereits in Werken wie Helmsdörfer's Christliche Kunstsymbolik von 1839 nachlesen.
Insoweit ist die »Die Symbolik der Pflanzen« in der heute wieder populären, an die ältere Forschung anknüpfenden Folkloristik angesiedelt, bezieht den Ziergarten der globalisierten Industriegesellschaft aber praktischerweise gleich mit ein.
Die anmutigen Aquarelle der Illustratorin erscheinen mir ein wenig 'blaß'.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
HALL OF FAMEam 5. Mai 2005
Schon in einer frühen Menschheitsperiode haben sich die Grundsymbole vieler Pflanzen herausgebildet. Über Jahrtausende sammelten Menschen Pflanzen und fanden heraus, welche auf körperliche und seelische Vorgänge einwirken - positiv oder negativ. Entsprechen fand eine gefühlsmäßige Bewertung der Pflanzen statt. So werden z.B. rote Rosen seit alters her mit Liebe verbunden - ein besseres Symbol gibt es dafür offenbar nicht. Mit diesem Thema hat sich Marianne Beuchert in ihrem Buch "Symbolik der Pflanzen" (Insel-Taschenbuch 2994) befaßt. Darin erläutert sie den Symbolgehalt von mehr als 100 Pflanzen. Diese werden übrigens alle in Aquarellen von Maria-Therese Tietmeyer hervorragend dargestellt. Neben den botanischen Eigenschaften dieser Pflanzen - von der Akelei bis zur Zypresse - werden auch die symbolische Bewertung der vorgestellten Pflanzen und die kulturellen Bedingungen, unter denen diese entstanden ist, beschrieben. Manche Pflanzen wie die Rose werden darin in 10 Seiten, andere wiederum wie Salbei nur in zwei Seiten abgehandelt. Für alle Pflanzen wird auch die lateinische Bezeichnung sowie die Volksnamen, wofür die Pflanze Symbol ist und wessen Attribut sie ist angeführt. Eine umfassende Bibliographie, ein ausführliches Register und eine Auflistung aller erwähnten botanischen Bezeichnungen ergänzen das Buch. Alles in allem ist es das ideale Buch für jene, die wissen wollen, was welchen Pflanzen an "Eigenschaften" zugeschrieben wurden und werden.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. September 2006
Alle Pflanzen werden mit dem lateinischen Namen angeführt, man erfährt, für welches Symbol die Blume steht, zB Rosmarin für Treues Gedenken, Liebe, Hochzeit, Tod, Unsterblichkeit ... welchem Attribut es untersteht, zB der Aphrodite, Maria, Bräuten, St. Agnes, unter welchen Volksnamen es noch bekannt ist, zB Gedenkemein, Merdan, Hochzeitskraut, Blume des Olymp ... Redewendungen vervollständigen das Verständnis. Eine kurze, aber treffende Symbolik der Farben beschließt das Buch und die Aquarelle von Maria-Theres Tietmeyer sind einfach wunderschön und so anschaulich, daß man die Pflanzen sofort in der Natur wiedererkennt. - Ein sehr schönes und gelungenes Werk.
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am 14. März 2013
Ein wirklich ausführliches Werk über die Symbolik der Pflanzen. Aber man lernt nicht nur die Symbolik, sondern auch andere interessante Apekte der Pflanzen kennen. So wird z.B. manchmal fast schon vergessenens Wissen um die Bedeutung der Pflanzen in der Kunst, Religion und in den volkstümlichen Traditionen beschrieben. Auch die Bezeichnungen und Bedeutungen der Pflanzen in anderen Ländern ist sehr aufschlussreich. Dass alle beschriebenen Pflanzen auch bildlich als Aquarell dargestellt sind, rundet das Werk perfekt ab.
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am 5. Juni 2013
Eine übersichtliche, für Laien sehr informative Gestaltung über Pflanzen, die gerne erweitert werden dürfte. Die Darstellung der Pflanzen ist außerordentlich gelungen.
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am 9. September 2010
Für Pflanzen- und Blumenfreunde ein le must. Die Einteilung ist übersichtlich, die Informationen kurzgefasst, schön zu lesen und ungemein informativ.
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