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26 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fakten - recherchiert mit Herz, Verstand und Detailtreue, 7. August 2007
Von 
Tanja Küsters "Literatin" (Leverkusen, NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Christiane und Goethe (Taschenbuch)
Die Autorin hat sich sehr viel Mühe gegeben. Beim Lesen jeder Zeile spürt man das Herzblut dahinter, ihr Interesse und die Fähigkeit Fakten offenzulegen und doch dem Leser die Möglichkeit zu geben, es anders zu interpretieren, anderer Meinung zu sein. Der Titel könnte vermuten lassen, dass hier Goethes Bild durch und durch schlecht gemacht wird und endlich aufgeräumt wird mit dem Bild des Heimches, als welches Christiane hinlänglich bei der Leserschaft bekannt ist. Nein, die Autorin deckt auf und rückt gerade, gibt dem Leser Wissen mit auf dem Weg, welches zwar ein klares Bild Goethes und Christianes widerspiegelt und doch viel Raum für eigene Mutmaßungen und Gedanken lässt.

Historisch sehr informativ und ausführlich. Biografisch sehr wertvoll. Inhaltlich kompakt und ausführlich. Zu keiner Zeit langatmig oder ausschweifend. Die Recherche ist zielstrebig geschrieben. Was die Autorin nicht wusste, hat sie recherchiert. Wenn es sein musste auch mehrmals. Und wenn sie sich unsicher war, hat sie es gesagt. Kein falsches Zeugnis.

Auch wenn Goethe hier und da nicht "gut wegkam", so konnte ich mich sehr in ihn hineinversetzen. Ich mag ihn. Und Christiane kommt natürlich auch nicht zu kurz. Oft tut sie dem Leser leid, aber sie hat dieses Leben mit Goethe so gewählt und ihr eigenes Glück gefunden, bei dem heutzutage wohl viele Frauen ausgestiegen wären.

Sehr schön geschrieben und recherchiert!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gut, 12. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Christiane und Goethe (Taschenbuch)
Ich habe dieses Buch mittlerweile zweimal gelesen. Es ist sehr detailliert und dennoch sehr gut lesbar. Es ist gut recherchiert (nennt sich ja auch "Recherche") - es geht um Wahrheit, nicht um Verklärung. Der "Dichterfürst" kommt gar nicht so gut weg - aber auch er war ein Mensch mit Schwächen und Fehlern, und die Autorin versucht, in plausibler Weise so manche Eigenheiten und scheinbar seltsamen Handlungsweisen zu erklären. Es geht der Autorin nicht darum, Goethe und Christiane gegeneinander auszuspielen, sondern die Komplexität dieser Beziehung, die ja in den 28 (!) Jahren ihres Bestehens auch einigem Wandel unterworfen war, herauszufinden, soweit das mit den erhaltenen Quellen (die zwar erstaunlich umfangreich, aber dennoch auch lückenhaft sind) möglich ist.
Es gibt nur einen kleinen Kritikpunkt: das Bildmaterial ist sehr sparsam. Oft werden Porträts beschrieben, die im Buch nicht immer zu finden sind. Oft werden Häuser oder Landschaften beschrieben und man ist auf die eigene Vorstellung angewiesen...
Ansonsten: Die Beurteilung auf der Rückseite "Meisterhaft und erschütternd geschrieben" (M. Reich-Ranicki im ,Literarischen Quartett`) und "Spannend wie ein Roman und doch in allen Einzelheiten verbürgt" (A. Nentwich in der Neuen Zürcher Zeitung) absolut zutreffend.
Unbedingte und eindeutige Empfehlung.
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36 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragend, 30. November 2004
Rezension bezieht sich auf: Christiane und Goethe (Taschenbuch)
Die Autorin räumt hier gründlich mit dem falschen Bild, was ich zumindest von dem Bett- und Küchenschatz Christiane bisher hatte, auf. Hier wird aus dem versteckten Blümchen eine sehr fleißige, kluge, mutige, beherzte und eigenständige Frau. Nebenher wird uns auch noch die ganze Weimarer Zeit nahegebracht. Diese Biographie ist so spannend und informativ geschrieben, daß ich das Buch in kürzester Zeit verschlungen habe. Mehr noch, auf Grund dieses Buches bin ich durch Weimar gelaufen und habe das Haus am Frauenplan, sowie das Gartenhaus besichtigt und das nicht zum ersten Mal; doch dieses Mal war alles ganz anders, denn Christiane ging mit mir.
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31 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lebendige Alltagsgeschichte des 18./19. Jahrhunderts, 27. Juni 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Christiane und Goethe (Taschenbuch)
Es passiert nicht sehr oft, dass ein Buch mich so fesselt, dass ich es kaum aus der Hand legen mag und fast traurig bin, dass ich es zuende gelesen habe. Das legt an mehreren Faktoren: Es gelngt Sigrid Damm, trotz der Fülle von Zitaten, oft in einer uns nicht mehr leicht zugänglichen Sprache, die Alltagswelt zur Zeit Goethes in Weimar lebendig werden zu lassen. Umgekehrt sind es sicher diese vielen Dokumente im O-Ton, die die Anschaulichkeit bewirken. Damm geht chronologisch vor, trägt zusammen, was über das Leben der Christiane Vulpius in Erfahrung zu bringen ist, bevor sie Goethe trifft, wie es ihr in den ersten Jahren mit Goethe ergeht. Sie führt vor, welche Dimensionen diese Beziehung ohne Trauschein - für uns fast Normalität - im absolutistischen Weimar hat und lässt den Leser erahnen, unter welchem gesllschaftlichen Druck vor allem Christiane gestanden haben muss. Damm sucht nach Erkärungen, warum Goethe nach 17 Jahren, 1806, seine Beziehung zu seinem "Haus- und Bettschatz" Christiane durch die Heirat legalisiert. Hier und in vielen anderen Fällen räumt sie mit alten Legenden auf,z.B. Goethe habe sie geheiratet, weil sie ihm das Leben gerettet habe. Überhaupt kommt Goethe ziemlich schlecht weg, wir würden ihn heute sicher als "Macho" bezeichnen. So empfiehlt er Christiane, wenn sie schon lesen wolle, dann am besten das Kochbuch. Auch seine Vaterrolle wird kritisch beleuchtet: Er läßt seinem Sohn August kaum Freiraum, da er selbst glühender Napoleonanhänger ist, muss August in Heidelberg den Code Civil Napoleons studieren, darf August nicht als Freiwilliger gegen Napoleon kämpfen. Erst als Napoleons Untergang besiegelt ist, schenkt er seinem Sohn den von Napoleon erworbenen Orden, um sich selbst um einen Orden vom österreichischen Kaiser zu bemühen.Goethe als Opportunist. Wer sich für Alltagsgeschichte interessiert, zudem wissen will, welche Rolle vor allem Frauen gespielt haben, welche Ungerechtigkeiten vor allem die Ständegesllschft mit sich brachte, und wer sein Wissen über Goethe erweitern will, sollte dieses Buch unbedingt lesen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hinfahren!, 19. August 2008
Von 
I. Goetzmann (Heidelberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Christiane und Goethe (Taschenbuch)
Warnung: Wenn Sie dieses Buch gelesen haben, müssen Sie sich sofort Urlaub nehmen und nach Weimar fahren! Man kann nicht aufhören zu lesen, und wenn man es zu Ende gelesen hat, muss man sofort dort hin. Auch wenn man nur einige Goethe-Gedichte kennt, vielleicht den Werther gelesen hat und die Wahlverwandtschaften, sich an den Faust nur als gequälte Lektüre aus vergangenen Schulzeiten erinnert - sobald man dieses Buch von Sigrid Damm gelesen hat (und am besten auch noch "Goethes letzte Reise" von der selben Autorin), dann fährt man einfach nach Weimar und Ilmenau und wird mühelos, ohne Inanspruchnahme von Stadtführern, in das späte 18. und frühe 19. Jahrhundert versetzt. Hinfahren! Es lohnt sich.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lebhafte Reise in ein vergangenes Zeitalter, 18. Januar 2012
Ganz unvoreingenommen habe ich dieses Buch gekauft, da mir bisher über Goehte's Frau nichts wesentliches bekannt war. Durch die wunderbare Schreibweise hat Sigrid Damm mich mitgenommen auf diese Reise. Bilder wurden lebendig, ein echtes Gefühl für den Alltag, die Schwierigkeiten und gesellschaftlichen Umstände der damaligen Zeit geweckt. Eine ganz neue Sichtweise auf dieses außergewöhnliche Genie Goethe, eine menschliche, belebt meinen sterilen Blick auf den Künstler und Bewunderung, ja, Hochachtung für Christane Vulpius. Welch Tragik, dass sie so lange von der Gesellschaft und späteren Geschichtsschreibung nicht anerkannt wurde.
Das Buch hat mich angeregt, weitere Werke von Sigrid Damm zu lesen. Ich bin sehr gespannt, ob mich diese in ähnlicher Weise beeindrucken.
Und als Tip: sehr empfehlenswert ist natürlich ein Besuch des Wohnhauses von Goethe und Christiane in Weimar möglichst nach dem Lesen dieses Buches, weil dort die Personen, die Geschichte, die Zeit lebendig, fast greifbar werden.
Meinen herzlichsten Dank an Sigrid Damm für diese besondere Arbeit.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Christiane als Emanzipierte neben dem Verdrängungskünstler, 28. November 1998
Von Ein Kunde
Goethe und Christiane Vulpius - das Ungleiche an ihrer Beziehung ist immer wieder benannt worden, meist mit dem deutlich moralisch abwertenden Beigeschmack gegenüber Christiane. Und Sigrid Damm zitiert auch all die Vorurteile der Nachwelt und Mitwelt, vorab aus Weimar: "Mätresse und Hure, Goethes Kreatürchen, seine Füchsin, sein Mensch, seine dicke Hälfte." Das Buch ist dann ein langer und ausführlicher Beleg dafür, wie ungerecht diese Urteile sind. Dabei erfährt man eine Menge über das Leben in Weimar und Frankfurt, die beiden großen Zentren im Leben der Protagonisten. Sigrid Damm erschließt eine Fülle neuer Quellen, hinterfragt bisher unerschütterte Behauptungen und lässt selbst jemanden, der den Weimarer Musenhof nicht wie selbstverständlich kennt, die wichtigen Schauplätze in Christianes und Goethes Leben mit viel Gewinn besuchen. Goethe selbst wird dabei als großer Verdrängungskünstler erkennbar, der all die Dinge, die Christianes Leben, aber auch das vieler seiner Zeitgenossen, schwierig und mühsam gemacht hat, mit Routine und moralischer Gedankenlosigkeit einfach ausblendet. Man wird all das Erhabene an Goethe, aber auch seine scheinbare Modernität in seiner Hochachtung für Napoleon nicht mehr so selbstverständlich abnehmen, wenn man erfahren hat, wie stark das alles auf Kosten seiner Umgebung - und vorab auf Christianes Kosten, geschehen ist. Bei aller bedrückenden Abhängigkeit erscheint Christiane über weite Strecken als die wahrhaftig Emanzipierte, die dann allerdings, geplagt von den alltäglichen Beschwernissen und ihrer Krankheit und bei ihrer Bereitschaft zu einem Engagement, das offensichtlich ihre Kräfte übersteigt, schon in mittlerem Alter stirbt. Ohne akademisches Brimborium, ein gut lesbares, fesselnde, oft zornig machendes Buch. Sehr zu empfehlen!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ausgezeichnet recherchiert, 12. Dezember 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Sigrid Damm eine Autorin mit Herz und Verstand, welche Liebe zum Detail (in ihren Büchern) beweist. Ihre Bücher sind ein wohltuender Ausgleich zu anderen Werken, welche Goethe nur aufs Podest stellen und keinen Kratzer an seiner Persönlichkeit zulassen. Wer sich ebenso der menschlichen Seite des grossen Dichters nähern möchte, ist mit ihren Büchern gut ausgerüstet, diesen Weg zu beschreiten. Christiane und Goethe - zwei Menschen wie viele andere und in einer Zeit, wie sie für uns oft sehr schwer vorzustellen ist. Historisch und biografisch bestens recherchiert. Dieses Werk liest sich flüssig und kommt ohne langatmige Ausführungen aus.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für alle Liebhaber hirstorischer Fakten und doch ERGREIFEND!, 12. Mai 2002
Rezension bezieht sich auf: Christiane und Goethe (Taschenbuch)
Allen Liebhabern historischer Fakten bietet dieses Buch Material ohne Ende. Doch die sind nicht etwa trocken aneinander gereiht sondern so logisch verknüpft, dass eine unheimliche Spannung entsteht. Dieses Buch ist der Beweis dafür, dass reine Fakten, ohne jegliche Spekulation, spannend und ergreifend genug für ein gutes Buch sind. Ich hätte gerne noch mehr gelesen, aber leider war Christianes Leben nicht immer so gut dokumentiert, wie man es sich gewünscht hätte. Auch Goethe wird in einem anderen Licht gezeigt, als man es gewohnt ist - ohne jeden Glorienschein und oft genug sehr ernüchternd.
Ein wunderbarer Aspekt an diesem Buch ist auch die sehr lebhafte und vielfältige Sprache, die verwendet wird.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein ganz normaler Mann, 5. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Christiane und Goethe (Taschenbuch)
Ich habe dieses Buch mit großem Interesse gelesen. Immer mit großen Pausen zwischendrin, da ich das Geschriebene erst verdauen mußte. Da war Goethe also doch ein ganz normaler Mann seiner Zeit UND gleichzeitig ein hoch schöpferischer und genialer Künstler. Mir bringt es den Menschen hinter dem Klichee "Dichter Fürst" näher. Sein Leben zu bewerten steht mir nicht zu. Wer werfe den ersten Stein.

Mich interessierte, wie er es hinbekommen hat, all seine Kunstwerke zu machen. In dieser Menge und dieser Qualität. Diese Fragen werden beantwortet. Über den Umweg der Beschreibung seiner unmittelbaren Umgebung. Spannend, kann ich da nur schreibend sagen. Gelungen.
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Christiane und Goethe
Christiane und Goethe von Sigrid Damm (Taschenbuch - 19. März 2001)
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