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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beste deutsche Übersetzung, 28. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Jewgeni Onegin: Roman in Versen (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
Zur Qualität des Originaltextes braucht man nichts zu sagen, zu derjenigen der Übersetzung schon: Es ist die beste deutschsprachige Ausgabe, die derzeit greifbar ist, meines Erachtens übertrifft sie in ihrer subtilen und zugleich sehr volkstümlichen Humoristik sogar die von Peter Urban. Einmal durchlesen - und gleich wieder von vorn beginnen!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Feinste Verse, 12. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Jewgeni Onegin: Roman in Versen (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
Trotz einiger Exkurse in die Welt der russichen Literaturgeschichte und der antiken Philsophie, die sich nicht jedem Leser erschließen werden, ein spaßiger und leichtverständlicher Versroman! Durch die unglaublich runde, eloquente Übersetzung des enormen sprachlichen Spektrums Puschkins in Reimform wird "Jewgeni Onegin" auch für nicht-Philologen zu bester Unterhaltung. Ein anspruchsvolles, vielschichtiges Vergnügen! Must-have (read)!
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Romane als Spiegel der Zeit, 16. Mai 2010
Von 
kpoac - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Jewgeni Onegin: Roman in Versen (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
Der einzige Rat, den ein Mensch einem anderen in puncto Lesen geben kann, ist der, auf keinen Rat zu hören, dem eigenen Instinkt zu folgen, den eigenen Verstand zu gebrauchen, eigene Schlüsse zu ziehen. Wenn man sich darüber einig ist, so Virginia Woolf in ihrem Essay: "Wie sollte man ein Buch lesen?", dann ist man frei als Rezensent, Ideen und Anregungen zu äußern. Dieses nur, weil der Ausgangspunkt klar ist, nämlich, dass Sie sich in der Unabhängigkeit nicht einschränken lassen. Eben Ihre wichtigste Eigenschaft als Leser.

Ein Genie ist stark, wenn die Zeit schwach ist und die Stärke schöpfen die, die folgen. Goethe mutmaßte, das vollkommene Bilder einen verstörenden Einfluss haben, weil sie notwendige Stufen der Bildung zu überspringen helfen. Auch sagt er, dass Vorbilder Spiegel sind für das eigene Selbst. Es gibt also keinen Grund davor zurückzuschrecken, Blumen in des Nachbars Garten zu pflücken. "Es ist soviel von Originalität die Rede, aber worauf läuft es hinaus? Sobald wir geboren werden, beginnt die Welt Einfluss auf uns zu nehmen, und das geht weiter bis zum Sterben", schrieb Goethe an Eckermann. Unser eigen sind dann Energie, Kraft und Wille. Harold Bloom hat sich dieser Verbindung von Einflüssen gewidmet und in Nietzsche den Partner gefunden, den zufälligen Reiz zu finden, das Genie in die Welt zu rufen. Byron war so ein Exzentriker, dem die Welt zu Füßen lag und Dostojewski entdeckte gerade im Byronismus jene vorübergende, aber notwendige Erscheinung im Leben der ganzen Menschheit.

Eben in jener Zeit der schrecklichen Schwermut, der großen Enttäuschung und der Verzweifelung nach der überschwenglichen Begeisterung für neue Ideale am Ende des 18. Jahrhunderts stürzten die Götzenbilder in Trümmern und ein neuer Genius konnte diese Welt erobern: Byron! Seine Verse waren ein Ventil in eine neue Zeit, ein gewaltiger Schrei stellvertretend für die Menschheit. Wie hätte er da nicht auch bei uns, sagt Dostojewski, ein Echo finden sollen, und noch dazu in einem so großen, genialen und führenden Geist wie Puschkin? Die Größe Puschkins besteht gerade darin, einen festen Weg gefunden zu haben, den großen und ersehnten Ausweg für uns Russen gewiesen zu haben. Die Anerkennung der Eigenart des russischen Volksgeistes und die Einsicht, dass wir uns ihm anschließen müssen, so die Hymne Dostojewskis in: BYRON Ein Lesebuch auf Puschkin. Gogol hält Puschkin gar für den ersten (sic!) russischen Menschen.

Puschkin begriff Byron und verstand das russische Volk und dessen Bestimmung. Diese Voraussetzung gilt für einen einmaligen Roman, in Verse gebannt und in eine Liebeslyrik verwoben, der seinesgleichen sucht. Die Sprachgewalt in Ratio wie Emotio ist unübertroffen, die russische Seele entwächst dem Text in Klarheit in Geist und Gefühl. Sein Protagonist Jewgeni (Eugen) Onegin ist ein russischer Byron, "Phantasmen maßlos sich ergeben, / Mit seinem aufgebrachten Geist, / Der sich in leerem Tun verschleißt", dem im Verhältnis zur russischen Seele auf dem Lande eine Selbstreflektion aufgezeigt wurde durch das Leben eines Mädchen vom Lande ("Daß unsere Blütentraumgefühle / In rascher Folge bald zu Staub zerfielen"). Tatjana, der Inbegriff der phantasievollen und träumerischen Existenz, verliebt sich unsterblich und wird enttäuscht, weil sich dieser Liebe Onegin noch nicht stellen konnte. Ihre Lebensveränderung vom Land- zur Stadterfahrung hilft ihrer Selbstbestimmung ohne die Tradition aufgeben zu müssen. Sie bleibt bei ihrem Ja gegenüber ihrem Mann, obwohl ihre gegenseitige Liebe erst mit erneuten Treffen zwischen Tatjana und Onegin in der Stadt eingestanden wird.

Puschkin spiegelt in den Personen und in ihren Beziehungen zueinander das Volk im Spiel von Tradition und Erneuerung. In diesem Spiegel kann jeder sich ansehen und im Blick dem Gedanken folgen, das zu lieben, was Puschkin liebt, das zu verehren, was Puschkin verehrt. Damit wird Puschkin nur zu Recht als Nationaldichter gefeiert, als einer, der die russische Seele belebt, in dem er lehrt, sich zu feiern, sich selbst neu zu schaffen. Neben all der Liebe in ihrer Verzweifelung gelten Eifersucht, Duell und Tod als mitbestimmende Größen des Romans. In allem steckt Reflektion über sich, über die Wünsche und über das Sein in einer Kultur, wie sie das Landleben, die Familie vorgibt ("Das Leben sehen als Ritual / Und mitzutrotten mit der Menge, / Obgleich uns nichts von dem erwärmt"). Puschkin integriert den Leser bis zu letzt. "Leb wohl, da unser Weg sich trennt!" ist jene letzte Botschaft an den Leser, um klar zu machen, dass der Roman dem Leser gilt und dass dieser Abschied nehmen muss am Ende, "Abschied nehmen muss im Nu", damit er auf sein eigenes Leben trifft.

Dieser einzigartige Versroman gilt als Puschkins wohl großartigstes Werk; ihm gelingt jene Verbindung herzustellen, die ein Band schnürt zwischen jedem einzelnen Russen, um sich als ein Volk zu fühlen. Peter Tschaikowsky hat diesen Roman und dieses Puschkinsche Credo als Vorlage für sein Libretto seiner gleichnamigen grandiosen Oper gewählt. Mit der Verzweigung dorthin, erfährt der interessierte Leser zusätzlich (in einer weiteren Rezension) jenen Inhalt dieser Liebeslyrik, die Puschkin bravourös als Vorlage geschaffen hat.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Puschkin lohnt sich, 25. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Jewgeni Onegin: Roman in Versen (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
Obwohl der Roman in Versform zunächst gewöhnungsbedürftig ist, ist "Jewgeni Onegin" auf jeden Fall wert, gelesen zu werden. Mit der Zeit kann man sich an die Versform gewöhnen und das bedeutende Stück russischer Literatur genießen. Was für den potenziellen Käufer ebenfalls wichtig ist: Die Ausgabe ist sehr kompakt und der Einband war unversehrt. Allerdings ist der Einband nicht sehr stabil, es ist zu empfehlen, das Buch vorsichtig zu behandeln, wenn man länger etwas von ihm haben möchte.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen russischer Klassiker, 21. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Jewgeni Onegin: Roman in Versen (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
Das Buch ist in Reimen geschrieben - liest sich sehr gut und schnell - für Fans der russischen Literatur nur zu empfehlen. Preis angemessen.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jewgeni Onegin, 18. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Jewgeni Onegin: Roman in Versen (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
trotz der simplen Versdichtungen und der wohl schwierigen Uebersetzung ins deutsche ist dieses Stueck ein fester Bestandteil der Literatur selbst in unserer Zeit! SEhr zu empfehlen fuer gefuehlsbetonte Leser der Romantik und mit einem Hang zum Schwermut! ;)
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Jewgeni Onegin: Roman in Versen (insel taschenbuch)
Jewgeni Onegin: Roman in Versen (insel taschenbuch) von Alexander Puschkin (Taschenbuch - 24. Mai 1999)
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