Kundenrezensionen


21 Rezensionen
5 Sterne:
 (17)
4 Sterne:
 (3)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:
 (1)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


34 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sprachgewaltige Sterbegeschichte
Tolstoi, der große russische Erzähler des 19. Jahrhunderts, ist der Nachwelt vor allem durch seine epischen Romane („Krieg und Frieden", „Anna Karenina") bekannt. Doch um die ganze schriftstellerische Meisterschaft dieses Autors zu erfahren, muss man nicht auf lange Romane ausweichen. Denn dafür reicht schon diese Erzählung aus dem...
Veröffentlicht am 4. Juni 2005 von Philipp O.

versus
8 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Tolstoi...
...das ist also Tolstoi, der berühmte russische Literat.
Ich habe mir dieses Buch nur gekauft um einmal zu sehen in welchen Stil der berühmte Autor schreibt, da ich noch nichts von ihm gelesen habe, und mein Eindruck ist:
Literarisch sehr wertvoll, jedoch ohne jede perönliche identifikation. Die Tiefgründigkeit verschwindet unter vielen...
Veröffentlicht am 26. März 2006 von Amazon-Kunde


‹ Zurück | 1 2 3 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

34 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sprachgewaltige Sterbegeschichte, 4. Juni 2005
Von 
Tolstoi, der große russische Erzähler des 19. Jahrhunderts, ist der Nachwelt vor allem durch seine epischen Romane („Krieg und Frieden", „Anna Karenina") bekannt. Doch um die ganze schriftstellerische Meisterschaft dieses Autors zu erfahren, muss man nicht auf lange Romane ausweichen. Denn dafür reicht schon diese Erzählung aus dem Spätwerk Tolstois, „Der Tod des Iwan Iljitsch", von 1886.
Der Anwalt Iwan Iljitsch verlebt sein Leben in Reichtum und gesellschaftlichen Konventionen und beginnt, erkrankt und dem Tode nahe, am Ende seines Lebens über selbiges und sein Ende, den Tod, zu reflektieren. Unangenehm lang und intensiv schildert Tolstoi in seiner sprachgewaltigen Weise den Leidensprozess seiner Hauptfigur. Gesellschaftskritik und privates Scheitern verbinden sich zum Porträt eines gescheiterten Lebens, aber auch einem doppelmoralischen Wertesystem. Iwan Iljitsch erkennt zu spät, dass er sein Leben nicht gelebt, sondern verlebt hat und gerade wegen dieser Erkenntnis kommt er schlussendlich noch zu einer Einsicht. Es ist eine Erzählung über den Tod, aber vor allem auch über das Leben.
Eine Sterbegeschichte, anklagend und appellierend, zynisch und intensiv. „Der Tod des Iwan Iljitsch" stellt Fragen, die heute so aktuell sind wie damals und lässt einen nachdenklichen Leser zurück, der - konfrontiert mit dem Schicksal der Hauptfigur - beginnt, über sich selbst und sein eigenes Leben schonungslos zu reflektieren.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es gibt viele Iwan Iljitschs auf der Welt, 14. Februar 2005
Von 
Darko Spoljar (Siegburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Tod des Iwan Iljitsch (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
Wieder einmal schafft es der große Tolstoi, mit wenigen Sätzen eine latente Spannung zu erzeugen und dabei ein zeitloses Thema mit klaren Metaphern und - wie wir den Autoren kennen - ohne große Umschweife zu beschreiben. Dabei greift sich Tolstoi diejenigen unter uns, die absichtlich den Weg des geringsten Widerstandes im Leben gehen und in der Verblendung leben, sie würden sich stets korrekt verhalten und ein würdiges Dasein fristen. Das dem nicht so ist merkt Iwan Iljitsch erst im zweiten Teil der Erzählung - er wird von einer schweren Krankheit im alter von 42 Jahren eingeholt - und er merkt es so sehr, dass es sogar dem Leser weh tut. Tolstoi zeigt das Sterben in einer qualvollen Intensität, die mit den unaufhörlichen Schreien gegen Ende ihren Höhepunkt erreichen. Dabei quälen den Protagonisten nicht nur die physischen Schmerzen, sondern auch die eigenen Gedanken. In diesen letzten Todesstunden wird Iwan Iljitsch das Verwirken seines Lebens klar; ihm wird klar, dass er sein ganzes Leben lang ein Heuchler war und nun am Ende auch (fast) nur von Heuchlern umgeben ist; ihm wird klar, dass das Leben nicht nur aus Vergnügen und dem absichtlichen Überhören von Problemen besteht und ... ihm wird klar, wie wichtig die Liebe ist, die Liebe zu seiner Frau, die zu Anfang noch existierte, bis der Abstand zwischen den beiden immer größer wurde, woran Iljitsch den größten Anteil hatte.
Tolstois „Der Tod des Iwan Iljitsch" hebt den Zeigefinger weit nach oben, weist darauf hin, unser Leben genau betrachten zu müssen, sich auch um andere zu kümmern, zumindest um die, die in unserer nächsten Nähe sind (Familie, Freunde, etc) und nicht nur dem Vergnügen nachzujagen.
Diese Erzählung ist in seiner Dichte und Exaktheit unbestechlich und mit einfachen Worten und Allegorien eine der besten über das menschliche Dasein.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ja! So muss der Tod wohl sein..., 8. Mai 2006
Von 
Kankin Gawain "Bis übermorgen dann..." (Eutopia) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
DAS NOBEL-INSTITUT UND NORWEGISCHE BUCHCLUBS RIEFEN NAMHAFTE SCHRIFTSTELLER DER WELT AUF, DIE NACH IHRER MEINUNG 10 WICHTIGSTEN WERKE DER WELTLITERATUR ZU BENENNEN. DIESES WERK WAR EINES DER (AUS DIESEN LISTEN ERSTELLTEN) 100 WICHTIGSTEN BÜCHER DER LITERATURGESCHICHTE.

Es ist verblüffend diese Novelle zu lesen; hier ist zum ersten und einzigen mal in der Literaturgeschichte der Versuch geglückt, die Gedanken- und Gefühlswelt eines Menschen zu beschreiben, der dem Tod geweiht ist und weiß, dass er sterben muss. Während ich diese Erzählung las, war ich erstaunt darüber mit welcher psychologischen Plausibilität es Tolstoi gelingt auch diese Lebenserfahrung in Literatur umzusetzen – die Ängste, das Aufbegehren, das Selbstmitleid... aber vor allem die Beschreibung der Angst des Protagonisten sind meisterhaft gelungen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Empathie und Verständnis, 25. Januar 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Im Zuge meines Medizinstudiums wurde uns ans Herz gelegt, diesen Kurzroman zu lesen. Ich war von Anfang an begeistert, da ich Tolstoi liebe und ich wurde nicht enttäuscht.

Iwan Iljitsch lebt das oberflächliche Leben eines Opportunisten, dem nichts wichtiger ist, als der Gesellschaft seine absolute Mittelmäßigkeit zu präsentieren.
Seine Ehe ist eine leere Zweckgemeinschaft, wie sie seiner Meinung auch sein sollte, die Beziehung zu seinen Kindern ist kaum vorhanden und seine Freunde sind lediglilch Arbeitskollegen, mit denen er zufällig Bekanntschaft gemacht hat, deren Persönlichkeit ihn aber nicht im Mindesten interessiert, denn, wie er, haben sie keine.
So ereignislos, kalt und vorhersehbar erscheint ihm sein Leben perfekt. Es könnte natürlich noch ein wenig reicher sein und ein noch wichtigeres Amt bekleiden, aber bevor er diese neuen/alten Wünsche verwirklichen kann, verletzt er sich unglücklich an seinen neuen Möbeln, er wird krank.
Er wird so krank, dass er mehrere Ärzte aufsucht, die ihm mehr oder weniger immer das selbe sagen: nämlich gar nichts.
Es wird keine ordentliche Diagnose gestellt, es werden keine Therapien erläutert und auch Iljitsch als Patient wird nicht einmal richtig wahr genommen. Die Ärzte lächeln, 'Das wird schon wieder' und verschreiben ihm irgendwelche Medizin, deren Wirkung mehr als geheimnisvoll bleibt.
Klar wird, auch die Ärzte gehören der selben oberflächlichen Gesellschaft an, in der Iljitsch lebt, Mitgefühl und Verständnis können hier nicht erwartet werden.
Und so wird Iwan Iljitsch immer kranker, körperlich, aber auch geistig, da ihm sein Zustand ein einziges Geheimnis bleibt. Er durchlebt die Stationen der Trauer: Ungläubigkeit, Wut, er versucht zu verhandeln und zum Schluß die Akzeptanz, er, Iwan Iljitsch, wird an dieser unbekannten Erkrankung sterben.
Dies alles durchlebt er in seinem eigenen Haus, in dem er sich plötzlich wie ein Fremder fühlt. Seine eigene Frau veranstaltet weiterhin gesellschaftliche Empfänge, nicht im Mindesten von seiner Krankheit beeindruckt. Sie ist keinerlei Empathie fähig, genauso wenig wie seine Tochter, die nur an eine mögllichst günstige Verlobung denkt. Als Iljitsch dies beobachtet, wird ihm klar, dass sein Leben unsinnig und leer gewesen ist. Er ist verzweifelt, er glaubt nicht, dass dies immer so gewesen sein kann und er erkennt, dass er in seiner Kindheit glücklich gewesen ist.
Der einzige Trost in seiner Zeit des Sterbens sind ihm sein junger Sohn, der noch unberührt von der Verderbtheit der Gesellschaft, durchaus zu Liebe und Empathie fähig ist und vor allem sein Krankenpfleger, ein junger Mann aus der Landbevölkerung, der ihm, obwohl unbekannt, den Respekt und das Verständnis entgegen bringt, zu dem seine eigene Frau, seine eigentlichen Freunde nicht fähig sind.

Es ist klar, dass Tolstoi wieder einmal die reichere Gesellschaft Russlands kritisiert und dabei die einfache Bevölkerung als Ideal hinzuzieht. Dies ist nichts neues und im Prinzip Bestandteil jedes Tolstoi-Romans.
Viel beeindruckender werden jedoch die Qualen eines Sterbenskranken dargestellt, seine Gedanken vor dem Tod, seine Versuche, diese Hiobsbotschaft zu verarbeiten und sein Bedürfnis für Verständnis und Mitgefühl am Ende seiner Tage.
Dass ein baldig Sterbender Menschen braucht, mit denen er über sich und sein Leben reden kann, denen er seine Ängste mitteilen kann und die ihm beistehen, ihn nicht in Isolation sterben lassen, diese Wichtigkeit hat Tolstoi bereits damals erkannt und hier auf beeindruckende Weise hervorgehoben.

Dieses Buch ist nicht nur für Liebhaber der russischen Literatur, dieses Buch ist eine Hilfe, für alle Menschen, die sich irgendwann einmal der Aufgabe stellen müssen, einem Sterbenskranken bis zu seinem Tode zu begleiten.
In unserer heutigen Zeit ist dies vielleicht noch wichtiger als je zuvor.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Sterbenmüssen jedes Menschen: Ungemein eindringlich geschildert !, 2. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Tod des Iwan Iljitsch (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
In dieser Novelle berichtet Tolstoj auf 137 Seiten in zwölf kurzen Kapiteln über das Leben und insbesondere über die letzten Wochen des 45-jährigen hohen Justizangestellten Iwan Iljitsch.

Während die Biographie in den ersten drei Kapiteln locker dahinplätschert, wird das Thema der immer mehr zunehmenden und schließlich tödlichen Magenerkrankung von Seite zu Seite immer beklemmender erzählt.

Tolstoj hat sich nachhaltig in den Gemütszustand eines Menschen hineinversetzt, der spürt, dass er eine Erkrankung hat, bei der es um Leben und Tod geht. Jede Nuance, jedes Hin und Her der Gefühle, jeder Versuch der Verdrängung der Wahrheit, das fehlende Verständnis und besonders die fehlende Anteilnahme der Umwelt, auch der engsten Angehörigen, und die daraus sich ergebenden Reaktionen des Kranken, nämlich die Empfindungen der Empörung, der Wut und des Hasses werden eindringlich und einfühlbar beschrieben.

Tolstoj liefert eine immer erneut ins Einzelne gehende psychologische Analyse der sich Tag für Tag zuspitzenden Situation des Menschen in seinem letzten Lebensabschnitt. Man findet kaum einen Satz, den man noch eindringlicher, noch bitterer, noch leidvoller gestalten könnte.

Dabei wird die tiefe Empathie Tolstojs mit jedem Menschen spürbar, da ja jeder unausweichlich furchtbar und hoffnungslos dem Schicksal des Sterbenmüssens ausgesetzt ist. Ein ungemein eindrucksvolles Buch!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "So ist das also", 2. November 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Tod des Iwan Iljitsch (Gebundene Ausgabe)
Aus der Sicht des Sterbenden erzaehlt Tolstoi die letzten Monate des Staatsanwaltes Iwan Iljitsch, vom Beginn seiner schleichenden Krankheit bis zu seinem Tode.
Die Erzaehlung beginnt, als die Trauergemeinschaft zur Seelenmesse im Zimmer bei dem Toten zusammenkommt. Das erste Kapitel nimmt den Rest vorweg: Der Leser erfaehrt die Gleichgueltigkeit, mit der Iwan Iljitsch Familie und Kollegen seinen Tod aufnehmen. Ein kurzer Abriss ueber Iwan Iljitschs Lebenslauf bringt dem Leser die Figur naeher. Iwan Iljitsch, ein Durchschnittsrusse, fuerht sein Leben ohne besondere Vorkommnisse. Er heiratet "zufaellig", wird Vater mehrerer Kinder, von denen jedoch nur noch zwei zum Zeitpunkt der Handlung leben. Seine Ehe lauft nicht sonderlich gut, er zieht sich zurueck und konzentriert sich auf seine Arbeit, bis er krank wird und schliesslich feststellt, das er dem Ende nicht davonlaufen kann.
Der Kranke findet keinen Trost bei seiner Familie, die seinen Tod scheinbar kuehl hinnimmt. Waehend Iwan Iljitsch immer weiter verfaellt, leben seine Frau und Tochter weiter als waere nichts geschehen. Doch dies nur scheinbar, aus Iwan Iljitsch Perspektive. Seine Frau schickt er aus dem Krankenzimmer, stattdessen erfreut er sich der der Fuersorge seines jungen Dieners. Am Ende seiner schweren Krankheit erst erkennt er die Trauer seiner Angehoerigen.
Meisterhaft bringt Tolstoi den Todeskampf im Kopfe Iwan Iljitschs dem Leser naeher, als haette er diesen Kampf selbst erlebt. Seine Leiden, seine Gedanken und zermuebende Todesangst sind authentisch beschieben, zeitlos, auch das Verhaelten seiner ratlosen Artzte. Iwan Iljitsch verzweifelt ueber sein ploetzliches Ende, dass er nicht wahrhaben will und glaubt sein eigentliches Leben verpasst zu haben.

Sehr lesenswert.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kleines Meisterwerk, 16. Februar 2013
Von 
Pius Gartner (Santa Luce, Toscana, Italien) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Tod des Iwan Iljitsch (Gebundene Ausgabe)
Leo Tolstoi hat mit der einfachen, besonderen Sprache der russischen Schriftsteller ein kleines Meisterwerk an Erzaehlungskunst geschrieben. Ein kleines Buch, gut um in einem Atemzug zu lesen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Lernen ist Ziel..., 21. Januar 2009
Von 
Jakob Welik (Bremen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Tod des Iwan Iljitsch (Gebundene Ausgabe)
Die Geschichte beginnt mit dem Tod des berühmten Staatsrichter Iwan Ilijtsch. Im Laufe des ersten Kapitels erfährt man über das Umfeld und Person, in und mit denen er gelebt hat. Dann folgt ein Neuanfang, das Leben des Iwan Ilijtsch wird Wortwörtlich vom Beginn wiedergegeben. So das der Leser sich auf den Rest des Buches konzentrieren kann. Es folgt ein Spannungsbogen. Er wird geboren, Erzählung über seine Eltern und die harte Arbeit in der Zeit, über seinen Bruder, welcher mehr nach Macht und Ruhm strebte und nicht die Höflichkeit und geruhsame Freundlichkeit wie Iwan hatte. Das Leben verbleibt jedoch nicht mit dem Bruder, es geht weiter, er lernt viele Menschen kennen und strebt danach ein gerechter Richter zu werden. Lernt eine Frau beim Tanzen kennen und da er selbst ein Gentleman und begeisterter Tänzer ist, folgt eine ungewollte Liebe, bis zur Hochzeit und der Entschluss ein neues Leben anzufangen, bis er begreift wie die Menschen wirklich um ihn sind...

Am Anfang hatte ich einige Probleme mit dem Anfang des Buches, da mir die übersetze (Sprach-)Version des Klassikers nicht verstanden wollte. Nachdem ersten Kapitel ließ ich das Buch nicht mehr los und innerhalb einiger Stunden war ich damit durch. Mein Kauf für 2,95€ hatte sich gelohnt und ich wurde mit einer wunderbaren Geschichte bereichert. Meine Meinung ist; der Kauf dieses Buches lohnt sich, man erfährt sehr viel über den noblen Stand mit Tiefen und Höhen der Gesellschaft. Lernt ein interessantes Leben kennen und wer emotional sehr angetan ist, wird am Ende weinen und sich fragen warum die Geschichte schon zuende ist.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wortgewaltiger Bericht über das Leben und den Tod, 21. September 2004
Rezension bezieht sich auf: Der Tod des Iwan Iljitsch (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
Eine Novelle von Tolstoi "wortgewaltig" zu nennen ist beinahe überflüssig, dennoch soll und darf diese Bezeichnung nicht unterbleiben. Sprachlich ist Tolstoi bestimmt einer der größten Schriftsteller aller Zeiten und dieser Genius ist natürlich auch in einem kurzen Werk wie diesem hier zu erkennen. Es braucht nicht tausend Seiten und mehr (wie in "Krieg und Frieden" und "Anna Karenina") um sich in Tolstois Sprache zu verlieren.
Inhaltlich berichtet Tolstoi über den langen Tod eines hohen russischen Beamten und wie dieser die einzelnen Stadien der Verarbeitung dieser Tatsache durchmacht. Von der Verleugnung bis hin zur Akzeptanz. Nach einem Rückblick auf das Leben des Iwan Iljitsch wird der Leser unmittelbar in das körperliche und seelische Leiden des erst 45jährigen hineingezogen. Erst im Laufe dieses Prozesses beginnt der Protagonist über sein Leben nachzudenken - erst sehr spät erkennt er, dass das woran er festhalten will gar nicht das ist, was er sich als Leben vorstellt. Auch auf diesen wenigen Seiten gelingt es Tolstoi hervorragend die Charakterentwicklung des Protagonisten zu zeichnen.
Wenn Sie nicht gerade in einer depressiven Stimmung sind dann kann ich Ihnen dieses Buch nur ans Herz legen. Es ist ein kleines Meisterwerk - aber die Länge eines Werkes ist meist nicht sehr bedeutsam wenn es darum geht große Literatur in Händen zu halten. Und große Literatur ist dies zweifellos, denn das Werk über den Tod wird dadurch großartig, dass es sich letztlich darüber Gedanken macht was _Leben_ eigentlich sein soll.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Der Tod ist ein schwarzer Sack: Die Agonie eines Tolstoi-Helden in den 80ern des 19. Jahrhunderts, 28. Oktober 2013
Ein dreitägiger Todeskampf aus der Perspektive eines Sterbenden – das klingt nicht nur eindringlich, das ist packend, fesselnd und schrecklich, vor allem, weil der Protagonist, Iwan Iljitsch, im Alter von nur 45 Jahren an einer mysteriösen Krankheit stirbt, die kein Arzt diagnostizieren kann – und die Auf's und Ab's seines Sterbens minutiös skizziert werden. Marcel Reich-Ranicki hat dieses Buch zum Thema Sterben 2012 in einem "Focus"-Interview empfohlen, daraufhin habe ich es mir gekauft und an einem Samstagnachmittag verschlungen. Besonders lehrreich: Die russische Oberschicht wusste im Jahr 1886 nicht mit dem Tod umzugehen – die Familie verdrängt das Thema, erschrickt, weicht beiseite vom Totenbett, flieht in die Oper, entfremdet sich vom Sterbenden, lässt ihn und den imaginären "schwarzen Sack", in den er sich mehr und mehr gewaltsam hineingepresst fühlt, allein. Allein mit einem gesunden Dienstboten, angesichts der Sterbende noch trauriger wird über den bevorstehenden Verlust des Lebens. Natürlich ist "Der Tod des Iwan Iljitsch" auch eine Kritik an der russischen Gesellschaft der damaligen Zeit – eine Kritik an ihrer Oberflächlichkeit und ihrer Ignoranz gegenüber dem Schwachen und Fremden. Obwohl schon weit über 100 Jahre alt, hat die Novelle nichts an Bedeutsamkeit und Aktualität verloren, im Gegenteil: In vielem erkennt man den Umgang unserer zeitgenössischen Gesellschaft mit dem Tabu Sterben wieder – und fragt sich: Wie hätte man besser mit dem Siechtum und dem Sterben umgehen können? Das macht Tolstoi's Werk lesenwert und lehrreich.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 3 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Der Tod des Iwan Iljitsch (insel taschenbuch)
Der Tod des Iwan Iljitsch (insel taschenbuch) von Lew Tolstoj (Taschenbuch - 24. Juni 2002)
Gebraucht & neu ab: EUR 4,00
Auf meinen Wunschzettel Zahlungsmöglichkeiten ansehen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen