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128 von 137 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine polternde Selbsterkenntnis
Die alten Griechen hatten ja für alles Götter, und so war Eris die Göttin der Zwietracht. Insofern macht Schopenhauers Vorspann „Eristische Dialektik" zu seinen „Kunstgriffen", ein Streitgespräch für sich zu entscheiden, einen besonderen Sinn. Er definiert den Begriff Eristische Dialektik als „die Kunst zu disputieren, und zwar...
Veröffentlicht am 24. September 2003 von Reiner Ruf

versus
4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schwere Kost
Ich muß offen zugeben, dass mir das Buch nicht viel gebracht hat. inter dem unterhaltsamen Untertitel verbirgt sich knallharte Philosophie, die für Laien und Nicht-Lateiner nur schwer verständlich ist. Schopenhauer geht sehr analytisch vor, ich denke ncht, dass seine "Tipps" für Alltagsdiskussionen geeignet sind.
Veröffentlicht am 28. August 2009 von Oliver Schmid


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128 von 137 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine polternde Selbsterkenntnis, 24. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Die Kunst, Recht zu behalten: In achtunddreißig Kunstgriffen dargestellt (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
Die alten Griechen hatten ja für alles Götter, und so war Eris die Göttin der Zwietracht. Insofern macht Schopenhauers Vorspann „Eristische Dialektik" zu seinen „Kunstgriffen", ein Streitgespräch für sich zu entscheiden, einen besonderen Sinn. Er definiert den Begriff Eristische Dialektik als „die Kunst zu disputieren, und zwar so zu disputieren, dass man Recht behält, also [mit rechten wie mit unrechten Mitteln]".
Überhaupt ist für Schopenhauer "Dialektik" ohnehin schon nichts anderes, als eben eine Methode, die dazu dient, Recht zu behalten, auch wenn man gar nicht Recht hat, dafür aber um jeden Preis. Somit ist „eristische Dialektik" beinahe als Tautologie zu fassen. Scharf trennt er damit seinen Begriff der Dialektik von denen der anderen Philosophen wie Aristoteles, Kant und Hegel und natürlich auch Marx. (Hier muss ich aber Schopenhauer Abbitte tun, indem ich den ihm verhassten Hegel einen „Philosophen" nenne - gewiss würde er sich mit einem gewaltigen Rumpeln im Grabe umdrehen, könnte er dies lesen...)
In seinem Werk „Die Kunst, Recht zu behalten" eröffnet uns Schopenhauer eine ganz eigene Welt des Disputierens - des Rechthabens auf Teufel komm raus, wie wir heute sagen würden. Dieser eigenwillige Gedankenkünstler, oft zu Unrecht als greiser Polterer unter den Philosophen abgetan, führt uns in aller Kürze eine Fülle von Techniken vor Augen, mit denen der Kontrahent eines Streitgesprächs zunächst gnadenlos als Gegner ausgemacht, als solcher unerbittlich in die Enge getrieben und schließlich (in jedem - ausgenommen dem physischen Sinn) „vernichtet" wird. Mit seinem scharfen Urteil kategorisiert er diese Kniffe und belegt sie teilweise mit Beispielen aus eigenen Streitgesprächen.
Dies alles klingt ziemlich militant; hätte Schopenhauer aber auch nur im Entferntesten ahnen können, in welchem Übermaß diese 38 Kunstgriffe in unserer heutigen medienlastigen Zeit bewusst oder unbewusst bis zum Erbrechen Anwendung finden, dann bin ich mir nicht sicher, ob er sich darüber gefreut hätte, in wie weit er selbst (mal wieder) Recht hatte, oder ob er sich eher darüber ereifert hätte, dass auch jeder andere immer nur selbst Recht haben will. Wahrscheinlich beides.
Schopenhauer will uns aber insofern etwas beruhigen (vielleicht auch sich selbst), indem er die Rechthaberei in den Bereich „zur menschlichen Natur gehörig" rückt und dabei das Hobbes-Zitat anführt: „Alle Herzensfreude und alle Heiterkeit beruht darauf, dass man Menschen habe, im Vergleich zu welchen man hoch von sich denken kann." Also können wir gar nicht anders? Vielleicht - aber Selbsterkenntnis ist ja bekanntlich die Grundvoraussetzung zur Besserung...
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89 von 96 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wenn, dann dieses., 12. Januar 2003
Rezension bezieht sich auf: Die Kunst, Recht zu behalten: In achtunddreißig Kunstgriffen dargestellt (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
Schopenhauers Anleitung zur Kunst, Recht zu behalten ist ein Buch des 19. Jahrhundert, das wie geschaffen ist für die Anfordernisse des 21. Jahrhundert. Es geht nicht um Rhetorik, es geht um das Recht des Stärkeren. Oder besser gesagt: Um das Recht des Stärkeren vermittels der Rhetorik, der Allzweckwaffe unserer Tage in Büro, Schule, Uni und Beziehung. Und die gute Nachricht aus Schopenhauers Munde: Wir können unsere Redefertigkeit sogar gutens Gewissens ausspielen, denn man kann zwar einer schlechten Sachen durch eine schlagkräftige Rhetorik dennoch zum Erfolge verhelfen, aber eben auch eine grundsätzlich gute Sache durch eine mangelhafte Rhetorik der unverdienten Niederlage zuführen.
Grund genug also, alle falsche Rücksichten einmal gründlich fallen zu lassen und uns ganz dem Dienst an der Wahrheit zu verschreiben. In 38 Kunstgriffen instruiert uns Schopenhauer über das 'Grundgerüst der Rhetorik', das heißt das, was unabhängig von jeweiliger Gesprächsthematik und -situation, das Gemeinsame der Redekunst ausmacht. Zu jeder Argumentationsfigur fügt er dazu ein Beispiel an. Trotz allem Bestreben zur Systematik sind dabei die einzelnen Kunstgriffe nicht immer fein säuberlich trennbar, einige Kniffe bilden bei eingehender Betrachtung vielmehr doch kleinere Familien. Insgesamt lassen sich aber drei große Ansätze unterscheiden: Ad rem, die Auseinandersetzung mit der objektiven Sache; ex concessis, die Auseinandersetzung mit den subjektiven Behauptungen
des Gesprächsgegners und ad hominem, der persönliche Angriff auf den Gesprächsgegner, wobei das ganze durchweg mit Schopenhauers unverwüstlichem Realismus -manche würden es auch Pessimismus nennen- garniert ist.
Überhaupt ist Schopenhauer gerade dann am Genüßlichsten zu lesen, wenn er anläßlich der Besprechung seiner Rhetorik-Kniffe sozusagen im Vorbeigehen seine Lieblingsthemen von der natürlichen Schlechtigkeit des Menschengeschlechts, der Relativität aller menschlichen Moral und seinen Geistesaristokratismus abhandelt - schließlich gehört alles untrennbar zusammen.
Enttäuscht sein wird, besser gesagt muß, derjenige sein, der sich übermäßige Wunder von dem Buch verhofft. Niemand wird nach der Lektüre zum Erstaunen aller Umstehenden plötzlich Rhetorikkunstgriffe wie Kaninchen aus dem Hut zaubern können, genauso wenig wie niemand nach dem Studium der formalen Logik Schlüsse ziehen kann, die den Mitmenschen in Angst und Staunen versetzen. Die Rhetorik ebenso wie die Kunst des logischen Schließens ist ihrer Natur nach intuitiv und wird bereits von Kindern ohne jegliche formale Kenntnisse fehlerfrei angewendet. Bei Schopenhauers 'Die Kunst, Recht zu behalten' handelt es sich vielmehr um einen systematischen und (leicht) formalisierenden Ordnungsversuch der Kunst der Rhetorik, der seine relative Praxisferne nicht ganz verhehlen kann (implizit gesteht dies auch Schopi ein, indem er auf die Künstlichkeit aller seiner Beispiele verweist). Mit andern Worten: Das Buch liefert das theoretische (aber keineswegs trockene!) Rüstzeug und das auf wirklich angenehme und unterhaltsame Weise. Die praktische Anwendung & Übung auf Kosten unserer lieben Mitmenschen erfolgt jedoch erst im Büro!
Nur RELATIV praxisfern ist der Schopenhauer, insofern als daß derjenige, der es verschmäht, nicht unter 10 New-Age Blubberbüchlein von fönfrisierten Verpackungsverkäufern abgestraft wird!
4 Sterne, weil einer solchen Abhandlung immer etwas Gestelltes, Theoretisches anhaften muß; und weil auch wirklich empfindliche Gemüter sich erstmal flüchtig mit Schopenhauers Geisteshaltung vertraut machen sollten.
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43 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Regeln der Dialektik, 8. Oktober 2002
Rezension bezieht sich auf: Die Kunst, Recht zu behalten: In achtunddreißig Kunstgriffen dargestellt (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
Das ist Schopenhauer pur! Es ist keine Anleitung, sondern es verrät die intuitiven Kniffe des Menschen, um seinen Standpunkt in einer Diskussion um jeden Preis zu verteidigen, egal ob man Recht oder Unrecht hat. Denn darum geht es, Recht behalten, d.h. allen Zuhörern soll es so vorkommen, als ob man Recht habe, obwohl man ganz genau weiss, dass man im Unrecht ist. Dazu wird zu allen Mitteln gegriffen: Beleidigungen, Beschimpfungen, Einschüchterung des Gegners, wenn man keine stichhaltigen Argumente hat usw, aber auch Argumentation durch Gegenbeispiel usw, Schopenhauer enthüllt die dreckigsten Tricks. Nachdem er das Buch geschrieben hat, wollte er es gar nicht mehr herausgeben, so sehr hat er sich vor den Entlarvungen im Disputieren geekelt. Erst nach seinem Tod wurde das Buch gedruckt. Wie immer bei Schopenhauer eignet sich das Buch hervorragend, um sich über die ekelhaftesten Züge des Menschen klarzuwerden.
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57 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wahre Streitkunst nach Schopenhauer., 16. September 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Kunst, Recht zu behalten: In achtunddreißig Kunstgriffen dargestellt (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
Dieses Buch enthält im wesentlichen 38 Kunstgriffe, mit deren Hilfe sich der Streitende seinen Widersachern gegenueber durchsetzen kann, ohne objektiv im Recht sein zu müssen. Schopenhauer hatte nicht im Sinn, eine Anleitung zu einer Diskussion zu geben, sondern Hilfe in Debatten zu bieten, in denen der jeweilige Gegenpart ganz nach Art 'der natürlichen Schlechtigkeit des menschlichen Geschlechts' der Streitsache unangemessene Argumente nutzt, um die man selbst nach der Lektüre dieses Buches ebenfalls nicht mehr verlegen sein wird. Feinsinnige Beschreibungen, die von Schopenhauers detailorientierter Beobachtungsgabe den Menschen gegenueber zeugen, und streng formalisierte Anleitungen (Kunstgriffe) lassen dieses Buch für Liebhaber der schopenhauerschen Wissenschaftlichkeit zu einem wahren Lesegenuß werden. Das Werk umfaßt gerade mal knapp 130 Seiten und enthält im zweiten Teil noch eine Erklärung zu Schopenhauers Sicht der Dialektik.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen schwer ist leicht was..., 5. Februar 2010
keine leichte Lektüre, aber höchst lesenswert.
Schopenhauer gibt hier keine Anleitung für Rechthaber, sondern zeigt verschiedene rhetorische Kunstgriffe und wie man sie abwehren kann. Zu jeder Taktik gibt er zunächst eine allgemeine Erklärung und anschließend ein Fallbeispiel. Im Anschluß wird das Beispiel Satz für Satz analysiert.
Das Bändchen ist im praktischen Hosentaschenformat gehalten und daher auch reise- und wartezimmertauglich. Trotz der geringen Größe ist das Buch ein echtes Hardcover. Der Einband ist sehr stabil und zur Not auch feucht abwischbar.

Ausdrücklich warnen muß man vor Schopenhauers Stil. Wer sich auf das Buch stürzt ohne zu bedenken, daß der Autor Jahrgang 1788 ist, wird es schnell entnervt zur Seite legen. Empfehlenswert ist ein "Warmlesen" mit Musäus' Märchen - das sprachliche Niveau ist sehr ähnlich (mein Favorit: "die Bücher der Chronika der drei Schwestern"). So vorbereitet kann man sich dann auch getrost an Schopenhauer wagen.
Hilfreich ist es, sich während der Lektüre Notizen zu machen. So kann man die manchmal doch etwas verschnörkelten Formulierungen entknoten und die Kapitel übersichtlich zusammenfassen.

Fazit: schwere Lektüre, die man sich hart erarbeiten muß, aber trotzdem lohnend.
Und irgendwie macht es ja auch Spaß, wenn man bei einer Debatte in Fernsehen oder Radio den einen oder anderen Kunstgriff aus Schopenhauers Büchlein wiedererkennt und schadenfroh beobachtet, wie sich das Opfer windet, während man selbst den sprachlichen Hieb - Schopenhauer sei Dank! - mit Leichtigkeit parieren könnte. ;)
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zum schmunzeln...., 4. August 2004
.... Schopenhauers Eristik hat MICH oft zum schmunzeln, zuweilen zum lauthals lachen gebracht. Man darf dieses Büchlein nicht als Ratgeber oder Gebrauchsanleitung lesen. Vielmehr seziert Schopenhauer - und karikiert damit - sämtliche Varianten von miesen respektive unsachlichen Tricks in Disputen, und das wahrlich treffend, dass man ums Lachen nicht herum kommt.
Die Sprache ist für Otto Normalverbraucher sicher gewöhnungsbedürftig, aber hat man sich einmal da hineingefunden, ist es ein erheiternder Lesespaß. (und die griechischen bzw lateinischen Einwürfe muss man einfach hinnehmen, oder: ANnehmen.
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44 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein altes, verstaubtes, unpraktisches Werk, 3. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Kunst, Recht zu behalten: In achtunddreißig Kunstgriffen dargestellt (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
Schon zu Beginn erscheint der Text wie eine Zumutung - altgriechische Phrasen, lateinische Titel; ohne eine altphilologische Grundausbildung (sprich: ein winzigkleines Latinum und marginale Kenntnisse des Griechischen) macht das Werk zugegeben nur halb so viel Spaß, da erwähnte lateinische und altgriechische Phrasen und Begriffe zu ungeahnter Präzision des Sachverhalts führen. Verständlich ist es dennoch.
Was folgt, ist eine Einführung in die Rabulistik, also die Kunst, anderen das Wort im Munde zu verdrehen. Das ist natürlich unfair. Und genau darum geht es.
Der Kern dieser Sammlung von Kunstgriffen könnte also umschrieben werden: "Wie behalte ich Recht, obwohl ich Unrecht habe", oder, polemischer: "Wie stampfe ich meinen Gegenüber in Grund und Boden". Beides beherrscht das "Schandmaul", wie Schopenhauer gerne genannt wird.
Die einzelnen Kunstgriffe sind übersichtlich aufgebaut, auf die Theorie folgen meist Beispiele und so macht es einfach nur noch Spaß, in die Gedankengänge Schopenhauers einzutauchen und nicht nur einige rhetorische - bzw. eristische - Kniffe zu erfahren, die einem vielleicht schon intuitiv klar waren, man aber nie schematisiert zu Papier gebracht sah, sondern darüber hinaus einen großen Teil der Einstellung Schopenhauers zum Menschen an sich heraus zu lesen. Gewissermaßen kann man dieses Werk sogar als Einführung in seine Philosophie lesen, da "Die Kunst, Recht zu behalten" sowohl Lust auf mehr, als auch immer wieder kurze Abstecher in Kernpunkte seines Denkens macht.
Dieses alte, verstaubte und unpraktische Werk gewinnt spätestens dann wieder an Aktualität, wenn man der nächsten Politdebatte lauscht und prompt ein "argumentum ad auditores" entdeckt oder im nächsten Disput sich eines Kniffes besinnt und bedient - Kunstgriff Nr. 14 ist wohl einer meiner persönlichen Lieblinge.
Ein untalentierter Redner wird in diesem Werk zwar keine "38 Kunstgriffe zum garantierten Erfolg - Wie Sie Ihre Freunde beeindrucken und jeden Disput für sich entscheiden" finden, wohl aber mindestens Möglichkeiten unfaire Argumentationen zu entlarven, kann oder will man sie nicht selbst anwenden.
Durch und durch lesenswert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut für's Debattieren, ansonsten eher nutzlos, 15. September 2012
Von 
Thomas M. (Leipzig) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Wer von uns möchte das nicht, einfach immer Recht haben, selbst wenn man es nicht hat?
Wohl jeder kennt diese Situation: Man stellt eine Behauptung auf, weil man denkt, man hat Recht, doch während man argumentiert fällt einem doch auf, dass die eigene Behauptung Müll ist. Man will doch trotzdem Recht haben, oder? Eigentlich ja, doch will man es wirklich noch durchsetzen, wenn man weiß, dass es falsch ist?
Diese Frage sollte man sich stellen, wenn man dieses Buch liest.

An sich bin ich ein großer Fan von Arthur Schopenhauer, seine Mitleidsethik kann ich als Anhänger der Theorie nahezu auswendig und von allen Seiten betrachten, doch man muss ja einem Vorbild nicht immer zustimmen. So auch hier: So gut einige Punkte sind, ich kann nicht ganz zustimmen.
Nimmt man mal an, man hat jetzt die Aufgabe zu debattieren, dann kann man jeden dieser Punkte wunderbar befolgen, immerhin ist das wichtige Prinzip während der Debatte, dass man jeden von seinem Punkt überzeugt, egal ob es sich als falsches Argument herausstellt oder nicht. Man MUSS einfach alle auf seine Seite ziehen. Das mag ja an sich richtig sein, dazu sind auch wunderbar diese ganzen Punkte geeignet.
ABER: Wir nehmen jetzt mal an, dass man mit Freunden diskutiert und man irgendwann merkt, dass man falsch liegt - sollte man dann erntshaft diese Punkte befolgen? Wohl nicht wirklich. Es gibt Punkte, die gut sind, da man selbst den Freunden, sofern sie falsch liegen, aufzeigen kann, wo denn ihre fehlerhaften Dewnkweisen liegen, jedoch ist es nicht eigentlich besser, sofern man selbst falsch liegt, auch an einem Punkt sich selbst einzugestehen, dass man falsch liegt?
Eigentlich schon, aber das Buch hier vermittelt einem eher andere Werte.

Wie dem auch sei, für Rhetoriker ist es keine schlechte Sache, für Leute, die sich mit Debatten beschäftigen sowieso, aber für normale Diskussionen ist es eher unsinnig.
Was ich dem Buch eventuell auch nicht ganz abgewinnen kann, ist die Tatsache, dass hier unendlich vieles auf Latein oder Griechisch geschrieben wurde - zwar sind in Klammern folgend dazu die Übersetzungen angegeben, doch es stört einem beim Leseprozess, was einen schnell den Gedanken und den Faden verlieren lässt.
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26 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zum Thema Unsachlichkeit, 11. September 2001
Von Ein Kunde
Arthur Schopenhauers Eristik hat ein anderes Ziel als in manchen Leserzuschriften bisher angenommen:
Schopenhauers Ziel ist nicht, Rezepte zu liefern, um selbst fälschlich Recht zu behalten,
Schopenhauers Ziel ist:
GESCHEITEN Leuten zu helfen, die Tricks DUMMER Gegner zu DURCHSCHAUEN!
Das ist für JEDEN gescheiten Menschen verdammt wichtig! Sonst kommt er unter die Räder!
Ein bedeutendes, sehr hilfreiches Buch des besten deutschen Philosophen.
C.K.
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5.0 von 5 Sternen Ganz tolles, kleines Büchlein, 19. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Kunst, Recht zu behalten: In achtunddreißig Kunstgriffen dargestellt (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Schopenhauer versteht es, mit Witz und Schärfe zu zeigen, wie seine Form von Dialektik aussieht. Es geht nicht um Erkenntnisgewinn, sondern nur noch darum, Recht zu behalten. Man bekommt viele, kleine Kniffe gezeigt, wie man einen Gesprächsverlauf beeinflussen, manipulieren und schließlich für sich entscheiden kann. Abgesehen davon erkennt man so auch die Tricks anderer.

Die Sprache ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, macht aber mit der Zeit viel Spaß. Man merkt hier ganz deutlich, wie viele Wörter und Bezeichnungen heute nicht mehr in Gebrauch sind, obwohl sie toll klingen. Beispiel: Disputierkunst.

Das Nachwort von Franco Volpi fand ich auch sehr wertvoll. Dort wird sehr schön der Begriff der Dialektik im historischen Verlauf beleuchtet.

Für mich war das Buch ein schöner Einstieg mittendrin. Durch das Nachwort habe ich einen guten Überblick bekommen, welche Bücher ich als nächstes lesen möchte. Dazu zählen Kants "Kritik der reinen Vernunft", Hegels "Wissenschaft der Logik" und Platons "Der Staat".

Volle Kaufempfehlung!
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