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Kundenrezensionen

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am 28. Juli 2008
Mit der Entscheidung für dieses Buch habe ich mich selbst übertroffen. Nach Baudelaire ist Rimbaud der zweite französische Dichter, dessen Werk ich mir zu Gemüte geführt habe. Ja, dieser Mann verstand es wirklich zu dichten! In einer literarischen Epoche, die schließlich das Motto "L'art pour l'art" begründete, aufgewachsen und sie wie kaum ein anderer zeitgenössischer Schriftsteller geprägt, verfasst Rimbaud Lyrik und lyrische Prosa, die zu beschreiben hier sinnlos wäre, die Liebe, Erotik, Mythos und menschliche Abgründe beschreibt und die mit dieser zweisprachigen Ausgabe dem heutigen Leser vollständig, wie auch ausführlich erläutert, zur Verfügung gestellt wird. Der europäische Symbolismus, die literarische Moderne beeindrucken mich immer wieder!
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am 31. August 2005
Rimbaud wurde 1854 geboren und starb 37jährig im Jahre 1891. Seine Schaffensperiode betrug 4 Jahre, beginnend mit 15 Jahren. Dann überwog die Zeit des Broterwerbs, welches ihn in die Welt brachte. Seine Zeitgenossen waren Stephan Mallarme, ein Symbolist, Paul Verlaine, bei dem er in jungen Jahren wohnte und später Paul Valery. "Shakespeare enfant" nannte ihn Victor Hugo.
Rimbaud, eine Wunder der Exzentrik, der nichts von vor gedachten oder vorformulierten Regeln hielt. Sein junges Leben, geprägt in dem Zeitgeist dieses Jahrhunderts, geprägt von den nachrevolutionären Wirren und dem aufkommenden Naturalismus z.B. eines Emil Zola oder J.J. Rousseau und der unkonventionellen Art und Weise des Dandys Charles Baudelaire.

Seine Gedichte sind ein Meisterwerk. Erkannt wurde dieses erst posthum in voller Größe. Heute ist Rimbaud nicht mehr aus dem Schatz französischer Lyrik wegzudenken. Er hat in Anlehnung und mit Baudelaire die freie Form der Lyrik entworfen. Er hat die Bilder des Lebens, der Umgebung und der Natur zu lyrischen Gesprächspartnern erhoben, sie gleichgesetzt für den Vergleich einer menschlichen und dinglichen Welt. Seine Bilder entstehen im Vorbeigehen, sie erlangen eine sinnliche, manchmal frivole Anschaulichkeit und sind ebenso von bedrängender Realität.
Beispiele müssen nicht vorenthalten werden. Mit 15, voll in pubertären Zügen schrieb er über Empfindungen. (... ich denke nichts, ich spreche nichts: ich träume nur, unendliche Liebe gibt mir das Geleit.) "Sonne und Fleisch", ein scheinbar wirrer Zusammenhang, aber er löst sich auf bereits zu Beginn. "Die Sonne, Quell alles Lebens und brünstiger Triebe", junge Fleisches-Lust führt ihn hier die Hand. "Faunkopf" erinnert an das berühmte Prosagedicht von Stephane Mallarme. Er sah die Welt und nahm sie zur Dichterhand, nichts scheint ihm fremd oder übersehbar. Der Krieg 70/71 taucht auf in "Das Elend" oder noch intensiver in "Der Schläfer im Tal". Oder das Erwachen einer Stadt in "Paris lebt auf" als ein Nachkriegserlebnis, eine Beschreibung der Wirklichkeit als Empfindung, so klar, drastisch, unverblümt. So, als wenn des Lebens Ende naht, "Freßt, sauft! .... Hört ich ihr sie nicht im Rausch der glühenden Nächte springen, ..." "Und grell und sinnlich brennt die Fackel toller Lüste durch die alte Nacht, ..."

Kirche und erste Kommunion werden "bedichtet", geächtet wurde Rimbaud seitens der Kirche.
Eines der besten, der bekanntesten Gedichte: "Das trunkene Schiff". Es war die Erinnerung an die Zeit Frankreichs, wo Dirnen und Verbrecher außer Landes gebracht wurden, nach Neu-Orleans in Louisiana. (Anm.: Die Liebes-Geschichte vom Chevalier Des Grieux und seiner Manon Lescaut, geschrieben 1731 von Prévost gibt ein wunderbares Zeugnis.)
Die Grenzen wurden geöffnet, die Globalisierung nahm ihren Lauf und Rimbaud sehnt sich zurück zu den Grenzen Europas als heimatlichen Hafen. So, als wenn er spürt, dass die Welt ihr Gesicht im Zuge des Erwachsenwerdens ändert. Dieses Gedicht ist nahe am Ende seiner Schaffensperiode. Der Wunsch nach Europas Begrenzung scheint gleichzeitig ein sich wehren im Erwachsenenalter gegen die Wiederbelebung der Idylle seiner Kindheit. Die Jahre des heißen, jungen Blutes gehen zu Ende, sein Weg der Zukunft ändert sich, die Idylle der Leichtigkeit, Schwerelosigkeit, des laissez faire ist vorbei. Der Verzicht auf Gedichte und Literatur ist die Folge, dass Schaffen hat ein Ende, der Broterwerb tritt in den notwendigen Vordergrund.
Eine kurze aber bis heute wichtige Schaffensperiode eines großen Dichters.
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am 15. Januar 2013
Rimbaud hat alles was er zu sagen hatte in einem sehr kurzen Zeitraum gesagt, aber das hat er verrückt und wunderbar getan. Die zweisprachige Ausgabe gibt die Möglichkeit, sofern man der franz. Sprache mächtig ist, die Übersetzung mit dem Original zu vergleichen. Gefällt mir gut!
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am 7. Oktober 1999
Kaum ein Dichtungswerk-wenn wir von Baudelaire`s Les Fleurs du Mal absehen-hatt weitreichendere Folgen für die Lyrik der Neuzeit gehabt als eben Rimbauds Schriften.Dichter wie Brecht,der sich oft auf ihn berief;Trakel,dessen Sprache ohne Rimbaud nicht zu denken-und,um die Aufzählung abzubrechen,nicht zu letzt Rilke,der vergeblich versucht zu erreichen,was diesem junge,"versoffene"Tunichtsgut in drei Jugendjahren gelang.Ein Werk das völlig neu und eigen war-und desshalb lesendswert.
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Rimbaud vermochte mit 15 schon alles, was die großen Klassiker und alten Meister vermochten. Mit 19 war er eine ganze Avantgarde für sich - ein Solitär. Dann hörte er auf zu schreiben und ging nach Afrika zur Fremdenlegion, in einem Alter, nicht einmal 20, in dem die meisten Schriftsteller noch die "Eierschalen" von ihren Werken pulen müssen.
So unkonventionell wie sein Leben, so unkonventionell ist Rimbauds Dichtung. Wer unter den Dichtern gerade die Bohemiens und Dandys besonders schätzt, darf an Rimbaud nicht vorbeigehen..
Allerdings berühren mich persönlich die Gedichte nicht so sehr, wie ich beim Kauf erhofft hatte - weshalb ich nur vier Sterne vergebe. Andere aber mögen ihn mit noch mehr Freude lesen; im Übrigen ziehe ich den Hut vor seiner Könnerschaft.
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am 27. September 1999
Die grotesken, bilderreichen, teils fast erschreckenden Welten von Arthur Rimbaud lassen sich nur schwer beschreiben , deshalb:
Morgenröte Ich habe die Sommer - Morgenröte umarmt. Nichts rührte sich noch an der Stirn der Paläste. Das Wasser war tot! Die Schatten lagerten noch auf der Straße durch den Wald. Im Wandern störte ich frische und laue Hauche auf , und die Edelsteine blickten mich an, und lautlose Flügel hoben sich. Das erste Abenteuer war auf dem Pfad, im bleichen Frühlicht Schimmer , eine Blume , die mir ihren Namen sagte. Ich lachte dem Wasserfall zu, der durch die Tannen niederstäubte: auf dem silbernen Gipfel erkannte ich die Göttin. Einen um den andren hob ich ihre Schleier. In der Allee mit schwingenden Armen. In der Ebene dann , wo ich sie dem Hahn verriet. In der großen Stadt floh sie zwischen den Glockentürem und Kuppeln, und wie ein Bettler auf den Marmorkais laufend, jagte ich sie........Als ich erwachte, war es Mittag.
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am 1. November 2010
Rimbauds Werk hat eine solche Ausgabe nicht verdient!

Die Qualität dieser Ausgabe ist eine Zumutung! Dünndruckpapier, DÜNNdruck ist dafür schon gar kein Ausdruck mehr! Die Seiten sind so empfindlich, dass man das Buch gar nicht erst in die Hand nehmen möchte, sie sind so durchsichtig, dass man gleich die übernächste Seite mitlesen kann. Der Satz ist eine einzige Katastrophe, die wundervollen Strophen werden lieblos zusammengequetscht, wie es mir noch bei keinem Gedichtband untergekommen ist! Beim ersten Aufschlagen habe ich bereits einen Tippfehler entdeckt - kann passieren, sollte aber nicht! Der Einband schließlich ist so wabbelig, dass auch dieser nach einmaligem Inderhandhalten Knicke und Druckstellen aufweist.

Ich habe diese Ausgabe noch am selben Tag zurückgeschickt.
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