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65 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Verachtenswertes Geschöpf Frau?
Justine, ein junges Mädchen, fromm und tugendhaft, wird zusammen mit ihrer Schwester Juliette zu einer Waisen. Während Juliette sich entscheidet, den "Wonnen des Lasters" zu folgen, entscheidet Justine sich für den Weg der Tugend.
Auf der Suche nach Arbeit und Menschen, die ebenfalls den Pfad der Tugend beschritten haben, trifft Justine auf...
Am 6. Oktober 2001 veröffentlicht

versus
20 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Faszinierend und doch Dumm und Stumpfsinnig
Ich weiß nicht wie viele Male ich versucht war dieses Buch einfach wegzulegen und nicht mehr daran zu denken. Aber es war mir einfach unmöglich. Es ist einfach unmöglich dieses Buch zuzuklappen und nicht darüber nachzudenken.
Besonders fasziniert hat mich der Schreibstil und die Ausdrucksweise, noch mehr allerdings die Mischung aus Faszination...
Am 23. Februar 2003 veröffentlicht


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65 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Verachtenswertes Geschöpf Frau?, 6. Oktober 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Justine oder Die Leiden Der Tugend (Taschenbuch)
Justine, ein junges Mädchen, fromm und tugendhaft, wird zusammen mit ihrer Schwester Juliette zu einer Waisen. Während Juliette sich entscheidet, den "Wonnen des Lasters" zu folgen, entscheidet Justine sich für den Weg der Tugend.
Auf der Suche nach Arbeit und Menschen, die ebenfalls den Pfad der Tugend beschritten haben, trifft Justine auf viele Menschen.
Justine, immer auf der Suche nach Tugend, Zuneigung ist ein sehr leichtgläubiges Wesen, die sehr schnell Vertrauen fasst. Auf ihrer Reise durch ganz Frankreich trifft sie auf viele Menschen, mit etwas eigenartigen Vorlieben: Sodomie, Sadismus, Inzest, pedophilen Neigungen, Vergewaltigungen, Morde und ewige Qualen.
Justine, die zu tugendhaft ist, um selbst ein Verbrechen zu begehen und sich selbst damit aus ihren misslichen Lagen zu befreien, findet jedoch erstaunlicherweise immer wieder einen Ausweg und lernt die nächste Person, die sie ausnützt und einsperrt, sie vergewaltigt, markiert, verletzt.
Im Buch werden die Szenen sehr deutlich beschrieben, wie die Männer die Frauen und Männer vergewaltigen, junge Männer oder Kinder langsam gequält und misshandelt werden, während ihre Peiniger dabei höchsten Genuss empfinden und sich ergießen.
Frauen, als verachtenswertes Geschlecht angesehen, werden allen nur erdenklichen und sicherlich perversen Qualen ausgesetzt.
Mein Fazit:
***********
Eigentlich hat mich das Buch zutiefst geschockt, jedoch ist es teilweise sehr faszinierend zu lesen, wie die Menschen ihre Taten rechtfertigen und Justines Argumente und Tugenden einfach widerlegen.
Nichtsdestotrotz ist das Buch nichts für schwache Nerven und ich kann nicht genau sagen, ob es lesenswert ist, denn ich weiß es selbst nicht, obwohl ich es gelesen habe.
Faszinierend fand ich übrigens den Schreibstil und die Ausdrucksweise der einzelnen Personen, die Justine trifft. Es ist sehr interessant, die Argumentationen zu verfolgen, mit denen Justine von ihrer Art zu leben abgebracht werden soll.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein zeitloser Klassiker, 24. Mai 2006
Rezension bezieht sich auf: Justine oder Die Leiden Der Tugend (Taschenbuch)
Die erste Parallele, die sich mir aufdrängte, war Dostojewskis "Der Idiot" (Man denke an Dostojewskis Abhandlung über die Todesstrafe - deSade war immer der gleichen Ansicht).

Wie auch dort zerbricht in deSades Roman die Protagonistin mit ihrer konsequenten Tugend an der untugendhaften Welt.

Die völlig überzeichnete Gewaltdarstellung unterstreicht einfach nur diese Aussage, sie ist auf keinen Fall blosser Selbstzweck, wie oft unterstellt wird.

Dem zeitlosen Macchiavelli hätte dieses Buch möglicherweise gefallen:

"Wer in allen Dingen nach der Moral handeln will, muss unter so vielen anderen, die sich nicht nach ihr richten, zugrunde gehen."
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22 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tugend oder abgestumpfte Brutalität?, 31. Dezember 2002
Rezension bezieht sich auf: Justine oder Die Leiden Der Tugend (Taschenbuch)
Dieses Werk ist eine Sammlung verschiedendster drastischer Argumente dafür, die "Tugend über den Haufen zu werfen". Nicht zu vergessen in welchem Jahrhundert dieses Werk geschrieben wurde.
Es fiel mir schwer, dieses Buch bis zum Ende konzentriert zu lesen, denn es ergeben sich diverse Wiederholungen sadistischer Szenen, die sich nur durch die unterschiedlichen Ideen und "Stellungen" der Teilnehmer und durch den Wechsel der Aktionsorte unterscheiden.
Besonders brutal die Klosterszenen: Im Lebenslauf des Herrn de Sade ist zu ersehen, dass auch er eine Zeit seiner Kindheit im Kloster verbringen musste.
Es ist schwierig, die Bedeutung der "Tugend" in der damaligen Zeit nachzuvollziehen und zu erkennen, welchen "Auswüchsen" auch der Klerus unterworfen war.
Führt übermäßige Tugend zum Exzess? War de Sade nun ein Vorreiter einer neuen Gesellschaft - nur mit einem drastischen Konzept für seine Publikationen - oder einfach ein hirnrissiger Perverser, oder ein Opfer, das sich während des Schreibens seiner kontroversen Gedanken "erleichterte"?
Erst einmal ist dies ein erschütterndes Werk für allem für mich, als Frau in der heutigen Zeit.
Bei genauem Hinsehen jedoch nur bedingt. Wird ein Kind Opfer, kann man es in jeder Hinsicht prägen, auch dies ist heute noch nach den vielen Kindesmisshandlungen sichtbar.
Herr de Sade argumentiert mit ständiger Rechtfertigung der Taten, auch er war ein Kind, geprägt in seiner Zeit.
Das Werk ist möglicherweise "von einer einseitigen" Prägung des Autors durchzogen, dennoch ist es Zeuge der Zeit in der es geschrieben wurde:
Das "Sichversteckenmüssen" fördert den Zwang, Verbotenes zu tun und den Genuss daran.
Resultat: Der Genuss schrumpft - bis das Töten nicht einmal mehr ausreicht, selbst dies wird mechanisch. Abstumpfen und Frustration der Täter sind die Folge.
Dadurch lassen die Übeltäter in ihrer Hingabe Einiges vermissen:
Den Genuss, den wir heute freiwillig und offen empfinden dürfen und der die brutale Gewalt zum Glück unnötig macht!
Das Werk ist bemerkenswert, die Intention allerdings nicht immer klar zu erkennen. Tugend oder abgestumpfte Brutalität? Zum Glück gibt es einen Mittelweg. So extrem das Werk mit seinen Litaneien ist, für mich war es stellenweise lehrreich.
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8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Genie und Wahnsin, 20. März 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Justine oder Die Leiden Der Tugend (Taschenbuch)
Diese Buch hat mich zugleich geschockt und fasziniert.Es gibt wirklich einige Stellen darin bei denen ich über so viel Grausamkeit nur den Kopf schütteln konnte.Ich weiß nicht wie oft ich gedacht habe,warum vergißt die arme Justine nicht endlich ihre Moralvorstellungen und zahlt es den Schweinehunden heim.Es ist ein Buch über das man wirlich noch nach dem Lesen grübelt.
Wenn man es erst angefangen hat,so kann man es nur schwer wieder
zur Seite legen.......
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20 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Faszinierend und doch Dumm und Stumpfsinnig, 23. Februar 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Justine oder Die Leiden Der Tugend (Taschenbuch)
Ich weiß nicht wie viele Male ich versucht war dieses Buch einfach wegzulegen und nicht mehr daran zu denken. Aber es war mir einfach unmöglich. Es ist einfach unmöglich dieses Buch zuzuklappen und nicht darüber nachzudenken.
Besonders fasziniert hat mich der Schreibstil und die Ausdrucksweise, noch mehr allerdings die Mischung aus Faszination und unermeßlichem Ekel den ich beim Lesen dieser Geschichte empfand.
Dennoch muß ich zugeben, dass das Buch ca. in der Mitte absolut uninteressant, vorhersehbar und stumpfsinnig wird. Eigentlich immer die gleichen Szenen an Grausamkeit, Gotteslästerung, Mord und sonstigen Verbrechen, nur mit anderen Personen. Gegen Ende des Buches schlittert Justine in immer schneller vorüberziehende Abenteuer, und zum Schluß macht man sich nicht einmal mehr die Mühe sich die Namen der handelnden Personen zu merken. Nach drei Seiten sind sie schon tot (die Unschuldigen) oder mit einem Haufen durch Mord und Hinterlist erworbenen Geldes verschwunden.
Die grenzenlose Dummheit und Naivität (ich vermeide bewußt das Wort TUGEND) Justines macht es dem Leser nach einer gewissen Zeit auch sehr schwer dem Mädchen noch irgendeine Art von Mitgefühl entgegenzubringen. Spätestens nach dem Muttermord des Herrn Bressac am Anfang des Buches hätte jeder normale Mensch jegliche Tugend und Frömmigkeit über Bord geworfen, oder wenigstens eingesehen, dass nicht alle Menschen liebenswert, gütig und nett sind.
Ich habe das Buch durch die Empfehlung eines Bekannten in die Hände bekommen, wäre wohl aber viel besser ohne zurecht gekommen.
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16 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ich will die Tugend leiden sehen..., 13. August 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Justine oder Die Leiden Der Tugend (Taschenbuch)
Eine Rezension von „Justine" zu schreiben, gerät ohne Zweifel zur Gratwanderung. Einerseits ist „Justine" ein relativ bekanntes Buch von einem Autor, der seinen Ruhm nur infolge dieses und ähnlicher Bücher erlangte und infolge derer der Begriff „Sadismus" überhaupt erst geprägt wurde. Andererseits läßt sich hier wohl kaum von einem literarischen Kunstwerk sprechen. Einzig und allein die skurrile und damals völlig abstruse Originalität bewahrt de Sade heute vor einem vernichtenden, ja geradezu niederschmetterndem Urteil.
Die Geschichte von Justine ist, wenn man so will, an den Haaren herbeigezogen, um dem Leser möglichst viele Spielarten der Liebe, des Begehrens und natürlich vor allem der sadistischen Bestrafung vorzuführen. Justine, die keusche, reine junge Frau, wird unfreiwillig Zeuge und später Opfer wilder und perverser Abnormitäten in einem verruchten Kloster voller geiler und mehr oder minder potenter Mönche, die sich in Gesprächen und Taten tagtäglich ihrer sexuellen Beute erfreuen. Das ist eigentlich der gesamte Inhalt des Buches. Wer es jetzt immer noch kaufen will, der tut es dann wohl nur aus rein historisch-literarischem Interesse - richtig? (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Justine: ein Weltklassiker!, 11. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Justine oder Die Leiden Der Tugend (Taschenbuch)
In meinen Augen ist Justine von Marquis de Sade ein Weltklassiker. De Sade zeigt in seinem Werk auf, dass die Tugend in dieser Welt/Gesellschaft keine Chance hat, wenn es die anderen nicht zulassen. Jeder der de Sade kennt, weiß, dass er zur damaligen Zeit noch lange nicht so "sadistisch veranlagt" war, wie es ihm die Menschen aus heutiger Zeit aber nacheifern wollen und den großen Meister 'de Sade' immer als Vorbild nennen. Wenn man de Sade kennt, dann weiß man, dass es die Anfänge des Sadismus waren, denn de Sade war zwar zu seiner Zeit mutig, aber wohl auch nicht mutig genug, falls in ihm weitaus mehr Gewalt steckte, was er uns geschickt zu verbergen versuchte. In meinen Augen wurde das Wort Sadismus nur durch ihn bzw. von seinem Namen abgeleitet, aber das, was dahinter verborgen steckt, existierte meines Erachtens schon seit 'Urzeiten'. Nur niemand hat sich getraut, über diese Art von Sexpraktiken bzw. Empfindungen zu schreiben oder laut in der Öffentlichkeit darüber zu sprechen. Nicht umsonst war z. B. der Analverkehr strafbar, der heute zum Beispiel niemanden mehr hinter Gitter bringt oder ihm sein Leben kostet und zur damaligen Zeit als beliebtes Wundermittel zur Verhütung verwendet wurde. (Und dass hierbei nicht die Verhütung im Vordergrund stand, ist uns doch wohl allen klar.) De Sade war mit seinen Werken nur der Anlass sozusagen die Ursache dafür, dieses Wort von seinem Namen einfach abzuleiten, das aber schon immer existiert hatte. De Sade war keinesfalls der Begründer des Sadismus. Und wer das glauben mag, glaubt wohl heute noch an den Weihnachtsmann.

Wenn man Justine gelesen hat, dann weiß man, dass de Sade nicht nur süchtig nach extremen Sexpraktiken (... abartige und von der Gesellschaft nicht anerkannte Sexneigungen/-praktiken: siehe hierzu auch die Worterklärung Paraphilie bzw. Schriften von Erich Fromm...) war, nein, er war eigentlich auch ein richtiger Philosoph. Manchmal musste man Seitenweise seine philosophischen Ansichten und Betrachtungsweisen der Dinge lesen und ich muss zugeben, wenn man beim Lesen schon von vornherein etwas ermüdet ist, dann ermüden einen diese ellenlangen Phrasen ebenfalls. Schließlich will man ja nicht über Gott und die Welt lesen, wenn man sich de Sade gekauft hat, sollte man meinen. Da wäre man wohl mit Rousseau besser bedient gewesen oder hätte gewusst, auf was man sich da eingelassen hat. Also mir persönlich haben diese Passagen nicht so viel gebracht, wenn ich mir erlauben darf, dieses Meisterwerk zu kritisieren. Was ich auch etwas zu hart gefunden habe, weil's nun mal halt nicht die Schiene ist, die ich sonst so fahre, war zum Beispiel auch die Beschreibung mit den Hunden, die die Mutter 'zerfetzt' haben. Diejenigen, die das Werk Justine kennen, wissen, worüber ich spreche, und diejenigen, die das noch nicht gelesen haben, sollten sich an diesen Passagen einfach mit dem Lesen ein bisschen beeilen und sich nicht allzu lange damit aufhalten.

Ich stimme nicht mit allem überein, was Marquis de Sade geschrieben hat, aber ich bewundere seinen Mut, dass er es gewagt hat, in seiner Zeit über solche Dinge in der Öffentlichkeit zu schreiben bzw. seine geheimen, sexuellen Wünsche den anderen damit öffentlich kundzutun. Und dass es ihm am Ende mehr geschadet als genützt hat, wissen wir alle.

Nun, um abschließend zum Ende zu kommen: Justine ist, wie bereits erwähnt, in meinen Augen ein Meisterwerk und ich kann es jedem nur empfehlen. Um Justine lesen zu müssen, muss man nicht sadistisch veranlagt sein. Justine gibt aber ein wenig Einblick über das Lustempfinden sadistisch veranlagter Menschen. Und wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, dann steckt doch in jedem von uns, ganz im Verborgenen, ein kleiner Marquis de Sade.;-)

Wie dem auch sei, ich gebe diesem Meisterwerk fünf Sterne mit Sternchen*****!
Es ist in meinen Augen ein Weltklassiker, der es verdient, nicht nur von Menschen gelesen zu werden, die de Sades Neigung teilen. Immerhin hat er, wenn man das so sagen kann, die Welt bewegt. Welchen Schriftsteller würde das nicht erfreuen? Also ich kenne keinen, mich eingeschlossen. Davon träumt doch jeder Schriftsteller. Ich auch. Und ich habe kein Problem damit, das auch zuzugeben. Hoffe, ich erreiche das mit 'Mariposa' und 'Obsession, Sinnenrausch & Bella Donna' auch...
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12 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Odyssee unter einem Unstern, 10. Januar 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Justine oder Die Leiden Der Tugend (Taschenbuch)
Gott und seine Saupriester sollen mich jetzt verhindern, obige Rezension zu widerlegen und dieses Meisterwerk ins rechte Licht zu rücken. Das Prinzip der Repetition, welchem die "Justine" unterliegt, mag mancher Leser ermüdend finden, nichtsdestotrotz ist es ein wichtiges Mittel zur Verdeutlichung der sich immer mehr verhärtenden Gegensätze zwischen der Vertreterin der christlichen Moral, Justine, und denen, die dem Laster frönen (offensichtlich der Rest der Welt). Dies ist auch das Thema des Buches: Die Waise Justine begibt sich auf eine nicht enden wollende Odyssee durch das verdorbene Frankreich des endenden 18. Jahrhunderts, immer auf der Suche nach einem christlichen Ort, an dem sie ein Leben in Ruhe und Bescheidenheit führen möchte. Eine jede Begegnung aber, so vielversprechend sie zu Beginn auch scheinen mag, liefert sie nur immer abstoßender werdenden Ausschweifungen aus, stärkt aber gleichzeitig ihren Glauben in die christliche Moral. So wird sie auch in den (teilweise an dialektische Schriften der altgriechischen Philosophen erinnernden) Argumentationen gegen die materialistische Philosophie der "Bösewichte" immer polemischer und sturer; die Argumentation des Christentums, so erfährt der aufmerksame Leser, ist so hohl wie ihre Vertreter. Sie kann keine Argumente finden, darum bedarf sie metaphysischer Abstrusitäten. In "Justine" wird sie mit Füßen getreten; das macht das Buch zu einem Genuß, bei allen Saugöttern des Christentums
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Justine oder Die Leiden Der Tugend
Justine oder Die Leiden Der Tugend von Marquis de Sade (Taschenbuch - 27. Mai 1990)
EUR 13,00
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