Fashion Sale Hier klicken Fußball Fan-Artikel calendarGirl Prime Photos Philips Multiroom Learn More HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego NYNY

Kundenrezensionen

3,4 von 5 Sternen13
3,4 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:14,00 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

Auch wenn im ersten Kapitel ausschließlich Männer vorkommen, sollte man sich davon nicht täuschen lassen. „Shirley“ ist ein Frauenroman und zwar einer von der besten Sorte. Charlotte Bronte versteht es ausgezeichnet, die Situation der Frauen in der damaligen –zweifellos von männlichen Vorstellungen geprägte Welt- darzustellen.
So lernen wir erst einmal die große Liebe der sanftmütigen Caroline kennen: Mr. Moore, ein Unternehmer mit französischem Blut, der die Gemüter seiner englischen Arbeiter und Nachbarn ziemlich erhitzt, doch im Umgang mit seiner Schwester und seiner Verwandten, Caroline, sanft wie ein Lamm ist (was die verliebte Seele natürlich ihrem guten Einfluss zuschreibt). Doch die unschuldigen Träume werden jäh zerstört, als eine zauberhafte junge Frau mit nicht unerheblichen Vermögen die Bildfläche betritt: eben diese „Shirley“ auf die der ungeduldige Leser schon seit (Lese-)Stunden gewartet hat. Denn was wäre passender als eine Verbindung zwischen fortschrittlichen Unternehmergeist und guter Familie (man beachte den gesellschaftlichen Aufstieg! Dazu noch die hohe Mitgift!)? Mr. Moore teilt die Auffassung seiner Zeitgenossen und auch Miss Shirley scheint nicht abgeneigt zu sein, obwohl ihr unabhängiges Naturell zuweilen schwer zu durchschauen ist...
Wie die junge Heldin Caroline, die erkennen muss, dass Schönheit und Jugendkraft vergängliche Tugenden sind, scheint auch die Autorin zu hinterfragen, welche Möglichkeiten unverheirateten Frauen des Mittelstandes im 19. Jahrhundert offen stehen, um ein glückliches Leben zu führen. Tatsächlich scheinen die Aussichten eher dürftig zu sein. Außer dem Lehrerberuf (der ebenfalls in die Abhängigkeit führt) gibt es keine Beschäftigung für junge Ladies und das Schicksal als alte Jungfer zu sterben, ist ebenfalls nicht rosig. Selbst Shirley, die dank ihres Vermögens eine gewisse Unabhängigkeit hat, muss sich fragen, ob sie stark genug ist um die Verachtung der „Gesellschaft“ zu ertragen um ihr persönliches Glück zu finden. In ihrer eindringlichen Schreibweise gelingt es Charlotte Bronte, die Schicksale der einzelnen Personen deutlich werden zu lassen, wenn auch oft zu gefühlsmäßig (fast schon kitschig) und etwas weitschweifig. Vielleicht sollte man beim Lesen die Handlung eher nebensächlich betrachten und sich behutsam den Figuren nähern, um sie wie gute Freunde kennen zu lernen. Dann ist „Shirley“ auf jeden Fall wert „vom Anfang bis zum Ende“ gelesen zu werden.
0Kommentar|20 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. November 2014
Als große Verehrerin der Bronte-Schwestern, fällt es mir schwer diesem Buch das Lable "langweilig" aufzukleben, aber so ist es leider.
Das heißt allerdings nicht, dass es nicht gut geschrieben und inszeniert ist. Charlotte Bronte gelingt es, ein Buch zu schreiben, das so ereignisreich/ -los und so langweilig und spannend wie das echte Leben ist.
Ihre Figuren sind so realistisch, dass man sie sich leibhaftig vorstellen kann. Sie sind lebendig, individuell, aber nicht überdreht, sondern gerade richtig, dass man sie Bronte als echte Personen abnimmt. Leider erleben sie nichts.
Die Geschichte dümpelt vor sich hin, zieht sich wie Kaugummi, baut sich extrem langsam auf, mäandert um Nebenfiguren herum, obwohl eigentlich von vorne herein feststeht, wer hier für wen bestimmt ist.
Die schiere Länge dieses Romans und die Tatsache, dass alles so unglaublich lange dauert und bis ins kleinste Detail analysiert und ausgearbeitet wird, ermüdet sehr leicht.

Wer aber durchhält, der ist froh es gelesen zu haben - aber auch, es hinter sich zu haben. Charlotte Brontes Sprache gehört zum Besten, was die Weltliteratur zu bieten hat. Ihr Plot leider nicht.
0Kommentar|6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. September 2012
Kurzbeschreibung: Neben dem grandiosen viktorianischen Sittengemälde "Jane Eyre", mit dem Charlotte Brontë zwei Jahre zuvor schlagartig berühmt wurde, ist "Shirley", 1849 erschienen, der zweite bedeutende Roman der großen englischen Dichterin über eine außergewöhnliche Frauenfigur. Vor dem Hintergrund der Arbeiterunruhen zur Zeit der wirtschaftlichen Depression am Beginn des 19. Jahrhunderts erzählt er die aufrüttelnde Geschichte der vermögenden und charakterstarken Gutsherrin Shirley Keeldar, die sich um der wahren Liebe willen entschlossen über die erstarrten Konventionen und den Standesdünkel ihrer Zeit hinwegsetzt.

Meinung: Vor knapp einem halben Jahr (klick) habe ich mir das Buch gebraucht in der Bücherei für weniger als 50cent gekauft und bekam erstmal einen riesen Schock als ich den Original Preis sah. 26,90€ und bezahlte höchstens 40cent dafür. Einfach unglaublich.

Dieses Buch war mein Wartezeiten Buch. Ich nahm es mit in die Schule, las es davor, während ich auf die anderen Schüler wartete und nach der Schule, wenn ich auf meinen Bus wartete. Deshalb, und weil es mich anfangs langweilte, habe ich über ein halbes Jahr für das 900 Seiten Buch gebraucht.

Der Einstieg fiel mir schwerer als sonst. Im ersten Kapitel geht es nur um Männer, die später zwar noch vorkommen, aber keine große Rolle spielen. Eigentlich geht es um Caroline und Shirley. Caroline ist die Pfarrersnichte und verliebt in Robert Moore. Von den 4 Protagonisten sind nur die Beiden von Anfang an dabei. Shirley taucht ungefähr in der Mitte auf und Louis erst auf den letzten 200 Seiten.

Die Autorin erzählt eine wunderschöne Liebesgeschichte von 2 Frauen, die sich im Männerdominierten England des 19. Jahrhunderts, durchsetzen, ihre Träume verfolgen und sich ihr eigenes Happy End basteln. Es ist sehr gut dargestellt, wie das Leben damals war. Der Unterschied zwischen arm und reich und besonders Mann und Frau. Außerdem sind die Gefühle und Handlungen der Personen immer nachvollziehbar und regen zum Nachdenken an.

Der Schreibstil ist sehr ausführlich, was mir anfangs Probleme bereitete. Menschen, Szenen, Orte werden so ausführlich beschrieben, das der rote Faden verloren geht und erst Seiten später wieder auftaucht. Allerdings ist alles sehr poetisch und ich habe bisher in keinem Buch so viele schöne Zitaten gelesen wie hier. Dazu wird es aber einen Extra Post geben.
Eine wehmütige Schönheit lag für sie in dieser Nacht und dieser Landschaft. Sie wäre so gern glücklich gewesen, hätte so gern inneren Frieden gefunden! Sie verstand nicht recht, warum die Vorsehung kein Mitleid mit ihr hatte, ihr nicht helfen oder trösten wollte. Erinnerungen an manch glückliches Stelldichein zweier Liebender von denen uns die alten Lieder singen, zogen ihrdurch den Sinn; sie dacht, wie glückselig so etwas in solch einer Umgebung sein müsse. Wo Robert jetzt wohl war ? überlegte sie. Nicht in Hollow`s Mill; sie hatte lange vergeblich auf seine Lampe gewartet. Sie fragte sich, ob das Schicksal Moore und sie noch einmal zusammentreffen und miteinander sprechen lassen wollte. S. 275/276

Ihr lest, es ist nicht immer ganz einfach gestrickt, kann aber dennoch gelesen werden. Nach ungefähr der kam ich damit gut zurecht und fand immer mehr Gefallen an der Geschichte. Ich war gespannt ob Caroline und ihr Robert sich zusammen raufen, war gespannt auf Louis, wie Shirley auf ihn reagiert und wie diese Beiden zueinander finden. Die letzten Hundert Seiten habe ich nur so verschlungen und haben mich nicht enttäuscht.

Fazit: Dieses Buch wird ohne Sterne Bewertung auskommen. Es war unterhaltsam, hatte aber seinen Längen. Die Charactere waren allesamt liebenswert und, genau wie Handlung und Landschaften, gut und ausführlich beschrieben.
0Kommentar|13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. Dezember 2013
Shirley ist der zweite Roman, den Charlotte Bronte veröffentlicht hat. Wie bei Jane Eyre finde ich auch in diesem Buch die Frauenfiguren toll. Sie gefallen mir besser als die Figuren bei Jane Austen, weil sie sehr selbstreflektiert und vernunftbegabt sind. Das macht sie zu unabhängigen Frauen, die nicht bereit sind, ihre Würde für eine Beziehung oder für das eigene Wohlbefinden aufs Spiel zu setzen, obwohl sie für die Beziehung einiges auf sich zu nehmen.
Der Roman stellt zwei Paare in den Mittelpunkt und spielt mögliche Kombinationen durch. Hauptsächlich werden dabei die beiden Frauen verfolgt, die ruhige, vermeintliche Waise Caroline und die quirlige Gutsbesitzerin Shirley. Den Gegenpart übernimmt ein Brüderpaar, wobei der jüngere Bruder erst im letzten Drittel des Buches auftaucht. Die Frage, die Bronte durchdenkt, ist, ob eine Frau um ihre Versorgung zu sichern, bereit sein muss, auch jemand zu heiraten, den sie nicht mag oder ob sie für sich selbst entscheiden darf, wie sie lebt. Eine Frage, die in der damaligen Zeit sehr aktuell war, aber auch heute noch gute Anregungen zum Nachdenken bietet.
Der Roman spielt vor dem Hintergrund der napleonischen Kriege zur Zeit der Kontinental-Sperre, der beginnenden Industrialisierung und der damit verbundenen Arbeiteraufstände. Auch die Welle der evangelikalen Bewegungen, die damals in Großbritannien im Schwange war, spielt eine Rolle. Das alles wird durch ein Ensemble von Nebenfiguren dargestellt, die sehr wirklichkeitsnah die zeitgenössische Gesellschaft abbilden. Und natürlich ist die Natur ebenfalls eine Hauptfigur wie bei allen Bronte-Romanen. Auch wenn ich Naturschilderungen nicht besonders spannend finde, Charlotte Brontes Naturgemälde sind mitreißend und machen Lust, Yorkshire zu besuchen.
Der Roman fällt ein bißchen gegenüber Jane Eyre ab, weil die verschiedenen Handlungsstränge nicht immer ohne Brüche miteinander verbunden sind. Außerdem experimentiert Bronte im letzten Drittel mit dem Stilmittel Tagebuch, ohne dass klar wird, warum. Insgesamt ist der Roman aber lebendig und spannend geschrieben. Bronte hat Humor und beobachtet offenbar genau ihre Umwelt, um kleine Karikaturen in das Buch einzubauen. Und die Figuren sind so gestaltet, dass der Leser mitfühlt und mit Spannung der Geschichte folgt.
0Kommentar|7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. August 2015
Mit den rund 700 Seiten der alten Insel-Taschenbuch-Ausgabe hat man ordentlich was zum Schmökern, vor allem, wenn man die für das 19. Jahrhundert typische Erzählweise mag. Charlotte Brontë beherrscht sie ganz gut, tritt bisweilen direkt mit ihrem Publikum in Kontakt und zieht sich dann passagenweise wieder hinter ihre Figuren zurück. Ein paar Akzente setzt sie durch ihre sozialreformerischen und nach Gleichberechtigung der Frauen strebenden Ansichten - aber alles ganz maßvoll. Ihre weltanschaulichen Standpunkte arbeitet sie gern über Gespräche heraus, in denen - oft von Leuten, die nur Nebenrollen haben - unterschiedliche Positionen vertreten werden, was mitunter aber den Handlungsgang mehr als nötig unterbricht. Daher weist das Buch für mein Gefühl ein paar Längen auf. Die Titelfigur - nach meiner Auffassung als Persönlichkeit von der Brontë eher konstruiert als aus dem Leben gegriffen - betritt übrigens erst nach etwa 200 Seiten die Bühne; bis dahin mag man sich fragen, warum das Buch nicht mit Caroline betitelt ist. Und schließlich noch der Hinweis, dass es sich hier nicht wie manchmal angemerkt um eine Dreiecksgeschichte handelt; denn am Ende steht doch deutlich ein Quartett im Mittelpunkt.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. April 2014
Gefiehl mir gut,die gute Charlotte lebte ja in einer anderen Gesellschaftsform vor langer Zeit. Ihr soziales Gewissen und die Bezugnahme auf die Rechte der Frauen in der damaligen Zeit haben mich schon beeindtuckt. Wie schon Jane Eyre sehr gefuehlvoll geschrieben.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. Januar 2005
Ich habe alle Romane der Schwestern Bronte mit großem Spaß gelesen. Was meiner Meinung nach "Shirley" von den anderen Romanen unterscheidet ist, dass es hier zwei weibliche Hauptfiguren gibt, von denen eine übertrieben stark und die andere übertrieben schwach ist (deshalb hat mir keine der beiden Figuren besonders gefallen) - die Frauenfiguren in den anderen Romanen waren selbstbewusst, wirkten jedoch nicht "männlich" und auch nicht krank vor Liebe.
Auch gibt es in dem Roman zwei "Zufälle", die nach meinem Geschmack zu übertrieben sind und den Roman kitschig machen. (Genaueres möchte ich nicht verraten, der Leser wird es selbst feststellen). Aus diesem Grund gefällt mir dieser Roman weniger als die übrigen Werke der Geschwister B.
Trotzdem ist die Geschichte sehr lesenswert, denn Charlotte Bronte kann mit ihrem Schreibstil sehr gut unterhalten - man kann lachen und weinen.
0Kommentar|15 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. Mai 2001
Dieser Roman spielt während der Kontientalsperre gegen England. Anders als in "Jane Eyre" zeigt Charlotte Brontë hier auch einmal den sozialkritischen Hintergrund, der die unschönen Seiten dieser Zeit wie Arbeitslosigkeit und Mechanisierung und das Leid der Betroffenen in die Handlung mit einbezieht. Trotz allem kommt aber auch die Romantik und die Verwicklungen um die Gutsbesitzerin Shirley und dem Tuchfabrikanten Moore nicht zu kurz. Wer jedoch ein dramatisches Märchen wie "Jane Eyre" erwartet dürfte jedoch etwas enttäuscht sein, was allerdings auch an den Übersetztern liegen kann.
0Kommentar|24 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Juli 2014
dieses Buch fesselt von der ersten bis zur letzten Minute, kann ich nur empfehlen. Habe mich so richtig in die Geschichte vertieft und konnte mich kaum trennen.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. Juni 2013
Dieses eBook ist weder für die Autorin und schon gar nicht für den Verlag ein Ruhmesblatt. Daß Charlotte Bronte zwei Jahre nach ihrem grossen Erfolgsroman "Jane Eyre" ein derart unstrukturiertes, geschwätziges Buch geschrieben hat, enttäuscht mich doch sehr. Allerdings kann ich in Unkenntnis des Originals nicht beurteilen, welche Mitschuld daran die "anonyme" Übersetzung trägt. Grosse Schuld an dem Unbehagen, mit dem man dieses Buch liest, hat in jedem Fall jedoch der eBook-Verlag "mach-mir-ein-ebook", den ich nach dieser Lektüre gerne umtaufen möchte in "mach-mir-kein-ebook". Ich habe in meinem ganzen Leben noch kein Buch gelesen, das so viele grammatikalische, orthografische und sonst noch was-für-welche Fehler enthielt. Hierfür auch noch Geld zu verlangen - auch wenn es nur 1,99 € sind - grenzt an Unverschämtheit. Liebhabern englischer Literatur des 19. Jahrhunderts empfehle ich, 69 Cent (!) mehr auszugeben und von Delphi die Werke von Charles Dickens zu kaufen, tausende Seiten bester Literatur, hervorragend übersetzt und fehlerfrei digitalisiert. Fast hätte ich vergessen, etwas zum Inhalt des Buches zu sagen: Zwei eng befreundete junge Damen, die reiche Shirley und die eher arme Caroline, angeln sich nach einigen Umwegen und Verwirrungen ihren jeweiligen Traummann, die Reiche einen Armen, die Arme einen Reichen. Happy End.
0Kommentar|7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden