Kundenrezensionen


5 Rezensionen
5 Sterne:    (0)
4 Sterne:
 (2)
3 Sterne:
 (3)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


47 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Agnes Grey: Eine Heldin der leisen Töne
Agnes ist die jüngere Tochter eines Pfarrers. Als sie mitbekommt, dass ihre Eltern finanziell zu kämpfen haben, fasst sie den kühnen Plan, sich eine Stelle als Gouvernante zu suchen. Agnes hat sehr idealistische Vorstellungen über ihre Tätigkeit, doch schon in ihrer ersten Stelle, bei den Bloomfields, lernt sie schmerzlich die Realität...
Veröffentlicht am 5. Oktober 2003 von Bettina Licht

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Agnes Grey
Die junge Agnes Grey entschließt sich, eine Stellung als Gouvernante anzunehmen, nachdem das Vermögen des Vaters durch ein Unglück zerstört wird, um ihre Familie durch das verdiente Geld zu unterstützen. Die Kaufmannsfamilie, deren Kinder sie erziehen soll, bringt ihr allerdings wenig Achtung und Sympathie entgegen. Ihr Leben wird zu einer...
Veröffentlicht am 28. November 2011 von Ophelia


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

47 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Agnes Grey: Eine Heldin der leisen Töne, 5. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: Agnes Grey: Roman (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
Agnes ist die jüngere Tochter eines Pfarrers. Als sie mitbekommt, dass ihre Eltern finanziell zu kämpfen haben, fasst sie den kühnen Plan, sich eine Stelle als Gouvernante zu suchen. Agnes hat sehr idealistische Vorstellungen über ihre Tätigkeit, doch schon in ihrer ersten Stelle, bei den Bloomfields, lernt sie schmerzlich die Realität kennen: Die Kinder sind hoffnungslos verzogen, weil die Eltern ihnen jede Neigung durchgehen lassen. Agnes wird zwischen den Fronten der Kinder, der Eltern und erwachsenen Verwandten und der Dienerschaft zerrieben und scheitert in ihrer ersten Stelle. Bei der nächsten Familie, den Murrays geht es besser: Zwei Mädchen stehen unter Agnes' Obhut. Rosalie, die Ältere der Schützlinge, ist eine Schönheit und hat nichts anderes im Sinn, als zu gefallen und sich einen reichen Mann zu angeln. Wider besseres Wissen, gedrängt von ihrer ehrgeizigen Mutter, heiratet Rosalie einen unsympathischen, hässlichen Nachbarssohn, der einen großen Gutshof und viel Geld besitzt. Rosalies Mann ist Alkoholiker und Spieler. Er lässt seine junge Frau allein zu Hause bei seiner Mutter, einer unangenehmen kalten Person, und treibt sich in Kneipen und Bordellen herum. Rosalie fühlt sich mit Anfang 20 schon lebendig begraben. Während Rosalie ins Unglück rennt, entsteht in Agnes eine Verliebtheit und Neigung für den neuen Hilfspfarrer des Ortes, Mr. Weston. Der ist selbstverständlich ein charakterfester Mann durch und durch. Die Leserin ahnt, dass Weston auch eine Zuneigung für Agnes hat, doch da der Roman nur aus der Sicht der Ich-Erzählerin Agnes geschrieben ist, durchleben wir zusammen mit Agnes alle Ängste, Unsicherheiten, Zweifel, die sich aus den unausgesprochenen Liebesgefühlen für sie ergeben.
Im Gegensatz zu Anne Brontës zweitem Buch, "Die Hüterin von Wildfell Hall", erregte die Geschichte der Agnes Grey wenig Aufsehen.
An einigen Stellen enthält das Buch jedoch schon den gesellschaftlichen Sprengstoff des Nachfolgebuches: Erziehungsziele, Werte der Gesellschaft, Unterdrückung und Demütigung der unteren Klassen, damit setzt Anne Brontë sich auseinander. Ungewohnt für die Entstehungszeit des Buchs ist die sehr realistische Beschreibung des Lebens der arbeitenden Bevölkerung, hier der Gouvernante. Man könnte das Buch als einen Vorläufer des späteren Sozialromans begreifen. Unerreicht scharfsinnig beobachtet sind einige Charakteristiken von Personen, die Agnes begegnen.
Das Buch Agnes Grey kommt weniger spektakulär und brillant daher als die Werke der beiden berühmten Schwestern Annes (Charlotte und Emily Brontë), hat aber durchaus seinen eigenen Charme.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit, 18. Februar 2008
Von 
Tanja Heckendorn "heckendorn" (Lörrach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Agnes Grey: Roman (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
Im Jahre 1847 gelang es den drei Schwestern, Charlotte, Emily und Anne Bronte, ihre ersten Werke zu veröffentlichen. Während Charlotte mit "Jane Eyre: Eine Autobiographie" und auch Emily mit ihrem Buch "Sturmhöhe" große Aufmerksamkeit erregte, blieb der Erstling von Anne "Agnes Grey" relativ unbeachtet. Doch auch dieser Roman beweist das Talent der Autorin, wenn er auch weniger aufsehenserregend oder skandalös ist.

Genau wie ihre Autorin ist Agnes Grey die jüngere Tochter eines Pfarrers und versucht mit einer Stellung als Gouvernante eigenständig für sich zu sorgen und auch zum Wohle ihrer Familie beizutragen. Schon bald verliert sie jedoch alle Illusionen, was ihren Berufsstand angeht. Die Arbeitgeber sind kalt und herzlos und setzen Agnes einer wilden, ungezogenen Kinderschar aus. In ihrer ersten Stellung wird ihr dann auch nach einigen Monaten harter Arbeit gekündigt. Doch Agnes gibt so schnell nicht auf. Bei der nächsten Familie, den Murrays, ist sie hauptsächlich für die Erziehung der Mädchen des Hauses zuständig. Rosalie und Mathilde benehmen sich zwar nicht sehr damenhaft und lassen Agnes spüren, dass sie gesellschaftlich weit unter ihnen steht, aber das Leben wird für die junge Gouvernante in ihrer neuen Umgebung etwas besser. Dazu trägt vor allem der neue Hilfspfarrer bei, der die Gemeinde seelsorgerisch betreut. Nachdem die Kätner ein hohes Loblied auf ihren neuen Hirten singen, beginnt auch Agnes sich für Mr. Weston zu interessieren und sie freut auf die Kirchenbesuche an jedem Sonntag.
Während sich Agnes in Gedanken nach dem Geistlichen verzehrt, aber eine Verbindung als nicht möglich ansieht, kreisen auch die Gedanken der jungen Damen um das Thema Heirat. Rosalie schlägt den Heiratsantrag eines verliebten jungen Mannes aus, weil dieser nur der zweite Sohn ist und kein großes Erbe zu erwarten hat. Schließlich wirbt ein junger Adliger um das schöne Mädchen und so wird Rosalie zur Lady.
Als ihr Vater plötzlich stirbt kehrt Anne nach Hause zurück und gründet mit ihrer Mutter eine eigene Schule. Die Arbeit fällt Anne leichter, aber ihre Sehnsucht nach Mr. Weston bleibt. Als die einsame und unglücklich verheiratete Rosalie ihre ehemalige Lehrerin einlädt, erhofft sie sich, den Liebsten wieder zu sehen. Dies ist tatsächlich der Fall. Doch es kommt noch besser, als Mr. Weston die dortige Pfarrstelle verlässt und im Nachbarort von Annes Heimat eine neue Bleibe findet. Anne und Mr. Weston können sich nun wieder häufiger sehen und Annes Hoffnungen scheinen sich tatsächlich zu erfüllen...
Bedauerlicherweise widmet Anne Bronte sehr viel Zeit darauf, den Leidensweg einer jungen Gouvernante zu beschreiben. Zwar ist dies von einem gewissen Interesse, aber ist auch recht ermüdend. Erst gegen Mitte des Romans wird das Leben und damit auch die Lektüre lebhafter und wir lernen einige anregende Charaktere näher kennen wie z.b. den despotischen Pfarrer, Mr. Hatfield, die fluchende Mathilde Murray, die religiös-verwirrte Nancy. Und natürlich die zarte Annäherung an Mr. Weston bleibt nicht ohne Reiz.
Durch die sozialkritische Note sichert sich das Buch einen Platz in der Welt der guten Literatur. Eindringlich, aber niemals zu dramatisch schildert Anne Bronte das Leben einer gebildeten aber mittellosen jungen Frau Mitte des 19. Jahrhunderts.
Auch wenn die Autorin ihrer Heldin die wohl verdiente Belohnung für ihre Mühen zukommen lässt, hatte sie selbst weniger Glück im Leben. Mit nur 28 Jahren starb sie infolge einer Tuberkuloseerkrankung. Einen ihr ebenbürtigen Partner hatte sie bis dahin leider nicht gefunden.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Agnes Grey, 28. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Agnes Grey: Roman (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
Die junge Agnes Grey entschließt sich, eine Stellung als Gouvernante anzunehmen, nachdem das Vermögen des Vaters durch ein Unglück zerstört wird, um ihre Familie durch das verdiente Geld zu unterstützen. Die Kaufmannsfamilie, deren Kinder sie erziehen soll, bringt ihr allerdings wenig Achtung und Sympathie entgegen. Ihr Leben wird zu einer einzigen Demütigung. Sie verliert recht bald ihre Stelle und übernimmt schließlich eine Stellung als Gouvernante in einer reichen Adelsfamilie, mehr als 100 Meilen von ihrer Heimat entfernt. Doch auch dort erfährt die sensible, zurückhaltende Agnes wenig Freundschaft, oft ist sie nahe an der Verzweiflung angesichts der schwer erziehbaren, eitlen und koketten Kinder der Familie. Sie lernt den neuen Hilfspfarrer Edward Weston kennen und beginnt, zarte Gefühle für ihn zu hegen...

Agnes Grey ist neben "Die Herrin von Wildfell Hall" der zweite und letzte Roman von Anne Brontë. Auch hier ist die Protagonistin eine schüchterne, ernste, aber sehr kluge Frau mit festen Wertevorstellungen und Prinzipien, was aber von den meisten Mitmenschen nicht wahrgenommen wird. Sie lebt in einer Gesellschaft, in der Oberflächlichkeiten und Äußerlichkeiten mehr zählen als Herz und Verstand. Agnes Grey erkennt, woran es ihr mangelt, und weshalb sie von den meisten Menschen ignoriert oder belächelt wird, doch ist sie auch zu eigen und zu stolz, sich für andere zu verbiegen, nur um zu gefallen. Doch es gibt einen Menschen, der genau das in ihr sieht - Edward Weston.

Beeindruckend ist, wie klar und detailliert Anne Brontë die Charaktere und deren Beziehungen untereinander schildert. Aufgrund der Kürze des Romans würde man sich als Leser aber wünschen, dass sie hier ein wenig mehr ausgeholt hätte. Sie bleibt dabei unter ihren Möglichkeiten, denn gerade die Beziehung zwischen Agnes und dem Vikar Weston ist per se nicht sehr tiefgreifend und schlüssig. So bleibt bis zum Schluss recht unklar, wie ihre Gefühle für ihn sind und wie sie zustande kamen. Sie mag ihn, weil seine Predigten anders sind und weil er freundlich und verständlich ihr gegenüber ist - und weiter? Das Ende kommt leider auch recht konstruiert und zu Happy-End-mäßig rüber. Dennoch habe ich die Lektüre keinesfalls bereut, hat sie mir doch wieder einmal mehr die wunderbare Welt der Brontë-Schwestern aufgezeigt.

Bewertung: 3 1/2 Sterne
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


8 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gelungenes Werk ohne besondere Höhen, 13. Juni 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Agnes Grey: Roman (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
Die jüngere Tochter einer Pfarrersfamilie tritt, um ihre Eltern zu unterstützen und ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen, eine Stelle als Gouvernante an. Dort lernt sie die Liebe ihres Lebens kennen und schätzen. Anne Brontes Werk ist solide geschrieben und unterhaltsam. Es hat aber auch seine Längen und die Autorin wird an mehreren Stellen zu wehleidig und unterschätzt den Leser. Insgesamt gesehen ist es ein recht gutes Buch. Anne Bronte kommt aber mit diesem Werk nicht an die großen und einprägsamen Romane ihrer beiden Schwestern heran.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein wenig unausgereift.., 10. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Agnes Grey: Roman (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
..scheint Anne Bronté bei diesem Buch zu sein. Noch mehr als in "Die Herrin von Wildfell Hall" zeigen sich hier Unstimmigkeiten in der Charakterzeichnung, manche Entscheidungen der Heldin Agnes Grey sindweniger nachzuvollziehen und sie wirkt einfach nicht rund. Dafür aber liebenswert. Ein wenig zu sehr konstruiert Anne Bronté die Geschehnisse und quält den Leser über die ersten Drei Viertel des Buches mit Geschichten die Agnes Grey peinigen und damit den Leser, der mit der Protagonistin fühlt, ebenso. Ich bleibe trotzdem dabei dass Anne meine Lieblings-Bronté ist, weil sie den lockersten Erzählstil besitzt und man sich durch ihre beiden Bücher nicht durchbeißen muss..Agnes Grey habe ich an zwei Tagen durchgelesen. Ich empfehle es dennoch weiter!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Agnes Grey: Roman (insel taschenbuch)
Agnes Grey: Roman (insel taschenbuch) von Anne Brontë (Taschenbuch - 26. Juni 1988)
EUR 9,00
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen