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am 25. Juli 2004
Zur "Insel"-Ausgabe: Die vorliegende Übersetzung von Grete Rambach ist orginalgetreu und trifft genau die Stimmung des englischen Orginals (auf keinen Fall "Manesse" Ausgabe kaufen, die ist miserabel und sehr blumig übersetzt!!).
Zum Buch: Um es mit den Worten von Virginia Woolf zu sagen:...sie (Emily) konnte vom Moor sprechen, und schon blies der Wind, und es grollte der Donner. Besser kann man es nicht ausdrücken. Dieses Buch ist eines der schönsten das jemals geschrieben wurde.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 50 REZENSENTam 22. Dezember 2012
'Wenn alle anderen zugrunde gingen und er übrigbliebe, würde ich fortfahren zu sein; und wenn alle anderen blieben und er würde vernichtet, so würde sich das Weltall in etwas vollkommen Fremdes verwandeln, und ich würde nicht mehr dazugehören.'

Inhalt:
Mr. Lockwood, der dem Leben in London entfliehen möchte und sich somit auf dem Lande niederlässt, ist der neue Pächter von Thrushcross Grange. Sein Vermieter, der mürrische und unsympathisch auftretende Mr. Heathcliff, und die Menschen in dessen näherer Umgebung kommen Mr. Lockwood äußerst sonderbar vor, und er ist aus diesem Grunde sehr an der Geschichte dieser Familie interessiert. Ellen Dean, die seit vielen Jahren für die Familien Earnshaw, Linton und Heathcliff als Bedienerin auf Wuthering Heights und auf Thruscross Grange arbeitet, erzählt Mr. Lockwood schließlich die Geschichte der Familien im Allgemeinen und die Geschichte der tragischen Liebe zwischen Catherine und ihrem Adoptivbruder Heathcliff im Besonderen.

Mein Eindruck:
Was mir an 'Die Sturmhöhe' sehr positiv aufgefallen ist, ist die hervorragende Übersetzung sowie die anspruchsvolle, aber dennoch gut verständliche Sprache. Brontës Protagonisten sind überzeugend charakterisiert und wirken sehr authentisch, obgleich sie allesamt unsympathisch sind. Die Beschreibung der Figuren ist so gut, dass ich sie regelrecht abstoßend fand und das Gefühl hatte, ich wäre persönlich beteiligt. Die emotionalen Bande zwischen Heathcliff und Catherine blieben mir jedoch schleierhaft, da die beiden auf mich nicht wirkten, als könnten sie ernsthafte Gefühle für andere Menschen entwickeln und als hätten sie irgendetwas miteinander gemein (außer der gemeinsamen Kindheit/Jugend).

Mein Resümee:
Meiner Meinung nach alles andere als ein Liebesroman, sondern vielmehr eine Charakterstudie einer dysfunktionalen Familie zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Sehr lesenswert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
"Heathcliff aus Sturmhöhe ist der bei weitem faszinierendste Bösewicht, der mir in der Literatur je begegnet ist", schreibt Muriel Sparks in ihrem Buch über die Schwestern Brontë. Erst ihre Worte haben mich mit diesem Werk der Weltliteratur wieder versöhnt. Das erste Mal habe ich "Wuthering Heights" als zwanzigjährige gelesen. Inspiriert durch Kate Bush, die in ihrem gleichnamigen Welthit in fast hypnotischer Weise immer und immer wieder "Heathcliff. It's me, Cathy, coming home. Let me in your window" singt. Das Werk von Emily Brontë hat mich damals fasziniert. Die Brontë Schwestern öffneten mir die Tür. Ich wurde in der englischen Literatur des 18. Und 19. Jahrhunderts heimisch.

Kürzlich sah ich mir eine Verfilmung aus dem Jahr 2011 von Andrea Arnold an. Ich fand die Umsetzung des von mir so geschätzten Romanstoffs nicht gut. Bevor ich mir jedoch ein endgültiges Urteil erlauben wollte, hielt ich es für ratsam nach zwanzig Jahren doch noch einmal einen Blick in den Roman zu werfen. Ich las "Sturmhöhe" erneut und war nun erstaunt, wie treffend der Film geraten und wie falsch mein Urteil war. Das Buch erschien mir nun so wenig gut wie der Film. Erst als ich mich, ebenfalls erneut, durch die Biographien der Brontë Schwestern von Elsemarie Maletzke und Muriel Sparks gearbeitet hatte, schloss ich wieder Frieden mit Emily Brontes leidenschaftlichem Werk. Man kann "Sturmhöhe" lesen aber ohne das Wissen um Leben und Wesen seiner Autorin, kann man es nicht verstehen.

Heathcliff kommt als Findelkind in die Familie Earnshaw. Der Vater zwingt Frau und Kinder "es als eine Gottesgabe hinzunehmen, wenn es auch fast so schwarz ist, als käme es vom Teufel". Während Catherine und ihr "Stiefbruder" in kurzer Zeit eine leidenschaftliche Zuneigung zueinander fassen, verfolgt Hindley ihn von Anfang an mit Hass und Gewalt. Als der Vater stirbt, nehmen die Übergriffe zu und Heathcliff wird von Hindley zum rechtlosen Knecht degradiert. Cathy rettet sich vor einer unstandesgemäßen Verbindung in die Ehe mit Edgar Linton, einem vornehmen Gentleman aus der Nachbarschaft, obwohl sie diesen nicht liebt. Heathcliff verschwindet spurlos. Nach einigen Jahren kehrt er als reicher Mann zurück um Rache und Vergeltung für die erlittenen Demütigungen zu üben.

So wenig der Begriff Thriller zu diesem Buch passt, so schauderhaft sind dennoch einige Szenen. Zu Anfang, wenn der Berichterstatter Lokwood im einstigen Zimmer Cathys in der Nacht von der geisterhaften Hand am Fenster gepackt wird, während draußen der Sturmwind durchs Moor fegt. In der Nacht in der die Schwester Edgars mit Heathcliff flieht und die andere Ich-Erzählerin Nelli Dean den Hund Isabellas erdrosselt am Zaun findet, während erneut eine gespenstische Nacht über dem Moor heraufzieht. Die Brontes lebten nicht umsonst in dieser "sturmzersausten Welt" und besonders Emily liebte ihre Heimat. Die wilde Natur, ungezähmt und ungebändigt, prägt die Seiten wie sie vormals das Leben dieser einsamen Seele geprägt haben muss.

"Sturmhöhe" ist ein wildes Buch. So rauh die Handlung, so derb und zahlreich die Flüche und so gewaltig die Sprache. Cathy wütet in hysterischer Wut über ihr Schicksal, gefangen zwischen zwei Männern: "Du und Edgar, ihr habt mir das Herz gebrochen. Ihr habt mich getötet, ihr habt es erreicht. Ich werde euch nicht bemitleiden." Wohl aber sich selbst. Kurz nach diesem Ausruf, steigert sich Cathy in einen Wahn, der ihr Kind zu früh in und sie selbst zu früh aus der Welt bringt. Heathcliff, das personifizierte Böse, trauert nicht weniger wahnsinnig: "Cahterine Earnshaw, mögest du keine Ruhe finden, solange ich am Leben bin. Treibe mich zum Wahnsinn, nur lass mich nicht in diesem Abgrund, wo ich dich nicht finden kann.".

Dieses Buch liest man nicht einfach so. Man gerät, um die Worte Heathcliffs zu verwenden, in einen Abgrund. Man kann "Sturmhöhe" und seine Abgründe lieben oder hassen, dazwischen gibt es nichts. Ich habe ihn gerade wieder lieben gelernt.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Wenn eine Welt im ewig Gleichen zu erstarren, wenn eine Gesellschaft - hier eine kleine Dorfgemeinschaft - in ihrem Trott zu ersticken droht und die Menschen nur noch aus Gewohnheit aneinander festhalten und ihr alltägliches Einerlei, das sie nicht wirklich glücklich macht, als "stilles Glück" bezeichnen, dann kann eine Katastrophe Reinigung und Neubeginn sein.

Emily Bronte lässt in ihrem einzigen Roman die dämonischen Kräfte der Hölle wirken - durch einen einzelnen Menschen, der sowohl grenzenlosen Hass bis zur Entmenschlichung als auch die extreme Form der puren Liebe in sich trägt und wie eine Naturgewalt durch die biedere Ländlichkeit fegt.
Heathcliff wird von Mr Earnshaw als Findelkind aus Liverpool in das Kaff Gimmerton irgendwo in Yorkshire gebracht. Zusammen mit Earnshaws Kindern Cathy und Hindley wächst der rätselhafte Junge, der wenig spricht und von einer düsteren Intelligenz besessen ist, auf dem Hof Wuthering Heights auf. In der jungenhaften Cathy findet Heathcliff nicht nur eine Schwester und Freundin, sondern sein Ideal, seine ewige Liebe. Er vergöttert sie, unterwirft sich, obwohl er selbst sonst äußerst starrsinnig ist, ganz ihrem Willen und hält es daher für selbstverständlich, dass er sie natürlich später einmal zur Frau bekommen wird.

Auftritt Edgar Linton, des etwas anämischen Sohns des reichsten Gutsherren der Gegend. Edgar ist phlegmatisch und langweilig, das, was man heute einen Gutmenschen nennen würde, doch er sieht gut aus und ist reich. Cathy, die ähnlich wie Jane Austens Heldinnen durchaus pragmatisch und standesbewusst denkt, entscheidet sich Edgar zu heiraten. Zwar ist dies offensichtlich eine Vernunftehe, obwohl sie auch Edgar durchaus Zuneigung entgegen bringt, doch für Heathcliff bricht im wahrsten Sinne die Welt zusammen.

Er verlässt das Dorf und kehrt nach Jahren als reicher Mann zurück. Allein die bauernschlaue Hausdame Nellie Dean, die Erzählerin der Geschichte, erkennt, dass Heathcliff sich nicht nur zum Positiven verändert hat. Er ist wahnsinnig geworden und in seinem Wahn geht es ihn nicht mehr um die Erfüllung seiner Liebe, sondern um die Vernichtung von allem, was ihn kränkte und seinen jungenhaften Lebenstraum zunichte machte.

"Heathcliffs Wüten vermag Leser bis heute zu schockieren" schrieb ein Interpret. Wenn man sich die Geschehenisse real vorstellt, ist diese Einschätzung korrekt: Heathcliff geht teils im wörtlichen Sinne über Leichen (dabei ermordet er selbst vielleicht nur eine der Figuren handgreiflich, die anderen treibt er in den Tod), lügt, intrigiert, misshandelt seelisch und körperlich, erniedrigt und benutzt andere. Erstaunlicherweise schafft es niemand, sich ihm zu widersetzen. Zu unerwartet überrumpelt wird man durch diese atavistische Gewalt, die sich skrupellos über Gesetz, Moral und jeden Funken menschlichen Anstands hinwegsetzt.

Doch als der Leser schon denkt, die ganze Welt versinkt in Gimmerton im Elend, tauchen Hoffnungsfunken auf, die - oh Wunder! - selbst dem unerbittlichen und bitterbösen Heathcliff Erlösung und Seelenheil versprechen.
Die neue Welt, die sich nun auftut, ist besser als die alte, die Charaktere stärker durch die erlittene Zeit des Chaos.

Ein knorriges, ungewöhnliches Meisterwerk einiger nicht weniger exzentrischen Autorin, die mal den Ausspruch gebracht haben soll, dass sie den Haushund sämtlichen menschlichen Wesen vorzieht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Mai 2010
Als ich mir das Buch bestellt hatte,hatte ich noch einige Bedenken,was dieses Buch betrifft.Diese Bedenken legten sich aber nach einigen Kapiteln.Habe es schon,seit ich es habe,mindestens 4mal gelesen und werde es auch noch öfters tun.Das Buch gehört zu meinen Lieblingsbüchern,und das zu recht.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
"1801 - Soeben bin ich von einem Besuch bei meinem Gutsherren zurückgekehrt - diesem einsiedlerischen Nachbarn, der mir noch zu schaffen machen wird. Was für eine schöne Gegend! Ich denke, in ganz England hätte ich keinen zweiten Ort finden können, an dem sich so abgeschieden vom gesellschaftlichen Trubel leben ließe. Ein wahres Paradies für Menschenfeinde - und Mr. Heathcliff und ich sind genau die rechten zwei, um diese Einöde miteinander zu teilen."
So beginnt die Geschichte von "Wuthering Heights", einem Anwesen in der Moorlandschaft Yorkshires. Nachdem Mr. Lockwood die Bekanntschaft seines mürrischen Gutsherren Mr. Heathcliff gemacht hat, ist er neugierig, warum dieser sich zu einem solch unfreundlichen Zeitgenossen entwickelt hat. Haushälterin Mrs. Ellen Dean, die auf dem Anwesen aufgewachsen ist, entführt Lockwood und den Leser in die Vergangenheit und erzählt von den Familien Earnshaw, Linton und Heathcliff, deren Geschicke fest miteinander verwoben sind. Eine Geschichte von unbändiger Liebe und tiefem Hass.
Selten habe ich eine Geschichte gelesen, die derart tief berührt. Faszinierend, wie die Autorin Emily Brontë, die selbst zurückgezogen im väterlichen Pfarrhaus lebte, es vermag, diese leidenschaftlichen Gefühle zu schildern. Statt von Romantik erzählt sie von einer zerstörerischen Liebe, aus der ein nicht enden wollender Hass erwächst. Kein Wunder, dass dieses Werk in seinem Erscheinungsjahr 1847 die Leserschaft erschütterte.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Juli 2008
Als ich "Sturmhöhe" vor ungefähr einem Jahr zu lesen begann, war es ein düsterer, schwüler Frühsommertag, der sich langsam düster bewölkte und schließlich in Platzregen ausartete. Dies war genau die richtige Atmosphäre, um in diesem Roman zu versinken: Die dumpfe Hitze ging in kühle Frische über, vereinzelte Sturmböen fegten über das Dach, der Regen trommelte gegen die Fensterscheiben und von weit entfernt drang ein bedrohliches Donnergrollen an mein Ohr. Denn genau diese Eindrücke findet man auch in diesem außergewöhnlichen Meisterwerk wieder und bilden eine gelungene Untermalung für die Geschehenisse in den Hochmooren von Yorkshire, wo sich um die altehrwürdigen Anwesen von Wuthering Heights und Toshcross Grange eine kraftvolle Geschichte um verzweifelte Liebe, blinde Leidenschaft und bittere Rache spinnt, eingebettet in die ungezügelte Wucht und wilde Schönheit der Natur, welche dem Leser unwillkürlich einen Schauer über den Rücken laufen lässt, der auch nicht abebben will, wenn sich letztenendlich eine Art sonniges Happy End einstellt - denn die düsteren Schatten der Vergangenheit wollen nicht weichen.

Neben dieser kraftvollen Handlung (welche in ihrer viktorianischen Entstehungszeit übrigens verrufen war) muss auch erwähnt werden, dass dieser Roman auch angemessen großartig verfasst wurde. Emily Bronte versteht es einfach, ebenso wie ihre Schwestern Charlotte und Anne, unglaublich fesselnd und anschaulich zu erzählen. Doch nur ihr gelingt es, ihre Prosa der ungezähmten, energiegeladenen Handlung anzupassen und den Leser mit prächtigen Porträts wilder Landschaften und verblüffend treffenden Metaphern zu verzaubern und an diesen Roman zu binden - bis er zuende gelesen ist, und noch weit darüber hinaus... Und weil solche Bücher leider rar sind, sollte sich niemand dieses Juwel ursprünglicher englischer Erzählkunst entgehen lassen.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Oktober 2007
Die Sturmhöhe. Wuthering Heights (so der Originaltitel). Ich kannte das gleichnamige Lied von Kate Bush lange vor dem Buch: Und dieses überspannt ausdruckstanzende und grimassenschneidende Fräulein mit seinem nervtötenden Strophengejaul (Bush) hat mich denn wohl auch lange davon abgehalten, diesem Meisterwerk der düsteren Romantik (Buch) mit der gebührenden Offenheit entgegenzutreten. Aber jetzt habe ich es gelesen - und es ist für mich mit seinem fabelhaft morbiden Charme und dem wohligen Schauer, der auf jeder Seite wartet, eines der liebsten - wenn nicht besten Bücher überhaupt geworden.

Ich kenne (noch) keine Geschichte, die mir so lange so tief im Herzen geblieben ist. So kraftvoll die Figuren, so stark die Handlungsorte, so tief die Gefühle. Und das beste: Bronte verfällt bei aller Gefühlstiefe nie in Jammern und Greinen, wie etwa der deutsche Dichterfürst mit seinem Werther...

Auch wenn der Eine oder Andere bemängeln könnte, dass hier kaum etwas wirklich realistisch ist (jenen empfehle ich die tagesschau...): Die Sturmhöhe ist ganz einfach ein Meisterstück, das einen in seinen düster-stürmischen Bann zieht. Eines der wenigen Bücher, die immer bleiben werden. Eines der ganz wenigen Bücher, die ich mich gezwungen sehe, ein weiteres Mal zu lesen. Zu genießen!

Uneingeschränkt empfehlenswert ist auch diese Ausgabe des Insel-Verlages, die einem mit einem Figuren-Verzeichnis das Zurechtfinden erleichtert, wunderbar übersetzt ist und nicht zuletzt angesichts des schönen Dünndruckpapiers auch als Taschenbuch eine tolle Figur macht.

Nicht nur angesichts des Preises: Zugreifen!
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am 7. Januar 2015
schnelle lieferung und top ware, jederzeit wieder! das buch gibt es zwar auch in anderen ausfertigungen für die hälfte des preises, allerdings habe ich mich für diese hier aus genau 2 gründen entschieden: 1. ich las in einer anderen rezension, dass diese ausgabe vom inselverlag wohl die "originalgetreueste übersetzung aus dem altenglischen " , andere sollen wohl zu "modernisiert" übersetzt worden seien. nun ich weiss das selbst nicht, weil ich das original nie gelsen habe, fand das aber totzdem wichtig. zweitens gefällt mir persönlich dieses cover am besten <3
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. August 2002
Ich finde, dies ist nicht nur das beste Buch aller drei Bronte Schwestern, sondern auch die schönste Liebesgeschichte aller Zeit. Und zwar schön nicht im Sinne von schmalzig, warmherzig, zum dahinschmelzen. Sondern schön im Sinne von wahr, einzigartig, brutal, grausam, einnehmend, himmelhochjauchzend, weich, sanft und schmerzhaft - so, wie Liebe ist. Gut und Böse. Es ist wahsinn, wie ein Mensch so gut eine Liebe beschreiben konnte, wie sie noch nach Jahrhunderten täglich vorkommen kann.
Auf der einen Seite wünscht man sich vielleicht so eine Liebe wie Cathy und Heathcliff haben, eine Liebe bis über den Tod hinaus. Auf der anderen Seite fürchtet man sie vielleicht. Aber ich glaube, wer die Sturmhöhe nicht gelesen hat, hat noch nicht von wahrer Liebe gelsen!
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