Fashion Sale Hier klicken Sport & Outdoor calendarGirl Cloud Drive Photos Philips Multiroom Learn More sommer2016 designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego NYNY

Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen1
5,0 von 5 Sternen
5 Sterne
1
4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

François Rabelais hat sich seinen Ruf als "Zotenreißer, gottloser Spötter und grotesker Dreck-Apotheker" (Hermann Hesse) redlich verdient. Sein Opus magnum "Gargantua und Pantagruel" aus dem 16. Jahrhundert schäumt geradezu über vor Lebenslust und derben Späßen in Fäkalsprache, Sauf- und Zechgelagen, plastisch ausgemalter Körperlichkeit und grotesken Situationen. Erzählt wird die Geschichte der beiden Riesen Gargantua und Pantagruel, eines Vater-Sohn-Gespanns, das ... - aber die äußere Handlung tut wenig zur Sache. Die Riesen sind lediglich Aufhänger für eine ins Gigantische gesteigerte Beschreibung von Obszönitäten, skurrilen Episoden und seltsamen Ereignissen. Abschweifung ist Programm: Die Reise zum Orakel der göttlichen Flasche, die immerhin drei der fünf Bücher des Gesamtwerks ausmacht, gerät zu einer Aneinanderreihung der Lebensgewohnheiten seltsamer Inselbewohner. Hier paart Rabelais überbordende Sprachkunst mit beißendem Spott auf seine Zeitgenossen, die Justiz und die Kirche. Ob sich hinter dem lustvollen Riesenroman ein tieferer Sinn versteckt? Darüber streiten die Forscher noch heute. Der Universalgelehrte Rabelais selbst hätte sicher einen Heidenspaß an der schon Jahrhunderte währenden Verwirrung, die er unter seinen Erben angerichtet hat.
0Kommentar|20 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden