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43 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen gnadenlos scharfsinniger Verstand
Gullivers Reisen besteht aus vier Teilen, den Reisen ins Land der Lilliputaner, der Riesen, nach Laputa sowie ins Land der vernunftbegabten Pferde, die sich wilde Menschen als Haustiere halten.
Die ersten beiden Teile dieses unvergleichlich hellsichtigen und von einem gnadenlos scharfsinnigem, wenn auch misanthropischen Verstand gestalteten Beitrags zur Weltliteratur...
Veröffentlicht am 6. Oktober 2007 von helmut seeger

versus
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3.0 von 5 Sternen Gespaltene Meinung
Ich habe viele positive und nur wenige negative Meinungen zu diesem Buch gelesen. Meiner Meinung nach liegt die "Wahrheit" irgendwo in der Mitte. Es ist ein Klassiker und wurde in einer völlig anderen Zeit, Kultur usw. geschrieben und man muss daher wohl differenzieren und nicht nur heutige Maßstäbe anlegen.

Es soll ein Satirebuch sein, welches...
Vor 11 Monaten von Sven Unger veröffentlicht


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43 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen gnadenlos scharfsinniger Verstand, 6. Oktober 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Gullivers Reisen (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
Gullivers Reisen besteht aus vier Teilen, den Reisen ins Land der Lilliputaner, der Riesen, nach Laputa sowie ins Land der vernunftbegabten Pferde, die sich wilde Menschen als Haustiere halten.
Die ersten beiden Teile dieses unvergleichlich hellsichtigen und von einem gnadenlos scharfsinnigem, wenn auch misanthropischen Verstand gestalteten Beitrags zur Weltliteratur werden erstaunlicherweise auch heute immer wieder als Kinderliteratur verkauft. Während dies in vergangenen Jahrhunderten aus Gründen der Zensur geschah bzw., um dem Werk die satirische Schärfe zu nehmen, ist es heute nicht mehr zu rechtfertigen.
Vordergründig mag es noch in Ordnung gehen: der Verfasser strandet auf mehreren Schiffsreisen an diversen Stränden und muss sich auf unbekannten Inseln mit Lilliputanern, Riesen und seltsamen Mitmenschen auseinander setzen, erlebt auch allerlei merkwürdige Abenteuer in der Fremde.
Aber den Hohn und Spott, den Swift über Fürsten, Könige, Minister und Priester wie das gesamte Britannien seiner Zeit ausgießt, den kann kein Kind verstehen und auch mancher Erwachsene wird sich ohne Kommentar schwer tun.
Dabei liefert der Autor am Beispiel des Landes Lilliput einen kompletten gesellschaftlichen Gegenentwurf zum England des 18. Jahrhunderts, präsentiert Gedanken über Erziehungsmodelle, wie sie sich aktuell in der Presse finden und einen staunen machen.
Die Gesellschaft der Riesen nimmt er zum Anlass, Kriegstreiberei und Rüstungsunwesen sowie den Kampf des Empire um die Weltherrschaft zu karikieren.
Die Insel Laputa dient ihm zu einer politischen Kritik der englischen Politik gegenüber Schottland und Wales und kulminiert in einer derben Wissenschaftssatire sowie mit einer Abrechnung der fast 2000jährigen abendländischen Geschichte sowie schließlich einer satirischen Reflexion der Unsterblichkeit. Auch "Weiber" kommen als emotional und triebhaft gesteuerte Wesen ganz schlecht weg - da scheint der Autor einen tiefen Blick in die weibliche Psychologie getan zu haben.
Swifts weitere Verachtung gilt Moden und Trends, die ausschließlich den Zweck haben, das althergebrachte und funktionierende unter allen Umständen zu zerstören mit dem alleinigen Ziel, etwas neuem zum Durchbruch zu verhelfen - und sei es auch noch so sinnlos. Anhand der Zerstörung der laputanischen Kultur macht er auch diesen Ansatz lächerlich.
In der letzten Reise zu den vernunftbegabten Pferden schließlich präsentiert Swift - man versteht bis dahin schon sehr gut, warum das Buch zunächst unter Pseudonym erschien - eine Generalabrechnung mit der menschlichen Kultur und Zivilisation, Rechts- und politischem System und am Ende des Kolonialismus in einer bis dahin und seither kaum mehr dagewesenen ätzenden Weise.
Kurz: das ist kein Jugendroman, sondern einer der scharfsinnigsten und intelligentesten englischen Beiträge zur Weltliteratur.
Swift, der sich dabei als strenger Idealist outet, hält seinen Zeitgenossen den Spiegel vor, indem er deren Fehlentwicklungen in unbekannte Kulturen projiziert und sie durch Überzeichnung lächerlich macht oder seine eigene Kultur auf verächtliche Weise bloßstellt.
Das erstaunliche dabei ist, dass der Roman noch heute so frisch wirkt, dass man ganze Abschnitte davon als Argumente für in der Öffentlichkeit aktuell geführte Debatten nehmen könnte - insbesondere was die Erziehung angeht. Swift mokiert sich beispielsweise darüber, dass der weibliche Teil einer Kultur sich zuhause ausschließlich der Kindererziehung widmet - mit dem Argument, eine Zivilisation, die ausgerechnet dem "dümmeren" Teil die Erziehung überlasse, könne nur als lächerlich bezeichnet werden.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Swift bringt's auf den Punkt, 18. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gullivers Reisen (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
Diese Rezension bezieht sich auf die 464seitige it-Ausgabe:
Was der Herr Swift hier ablässt, ist ein Feuerwerk der Kritik am zeitgenössischen Leben, ein Rundumschlag mit der Satire-Keule. Und der Grossteil davon ist uneingeschränkt übertragbar auf heutige Massstäbe. Man möchte Swifts Worte Politikern, Beamten, Richtern und Anwälten ins Gesicht schreien. Wenn es nur irgendwie gegen diese Gattungen von Yahoos helfen würde...

Kein Kinderbuch und auch weniger ein Reisebericht sondern eine hintersinnige, satirisch verfasste Generalabrechnung mit den kulturellen und sozialen Auswüchsen der Menschheit. Kommt anfangs etwas schwer in Gang, nimmt aber mit zunehmender Seitenzahl an Schärfe und Wortwitz zu. Ein tolles Buch! 5 fette Punkte!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen swift'scher turmbau, 29. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Gullivers Reisen (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
mit jedem kleinen detail und der phantastischen überreizung nähert sich der leser immer mehr der turmspitze und sieht am ende nur noch ganz klar die meinung des verfassers.
anfangs liest es sich noch recht harmlos und fast schon niedlich, doch mit jedem kapitel und jedem abschnitt werden die interpretationsmöglichkeiten immer eindeutiger. ich bin teilweise sehr überrascht gewesen von dem mut den er sich zu dieser zeit gefasst hat um so offensichtlich sein land und seine regierung anzuprangern.
das buch bleibt durch seine interpretation stets aktuell und war wohl auch nie wirklich modern in seinen darlegungen - am beispiel der griechischen philosophen wurde dieser beweis dargelegt.
es bleibt mir ein rätsel warum es soviele verfilmungen ohne auch nur den hauch seines sarkasmus und seiner gesellschaftskritik gibt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen endlich das ersehnte Gesamtwerk, 16. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gullivers Reisen (Gebundene Ausgabe)
bislang nur in English gelesen , aber in Deutsch wesentlich besser und leichter zu studieren,.
Ein großartiges Buch und endlich malö auch bekannt , kein Kinderbuch.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gespaltene Meinung, 5. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gullivers Reisen (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
Ich habe viele positive und nur wenige negative Meinungen zu diesem Buch gelesen. Meiner Meinung nach liegt die "Wahrheit" irgendwo in der Mitte. Es ist ein Klassiker und wurde in einer völlig anderen Zeit, Kultur usw. geschrieben und man muss daher wohl differenzieren und nicht nur heutige Maßstäbe anlegen.

Es soll ein Satirebuch sein, welches aber nur derjenige als solche richtig einschätzen und verstehen kann, der sich gut mit der englischen Geschichte/Politik aus dieser Zeit auskennt. Der Autor ist sicherlich ein übler Zyniker/Menschenhasser und aus heutiger Sicht auch ein Frauenhasser und Rassist. Welcher weiße Mann aus Europa war dies aber zur damaligen Zeit aus unserem heutigen Verständnis nicht?

Für mich war das Buch weder Fisch noch Fleisch. Ich habe es gelesen und es waren einige nachdenkenswerte Sachverhalte dabei. Leider war aus heutiger Sicht auch einiges an "Schwachsinn" dabei.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ungekürzt und mit spitzer zunge, 29. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gullivers Reisen (Gebundene Ausgabe)
vielen dürften die beiden ersten reisen (zu den liliputanern und zu den riesen) als gekürzte kinderbuchversion bekannt sein.
die vorliegende ausgabe ist ungekürzt und behandelt auch die beiden weiteren reisen (nach laputa und ins land der houyhnhnms).
die übersetzung ist sehr gut und so wird manchem klar,daß es sich hier nicht um abenteuer oder kindergeschichten handelt,sondern um reinste gesellschaftssatire. gerade die beiden letzten reisen behandeln themen wie politik,ethik,juristisches und moral,die vermuten lassen,daß swift möglicherweise starke misantrophische züge hatte. er rechnet jedenfalls auf elegante weise mit dem wesen mensch ab
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1.0 von 5 Sternen Nur ein Vehikel für die Kritik am Adel, 28. September 2014
Von 
M. Meyer (Pforzheim) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gullivers Reisen (Gebundene Ausgabe)
Ich habe mir das Buch gekauft, weil es als bekanntes Standardwerk vielleicht lesenswert sein könnte, wie z. B. Frankenstein. Die Geschichte ist aber enttäuschend. Gulliver sticht alle paar Monate in See (trotz Familie), erleidet Schiffbruch oder wird ausgesetzt und kommt auf Inseln mit merkwürdigen Bewohnern. Er kommt in das Land der Winzlinge (Liliput), der Riesen, der Intellektuellen mit fliegender Insel und er sprechenden Pferde. Die Größenangaben passen nicht zusammen, die Länder sind schlecht durchdacht und werden nur grob beschrieben und die Pferdeinsel ist sehr abwegig. Dem Verfassen waren diese Lebewesen auch unwichtig. Der Grund für das Buch ist die Kritik am herrschenden System und Adel. Diese Kritik wiederholt Gulliver bei jedem Volk dem er jedes Mal das Herrschaftssystem seines Landes erklärt - JEDES MAL! Die Beschreibung des gesellschaftlichen Umgangs und des Regierungssystems der Wesen ist jedes Mal sehr ausführlich - alles andere ist Beiwerk.
Fazit: An den Haaren herbeigezogen, langweilig, lieblos und immer wieder das gleiche. Ein regimekritisches Buch getarnt in der Verpackung einer Abenteuergeschichte.
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4.0 von 5 Sternen Wieviele Blickwinkel brauchen wir um Realitäten zu erkennen und selbst dann ist die Wahrheit nicht gesichert, 29. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Also Antworten liefert dieses Buch im Gegensatz zu der heutigen Flut von "Learning For Dummys" Büchern nicht und das ist auch das Erfrischende, weil nun selber denken angesagt ist. Daher nicht so spannend aber denk-anregend geschrieben. Wie selbstgefällig würden wir Heute dem Autor erscheinen in unserer vergesellschafteten Übernahme von Glaubensritualen und Handlungsmustern (millionenfach e-automatisiert und z.T. religiös verhetzt) ohne eben die Wahrheitssuche über die notwendigen unterschiedlichen Blickwinkel zu beginnen.

Ansprechend zeitlos dem Menschengeschlecht ins Gesicht geschrieben und mit Recht als Werk der Weltliteratur geführt
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5.0 von 5 Sternen komplette aber alt, 28. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eine gewichtige Wahl.
Dieses Buch scheint mir in der Tat komplett zu sein und würde ausgedruckt einiges wiegen.
Endlich mal eine Komplettversion, die nicht "für die Jugend" entschärft ist.
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5.0 von 5 Sternen guter Lesestoff, 30. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gullivers Reisen (Kindle Edition)
Als Download auf mein handy geladen. Ging einfach und unkompliziert. Liest sich super und ist natürlich weiter zu empfehlen. Guter Lesestoff
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Gullivers Reisen (insel taschenbuch)
Gullivers Reisen (insel taschenbuch) von Jonathan Swift (Taschenbuch - 1. April 1974)
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