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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen es wäre mehr zu erwarten
Dieses Buch ist eine vielfältige Darstellung unterschiedlicher Bücher, welche in diversen Lebenslagen Trost, Mut, Zuversicht und vieles mehr schenken können; ob sie dabei aber tatsächlich "therapeutischen Nutzen" bringen, mag eher dahingestellt sein. Denn entweder werden die "Leiden" dann als zu banal klassifiziert oder eine kleine Empfehlung schon als...
Vor 6 Monaten von Detlef Rüsch veröffentlicht

versus
26 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gut gemeint ist nicht gut gemacht
Nina George hat es mit der Literarischen Apotheke von Jean Perdu in ihrem Erfolgsroman Das Lavendelzimmer bereits vorgemacht: es gibt Romane, die einem Leser in bestimmten Lebenslagen helfen können. Susan Elderkin und Ella Berthoud haben daraus ein quasi-Nachschlagewerk gemacht, Traudl Büngerl hat deutsche Ergänzungen vorgenommen.

Bibliotherapie...
Vor 8 Monaten von truffaldina veröffentlicht


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen es wäre mehr zu erwarten, 28. Dezember 2013
Von 
Detlef Rüsch "detlefruesch" (Landshut, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)    (#1 HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Romantherapie: 253 Bücher für ein besseres Leben (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist eine vielfältige Darstellung unterschiedlicher Bücher, welche in diversen Lebenslagen Trost, Mut, Zuversicht und vieles mehr schenken können; ob sie dabei aber tatsächlich "therapeutischen Nutzen" bringen, mag eher dahingestellt sein. Denn entweder werden die "Leiden" dann als zu banal klassifiziert oder eine kleine Empfehlung schon als "Therapie" bezeichnet - und damit das Wort Therapie wiedermal überstrapaziert.
Wer also nicht allzu große Inhaltsangaben erwartet, der liegt mit dem Buch genau richtig, falls sein Krankheitswert nicht zu hoch liegt. Auf jeden Fall können die meisten empfohlenen Bücher durchaus Linderung verschaffen oder auch einfach Perspektivenwechsel ermöglichen.
Einige Romane vermisst man leider, bei anderen merkt man die britische Herkunft der Autorinnen. Dennoch sind hier auch viele Klassiker vertreten, so dass Literaturliebhaber aus einem weiten Fundus schöpfen können.
Zunächst werden in dem Buch unterschiedliche Lebenslagen und Leiden in alphabetischer Auflistung beschrieben und entsprechende Romanempfehlungen abgegeben.
Hieran schliessen unterschiedliche, alphabetisch sortierte Register an, welche die Lebenslagen und Leiden, die "Leseleiden", die Listen der "zehn besten Romane" und das Verzeichnis der Romane aufführen, ehe ein Quellenverzeichnis für die direkten Zitate das Buch abrundet.
Es wäre noch eine gute Ergänzung gewesen, wenn Eintragungsmöglichkeiten für persönliche Listen im Buch platziert worden wären; denn viele Listen mögen zwar für die Autorinnen zutreffend sein; sie mögen aber sicher gerne von persönlichen Listen ergänzt werden.
Alles in allem eine gute Idee mit Verbesserungsmöglichkeiten und für Viellesende eine große Chance, auf eher unbekanntere Bücher aufmerksam zu werden.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein MUSS für jeden Literaturbegeisterten, 23. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Romantherapie: 253 Bücher für ein besseres Leben (Gebundene Ausgabe)
Symptome nachschlagen und ein passendes Mittel dagegen finden kennen wir alle - dieses Buch erfindet es neu.
Leiden von A wie "Abschiede", "Alleinerziehend sein" oder "Angst vor Bindungen haben" bis Z wie "Zahnschmerzen", "Zeit, zu wenig" oder "Zurückweisung" werden mit diesem Buch bekämpft durch BÜCHER. Und die Herausgeberinnen haben davon wirklich Ahnung.
Teilweise sind die Leiden ernst gemeint, teils mit Augenzwinkern zu verstehen. Die Bücher werden vorgestellt, manchmal findet sich ein Auszug aus den Romanen. Viele thematische Listen (wie etwa die besten Bücher für jedes Jahrzehnt) erweitern die einzelnen Kapitel und beinhalten sowohl Bücher, die jeder kennt, als auch solche, von denen ich persönlich noch nie etwas gehört habe, sprich: Viele, viele Neuentdeckungen. Aber auch das Nachschlagen und Wiederfinden von bereits bekannten Büchern macht Spaß und veranlasst einen, sie noch einmal aus einem völlig anderen Blickwinkel zu betrachten: Achtsamkeit --> "Der kleine Prinz"; Papas Mädchen sein --> "Emma".
Sehr unterhaltsam sind auch die Leseleiden: Hier wird mit einer gehörigen Portion Witz und Ironie Abhilfe für die häufigsten Leiden, die das Lesen mitbringt:
Amnesie, lektürebezogene
Angst, ein Buch zu beenden
Hype, angenervt sein von einem
Neue Bücher, von ihnen in Versuchung geführt werden
… um nur einige wenige zu nennen.

Was bleibt mir anderes übrig, als zu sagen: Liebe Leidensgenossinnen, liebe Leseratten, Bücherwürmer, liebe Menschen da draußen, die daran glauben, dass ein Buch mehr ist als Tinte und Papier: Kauft dieses Buch, verschenkt es, lest es selbst, lasst euren Wunschzettel ins Endlose wachsen aufgrund all der tollen Buchempfehlungen - zu Risiken und Nebenwirkungen kommt es hier ganz bestimmt nicht ;-)

Ein wunderbares Werk mit Suchtfaktor und Schmökergarantie, ein Muss im Bücherregal eines jeden Bücherwurms.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 253 Seelenstreichler – Bücher als Therapie, 17. Mai 2014
Von 
MH (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Romantherapie: 253 Bücher für ein besseres Leben (Gebundene Ausgabe)
Gleich 253 Blicke in die Literatur liefern die Literaturwissenschaftlerinnen Ella Berthoud und Susan Elderkin in „Romantherapie“. In diesem literarischen Seelenstreichler finden sich für nahezu jede Lebenslage und jeden Gefühlszustand Lektüreempfehlungen. Die Zusammenstellung amüsiert und überrascht, ist sicher subjektiv und bietet gewisse Reibungsmöglichkeiten. Unumstritten allerdings ist, dass Bücher Trost spenden, Kraft schenken und Erfahrungen möglich machen. Manchmal schenken sie uns auch eine dringend benötigte Zuflucht, einen Schutzraum vor den Krisen der Wirklichkeit.

Von A wie „Abschiede“ oder „Altersschwäche“ über G wie „Geburtstagsblues“ bis zu Z wie „Zahnschmerzen“ und „Zurückweisung“: Hier werden viele Bedürfnisse bedient. Es sind aber nicht nur negative Befindlichkeiten, auf die sich die Lektüreempfehlungen konzentrieren. Man findet ebenso Tipps für das „Alleinerziehend sein“, für das „Romantisch sein“ und für jedes Lebensalter.

Entdeckungen machen kann man auch in den zahlreichen Listen mit den „Zehn besten“. Beispielsweise gibt es:

„Die zehn besten dicken Schinken“
„Die zehn besten Hörbücher für aggressive Autofahrerinnen und -fahrer“
„Die zehn besten Bücher, die einen zum Lachen bringen“
„Die zehn besten Romane für alle, die sehr traurig sind“
„Die zehn besten Romane für die Hängematte“
„Die zehn besten Romane für…“ jedes Lebensalter oder
„Die zehn besten Trennungsromane“

Ein besonderes Highlight sind für Bibliophile die „Leseleiden“, die sich auf dezent in grau unterlegten Seiten aufspüren lassen. Darunter finden sich Probleme wie “Amnesie, lektürebezogen”, “Buchkäufe, zwanghafte”, “Konzentrationsschwierigkeiten” oder “Hang, mehr zu lesen als zu leben”. Die Autorinnen widmen sich den Dilemmata von Buchliebhaberinnen und -liebhabern augenzwinkernd mit viel Wärme und durchaus hilfreichen Tipps. So kann etwa die Einrichtung eines Regals mit Lieblingsbüchern Aufschluss über die eigene Lese-Identität geben und diesbezügliche Unsicherheiten beseitigen.

Alte Freunde, neue Kontakte
_______________________

Wer Literatur liebt, wird in “Die Romantherapie” zwangsläufig vielen alten Freunden begegnen – Klassikern ebenso wie zeitgenössischen Werken. Letztendlich ist diese Sammlung eine Liebeserklärung an das Lesen. Neben knapp gehaltenen inhaltlichen Einblicken (Achtung: nicht immer spoilerfrei) geben die Autorinnen ein paar Hinweise zur Entstehungszeit, ergänzen hier und da eine persönliche Einschätzung, eine Spur Gesellschafts- und Zeitkritik oder schließen den einen oder anderen eigenen Tipp als Lebenshilfe an. Das macht dieses Buch zu einem wunderbaren Geschenk – für Leserinnen und Leser, aber auch für alle, die sich bisher von Büchern eher ferngehalten haben. Die Lust auf Neues wirkt unweigerlich geweckt und bei dieser Fülle muss einfach für jede/n etwas dabei sein!

Für die „Suche nach dem Glück“, nach diesem flüchtigen, schwer fassbaren Zustand, der uns immer wieder zu entschlüpfen scheint, wird etwa Ray Bradburys 1953 veröffentlichter dystopischer Roman „Fahrenheit 451“ empfohlen. Viel zu oft suchen wir heute unser Glück in materiellen Gütern, verschwinden in medialen Welten oder greifen zu bewusstseinsverändernden Substanzen. „Fahrenheit 451 lehrt Sie, dass das Leben aus einer großen Fülle an Erfahrungen besteht.“ Obendrauf gibt es einen guten Tipp für den Fall einer Apokalypse: „Und für den Fall, dass Bradburys Vision Realität werden sollte: „Lernen Sie wie Montag einen Roman auswendig. Man weiß nie, ob es nötig werden wird, ihn an den Rest der Menschheit weiterzuerzählen.“

Die Kraft des Optimismus – und damit eine starke Abwehr gegen den Pessimismus – zeigt Daniel Defoes Roman „Robinson Crusoe“ (1719). Bei der Gefahr, sich zu früh zu verheiraten, empfiehlt sich der „Effi[Briest]-Test“ und gegen massive Schreibblockaden, die sich womöglich sogar auf das Schreiben von Einkaufs- und To-do-Listen erstrecken, lohnen sich „Die Abenteuer meines ehemaligen Bankberaters“ von Tilman Rammstedt aus dem Jahr 2012.

Das Thema „Obsessionen“ steht gleichermaßen im Zentrum von „Der Tod in Venedig“ von Thomas Mann wie auch in Herman Melvilles „Moby Dick“.

„Für die Leser von ‚Der Tod in Venedig‘ ist Tadzio nur ein Junge. Moby Dick dagegen ist nie nur ein Wal, und Kapitän Ahab nie nur ein Mensch. Als Ahab und Moby Dick gemeinsam unter dem ‚dunklen Laken des Meeres‘ verschwinden, bleibt doch ihre Anziehungskraft bestehen – etwas Monströses, Betörendes, Fürchterliches bleibt zurück, etwas, das sich einem ständig wieder entzieht. Wodurch die Macht der Obsession vom Wal auf das Buch selbst übergeht.“

Das Besondere neben den kleinen persönlichen Einschätzen, die hier vorgenommen werden, ist, dass die Autorinnen eine thematische Verbindung zwischen einzelnen Büchern schaffen und sie so thematisch vernetzen. Das ermöglicht das Finden von vielen Tipps rund um bestimmte Themenkreise.

Dass sich die Empfehlungen nichtsdestotrotz mitunter von dem unterscheiden, was man vielleicht selbst angesichts einer bestimmten Befindlichkeit aus dem Regal gezogen hätte, versteht sich von selbst. Bei den „zehn besten Fantasy-Romanen“ findet sich beispielsweise J.R.R. Tolkiens „Der Hobbit“, nicht aber „Der Herr der Ringe“. Auch „Tintenherz“ von Cornelia Funke hätte ich persönlich nicht an dieser Stelle berücksichtigt.

Leiden und Listen
_______________________

Am Ende gibt es ein „Verzeichnis der Lebenslagen und Leiden“, ein separates für „Leseleiden“ und eine Aufstellung der Sammlungen mit den „Zehn besten Romanen“. Alle Titel sind zum leichteren Auffinden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet. Auch Quellennachweise fehlen nicht.

Wünschenswert gewesen wäre zusätzlich eine ergänzende Auflistung nach Autorinnen und Autoren, um gezielt nach Lieblingsschriftstellerinnen und -schriftstellern suchen zu können.

*

Fazit
_______________________

Alles in allem ist das Buch ein herrliches Geschenk für alle, die Bücher lieben. Schließlich weiß man nie, wann einen das eine oder andere Thema einholt – und dann muss einfach die passende Lektüre her! Das Wiedersehen mit alten Freunden und der Erstkontakt mit noch Unbekannten machen einfach Spaß. “Die Romantherapie” regt dazu an, sich zwischen Buchdeckeln umzusehen, die man sonst eventuell nicht so ohne weiteres auseinander bewegt hätte. Dass die Bücher zusätzlich untereinander vernetzt sind, ist ein Bonus. Wer zu einem bestimmten Thema nach Literatur sucht, findet hier reichlich Anregungen. Findet sich das eigene Lieblingsbuch nicht, ist man mit einer Liste nicht einverstanden, umso besser: Es ist herrlich, sich mit anderen darüber auszutauschen, zu diskutieren und eigene Empfehlungen zu optimieren.
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26 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gut gemeint ist nicht gut gemacht, 1. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Romantherapie: 253 Bücher für ein besseres Leben (Gebundene Ausgabe)
Nina George hat es mit der Literarischen Apotheke von Jean Perdu in ihrem Erfolgsroman Das Lavendelzimmer bereits vorgemacht: es gibt Romane, die einem Leser in bestimmten Lebenslagen helfen können. Susan Elderkin und Ella Berthoud haben daraus ein quasi-Nachschlagewerk gemacht, Traudl Büngerl hat deutsche Ergänzungen vorgenommen.

Bibliotherapie nennen Berthoud und Elderkin ihre Methode, den therapeutischen Einsatz von Literatur zur Behandlung aller Leiden, die das Leben so mit sich bringt. Darunter fallen Leiden wie Alkoholsucht, Ehebruch, Beziehungsprobleme, Bindungsangst, Einsamkeit, Internetsucht aber auch das Bett nicht verlassen zu können oder eine Frau beharrlich umwerben, obwohl sie Nonne ist. Dazu kommen spezielle Leseleiden wie die Angst ein Buch zu beenden, angenervt von einem Hype oder überwältigt von der Menge der Bücher in der eigenen Wohnung zu sein. Für letzteres wird übrigens als Therapie kein Buch empfohlen, sondern das Aussortieren. Dazwischen eingestreut sind immer wieder Listen mit den zehn besten Romanen z.B für eine Auszeit nach der Schule oder für Zwanzig- bis Dreißigjährige.

Die Leiden und Lebenslagen sind alphabetisch sortiert und im Anhang auch nochmal aufgeführt, ebenso das Verzeichnis der Romane (leider nach Romantitel und nicht nach Autorenname sortiert) und die Quellennachweise. Wenn Sie also wissen wollen, für welche Lebenslage die Autorinnen Ihren Lieblingsautor empfehlen, müssen Sie sich durch das ganze Verzeichnis wühlen. Und wenn Ihr Lieblingsautor zufällig vor der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts geschrieben hat, besteht eine reelle Chance, dass Sie ihn gar nicht finden oder die Autorinnen sich abfällig darüber äußern, wie zum Beispiel über Charlotte Brontes Jane Eyre - obwohl sie es eigentlich empfehlen bei gebrochenem Herzen. Bei den Querverweisen in den einzelnen Empfehlungen fehlen die Seitenzahlen, in der Kindleversion sind hier immerhin Links hinterlegt.

Leider spoilern die Autorinnen immer mal wieder bei ihren Begründungen, warum man jenen Roman in dieser Lebenslage lesen sollte. Das ist ärgerlich, aber anscheinend geht man davon aus, dass jeder, der zur Romantherapie greift, sämtliche empfohlene Romane schon gelesen hat. Manchmal wird auch gegen das Leiden, zum Beispiel Hämorrhoiden ein Arztbesuch empfohlen und nur gegen das damit zusammenhängende Gefühl - Scham - ein Buch (in diesem Fall Feuchtgebiete von Charlotte Roche). Unter Scham selbst empfehlen sie aber ein anderes Buch - Gute Geister von Kathryn Stockett - man hat den Eindruck, hier wurde versucht, eine möglichst große Sammlung von Empfehlungen zusammenzubringen. Dabei offenbaren die Autorinnen manchmal eine etwas seltsame Denkweise:

Wir heißen Rache nicht grundsätzlich gut, aber wenn die Schuldigen sich für Ihre Vergehen nicht einmal schämen, ist ein "Wie du mir, so ich dir" gerechtfertigt.

Aha. Ein besseres Leben führt man also, wenn man einen nicht bereuenden Mörder umbringt. Der Rechtschreibfehler im Zitat stammt übrigens nicht von mir. Ich habe insgesamt den Eindruck, dass hier zwar Expertinnen in Sachen Romane geschrieben haben, aber keine Expertinnen in psychologischer Hinsicht, insofern sollte man sich von diesem Ratgeber zwar ein paar ganz nette Lesestunden versprechen, aber auf gar keinen Fall ein besseres Leben. Die Autorinnen, die von sich schreiben, dass sie Bibliotherapie-Kurse geben, haben zwar eine beachtliche Anzahl von Romanen zusammengetragen und ausführlich begründet, warum sie meinen, dass dieser und jener Roman zu dieser und jener Lebenslage passen würde, vergessen aber dabei, dass nicht jeder Leser gleich ist. So findet man hier letztlich subjektive Vorstellungen von Romanen statt konkreter Hilfe.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen herrlich belebend, 29. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Romantherapie: 253 Bücher für ein besseres Leben (Gebundene Ausgabe)
Eigentlich wissen wir es ja schon lange: Lesen hilft. Immer. Aber Traudl Bünger, Susan Elderkin und Ella Berthoud sagen uns, welches Buch in welcher Krisis (die therapierten Lebenslagen reichen von Hämorrhoiden, dem Ei auf der Krawatte bis hin zu allerlei sinn- und unsinnigen Phobien) zur Hand zu nehmen ist. Herausgekommen ist dabei ein zeitgemäßer, amüsanter Lektüreratgeber und, man traut es sich kaum auszusprechen, ein Kanon. Ja, es geht. Man kann einen Kanon schreiben, ohne einen Kanon zu schreiben. Ohne erhobenen Zeigefinger, ohne verstaubten akademischen Imperativ und ohne jede literaturkritische Schlichtheit.
Eine so vergnügliche, amüsante und lesbare Anstiftung zum Lesen gab es wohl noch nie. Mal mit Augenzwinkern, mal durchaus ernstgemeint, immer anregend und in jedem Fall herrlich belebend. Eine Lektüre, die Lust auf Bücher macht und ein erfrischend neuer Blick aufs Lesen und die Kraft der Bücher.
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3.0 von 5 Sternen Entzückende Idee, die Bibliotherapie, …, 4. Juli 2014
Von 
Benedictu - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Romantherapie: 253 Bücher für ein besseres Leben (Gebundene Ausgabe)
... aber nicht immer überzeugend umgesetzt. Die Literaturwissenschaftlerinnen Ella Berthoud und Susan Elderkin verstehen unter Bibliotherapie den therapeutischen Einsatz von Literatur zur Behandlung aller Leiden, die das Leben so mit sich bringt. Die beiden arbeiten in England als Bibliotherapeutinnen und haben ihr System von Lesetips aus ihrer Beratungspraxis in Buchform gebracht.

Die altersgruppenbezogenen Lesetips kann man getrost alle ausblenden. Vielleicht ergeben sie ja auf den britischen Inseln einen Sinn. Auch weitere Bestenlisten sind nicht so überzeugend. Die anspruchsvolle Die Neuromancer-Trilogie von William Gibson in der Liste der zehn besten Romane für Science-Fiction-Anfänger vorzufinden, ist eine Überraschung; da hätte der große polnische SF-Autor Stanislav Lem z.B. mit Der futurologische Kongreß: Aus Ijon Tichys Erinnerungen (suhrkamp taschenbuch) viel besser hineingepaßt.

Unnötig erscheint einem die Beschränkung auf Romane; mit Kurzgeschichten sind Einsteiger in ein Genre doch besser bedient. Bis einem klar wird, sobald man etwa unter "Gerechtigkeitsempfinden" auf Heinrich von Kleists Novelle Michael Kohlhaas stößt, daß die Autorinnen ihr Buch sowieso als "novel and novella cure", also als Roman- und Novellentherapie aufgefaßt haben.

Trotz einiger Ungereimtheiten ist das Buch eine kleine Fundgrube für Literaturfreunde und es macht Spaß, darin zu stöbern; sicherlich auch denen, die gar kein Problem haben bzw. noch keinen Namen dafür ;-).
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4.0 von 5 Sternen Trotz der vielen Empfehlungen das Ausmisten nicht vergessen!, 2. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Romantherapie: 253 Bücher für ein besseres Leben (Gebundene Ausgabe)
Die Autorinnen schlagen für verschiedene Krankheiten, Schicksalsschläge oder Lebenssituationen (zum Beispiel der Tod eines geliebten Menschen, Alzheimer, Trennung vom Partner) Romane vor, die bei der Bewältigung derselben unterstützen sollen. Zwar habe ich noch keinen ihrer Ratschläge direkt befolgt, könnte mir aber sehr gut vorstellen, mir anstatt einen Therapeuten zu suchen den Gang in eine Bibliothek unter die Füsse zu nehmen, um eine bestimmte Situation zu klären.
Besonders gefallen haben mir neben den genannten Themen auch die Listen der besten zehn Bücher in diversen Kategorien (für 20-30jährige; für die Hängematte). Was ich aber trotz den vielen Lese-Empfehlungen unbedingt umsetzen möchte, sind ihre Tipps, um meine äusserst umfangreiche Bibliothek zu Hause auszusortieren (auch wenn es mir wehtut). Auf einer Buchseite verfassen sie eine Anleitung, die sich mit etwas gutem Willen leicht durchsetzen lässt.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Literatur in ihrer ganzen Vielseitigkeit, 24. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Romantherapie: 253 Bücher für ein besseres Leben (Gebundene Ausgabe)
Was für eine schöne Idee: Hat man ein Problem, so schlage man nur den richtigen Roman auf und dort findet sich auf jeden Fall Trost, vielleicht sogar eine Lösung.
Allein das Wissen darum, dass es dort draußen einen Autoren gibt, der gleich ein ganzes Buch zu dem Problem geschrieben hat, mit dem man sich herumschlägt, ist schon ein großer Trost! Man ist nicht allein! Und bei den vielen Problemen, die in diesem Buch in alaphabetischer Reihenfolge abgearbeitet werden, scheint für jeden etwas Passendes dabei zu sein. Selbst unter dem Stichwort "Weihnachten" finden sich ausführliche Ratschläge.
Die Vielseitigkeit an "Problemen", die hier behandelt werden, lässt auf Autoren mit feinsinnigem Gespür für menschliche Bedürfnisse schließen. Von Internetsucht über allgemeine Lethargie bis hin zu sozialem Druck bei freiwilliger Kinderlosigkeit - zu fast jedem Thema lässt sich etwas finden.
Genau das Richtige, um sich mit dem Buch und einer großen Tasse Tee ins Bett zu kuscheln und von der Welt da draußen für ein Weilchen zurückzuziehen.
Kommentar
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nettes Buch zum Stöbern und für literarische Entdeckungen, 9. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Romantherapie: 253 Bücher für ein besseres Leben (Gebundene Ausgabe)
Ich habe das Buch auf der Buchmesse entdeckt und nach ein paar Rezensionen in der Presse gekauft. Ich hab mich köstlich amüsiert.
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Die Romantherapie: 253 Bücher für ein besseres Leben
Die Romantherapie: 253 Bücher für ein besseres Leben von Traudl Bünger (Gebundene Ausgabe - 6. Oktober 2013)
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