Fashion Sale Hier klicken Sport & Outdoor calendarGirl Cloud Drive Photos Sony Learn More designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego Summer Sale 16

Kundenrezensionen

3,2 von 5 Sternen6
3,2 von 5 Sternen
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:9,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 16. Mai 2010
Der Roman erzählt die Geschichte von Ana Lasalle, Pariser Tangotänzerin mit argentinischer Abstammung und Luis Montes, einem argentinischem Filmemacher. 2001 lernen sie sich in Frankreich kennen und stellen fest, dass ihre Vorfahren Verwandte sind und ihre Familie seit Generationen miteinander verbunden ist. Sie recherchieren gemeinsam über ihre Familie, und wollen voller Enthusiasmus einen Film daraus zu machen. Das bringt Ana dazu, sich mit der Vergangenheit ihrer Familie zu befassen, die sie bisher sich anzusehen verweigert hat. Ihr Vater wurde während des Putsches in den 1970ern gefangen genommen und gefoltert. Dessen Vater, der Großgrundbesitzer Cesar Lasalle, hatte ihn damals verstoßen. Die Familie musste nach Frankreich ins Exil.
Parallel zu Anas und Luis Geschichte wird die Vergangenheit ihrer Vorfahren aufgerollt und von einer fiktiven Gestalt, dem Tango, erzählt. Sie spielt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Argentinien, die Geschicke der Familien Lasalle und Montes sind eng miteinander verwoben und von den gesellschaftlichen Umbrüchen des ausgehenden 19. Jahrhunderts geprägt. Es ist die Geschichte Argentiniens, die Entstehung des Tango, erzählt durch die Schicksale der Hausangestellten und Großgrundbesitzer, EinwandererInnen, Tangotänzerinnen und Tangomusiker.
Eindrucksvoll, vielfältig wird das Leben in Buenos Aires des ausgehenden 19. Jahrhunderts geschildert, Einwanderung aus der ganzen Welt prägt die Gesellschaft. Die oligarchen Familien profitieren von der billigen Arbeitskraft der MigrantInnen, dulden aber keinerlei Vermischung mit ihren Familien. Der Tango entsteht in den Hinterzimmern der Bordelle, wandert von dort in die Pariser Salons und New Yorker Bars und kehrt verändert und bereichert nach Argentinien zurück. Ebenso wie der Strom der MigrantInnen die Gesellschaft Argentiniens bereichert, wächst der Tango mit der Vielfalt der Einflüsse.
Ein gut recherchiertes Buch, einfühlsam geschrieben, gut übersetzt aus dem Spanischen. Ein Buch, das Lust auf Tango macht und die (Zeit-)Geschichte Argentiniens auch einer Laiin verständlich macht.
0Kommentar|11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 31. Mai 2007
Ein ungewöhnliches Buch über den Tango und zwei Familien. Es wird die Entwicklungsgeschichte des Tangos und auch die sozialen Perspektiven von Arm und Reich anhand zweier Familien in Buenos Aires erzählt. Gekonnt wechselt die Autorin die Erzählebenen, was vielleicht für manche Leser gewönungsbedürftig ist, mir aber sehr gut gefällt, auch die Kommentare verstorbener Familienmitglieder, die sich im Tangohimmel befinden, finde ich eine gelungenen Idee. Das Buch liest sich recht flüssig, trotzdem ist es nicht ganz rund, darum 3 Sterne. Ana kommt zu kurz und ist nicht ganz nachvollziehbar in ihren Reaktionen, die Liebesgeschichte zwischen ihr und Luis , die erst beginnt, geht leider unter. Trotzdem kann ich das Buch für Leute die sich für den Tango und Argentinien interessieren empfehlen.
0Kommentar|12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Endlich ein neuer Tangoroman! Und der Klappentext lässt Spannendes erwarten: eine Verknüpfung von Gegenwart und Historie, ein 500-seitiger Parforceritt durch 100 Jahre argentinischer und Tango-Geschichte. Seit „Drei Minuten mit der Wirklichkeit“ ist allen Tango-Leseratten dieses Konzept bekannt, und damit stellt sich die Autorin in große Fußstapfen. Zu große, wie sich leider herausstellt – doch fangen wir am Anfang an.

Dort steht ein Stammbaum. César, der drei Kinder – Hernan, Inés und César – hat, die auch ihrerseits wieder Kinder haben – César, Mercedes und Francisco, und natürlich Geliebte und Jugendlieben – Miguel und Carlota und Yvonne – und dann noch das Hausmädchen Asunción, das allerdings auswandert und ein Kind bekommt, mit einem dritten Mann zusammenlebt, um dann wieder zurückzukehren und mit dem Jugendfreund der Tochter – spätestens nach drei Minuten Nachdenken schwirrt mir der Kopf, und auch während des Lesens blättere ich alle paar Seiten zur mittlerweile um weitere Querverbindungen ergänzten Genealogie zurück. Dazu noch ein paar Nebenfiguren, und der Personenwirrwarr ist komplett. Dass dann auch noch die im Tangohimmel Anwesenden dazwischenplappern und gelegentlich der Tango als Abstraktum das Wort erhebt, macht die Sache nicht gerade einfacher. Der Geschichte kann man trotzdem folgen, aber eine Reduzierung hätte dem Handlungsfluss nicht eben geschadet.

Die Handlung beginnt dann auch flüssig in der Gegenwart, wo sich die Protagonisten auf einer Milonga – Le Latina in Paris, dieses zutiefst chaotische Nestchen der Tangoverrückten über einem Kino – kennenlernen. Doch schon die erste Schilderung rutscht ins Klischee ab: Volantkleid, schlanke Beine, Sinnlichkeit und Sicherheit, gebannte Blicke, dazwischen ein bisschen Bandoneón. So entdeckt der Leser die jüngste Tango-Generation des Buches: Ana in Paris, und Luis in Buenos Aires, so typisch desilusioniert, wie es nur die 1980er-Kinder sein können: von sich selbst und vom Leben enttäuscht, haben sie den Tango wiederentdeckt, ganz neu und ganz anders, Sinnsuche und Sucht.

Ihre Eltern dagegen haben mit Tango rein gar nichts zu tun. Hernán und Marie mussten aufgrund politischen Engagements während der Militärdiktatur fliehen, und leben nun in Paris im Exil. Sie wollen sich weder an die Heimat noch können sie sich an den Tango erinnern, dieses alte (und so völlig unpolitische) Relikt aus besseren Tagen, das man als Revolutionär nicht tanzt. Trotzdem – oder gerade deshalb – ist es der Tango ihrer Tochter, der sie zu Tränen rührt und die Aufarbeitung ihres Schicksals anstößt.

Über die Eltern finden wir schließlich zu den Urgroßeltern, die die Anfänge des Tangos bestimmt haben. Ihre Geschichte in den frühen Jahres des vergangenen Jahrhunderts ist vorherrschend im Buch, ausführlich geschildert, aber dabei facettenreich und plastisch. Das weite Beziehungsnetz, die sozialen und kulturellen Gefüge, die Einzelschicksale und die politische Entwicklung, das alles formt sich zu einem mitreißenden Strudel.

Die drei Generationen verknüpft ein ehrgeiziges Projekt: Luis will einen Film über seinen Vorfahren, einen fiktiven Tango-Komponisten, drehen, stöbert in der Vergangenheit, entdeckt dabei seine und Anas Wurzeln – und heuert sie schließlich für die Recherche an. In deren Verlauf entdeckt Ana selbst, und wir mit ihr, die Geschichte des Tangos wie auch die Geschichte ihrer Familie, und beider Verwoben-Sein in dem Schicksal ihres Herkunftslandes Argentinien.

Kompliziert? Ja. Zu gekünstelt? Nicht unbedingt. Die Basis-Geschichte aus den ersten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts liest sich gefällig und sanft-nostalgisch wie durch den Schimmer sepiabrauner Fotos, während im Hintergrund eine kratzige Schrammeltango-Version läuft. Genau dieses Flair hätte sich der Roman bewahren sollen: keine angedeutete Weiterführung des Familienschicksals durch die Zeit der Militärdiktatur, vor allem, da die Autorin hier seltsam vage bleibt und den Schrecken nicht in Worte zu fassen vermag. Auch kein Gegenwartsbezug mit dem verschrobenen Pärchen aus arbeits- und motivationslosem Argentinier und tangotanzender und wahrheitssuchender französischen Argentinierin, die schwupps durch sein Auftauchen die verlorenen Wurzeln aufdeckt, noch rasch die Wirtschaftskrise im heutigen Argentinien miterlebt, bevor sie aufseufzend ihrem Herzenstanguero an die Brust fällt. Und auch der Tango – soviel über ihn und um ihn herum geschrieben wird – bleibt seltsam ungreifbar in diesem Buch, seine Faszination wird allenfalls indirekt spürbar.
Ein Leseerlebnis ist „Im Himmel Tango“ mit Sicherheit, und für verregnete Frühlingsnachmittage oder Sonntage, die dank geschwollener Füße im Bett verbracht werden müssen, ist er eine angenehme Begleitung. Den erweckten Erwartungen kann das Buch jedoch leider nicht gerecht werden – himmlisch ist diese Tangogeschichte nicht.

Erstveröffentlichung Tangokultur.info, April 2007
0Kommentar|7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. April 2007
Nach dem außergewöhnlichen Erlebnis "Mein Name ist Luz" von Elsa Osorio während meiner 1,5 Jahre in Argentinien, als aus den madres immer mehr die abuelas de mayo wurden, zu lesen, habe ich sehr hohe Erwartungen an dieses neue Buch der Autorin gestellt.

Beim Stöbern entdeckt, war mein erster Gedanke: Elsa Osorio- prima; Tango-nein, kein Buch für mich. Als Verweigerer typischer Touristenattraktionen habe ich in Argentinien keine einzige Tangovorstellung besucht, dem Tango war nur auf der Florida nicht zu entgehen.

Der Klappentext( Die junge Pariserin Ana setzt sich mit ihrem Geburtsland Argentinien auseinander, indem sie über die Geschichte des Tangos und ihrer Familie recherchiert...)und eine Leseprobe haben mich dann doch überzeugt; eine gute Story (?), die zudem noch Infos über den Tango liefert,da ich in diesem Bereich ja Nachholbedarf hatte.

Von den 500 Seiten des Buches geht es gerade auf ( geschätzten, nicht nachgezählten) 100 Seiten um Ana, leider nur als Rahmenhandlung, kaum Auseinandersetzung. Auf den ca. 400 verbleibenden Seiten wird die Geschichte der Familien von Ana und Luis erzählt.Um den Überblick über die Vielzahl von Familienmitgliedern zu behalten, ist zu Beginn des Buches eine Art Stammbaum skizziert.Leider nimmt dieser Handlungsschritte vorweg; man weiß von Anfang an, dass Juan Montes Rosa heiraten wird ( erst auf Seite 465!). Einzige Überraschung- warum es nicht zur geplanten Hochzeit von Franzisco und seiner verlobten Malena kommt.

Im Verlauf der Handlung begegnen einem sowohl eine Anzahl Personen der Zeitgeschichte,die heute in und um Buenos Aires als Straßennamen oder Bahnstationen existieren, als auch Plätze, Straßen, Viertel, die es wohl schon Ende des 19.Jahrhunderts gegeben haben muss.Wer Buenos Aires kennt, kann sich mit den Personen an diese Schauplätze begeben.( Wer Buenos Aires nicht kennt... ?)Außerdem wird- und hier verspricht der Klappentext nicht zu wenig- ein Teil der Geschichte Argentiniens erzählt. Zwei Gründe für mich, das Buch zu Ende zu lesen.

Was dieses Buch zu etwas ( positiv oder negativ- mag jeder für sich selbst entscheiden) Besonderem macht,sind die verschiedenen Erzählperspektiven.

Den größten Part übernimmt die Autorin selbst ( ungewöhnlicher Satzbau und zu viele "er", "ich", "sie" verhindern hin und wieder das flüssige Lesen/ Leseprobe aus dem spanischen Originaltext wäre interessant umzu sehen, ob es an der Übersetzung liegt); allerdings immer wieder mitten im Text unvermittelt vom "ich"-Erzähler(dem Tango!)unterbrochen. Die Familienmitglieder, die sich schon im Tangohimmel ( Titel !) befinden, werden- gottseidank kursiv gedruckt- immer wieder als erzählende Beobachter aktiv.

Ein starker Epilog mit Handlung im Dezember 2001 in Buenos Aires.

Alles in allem ein Buch für eine sicherlich eher kleinere Zielgruppe, das meiner Meinung nach nie unter den Bestsellern gelistet werden wird; was grundsätzlich nichts heißen will;denn ich wüsste nicht, wem ich dieses Buch empfehlen sollte, aber ich weiß jetzt etwas über die Geschichte des Tangos und war wieder in Buenos Aires.

Ich würde dem Buch lieber 2,5 Sterne geben; diese Möglichkeit stand leider nicht zur Auswahl.
0Kommentar|18 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. Juni 2011
Elsa Osorio erzählt in diesem Buch die Geschichte zweier Familien über mehrere Generationen hinweg. Was beide Familien verbindet sind Liebesbeziehungen und die Liebe zum Tango. Das Ganze wird erzählt in vielen, ständig wechselnden Handlungssträngen und Erzählperspektiven, sodass man im ersten Teil seine liebe Not hat, Zeiten, Personen und Schauplätze auseinander zu halten. Zumindest der gebundenen Ausgabe ist ein Stammbau beigefügt, den ich denn beim Lesen auch häufiger benutzt habe, was aber natürlich für die Spannung (bezüglich der Entwicklung der Liebesbeziehungen) nicht gerade förderlich war. Als besondere Würze hat die Autorin auch den bereits Gestorbenen Stimmen verliehen, die aus dem Tangohimmel zum Geschehen auf der Erde ihren Kommentar abgeben. Das war für meinen Geschmack zuviel des Guten, aber dass auch der Tango, gewissermaßen "personifiziert", seine Kommentare zum Geschehen abgibt, empfinde ich absolut als stilistischen Missgriff.- Die Autorin versäumt nicht, auch die wechselvolle Geschichte Argentiniens als "Background" in ihren Roman einfließen zu lassen. Da weckt sie an manchen Stellen Interesse, aber leider bleiben diese Einschübe rudimentär. Schade!- Was mir an diesem Buch gefallen hat, sind die zahlreichen Informationen über die gesellschaftliche Bedeutung des Tangos, die Darstellung einiger Charaktere und die atmosphärische Vermittlung der verschiedenen Schauplätze und Zeiten, deshalb auch 3 Sterne. Die Konstruktion des Romans finde ich eher misslungen, weil hier die Absicht zu deutlich wird, einen ungewöhnlichen Roman schreiben zu wollen. Trotzdem, wer sich sehr für den Tango interessiert, kommt zumindest stellenweise auf seine Kosten.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. März 2013
Gelesen direkt in Argentinien fand ich viele Orte im Buch wieder und das machte richtig Spass.Raffinierte Art mit Reflektionen zu spielen und so historische Details einzublenden.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden