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am 21. November 2009
Wahrlich keine leichte Kost, dieser Roman. Ein Mann besucht 1991 nach 25 Jahren erstmals wieder seine Geburtsstadt in Bosnien und stellt fest, dass nichts mehr so ist, wei es war. Zwar erscheint auf den ersten Blick die Stadt noch wie er sie in Erinnerung hatte, doch auf Schritt und Tritt begegnet Simon Mihailovic Menschen, Geräuschen und Gerüchen die ihn befremden. An unterschiedlichen Orten sucht er seine Vergangenheit auf und entdeckt Teile seiner eigenen und jener der jugoslawischen Identität. Gleichzeitig stört aber immer wieder der Terror des vor der Tür stehenden Jugoslawienkrieges das Gefühl von Beheimatung.

Der Autor schildert auf vielen verschiedenen Ebenen die Vielschichtigkeit der jugoslawischen Identität und das zerstörerische Wirken von Hass, Nationalismus und Krieg. Der Leser wird jedoch niemals mit dem erhobenen Zeigefinger belehrt, sondern er muss sich ständig zwischen Erinnerungspassagen und unterschiedlichen Erzählern hin- und herbewegen. Wer sich darauf einlässt, erfährt viele verschiedene Facetten von Wirklichkeit und Wahrheit. Eine Lektüre, die viel zu bieten hat, dem Leser aber auch den ständigen Wechsel der Perspektive abverlangt.
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am 8. Mai 2006
Ein junger Mann aus Bosnien hat es in den Westen geschafft, nach Deutschland, Medizin studiert, eine Journalistin geheiratet, und ist da geblieben. So banal beginnt der Roman. Nun gut, sagt man sich, warum soll es nicht klischeehaft anfangen, indem der Protagonist ausgerechnet 1968 auf einer Demonstration seine große Liebe kennenlernt und ausgerechnet 1991 durch eine Ehekrise veranlasst wird, erstmals wieder seine alte Heimat zu besuchen? Schließlich liest man ja einen bosnischen Roman, um etwas über Bosnien zu erfahren - was stört es da, wenn die deutsche Rahmenhandlung nur umrisshaft und simpel bleibt?

Und in der Tat wird der Leser in seinen Erwartungen nicht enttäuscht: Er erfährt etwas über Bosnien. Wie es dort aussieht, ist genau und eindringlich beschrieben. Und noch mehr: Auch, wie politische Redner dort ihre Ausführungen konstruieren, welche Tricks und Druckmittel Amtsinhaber anwenden, welche historischen Konflikte und Verwerfungen den heutigen innewohnen, erfährt man sehr genau, bis hin zu den schon von manchem Rezensenten gerühmten Ausführungen über die gesellschaftlich-politischen Dimensionen von Bartfrisuren. All das scheint mir präzise und differenziert zu sein (nachprüfen kann ich es mangels Landeskenntnis nicht), ist spannend zu lesen, teilweise sogar witzig und in seiner Haltung sehr sympathisch.

Aber die Handlung! Die billigen Gruseleffekte, mit denen in regelmäßigen Abständen etwas beängstigt Unerwartetes passiert - diese rätselhaft verschlossenen Türen, schaurigen nächtlichen Hundegesänge und in regelmäßigen Abständen auftauchenden blutigen Mordfälle können einem schon auf die Nerven gehen.

Lesen Sie dieses Buch, wenn Sie demnächst auf dem Balkan Urlaub machen wollen! Oder wenn in Ihrer Schule eine Projektwoche zum Jugoslawien-Krieg ansteht. Aber wenn Sie kopfüber in Literatur eintauchen, von der Kraft einer Erzählung gepackt werden wollen - dann greifen Sie lieber zu Orhan Pamuk!
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