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Kundenrezensionen

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am 13. August 2010
Die Stärke dieser Sammlung ist die Vielzahl der frühchristlichen Schriften. Sonst nur in Einzelausgaben oder gar nicht oder nicht mehr greifbar, haben die Herausgeber so weit ich sehe beinahe alles erfasst, was heute aus der frühchristlichen Zeit bekannt ist.

Die Übersetzungsprinzipien werden erläutert und sind sicher nicht jedermanns Sache, weil sie doch recht frei mit den Urschriften umgehen. Dafür ist alles gut und flüssig lesbar. Vielleicht sogar flüssiger und besser als im Original? An manchen Stellen klingt mir die Sprache einfach zu glatt modern.

Auch die Anordnung nach hypothetischer Entstehungszeit ist gewöhnunsbedürftig. Nun teile ich die Einschätzung von Berger/Nord teilweise, etwa die auch sonst immer häufiger vertretene Frühdatierung des Johannesevangeliums vor den anderen Evangelisten. Aber alles Datieren ist so stark hypothetisch, dass möglichst wenig Schlüsse daraus gezogen werden sollten. Aber damit kann man leben, und es hat auch seinen Reiz, die Schriften in vermuteter historische Folge lesen zu können. Zumindest zeigt es, wie wenig plausibel bisher sicher gemeinte Datierungsvorstellungen in diesem Bereich sind. Wie sollte auch eine anonyme Schrift ohne präzise Datumsangaben auf 5 Jahre genau datiert werden können????? Hier ist den Neutestamentlern des letzten Jahrhunderts wohl doch der historistische Übermut durchgegangen.

Die Kritik am Buch - es fehlen mir auch Querverweise und ausführliche Register - schmälert nicht seinen Wert. Es ist wirklich eine starke Ausgabe, die auch Leute lesen sollten, die in die so genannten Apokryphen allzuviel hinein spekulieren. Als Ergänzung empfiehlt sich von Berger Qumran: Funde - Texte - Geschichte, weil die Qumran-Texte den Zeithorizont erhellen.

Und mir persönlich geht es so, dass ich die Auswahl im Neuen Testament doch für eine weise Entscheidung der frühen Kirche halte.
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am 14. September 2009
Vorab: Ich schreibe diese Rezension als interessierter Laie.

Im Buch werden die meisten heute bekannten Texte des frühen Christentums in deutscher Übersetzung vorgestellt. Sie sind nach ihrem vermuteten Entstehenszeitpunkt geordnet, und mit kurzen erläuternden Vorworten ergänzt. Das Buch umfasst sowohl die kanonischen Texte des Neuen Testaments, als auch alle bekannten Apokryphen, sowie Versuche der Rekonstruktion von unbekannten Texten (Logienquelle).

Die Übersetzung ist ungewöhnlich, und das wird im Vorwort gut begründet. Was die beste Art sei, biblische Texte zu übersetzen, darüber kann ich kein kompetentes Urteil abgeben. Ich finde diese Übersetzung aber gut lesbar und verständlich, und ein paar Punkte werden deutlicher als in einer Luther- oder Elberfelder Übersetzung. Natürlich fliessen in diese Art der Übersetzung auch Interpretationen ein, die hinterfragbar sind. Als laie bin ich aber dankbar darüber, da sonst einiges für mich aus Mangel an historischem Wissen gar nicht verständlich wäre. Sehr dankbar bin ich den Übersetzer_innen, daß sie den unklaren und problematischen Begriff "Unzucht" vermieden haben, der heute noch in Elberfelder- und Luther-Übersetzungen verwendet wird. Das macht die Texte nicht nur für die heutige Zeit lesbarer, es befreit sie auch von ideologischem Ballast der Kirchengeschichte.
Viele Annahmen sowohl in der Übersetzung, als auch in Datierung und Rekonstruktion der Texte dürften in der wissenschaftlichen Gemeinschaft kontrovers sein, was die Autor_innen so auch benennen. Der Zweck dieses Buches ist es aber vor allem, all diese Texte in einer lesbaren Form vorzustellen, so gut es nach dem Stand der Forschung heute eben geht, es wendet sich nicht an theologische/historische Quellenforscher_innen.

Und eben das macht den Reiz des Buches aus. In der Darstellung werden kanonischen Bibeltexten und Apokryphen gleichberechtigt nebeneinander gestellt (wenn auch das Vorwort von einem Vorrang der kanonischen Texte spricht). Und das ist gut so. Er ermöglicht es, einen Überblick zu gewinnen über die frühchristliche Literatur im 1. und 2. Jahrhundert, bevor die die Kanonisierung dem Neuen Testament seine (fast) unveränderliche Gestalt gegeben hatte, die heute das Dogma aller Kirchen darstellt.

Wer die Absicht hat, das Neue Testament wieder einmal zu lesen, wird diese Sammlung mit großem Gewinn lesen können. Die Darstellung macht es leicht, die Gesamtheit der Texte von vorne bis hinten durchzulesen, und das lohnt sich. Die Apokryphen eröffen einen neuen Blick auf Gedanken, die im frühen Christentum diskutiert wurden, und die in der Kirchengeschichte teilweise verloren gegangen sind. Die Frage "Was hat Jesus wirklich gemeint" wird man natürlich nicht beantworten können, wenn anscheinend nicht mal die Apostel sich darüber einig waren, um so weniger als Leser_in in der heutigen Zeit. Aber diese Zusammenstellung eröffnet doch viele Gedanken jenseits der Kanonisierung, und ermöglicht einen freien Blick auf die biblischen Texte, der unverstellt von kirchlicher Dogmatik ist.

Sehr lesenswert!
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am 1. Juli 2009
Die Übersetzer präsentieren in diesem umfangreichen Werk (weit über 1000 Seiten!) eine beeindruckend große Auswahl frühchristlicher Schriften einschließlich aller Schriften des Neuen Testaments, geordnet nach dem scheinbar einleuchtenden, in Wirklichkeit aber undurchführbaren Prinzip der Entstehungszeit. Erschwerend kommt hinzu, dass Klaus Berger bei etlichen Datierungen vom Forschungskonsens stark abweichende Positionen vertritt. Das ist zwar an sich erfrischend und anregend, vom Zielpublikum des Buches aber in der Regel kaum überprüfbar.
Die Verlässlichkeit der Übersetzungen ist insgesamt recht unterschiedlich. Die des Thomasevangeliums etwa ist akzeptabel, auch wenn das interpretierende Element den Wortlaut des Textes gelegentlich allzusehr überlagert (ein generelles Problem der Berger/Nordschen Übersetzung); bei der Schrift 'Die Interpretation der Gnosis' z.B. ergibt das von Berger/Nord gewählte Übersetzungsverfahren zwar einen flüssig lesbaren Text, der mit der Vorlage allerdings nur noch entfernte Ähnlichkeit hat. Kurios ist auch, dass die von Berger/Nord verfochtene Übersetzungstheorie als grundstürzend neu ausgegeben wird, als habe es ähnliche (und bessere) Versuche nicht längst gegeben (Ist Sexgier wirklich besser als Begierde?). Ein wirkliches Ärgernis sind die Literaturangaben, die oft veraltete Literatur oder unzulängliche Übersetzungen aufführen, etliche neuere Standardwerke dagegen ohne ersichtlichen Grund ignorieren. Absolut positiv ist, dass man zu einem wirklich günstigen Preis eine beeindruckend große Auswahl frühchristlicher Literatur erhält, auch wenn z.B. die Jakobusschriften aus Nag Hammadi ohne ersichtlichen Grund fehlen.
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am 15. Juni 2016
Will ich diskutieren oder debattieren? Nein - ich will diese Texte lesen, will sie ergründen und verstehen, will im Heute nach diesem Geist leben. Dabei hilft mir dieses Buch - danke.
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am 17. Juni 2015
Wer sich für die Entstehung des Christentums aus seinen Anfängen interessiert,
wer wissen will, was die ersten christlichen Generationen glaubten und woran sie sich orientierten,
wer auch außerhalb des Kanons Heilige Texte entdecken will,
wer sich auch dafür interessiert, auf welche Texte etwa der Koran antwortet,
kurz: wer noch einmal gegen den Strom lesen möchte, um näher an das Quellwasser zu gelangen,
der oder die ist aufgerufen, diese Sammlung aufzuschlagen. Die chronologische Ordnung von 2 Joh (50 n. Chr.) bis zu mir bislang unbekannten Christushymnen und einem Hochzeitslied (vor 200 n.Chr.) erhöht den Reiz der Lektüre beträchtlich, auch wenn es bei einzelnen Datierungen immer Gegenmeinungen geben wird. Dass es sich insgesamt auch um eine übersetzerische Großtat handelt, macht dieses Buch zu einer Fundgrube, zu einem Schatz.
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am 23. Februar 2013
Ich bin sehr zufrieden mit diesem Buch. Die frühchristenlichen Schriften, die man sonst so nicht bekommen kann befinden sich in diesem Buch mit einer Übersetzung des NT die sich nicht streng an die Übersetzung der griechischen Schrift ausrichtet sondern volktümlicher ist. Der Preis ist o.k.
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am 13. August 2015
Es ist immer ein Balance-Akt, Texte aus einer Zeit vor 2000 Jahren in unsere Sprache zu übersetzen.
Die Gradwanderung zwischen Interpretation und Texttreue.
Da ich fachlich nicht kompetent bin, darüber zu urteilen, möchte ich nur sagen, dass die Texte in einer Sprache verfasst sind, wie wir sie heute sprechen, was vielen Menschen, für die die Luther'sche Sprache ebenso fremd geworden ist wie Latein oder Altgriechisch, den Zugang zu den Texten erleichtern wird.

Für zusätzlichen Zugang und Verständnis sorgen die durchgehenden Kommentare der Autoren.
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am 15. Februar 2008
In der Buchhandlung fiel mir Bergers Übersetzung in die Hände. Einige Stellen aus den Römerbriefen kann ich im Original auswendig (ich hatte Griechisch auf der Schule) und wollte mir anschauen, was Berger so übersetzt. Was soll ich sagen, ich habe die Stellen nur mit Mühe gefunden. Warum? Berger übersetzt (und ergänzt!) derart frei - und das ohne erklärende Hinweise - , dass vom Original so gut wie nichts mehr zu erkennen ist. Es scheint sich weniger um eine Übersetzung, als vielmehr um eine Interpretation zu handeln, ohne dass der Autor das an den betreffenden Stellen kenntlich macht.

Luther ist wesentlich näher am Original!
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am 17. Juni 2012
Die von Berger und Nord vorgelegte Übersetzung ist sehr griffig und verständlich, so dass man auch Paulusbriefe lesen und direkt beim Lesen schon sehr viel "mitnehmen" kann. Die Einbettung der ntl. Schriften in die frühchristlichen Schriften, aus denen der Kanon des NT zumindest teilweise entnommen wurde, ist hilfreich und anregend. Rundum gelungen!
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am 14. November 2015
1/10 habe ich gelesen, komme aber nicht dazu es in ruhe zu lesen, da mich andere Sachen zur Zeit beschäftigen; Aber ein Meisterstück. Es wird schön erzählt und das kann man auch nachvollziehen was geschrieben würde, so sollte auch ein Buch sein!
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