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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mein Buch für die einsame Insel, 10. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Sämtliche Gedichte und Balladen (Gebundene Ausgabe)
Ich kann leider nicht mit solch ausführlicher Rezension dienen, wie meine beiden Vorredner.
Ich liebe einfach nur Gedichte und Balladen, insbesondere Friedrich Schiller und dieses Buch ist perfekt für mich. Trotz meiner größeren Sammlung an Balladen und Gedichtbänden ist dies mein absoluter Favorit. Ich finde mich darin gut zurecht, kann immer wieder darin schmökern und wenn ich ein Buch auf eine einsame Insel mitnehmen dürfte wäre es vermutlich dieses.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen " ... fühle den Gott, den du denkst" (Schiller, Das eigene Ideal), (vom 6. Mai 2007), 20. September 2009
Von 
kpoac - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sämtliche Gedichte und Balladen (Gebundene Ausgabe)
"Aber das Glückliche siehst du nicht, das Schöne nicht werden, Fertig von Ewigkeit her steht es vollendet vor dir." Das Glück, so von Schiller gedacht ist nun neu erschienen. Die Jubiläumsausgabe zu einem Jubiläumspreis zeigt Schiller in seinem dichterisches Wirken und liegt nun vollendet vor.

Schillers (1759-1805) kurzes Leben ist voll von Gedanken, Ideen, Taten und Doktorwürden. Gleich drei Promotionen nennt er sein eigen, die Medizin sein eigentliches Element. Die Dichtung, ob Balladen, Poesie oder die bravourösen Stücke, Schiller ist aus dem Leben des Schönen, des Idealen, des Ästhetischen nicht wegzudenken, und doch gibt es ihn nicht mehr im Kanon der Werterhaltung deutschen Kulturgutes. Zu Gunsten der Halbbildung (Adorno) ist er offensichtlich (außer in 2005) entfallen. Umso mehr verdient er, nun 202 Jahre nach seinem Tod, eine neue Beachtung.
Schiller zählt zu den bekanntesten deutschen Dichtern. Seine frühe Schaffensphase ist in der Zeit des Sturms und Drangs. Die Zeit der Weimarer Klassik (ca. 1794-1805), als Goethe und Schiller, gewissermaßen im befreundeten Wettstreit, ihre Meisterwerke schrieben, gilt als Höhepunkt der idealistischen Dichtung. 1797 war Schillers Jahr der Balladen, die Bewunderung all des Griechischen (Kassandra, Ibycus, Zerstörung von Troja, u. a.) verband ihn mit Hölderlin. In seinem Geburtsjahr erschien Voltaires lesenwerter Candide, 30 Jahre später wurde Frankreich revolutioniert, der Dreiklang jener Formel taucht in seinen Gedichten häufig auf. Weitere 10 Jahre später, genau am 18. Brumaire des Revolutionskalenders (9.11.1799) erklärte Napoleon "den Roman der Revolution" für beendet. Deutschlands Sonderweg wurde begleitet, auch mit Einfluss auf Schiller, von den Philosophen Schelling, Fichte, Kant. Fichte, der den Triumphzug des Ichs etablierte, übte nachhaltig Einfluss, sind doch Wahrheit, seliges Leben und Würde die Themen, die auch Schiller nahe liegen. "Zu was besserem sind wir geboren" schreibt der Dichter in "Hoffnung". Letztendlich ist es die Fichtesche "Bestimmung des Menschen", die sich im Werk Schillers spiegelt; wie auch Schellings "Wollen ist Ursein", dessen Schriften zur Freiheit, den Freiheitsdichter beeinflussten. So feiert die eingebildete Freiheit im Don Carlos, im Wallenstein auch im "Lied der Glocke" ihre Bestimmung. Hier erfasst man das richtige Leben im falschen. Wo das Bürgertum im Anmarsch war, bezahlt durch politischen Gehorsam, wurde die Moderne zum erfüllten Lebenstraum ("denn das Auge des Gesetztes wacht. [...] Heil'ge Ordnung, [...] die das Gleiche / Frei und leicht und freudig bindet"), der Bezug zum erfüllten Ich auf saturierter Lebensfahrt war genug Gegenpol zum bösen Außen ("Durchmißt die Welt am Wanderstabe"). Nichts konnte einem Schaden, war doch die innere Welt die beste aller möglichen. "Und was die innere Stimme spricht, / Das täuscht die hoffende Seele nicht". Die Wirklichkeit wurde ins Ich verlagert und von dort zur Freiheit, Schönheit, Ästhetik. Quasi ein Überlebengedanke der Deutschen.

Ein weiterer Schiller ist der Schiller der Liebesdichtung. Die Laura-Oden (Petrarca etablierte Laura als poetische Metapher), entstanden 1781, sind ein Wunderwerk jugendlichen unendlichen Sehnens und doch finden sie nicht die Tiefe. Was er lehrte ist Atem holen, denn wenn man die Trochäen lostrommelt (Walser), ist nirgends mehr halten: "Laura! Welt und Himmel weggeronnen / Wähn ich - mich in Himmelsmaienlicht zu sonnen / Wenn dein Blick in meine Blicke flimmt". Doch Liebe ist bei Schiller eher geistige Gemeinschaft, weder körperliche noch sinnliche Erfüllung, das Klavier bei Laura wirkt wie ein Accessoire, ein Ort der keuschen Glückseligkeit. Amalia im Garten: "Stürzten, flogen, rasten Geist und Geist zusammen, / Lippen, Wangen brannten, zitterten, - / Seele rann in Seele - Erd und Himmel schwammen / Wie zerronnen um die Liebenden".

Schiller sucht die Synchronisation mit dem Leser, wenn er diesem sein eigens Ich verändert; von dem, "der seine Pflichten denkt", hin zu dem, der "Des Olympos Harmonien empfangen / [...] und die Göttin mit dem Rosenwangen / Reicht ihm lächelnd den Pokal". Zehn Jahre nach der Revolution, "die das Wichtige wie das Geringe, das Edle wie das Gemeine in einen Untergang mit sich fortreißt" sucht er eben den Sinn nicht mehr draußen sondern im Inneren des Menschen. "Die Worte des Wahns" enden mit genau dieser Geburt der Idee im Menschen, dem platonischem Schönen und Idealen: "Was kein Ohr vernahm, was die Augen nicht sahn, / es ist dennoch das Schöne, das Wahre! / Es ist nicht draußen, da sucht es der Tor, / Es ist in dir, du bringst es ewig hervor." Und doch macht er das Schöne zur flüchtigen Größe, wenn er in "Nänie" beginnt: "Auch das Schöne muss sterben."

Der Dichter des Tabulae Votivae, "Man liebt was man hat, man begehrt, was man nicht hat, nur das reiche Gemüt liebt, das arme begehrt" findet in seiner hellenistischen Idealisierung Hilfe bei Platon, der in seinem Symposion / Phaidros beredt Sokrates zwischen Liebe und Begierde unterscheiden ließ.

Schiller und Goethe muss man nicht nur wegen der Xenien, die auch hier aufgeführt sind, betrachten. Goethe, der Meister der sprachlichen, nahezu ovidschen Mehrdeutigkeit, der Erreger ureigenster Phantasien trifft auf einen Schiller, der Klarheit zum Ideal erklärt. "Frisch auf! Eh noch der Geist verdüftet" ist Schillers Denken, hier gibt es kein Versäumen, nur Sein, kein Wachsen und Werden in der Zeitlosigkeit eines Goethes. Auch wenn die Laura-Oden hohe Ähnlichkeit verheißen, ist Goethe immer einen Schritt weiter im Sphärischen. Schiller präsentiert wenn man so will Vorgedachtes, Goethe schwimmt, lässt entfalten und doch haben sie in ihren Xenien beste Gemeinsamkeit gezeigt. Gäbe es nur die Xenien, wären die Regale voll nach der Marx/Engels Variante. Doch nicht nur hier zeigt sich Gemeinsames. So wie die Faustsche Formel: "Verweile doch!" dem Augenblicke alle Präferenzen gibt, so entfaltet auch Schiller ein Sehnen im wunderbar phantastischen Satz, "Auch ich war in Arkadien geboren [...] und in seinem Gedicht "Resignation" findet man Faustsche Entsprechung im letzten berühmten Satz: "Was man von der Minute ausgeschlagen / gibt keine Ewigkeit zurück".

Schiller und Goethe verband eben ein gewisser Liebeshass. Goethe in der Positur des spröden Schönen schrieb in einem Brief an Schiller: "Wieviel vorteilhafter ist es, sich in anderen als sich selbst zu bespiegeln", wohl wissend, keinen helleren Kopf seinen Freund nennen zu dürfen. Und es ist Schiller, dem Goethe den "Wilhelm Meister" Stück für Stück als erster anvertraute und Schiller voll Lobes schrieb zurück: "Wie lebhaft habe ich bei dieser Gelegenheit erfahren, dass das Vortreffliche eine Macht ist, dass es auf selbstsüchtige Gemüter auch nur als eine Macht wirken kann, dass es dem Vortrefflichen gegenüber keine Freiheit gibt als die Liebe". Safranski entdeckte diesen Schillersatz in Goethes "Die Wahlverwandtschaften" wieder. Das Vortreffliche und die Liebe im Gegenbeweis.

Schiller - ein Resümee? Schiller ist unausgeschöpft! Das Schöne zu erkennen verleiht Flügel, wusste schon Platon. Was ist Freiheit? Was ist Spiel, was der Mensch, was die Ästhetik? Seine Aufsätze zeigten schon die Fragen der Hirnforschung in Verbindung zur Willensfreiheit, er kannte den Streit um die Kulturen. Aber er ist Deutsch im strengsten Sinne, er ist polarisierend was die Bestimmung der Geschlechter angeht. Ihn ficht keine Emanzipation. Seine Helden haben sich dennoch mit den Überwindenswerten herumgeschlagen, zu Gunsten der Freiheit, des Schönen. Nur seine Johanna dreht sich stumm aus der Menge illegitim Werdender heraus, sie wendet sich dem Volk zu, der Zukunft.
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5.0 von 5 Sternen Alles drin !, 16. Januar 2013
Von 
Füller Ursula "UFW" (Westerheim ,Badenwürttemberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sämtliche Gedichte und Balladen (Gebundene Ausgabe)
Das Buch beinhaltet alles, was man von Friedrich von Schiller kennt..Die Bürgschaft, Ring des Polykrates, der Taucher, und die Glocke, alles ist da.
Ich brauche das Buch allerdings um ein kleines Verbrechen an Herrn Schiller zu begehen und eines seiner Gedichte oder eine Ballade auf die Arbeitsstelle und den Dienst umzuschreiben.Sorry Herr Schiller !!.
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5.0 von 5 Sternen Gedichte und Balladen von Schiller, 30. Januar 2013
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Rezension bezieht sich auf: Sämtliche Gedichte und Balladen (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch war für mich ein Glücksgriff,denn es enthällt alles,was man von einem Gedichtband erwarten kann.
Es ist sehr zu empfehlen
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Sämtliche Gedichte und Balladen
Sämtliche Gedichte und Balladen von Friedrich Schiller (Gebundene Ausgabe - 25. Mai 2005)
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