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Kundenrezensionen

4,8 von 5 Sternen20
4,8 von 5 Sternen
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am 17. Oktober 2003
Ich habe das Buch auf verschiedene Weisen lieben gelernt. Zunächst einmal ist da seine Form: Das Buch ist stoffgebunden, die Seiten sind hauchdünn und zerbrechlich - kostbar. Man blättert leise und lieb in dem Buch, gerade so, wie Rilke es getan haben würde.
Und dann enthält diese Sammlung natürlich sämtliche Gedichte Rilkes, von seinem "Buch der Bilder" über die "Duineser Elegien", aber auch einzelne Gedichte, die Lou Andreas Salome, Hans Carossa oder anderen seiner Zeitgenossen gewidmet sind. Für alle, die gerne in Gedichten blättern, die gerne nachschlagen, die gerne abends einmal leise hier und da - auch unbekanntere Gedichte Rilkes - nachlesen wollen, für die ist dieses Buch ein Geschenk.
Chronologisch geordnet eröffnen seine Werke dem Leser zugleich auch Rilkes Entwicklung - von ersten, zarten, suchenden Versen, zu den gewaltigen Worten seiner späten Elegien. Ich liebe dieses kleine Buch sehr - es passt in eine Hand.
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am 12. August 1999
Robert Musil hat über Rilke gesagt, er habe als erster die deutsche Lyrik volkommen gemacht. Andere, wie z.B. Brecht, standen dem Lyriker kritischer gegenüber und warfen ihm vor, sich im Elfenbeinturm seiner Kunst verloren zu haben. Ich finde, daß die Gedichte tatsächlich oft an der Grenze zum Kitsch kratzen (man denke an den melodramatischen „letzten Abend", wo die Frau vor Abschiedsschmerz allzu schwer zu kämpfen hat mit „des Herzens drängenden Geklopf". Aber trotzdem würde ich Musils Begeisterung zustimmen, denn das Erhabene ist eben tatsäechlich nur einen Schritt entfernt vom Lächerlichen, wie Napoleon gesagt hat. Und Erhabenes findet sich eben auch in dem besagten Gedicht. Wie Rilke die melodramatische Atmosphäre mit ein paar Worten heraufbeschwört, das läßt jede Kritik verstummen. Es muß sich eben jeder seine eigene Meinung bilden. Aber für diejenigen, die Rilke überhaupt nicht kitschig finden oder über gewisse Stellen hinwegsehen, ist das Buch ein muß. Bevor man sich zaghaft Band für Band zusammenkauft, sollte man lieber den Mut fassen zu einer Investition von guten dreissig Mark. Dieser Band ist das Geld wirklich wert, nicht nur wegen seines Inhaltes. Er ist schlicht und schön, ungeheuer Kompakt mit seinen dünnen Seiten und überall hin leicht mitzunehmen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 4. September 2007
Wenn ich nur ein Buch auf eine einsame Insel mitnehmen dürfte, wäre es dieses.

Dieser Mann war ohne Frage begnadet! Ich kenne keinen anderen Dichter, der es wie Rilke verstanden hat, die deutsche Sprache zur Perfektion zu bringen und mit seinen Worten sprachliche Schönheit, Weisheit und Demut zu einem vollkommenen Kunstwerk zu vereinen.

Diese Sammlung seiner Werke ist mir so lieb geworden, dass ich sie immer bei mir habe, wenn ich auf Reisen gehe. Egal, welche Seite man aufschlägt, jedes Gedicht malt ein Bild vom Leben (oder auch Tod) mit so vielen Facetten, dass ich selten mehr als eines lesen kann... weil sie so so intensiv sind und doch so leise in der Sprache.

Die edle Aufmachung des Buches ist dem Inhalt sehr angemessen. Es ist in goldgeprägtes Leinen gebunden, handlich und kompakt, was es zu einem perfekten Begleiter macht... es passt sogar in die Jackentasche.

5 Sterne in Hochpotenz!
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am 27. Januar 2010
Mit dieser sehr preisgünstigen in Leinen gebundenen Dünndruckausgabe legt der Insel-Verlag eine vollständige Ausgabe des lyrischen Werkes von Rainer Maria Rilke vor. Für die Liebhaber der Gedichte von Rilke ist das Buch eine ansprechende und schöne Gesamtausgabe, für diejenigen, die nur einige seiner bekanntesten Gedichte kennen und lieben, ist das Buch die Möglichkeit, auch andere lyrische Werke aus einem riesigen Schatz von Gedichten zwischen 1884 und 1926 kennen zu lernen.

Eine ausführliche Zeittafel verschafft einen schnellen Überblick über Rilkes Leben und Werk, das man sich aber dennoch durch eine entsprechende Biographie vergegenwärtigen sollte, zum Beispiel durch das großartige Werk von Ralph Freedman, Rainer Maria Rilke, ebenfalls bei Insel erschienen. Ein Register der Gedichtanfänge und Überschriften hilft beim schnellen Auffinden der entsprechenden Gedichte in einem nahezu 900 Seiten umfassenden Dünndruckband.

Das Buch eignet sich hervorragend als Geschenk für alle Anlässe an Menschen, die Gedichte mögen.
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am 9. Juli 2013
In dieser schönen, stoffgebundenen Ausgabe des Insel-Verlages sind sämmtliche Gedichte des in Prag geborenen Dichters Rainer Maria Rilke (1875-1926) enthalten. Über die zu irdischen Daseinszeiten veröffentlichten Gedichte etwas Neues zu sagen, ist kaum möglich. Jeder Gedichtefreund kennt Verse wie etwa "Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr" (aus: "Herbsttag") oder "dass wir nicht sehr verlässlich zu Haus sind in der gedeuteten Welt" (aus: "Duineser Elegien"; Nr. I) oder "Nicht ist die Liebe gelernt, und was im Tod uns entfernt, ist nicht entschleiert" (aus: "Sonette an Orpheus"; Nr. XIX). Stets durchatmet das Lied der warmherzigen Besinnung auf Vergänglichkeit und Vergangenheit des Irdischen die leisen, melodischen Wortfolgen des Dichters.
Aber wer kennt Rilkes Gedichte von vor 1900 oder die "Christus-Visionen" aus dem Nachlasse? Eine erste Probe aus dem Jahre 1896 ("Traumgekrönt", Nr. V):

"Die Rose hier, die gelbe,
gab gestern mir der Knab;
heut trag ich sie, die selbe,
hin auf sein frisches Grab.

An ihren Blättern lehnen
noch lichte Tröpfchen, schau!
Nur heute sind es Tränen, -
und gestern war es Tau."

Bei dem gerade 25-jährigen Rilke ist alles für die Dichtkunst formal Erforderliche schon da: die Symbolik für Jugend und Lebensliebe und die „leicht“ scheinende Technik, dies auf schmalstem Versenraume mit dem als "Tod" gedeuteten Sterben in den selben Atem zu hauchen. Und aus der Christus-Visionen erstem Teile (1896/97):

Die kleine Anna „staunt ihn an:
die Augen des Fremden sind ihr nicht fremd,
Und es überkommt sie ein großes Vertrau’n.
Ihr ist: als wär sie lang krank gewesen,
hätt’ müssen zur dumpfigen Decke nur schau’n
und dürfte des lachenden Blicks Genesen
zum Himmel nun heben, (…)“

Der Christus als „Der Narr“; eine moderne Idee. Eine wieder moderne Idee (wieder, nachdem schon Paulus sich als Diener Christi als „Narr“ unter „Klugen“ wusste) unter einer Menschenmehrheit, die es als "vernünftig" erachtet zu denken, von Arbeit oder Geld könne man „leben“. Aber die Vertrautheit dieses „Narren“ mit dem eigenen Innersten weist in eine bemerkenswerte Richtung: der Christus ist kein Fremder, doch von irgend innerlich her bekannt, sodass er zu erkennen ist. Doch so weit gelangte Rilke nicht. Er blieb ein durch seine Welt Reisender ohne Frieden in Christo zu finden. "Unruhig ist unser Herz, bis es ruhet in dir", bekannte Augustinus der LIEBE in seinen "Confessiones"; Rilke fand solche Liebe nicht. Als seine letzten Erdenworte aber (wenn auch nicht als die calendarisch letzten) möge folgende Zusammenkunft gelten: „Bleiben ist nirgends.“ („Duineser Elegien“; Nr. I), doch

„alles Vollendete fällt
heim zum Uralten“ („Sonette an Orpheus“, Nr. XIX).
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TOP 500 REZENSENTam 27. November 2011
"Das ist die Sehnsucht: wohnen im Gewoge
und keine Heimat haben in der Zeit.
Und das sind Wünsche: leise Dialoge
täglicher Stunden mit der Ewigkeit.

Und das ist Leben. Bis aus einem Gestern
die einsamste Stunde steigt,
die, anders lächelnd als die andern Schwestern,
dem Ewigen entgegenschweigt."

Rainer Maria Rilke geborgen 1875, gestorben 1926, gehört zu den eigenwilligsten, schönsten und herausragendsten Lyrikern der deutschen Sprache. Obwohl in allen seinen Werken das "ewig Wehende" steckt, hat er dieses schöne und wunderliche Gefühl auf ein großes, faszinierendes Spektrum ausgeweitet und es immer wieder symbolisch, hermetisch oder romantisch inszeniert.

"Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,
aber versuchen will ich ihn.

Ich kreise um Gott, um den uralten Turm
und ich kreise jahrtausendelang;
und ich weiß noch nicht: bin ich ein Falke, ein Sturm
oder ein großer Gesang."

Dies Gedicht stammt aus dem Das Stundenbuch, dem, wie ich finde, lyrisch vollkommensten Gedichtband Rilkes. Allerdings geht es mir bei Rilke so, dass beinahe jedes Gedicht schön ist; wundervoll auch die Schönheit der Duineser Elegien, mystisch erhaben die Sonette an Orpheus (siehe Gedicht am Ende) und vollkommen der tief und tiefer schauende, erfassende Symbolismus der Neuen Gedichte (z.B. Der Panther). Ich empfehle daher entweder die Zweitausendeinsausgabe der Werke, wo sogar noch die Prosa enthalten ist oder eben diese Insel-Ausgabe hier.

"Ich bin derselbe noch, der kniete
vor dir in alterndem Gewand:
der tiefe dienende Levite,
den du erfüllt, der dich erfand.
Die Stimme einer stillen Zelle,
an der die Welt vorüberweht,
' und du bist immer noch die Welle,
die über alle Dinge geht."

Ansonsten verweise ich noch auf meine Rezensionen bei den einzelnen Bänden, hier aufgeführt und der Chronologie der Werke folgend: Erste Gedichte,Mir zur Feier, "Stundenbuch", Das Buch der Bilder,Neue Gedichte,Duineser Elegien. Die Sonette an Orpheus, außerdem noch die kleineren Bände "Das Marien-Leben" und "Requiem", die zwischen den Neuen Gedichten und den Elegien angesiedelt sind.

"Stiller Freund der vielen Fernen, fühle,
wie dein Atem noch den Raum vermehrt.
Im Gebälk der finstern Glockenstühle
laß dich läuten. Das, was an dir zehrt,

wird ein Starkes über dieser Nahrung.
Geh in der Verwandlung aus und ein.
Was ist deine leidendste Erfahrung?
Ist dir Trinken bitter, werde Wein.

Sei in dieser Nacht aus Übermaß
Zauberkraft am Kreuzweg deiner Sinne,
ihrer seltsamen Begegnung Sinn.

Und wenn dich das Irdische vergaß,
zu der stillen Erde sag: Ich rinne.
Zu dem raschen Wasser sprich: Ich bin."
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am 31. Mai 2009
Der Preis ist ausgezeichnet für eine Gesamtausgabe von Rilkes Dichterwerk.
Ich möchte den zweiten Teil hier besonders hervorheben:

Der zweite Teil der Sonettsammlung beginnt mit der Hinwendung an Atem und Luft (Atem, du unsichtbares Gedicht! " .... Erkennst du mich, Luft,... "), gefolgt von drei Sonetten, die sich mit dem Themenbereich Mädchen, Spiegel, Einhorn beschäftigen. Diese drei Elemente treffen in den Legenden um das Einhorn zusammen, denn diesem Fabeltier wird ein besonderes Vertrauen zu Jungfrauen nachgesagt. Dieses Vertrauen soll so weit gehen, dass sich eine Jungfrau nur an den Rand eines Einhornwaldes setzen muss, wenn sie einem Einhorn begegnen will. Das Tier kommt, sobald es die Jungfrau wahrgenommen hat, aus dem Wald heraus, legt sich neben sie, bettet seinen Kopf in ihren Schoß und schläft ein. Der Spiegel wiederum steht für die Eitelkeit des Einhorns, das sich selbst gern im Spiegel betrachtet. Aus diesem Grund verfügen auch alle Einhornwälder über einen See, in dem sich das Tier spiegeln kann. Ebenso geht die Kunde, das Einhorn sei nur in einem Spiegel zu sehen, den ihm eine Jungfrau vorhält; die Jungfrau, als Symbol der Reinheit, wird in diesem Fall gleichgesetzt mit einem zweiten Spiegel.

Das Motiv des Einhorns erscheint bereits in einem gleichnamigen Gedicht (Neue Gedichte, 1907) und in den Wandteppichen, anhand derer in den Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge" das Wesen Abelones beschrieben wird.

Das dreizehnte Sonett, wie das vorhergehende durch Imperative strukturiert, spielt mit Gegensätzen und Paradoxien (Sei allem Abschied voran, als wäre er hinter dir,...") und expliziert das Eurydike-Motiv (Sei immer tot in Eurydike -). Die für den Menschen fast unerfüllbare Forderung lautet hier: Sei - und wisse zugleich des Nicht-Seins Bedingung."

Die Tänzerin - Wera - scheint im zweiten Teil in den Sonetten 18 und 28. Während sich das achtzehnte Sonett aus rein menschlich-irdischer Perspektive um Trost bemüht und das Bleibende hervorhebt (... er trug, dein Baum der Ekstase, ...ist nicht die Zeichnung geblieben, ...), beschreibt das vorletzte Sonett die Tänzerin auch bereits als Teil der göttlich-orphischen Welt (O komm und geh. Du, fast noch Kind, ergänze/für einen Augenblick die Tanzfigur/zum reinen Sternbild ...")
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am 16. November 2013
Ein schön gebundenes Hardcover. Die chronologische Reihenfolge der Gedichte lässt den Werdegang des Dichters verfolgen. - Die Zeittafel gibt einen Überblick über die wichtigen Stationen im Leben des Dichters. - Das alphabetische Verzeichnis der Gedichte erleichtert es, bestimmte Gedichte schnell und problemlos zu finden. - Ganz toll!
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am 8. Januar 2007
Dieser liebevoll gestaltete band gibt chronologisch alle Gedichte und Gedichtreihen(wie"Buch der bilder","Sonette an orpheus","Duineser Elegien")wieder.(einschl.der lange zurückgehaltenen erotischen späten...)

"Wie soll ich meine Seele halten",wenn ich in diesen lyrischen Gedichten,ja Gerichten lese,schwelge,reise?

Engel in jeder gestalt und Wirkung,Liebe in Innigkeit und drohendem Verlust,Einsamkeit,Rückzug,Glück,Unglück,Sehnsucht---kein Gefühl,kein "Sein",welchers nicht angeführt-nicht berührt.

Ein Buch nicht für jede situation,aber für immer und alle (Lebens)Lagen...Toll.
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am 18. Juni 2001
Rilke gehört zweifelsfrei mit zu den Besten, was man in deutschsprachiger Lyrik je gefunden hat. Nur verfehlt man ihn -und dies tun außnahmslos alle seine Kritiker- sofern man in ihm "nur" den Dichter und Lyriker sucht. Rilkes Werk läßt tiefe innere Schau erkennen, wenn man ihn mit dem "Herzen" liest. Er ist weniger unter die Dichter einzureihen als viel mehr unter die Mystiker.
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