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5.0 von 5 Sternen Erweitert den Horizont...
Dieses Buch behandelt (wie der Untertitel sagt) Formen, Störungen und Paradoxien der menschlichen Kommunikation, allerdings, um es gleich vorwegzunehmen, in sehr theoretischer Form. Zahlreiche Aspekte und Ebenen der Kommunikation werden beleuchtet. Zunächst werden die aufgestellten Axiome völlig abstrakt und theoretisch, also quasi in ihrer Urform,...
Veröffentlicht am 4. März 2008 von JM

versus
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Inhaltsreich, aber schwer zu lesen
Wer die populären Bücher von Paul Watzlawick kennt, zum Beispiel die vorzügliche Anleitung zum Unglücklichsein, geht mit hohen Erwartungen an dieses Standardwerk der Kommunikation heran. Allerdings verrät schon der erste Satz, dass es hier nicht um die Unterhaltung des Lesers, sondern um das Vermitteln von Fakten geht: "Dieses Buch handelt von den...
Veröffentlicht am 22. Dezember 2009 von Michael Schneider


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36 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erweitert den Horizont..., 4. März 2008
Dieses Buch behandelt (wie der Untertitel sagt) Formen, Störungen und Paradoxien der menschlichen Kommunikation, allerdings, um es gleich vorwegzunehmen, in sehr theoretischer Form. Zahlreiche Aspekte und Ebenen der Kommunikation werden beleuchtet. Zunächst werden die aufgestellten Axiome völlig abstrakt und theoretisch, also quasi in ihrer Urform, dargestellt; die Darstellung grenzt schon fast an Mathematik, zur Beschreibung der Kommunikation werden tatsächlich Variablen und mathematische Operatoren verwendet.
Der von der Mathematik gezeichnete und abgeschreckte Leser soll allerdings deswegen nicht zurückschrecken. Die Mathematik kann Dinge tatsächlich sehr klar und unmissverständlich veranschaulichen. Außerdem werden alle Phänomene der Kommunikation auch verbal beschrieben und später durch praxisnahe Beispiele und Einzelfälle untermalt. Ferner werden die Ideen durch interessante Auszüge aus literarischen, philosophischen und wissenschaftlichen Texten veranschaulicht.

Kurz zum Inhalt: Zuerst legt das Buch allgemeine Axiome der menschlichen Kommunikation dar, stellt also in theoretischer Form dar, wie Kommunikation eigentlich verlaufen sollte. Anschließend kommt es zur gestörten Kommunikation, also dazu, wie es leider in der Realität viel häufiger der Fall ist, weiter zu Organisationsform menschlicher Kommunikation, zur Veranschaulichung der Theorie anhand des Theaterstücks "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" , zu Paradoxien und abschließend zum Existentialismus, der mit der Kommunikation eng verknüpft ist.
In der Praxis wird der Leser das Wissen leider allzu schnell vergessen, zumal es, der Natur der menschlichen Kommunikation entsprechend, sehr komplex ist. Allerdings gewährt es einem einen tiefen Einblick in urmenschliche Mechanismen, in den Charakter der Kommunikation, kurz: in Dinge, die wir normalerweise nie wahrnehmen würden. Es schult und sensibilisiert schlichtweg den Geist, erweitert den Horizont. Menschen, die an Paradoxien und komplexen Ideen und Gedanken Gefallen finden, werden sicherlich ebenso an dem Buch Gefallen finden.
Zwar muss man sich durch eine ganze Reihe von Fachbegriffen durchschlagen, die dem Laien wohl sehr fern sind (entweder lernen, damit umzugehen, oder einfach mal ignorieren...), aber es lohnt sich, diesen Tod zu sterben, um wirklich interessante Dinge zu erfahren.

Im Grunde kann ich das Buch sehr empfehlen (interessant, komplex, kreativ, gründlich, auf angenehme Weise paradox, tiefgründig...), nur ist es einfach nicht jedermanns Sache. Es gibt ja durchaus auch Menschen, die sich mit Kommunikation lieber in der Praxis befassen als in der Theorie...
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38 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Bibel der Kommunikationswissenschaft, 9. November 2001
Von Ein Kunde
Dieses Buch ist zugegebenermassen nicht für den Alltag gedacht, es ist kein Selbsthilfe-Handbuch und enthält keine leicht zugänglichen Ratschläge oder Tipps. Trotzdem ist und bleibt es ein Klassiker und ein unverzichtbares Instument um menschliche Kommunikation zu verstehen und zu analysieren. Durch die Aufreihung verschiedener Störungen und Anomalien der Pathologischen Kommunikation ermöglicht es den Rückschluss auf 'normale' oder 'gesunde' Kommunikation. Es beschreibt klassische Catch22 Situationen und weisst mögliche Auswege aus diesen auf. Aber vor allem enthält es den berühmten Satz, der in keiner kommunikationswissentschaftlichen Arbeit fehlen sollte: "Man kann nicht, nicht Kommunizieren." Je mehr man sich mit diesem Satz auseinander setzt, je deutlicher wird es wie genial dieses kleine Statement ist, weil es die Grundlage für jede Form von Kommunikation ist egal über welches Mittel sie Erfolgt. Auch wenn ich schweige oder meinen Fernseher nicht einschalte ist darin eine Botschaft enthalten, ich kann mich der Kommunikation nie entziehen, weshalb die Beschäftigung mit und das Verstehen dessen um so wichtiger wird. Menschliche Kommunikation vermittelt hier die notwendigen Grundlagen.
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75 von 78 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Auch für �Sprach-Praktiker� geeignet, 22. Dezember 1998
Von Ein Kunde
Es handelt sich um ein überschaubares sprachwissenschaftliches Buch, das die verschiedenen Sprachebenen in Alltagskommunikation gliedert und untersucht.
Der eigentliche Zweck der Untersuchung ist das Erkennen von Sprachstörungen, die das zwischenmenschliche Verhältnis von Familien oder Ehepartnern beeinträchtigen. Das Buch ist aber auch für professionelle oder Amateur-Autoren geeignet, z. B. für Technische Autoren, die Handbücher zu schreiben haben. Viele Kommunikationsstrukturen, die beim Sprechen wie selbstverständlich angewendet werden, filtert Watzlawick deutlich heraus.
So beispielsweise die Unterscheidung zwischen Inhalts- und Beziehungsaspekt einer Aussage. Die Frage "Sind das echte Perlen?" kann sehr unterschiedliche Auswirkungen haben, je nachdem, in welcher Beziehung die Kommunikationspartner zueinander stehen. Zwischen zwei Freundinnen wäre es eine reine Informationsabfrage. Stellt eine Sekretärin diese Frage jedoch der Ehefrau ihres Chefs, sind weitreichendere Konsequenzen denkbar.
Um eindeutig zu sein, ist linguistische Fachliteratur wohl immer mit speziellem Fachvokabular durchsetzt, durch das sich der Leser gelegentlich nur mit sehr hoher Konzentration hindurchkämpfen kann. Er wird aber im vorliegenden Buch mit zahlreichen anschaulichen und sehr unterhaltsamen Kommunikationsbeispielen aus der (psychotherapeutischen) Praxis mehr als entschädigt.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Inhaltsreich, aber schwer zu lesen, 22. Dezember 2009
Wer die populären Bücher von Paul Watzlawick kennt, zum Beispiel die vorzügliche Anleitung zum Unglücklichsein, geht mit hohen Erwartungen an dieses Standardwerk der Kommunikation heran. Allerdings verrät schon der erste Satz, dass es hier nicht um die Unterhaltung des Lesers, sondern um das Vermitteln von Fakten geht: "Dieses Buch handelt von den pragmatischen (den verhaltensmäßigen) Wirkungen der menschlichen Kommunikation, unter besonderer Berücksichtigung von Verhaltensstörungen."

Das Buch gliedert sich in acht Kapitel:

1. Die begrifflichen Grundlagen
2. Pragmatische Axiome - ein Definitionsversuch
3. Gestörte Kommunikation
4. Die Organisation menschlicher Interaktion
5. Kommunikationsstrukturen im Theaterstück "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?"
6. Paradoxe Kommunikation
7. Die Paradoxien der Psychotherapie
8. Epilog: Existentialismus und menschliche Kommunikationstheorie: ein Ausblick.

Gelungen finde ich an dem Buch den Aufbau, der einer stingenten Logik folgt und auch den unbewanderten Leser erst mit den Grundlagen der Kommunikations vertraut macht, dann mit den Feinheiten. Gelungen finde ich ebenfalls, dass der wissenschaftliche Schreibstil immer wieder durch konkrete Beispiele und Dialoge fassbar gemacht wird, vor allem im Kapitel "Wer hat Angst vor Virginia Woolf".

Weniger gelungen finde ich, dass das Buch insgesamt schwer lesbar ist. Mir ist die Lektüre bei Zugfahrten nicht geglückt, erst in der Stille meines Arbeitszimmers. Etliche Passagen musste ich, obwohl mit den Grundlagen der Kommunikation vertraut, mehrfach lesen, was auch an einer Vielzahl von Fremdwörtern liegt.

Den Leser erwartet ein gehaltvolles, aber auch anspruchsvolles Buch. Wer es leichter und praxisnäher liebt, der sei auf die vorzüglichen Kommunikationsbücher von Friedemann Schulz v. Thun verwiesen Miteinander reden, Bd. 1: Störungen und Klärungen.: Störungen und Klärungen. Allgemeine Psychologie der Kommunikation
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71 von 79 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Bibel der Kommunikationswissenschaft, 9. November 2001
Von Ein Kunde
Dieses Buch ist zugegebenermassen nicht für den Alltag gedacht, es ist kein Selbsthilfe-Handbuch und enthält keine leicht zugänglichen Ratschläge oder Tipps. Trotzdem ist und bleibt es ein Klassiker und ein unverzichtbares Instument um menschliche Kommunikation zu verstehen und zu analysieren. Durch die Aufreihung verschiedener Störungen und Anomalien der Pathologischen Kommunikation ermöglicht es den Rückschluss auf 'normale' oder 'gesunde' Kommunikation. Es beschreibt klassische Catch22 Situationen und weisst mögliche Auswege aus diesen auf. Aber vor allem enthält es den berühmten Satz, der in keiner kommunikationswissentschaftlichen Arbeit fehlen sollte: "Man kann nicht, nicht Kommunizieren." Je mehr man sich mit diesem Satz auseinander setzt, je deutlicher wird es wie genial dieses kleine Statement ist, weil es die Grundlage für jede Form von Kommunikation ist egal über welches Mittel sie Erfolgt. Auch wenn ich schweige oder meinen Fernseher nicht einschalte ist darin eine Botschaft enthalten, ich kann mich der Kommunikation nie entziehen, weshalb die Beschäftigung mit und das Verstehen dessen um so wichtiger wird. Menschliche Kommunikation vermittelt hier die notwendigen Grundlagen.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gestörte Kommunikation als Labyrinth, 18. November 2012
Dieses 1969 erschienene Erstlingswerk des erst später weltbekannt gewordenen Konstruktivisten Paul Watzlawick und zweier weiterer Autoren war für mich vor ca. 25 Jahren einmal geistesrettend und damit vermutlich sogar lebensrettend.

Es enthält viele Abhandlungen über die Kommunikation als solche und deren gesunde Formen, die sehr lehrreich und aufschlussreich sind, aber ich brauchte es zu der Zeit, die ungesunden Formen erklärt zu bekommen.

Ich war nämlich damals heillos in dem Labyrinth des Denkens und Kommunizierens meines damaligen Lebensabschnittsgefährten, eines trockenen Alkoholikers und AAs verschollen, und wusste kaum noch meinen eigenen Namen.

Um so mehr wunderte es mich, dass ich in dieser desolaten Verfassung dieses Buch hier mit plötzlich wieder aufnahmefähigem Geist fast an einem Stück durchlesen und verstehen konnte, und in den Kapiteln "Gestörte Kommunikation" sowie "Paradoxe Kommunikation" entdeckte, was da gerade mit mir passierte, und woran mein Burn Out lag.
Und zwar genau, sozusagen 1 zu 1.

In der Beschreibung der besonderen Herausforderung, die der Versuch einer Kommunikation mit einem charismatischen Geisteskranken auf Sendungszwang - ohne Empfangsantennen - für jeden gesunden Menschen bedeutet, las ich von dem Labyrinth, in das er seine Zuhörer und nahen Bezugspersonen lockt.
In dem er sich selbst bestens auskennt und gelernt hat, damit zu leben, der "Besucher" es aber nicht kennt, seine Orientierung verliert, bald auch seine eigene Funktionsfähigkeit ; und alleine kaum wieder heraus findet.
Was oft zu dem paradoxen Ergebnis führen kann, dass der Gesunde in der Psychiatrie landet, während für den Kranken die Welt in Ordnung bleibt und er weiter funktioniert, auf seine eingeübte Weise Balance hält ; wenn auch natürlich mehr schlecht als recht.

Watzlawick hat mir erklärt, dass ich mich ohne Ariadnefaden in einem fremden, geistigen Irrgarten verirrt hatte, und mich gerade in dem Zustand der völligen Entfremdung und Mystifizierung befand.

Auf den Seite 86,78 wird heraus gearbeitet, dass es in der gestörten Kommunikation zum einen eine VERWERFUNG des Gegenübers geben kann, die schon schlimm genug ist, denn sie lautet als Fazit : " Du hast in Deiner Ansicht über Dich unrecht".
Dass darüber hinaus aber noch die ENTWERTUNG des Gesprächspartners geschehen kann, die de facto lautet : "Du existierst nicht."

Diese Kommunikationsform wird schizophrenogen genannt : verrücktmachend, im Kindesalter dazu geeignet, einen Menschen zu schaffen, der später mit der Etikette "schizophren" herum laufen muss.

Auf Seite 87 dieses Buches ist dazu das folgende Zitat von Ronald D. Laing zu lesen:
" Die charakteristische Familiensituation, die sich aus unseren Untersuchungen der Familien von Schizophrenen ergab, betrifft nicht so sehr ein Kind, das direkter Vernachlässigung oder sogar offensichtlichem Trauma ausgesetzt ist, sondern ein Kind, dessen Authentizität subtiler, aber fortgesetzter und oft ungewollter Verstümmelung unterworfen wurde.
Im Extremfall werden- gleichgültig, wie jemand fühlt oder handelt, gleichgültig, welche Deutung er seiner Situation gibt - seine Gefühle ihrer Gültigkeit, seine Handlung ihrer Motive, Absichten und Folgen entkleidet und die Situation ihrer Bedeutung für ihn beraubt, so dass er völlig mystifiziert und entfremdet ist."

Noch gelungener als das Herausgreifen des Theaterstückes " Wer hat Angst vor Virgina Woolf" zur Veranschaulichung dieser Art von kranker und krankmachender Kommunikationsstrukturen fand ich die Zuhilfenahme des scheinbaren Märchens "Alice im Wunderland", auf das in diesem Buch immer wieder an verschiedenen Stellen zurück gegriffen wird.

Denn in der genialen Dichtung wimmelt es nur so an besten Beispielen für sowohl entwertende als auch paradoxe Ansagen, die in Windeseile zur Selbstentfremdung und verwirrter Sprachlosigkeit bei dem führen, dem sie gelten.

So auf Seite 74 :
"Aber das sollte doch gar nicht bedeuten-" fing Alice an; die Schwarze Königin jedoch fiel ihr ins Wort:
" Das ist ja gerade das Traurige! Es hätte eben bedeuten sollen! Wozu glaubst Du denn, dass ein Kind gut sein soll, wenn es nichts bedeutet. Sogar ein Witz bedeutet irgend etwas- und ein Kind wird doch wohl noch mehr sein als ein Witz, will ich hoffen.
Das könntest Du nicht bestreiten, selbst wenn Du beide Hände dazu nähmest."
" Zum Bestreiten nehme ich doch nicht die Hände", wandte Alice ein.
"Das behauptet ja auch niemand", sagte die Schwarze Königin; "ich sagte nur, Du könntest nicht, wenn Du sie nähmst."
" Sie ist in einer Verfassung", sagte die Weiße Königin, "in der sie gerne irgendetwas bestreiten möchte- nur weiß sie nicht genau, was!"
" Ein schlimmer, bösartiger Charakter", bemerkte die schwarze Königin, und darauf folgte eine längere, unbehagliche Stille.

Auf Seite 83 dann die Figur Goggenmoggel, der die kleine Alice ebenfalls ausgesetzt ist, mit :
"Wenn ICH ein Wort gebrauche, dann heißt es genau das, was ich für richtig halte- nicht mehr und nicht weniger."
"Es fragt sich nur", sagte Alice," ob man Wörter einfach etwas anderes heißen lassen kann."
" Es fragt sich nur", sagte Goggenmoggel, "wer der Stärkere ist, weiter nichts"

So wie Watzlawick hatte ich "Alice im Wunderland" noch nie gelesen, und ich werde nie vergessen, wie sich mir beim Lesen allein dieser beiden Ausschnitte - mit der sie einführenden Erklärung - die Augen auftaten und ich erkannte, dass ich seit einem Jahr Alice im Wunderland war und mein Gegenüber sich zusammen setzte aus der schwarzen und der weißen Königin UND Goggenmoggel.

Nachdem ich dieses sehr wertvolle Buch in aller Ruhe zu Ende las - plötzlich wieder glasklar im Kopf und entschlossen, mich augenblicklich aus den mich zum Gespenst machenden Kommunikationsstrukturen in meiner Wohnung zu befreien- was ich auch sofort in die Tat umsetzte- ging es mir wieder gut.
Nur dass mich noch jahrelang ein Schwindelgefühl und ein heftiges Grausen befiel, wenn ich an meine Zeit "hinter den Spiegeln" zurück dachte.

Ich habe endlos viel erhalten und gelernt aus diesem Buch, und kann die Lektüre seiner ewig gültig bleibenden und sehr anschaulichen Ausführungen nur jedem empfehlen.
Denn : die Welt ist voller Königinnen aller Farben, und voller Goggenmoggels.
Wehe dem, der sie nicht richtig einordnen kann, wenn er/sie dazu neigt, sich schnell selbst zu verlieren.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Man kann nicht nicht kommunizieren", 4. Februar 2013
Von 
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Rezension bezieht sich auf: Menschliche Kommunikation: Formen, Störungen, Paradoxien (Broschiert)
Mit diesem Buch leistet Paul Watzlawick einen Beitrag zur kommunikationstheoretischen Forschung. In der Einleitung wird seine Motivation deutlich: "… offensichtlich ist, dass der Mensch von den ersten Tagen seines Lebens an die Regeln der Kommunikation zu erlernen beginnt, obwohl diese Regeln selbst, … ,ihm kaum jemals bewusst werden". Watzlawick definiert fünf pragmatische Axiome der Kommunikation. Er sucht bewusst den Bezug zur Mathematik, wenngleich einleuchtend ist, dass die Strenge der Mathematik in der Kommunikation nicht gelten kann. Daher spricht Watzlawick auch von "versuchsweise getroffenen Formulierungen".

Im dritten Kapitel behandelt Watzlawick Störungen der menschlichen Kommunikation im Hinblick auf die fünf zugrunde liegenden Axiome. Er erläutert Beispiele aus Therapiesitzungen. So sind z.B. Eskalationen in symmetrischen Beziehungen möglich, weil Gleichheit subjektiv anders wahrgenommen wird. Hoimar von Ditfurth hat einst in "So lasst uns denn ein Apfelbäumchen pflanzen" die Rüstungsspirale auf diese Weise erklärt. Ein ununterbrochener Austausch von Mitteilungen kann zu selbsterfüllenden Prophezeiungen führen. Sobald ein bestimmtes Verhalten vom Gesprächspartner erwartet wird, erzwingt man durch eigenes Verhalten genau dieses Verhalten.

Ein Highlight bei Watzlawick ist die paradoxe Kommunikation im sechsten Kapitel. Hierzu gehören z.B. die Sei spontan! - Paradoxie oder die unerwartete Schulprüfung des Schulleiters, auch in jüngeren Büchern von ihm erläutert. Das Widersprüchliche ist bei Watzlawick oft schon in den Buchtiteln vorhanden. Er strukturiert Paradoxa und erläutert deren Grundlagen. Sein Fokus liegt auf der am wenigsten erforschten Gruppe der pragmatischen Paradoxien. Wer sich umfassend über Paradoxa und Gödels Unvollständigkeitssätze informieren will, greift auf "Gödel Escher Bach" zurück, ein Buch aus dem Jahre 1979.

"Menschliche Kommunikation" ist mehr ein wissenschaftliches und weniger ein unterhaltsames Werk wie z.B. "Anleitung zum Unglücklichsein" oder "Vom Unsinn des Sinns oder Vom Sinn des Unsinns". Das Buch stammt aus dem Jahr 1969, wurde viel kritisiert, aber auch sehr oft zitiert. Es handelt sich um ein Basiswerk, auf dessen Inhalt Watzlawick in anderen Büchern Bezug nimmt. In einer Besprechung kann man nur einen kleinen Eindruck von diesem umfassenden Werk vermitteln. An Paul Watzlawick kommt man nicht vorbei, wenn man sich mit Kommunikationswissenschaft beschäftigt. Man kennt ihn, man schätzt ihn, man zitiert ihn.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Klassiker durchaus für Einsteiger geeignet, 13. Juli 2009
Kommunikation trägt ihren Paradoxiengenerator ständig mit sich herum.
Missverständnisse, Mitteilungsmängel, Verstehensmängel sind jedem Gespräch inhärent, und es gibt sogar Gespräche, die finden gar nicht statt :)
Paul Watzlawick hat mit diesem - mittlerweile - Klassiker einen Grundstein zum Verständnis der Fallen und Wolfseisen der geräuschvollen Zwischenmenschlichkeit gelegt.
Das Buch ist für ein Sachbuch locker genug geschrieben, um auch von Laien verstanden zu werden, und es enthält wichtige einfache Struktursegmente zum Aufdecken jener Aspekte, die Störungen und Paradoxien verursachen.
Es ist heutzutage Mode, derartiges Lesewerk vor allem jenen zu empfehlen, die beruflich mit Kommunikation zu tun haben, doch ist mir das zu merkantil und zu abgedroschen. Die Merkantilisierung psychologischer Einsichten und Techniken führt stets nur in ihre Trivialisierung, wie man bei einigen "grauen Katzen" des NLP tagtäglich beobachten kann.
"Menschliche Kommunikation" ist einfach für jeden geeignet, der sich selbst, den Anderen und das, was da zwischen den beiden passiert, besser verstehen und optimieren möchte.
Das Berücksichtigen von Interpunktionsprozessen, Aspekten der Kommunikation, Pressionen, das Aufdecken der Relevanz von "Ego versteht" ist für jeden ein Gewinn. Die übliche Paranoia (Schuldzuweisung zwecks Selbsterleichterung) kann hiermit massiv reduziert werden, da der Kommunizierende zunächst auf sich selbst rückgeworfen wird, zur Analyse gezwungen ist und nicht mehr zwanghaft das Problem mit sich herumträgt, im Anderen "einen Idioten" sehen zu müssen ;)
Lesenswert, empfehlenswert - schlicht und ergreifend richtig gut!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mich sprachen die Nachfolger "Interaktion" und "Lösungen" sehr viel mehr an., 14. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Menschliche Kommunikation: Formen, Störungen, Paradoxien (Broschiert)
Ich besitze sämliche (deutschen) Schriften von Paul Watzlawick, selbst die "Anleitung für Amerika" hatte ich mir vor einigen Jahren vor lauter Euphorie für den Autor und im Hinblick auf die Vollständigkeit seiner Werke zugelegt. Obwohl ich weder damals noch heute einen Amerikaurlaub plante. Das Buch "Menschliche Kommunikation" von Watzlawick und den MRI-Kollegen Beavin und Jackson war leider das Einzige, was mich nicht recht zu packen vermochte. Die beiden Nachfolger, nämlich der Sammelband "Interaktion" und "Lösungen", welche ebenfalls von Mitgliedern des Mental Research Instititutes (kurz MRI oder manchmal auch "Palo Alto Gruppe" genannt) zusammegestellt wurden, vermochten es weit mehr, mich mitzureißen. Warum, will ich im Folgenden zu erklären versuchen.

Die Originalausgabe erschien 1967, die deutsche Übersetzung 1969 und 2011 die komplett unveränderte Neuauflage. Erfreulich finde ich, dass sich an den Seitenangaben bis heute nichts verändert hat. Dies trifft im Verlag Hans Huber sowohl für "Menschliche Kommunikation", "Lösungen" als auch "Die Möglichkeit des Andersseins" zu, was ich sehr erfreulich finde. Man muss so als Student der Psychologie also nicht immer an die aktuellste Fassung (Denn die zitiert man gewöhnlich in seinen fachlichen Ausarbeitungen). Da die Seitenzahlen der 2011er-Auflage mit älteren Auflagen übereinstimmen. Fair hätte ich es gefunden, wenn man auf dem Cover von 2011 auch seine Mitstreiterin Janet H. Beavin und den damaligen Direktor des MRI Don D. Jackson abgebildet hätte. Alle Ehre Paul Watzlawick, doch es ist das Werk eines Autorentrios und nicht allein der Verdienst desjenigen, dessen Kontafei da allein das Cover ziert.

Der Titel menschliche Kommunikation verbleibt sehr stark auf der Ebene der Beschreibungen und Erklärungen, ohne dass sich daraus wirklich praktische und nützliche Erkenntnisse ableiten ließen. Bzw. lassen sich diese schon ableiten, beispielsweise verbinde ich mit zirkulären und rekursiven Kommunikationssystemen, wie sie das Buch beschreibt, dass niemand so richtig (bzw. nur) als Opter oder Täter tätig ist. Sondern ständig auf ihn einwirkenden Wirkungen und auf ihn - durch sein Verhalten bewirkte - Rückwirkungen ausgesetzt ist. Ein Beispiel und vielleicht das bekannteste Beispiel aus dem Buch ist das des Mannes, der sich zurückzieht, weil seine Frau nörgelt. Und die Frau nörgelt, weil er sich zurückzieht. Das ist aber einer der wenigen Grundideen, die neben "nicht nicht kommunizieren" und wenigen anderen Prinzipien wirklich hängen bleiben.

Unterm Strich kamen in den Jahren seit Ersterscheinen von Menschliche Kommunikation zahlreiche Veröffentlichungen zu Systemtheorie und Konstruktivismus, die die Inhalte des rezensierten Buchs integrierten und insgesamt deutlich mehr bieten konnten. Darunter zähle ich auch sämtliche anderen Werke von Watzlawick, allen voran für mich "Interaktion" und "Lösungen", die ebenfalls nicht von Watzlawick allein geschrieben wurden.

"Interaktion" ist ein 1980 erschienener Sammelband, der sich aus einer repräsentativen Auswahl aus neun Büchern und 130 Artikeln zusammensetzt, die zwischen 1965 und 1974 von Mitgliedern des MRI veröffentlicht wurden. Die Beiträge sind kurzweilig und gut zu lesen. Aus meiner Sicht zu unrecht erfuhr diese Publikation nur wenig (oder zumindest relativ wenig) Aufmerksamkeit (Vor allen Dingen, wenn man einen Vergleich zur Wahrnehmung von Menschliche Kommunikation zieht). Das Buch wurde in meiner Hochschule (Wiesbaden / Hochschule RheinMain) gar so spärlich ausgeliehen, dass die Bibliothek ihr einziges Exemplar von Interaktion ausmusterte. Während von Menschliche Kommunikation sogar immer wieder das aktuellste Exemplar (jetzt 2011) neu angeschafft wird. Für mich ein klarer Fall davon, dass eine Publikation nicht allein deshalb gut ist, weil sie von vielen gelesen oder zitiert wird.

Beim Titel "Lösungen" ist der Name Programm. Das von Richard Fisch, John Weakland und Paul Watzlawick herausgegebene Buch enthält zwar auch manche schräge mathematische Metapher, die einem das Lesen streckenweise nicht direkt vereinfacht. Aber dafür wartet das Buch mit einer großartigen Theoriebildung und Klassifizierung rund um Problem- und Lösungswesen auf. Was man wirklich in den Alltag transportieren und praktisch nutzen kann, setzt sich dramatisch vom hier rezensierten Buch ab. Auch "Lösungen" erfuhr, vergleiche ich die Mengen der zu "Menschliche Kommunikation" und "Lösungen" geschriebenen Rezensionen alles andere als die Aufmerksamkeit zu, die dem Buch zu wünschen gewesen wäre.

Muss man sich wirklich mit Theorien der Kommunikation auseinandersetzen, so kommt man ums Werk wohl einfach nicht herum. Liest man aber eher privat um des Spaßes willen oder deshalb, weil man für konkrete Probleme konkrete Lösungswege sucht, so ist man mit "Menschliche Kommunikation" definitiv nicht gut bedient. Zu meiner Schande muss ich gestehen, das Buch trotz mehrerer Anläufe nie auch nur bis zur Hälfte geschafft zu haben. Ich empfand es einfach als zu anstrengend und zu wenig nutzbringend.
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22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Horizonte der Kommunikation öffnen, 25. Mai 2003
Ein unglaubliches Buch, welches Horizonte öffnet und ein völlig neues Verständnis für die zwischenmenschliche Kommunikation - mit einem Teilschwerpunkt auf der Familie - eröffnet. Watzlawick beschreibt anhand vieler Fallbeispiele auf äußerst populärwissenschaftliche, verständliche und immer humorvolle Art das Gedankengut des Konstruktivismus und belebt sein buch mit sehr vielen Stellen der eltliteratur, die wiederum dazu einladen, seinen Horizont zu erweitern.
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Menschliche Kommunikation: Formen, Störungen, Paradoxien
Menschliche Kommunikation: Formen, Störungen, Paradoxien von Don D Jackson (Broschiert - 8. April 2011)
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