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Während John W. und Jan G. Hesley noch immer auf eine deutsche Übersetzung ihres genialen Buches "Rent Two Films and Let's Talk in the Morning" warten müssen, hat sich zum Glück ein Verleger gefunden, der "Movies and Mental Illness" auf Deutsch herausbrachte. Nicht dass ich kaum ein Wort Englisch verstehen würde, aber mein Wortschatz reicht nun mal nicht aus, um alle Feinheiten des Fachvokabulars zu erfassen, das Psychologen gebrauchen. Jedenfalls bin ich dem Huber Verlag für die Übersetzung dankbar. Und das werden auch alle sein, die sich für den faszinierenden Ansatz interessieren, psychische Störungen anhand von Filmen zu veranschaulichen.

In Amerika gehört es inzwischen schon zur Tagesordnung, Filme in der Ausbildung und Lehre einzusetzen. Ein didaktisches Hilfsmitteln, das ich ebenfalls gerne benutze, wenn ich Unternehmen bei der Suche nach der eigenen Identität oder beim Einsatz von Storytelling unterstützen. Der Funke springt einfach schneller rüber, wenn man komplexe Informationspakete in Celluloid statt in Fremdwörter verpackt. Und obwohl die Autoren von "Psyche im Kino" beim Schreiben vor allem an Berufskollegen dachten und ihr Quellenwerk als wertvolle Anregung für Patienten sehen, ist es auch eine unterhaltsame und praktische Wissenssammlung für interessierte Laien.

Der Inhalt von 485 Seiten, 15 Kapiteln und 6 Anhängen lässt sich natürlich nicht in einigen Zeilen zusammenfassen. Deshalb gebe ich lieber das Anliegen der Autoren preis und behaupte schon jetzt, dass sie ihr Ziel erreichten und in vielen Passagen sogar weit übertrafen. Davon ausgehend, dass Filme zu den einflussreichsten rhetorischen Mitteln gehören, integrieren sie dieses Mittel in den Unterricht, um Störungsbilder zu analysieren. Das ist an sich nicht neu, da Filme schon in den 1930er Jahren zu r Behandlung von psychischen Störungen eingesetzt wurden. Aber weniger systematisch und natürlich nur mit dem Material von damals.

Viele der im Buch vorgestellten Filme erzählen die Geschichte einer Heilung. Und zu den Besten gehören jene, die das Bewusstsein für eine Störung oder Behandlungsform schärfen. Oder sie zeigen vereinfachte aber wirksame Rollenmodelle, die mit Problemen des Alltags zu kämpfen haben. Von John Milton stammen die Empfehlung "den Sehnerv zu stärken, denn es gibt viel zu schauen." Dem wollen die Autoren nachkommen, indem sie eine wunderbare Sammlung von Sehenswertem zusammenstellten.

Für die deutsche Ausgabe wurden die Lektüre-Tipps am Ende jedes Kapitels durch themenrelevante Bücher und Fachartikel in deutscher Sprache ergänzt, was natürlich eine äußerst wertvolle Arbeit ist. Zudem wurden dem Literaturverzeichnis zahlreiche deutsche Titel hinzugefügt. Nachdem ich die Vorbemerkungen zur deutschen Ausgabe gelesen hatte, war ich jedenfalls beeindruckt, wie viel Herzblut in die Übersetzungsarbeit einfloss.

Mein Fazit: Es gab meines Wissens bisher kein vergleichbares Werk in deutscher Sprache. In diesem Buch werden über 1500 Filme analysiert, wobei jeder Film kurz und äußert gekonnt zusammengefasst und einer Gruppe psychischer Störungen zugeordnet wird. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dieses Werk weitere Leser und Fans wie mich finden wird. Leser, die Filme nicht zur Analyse psychischer Störungen einsetzen wollen, sondern dieses rhetorische Mittel als sinnliches Instrument gebrauchen, um komplexe Vorgänge auf eingängige Geschichten reduzieren zu können.
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am 4. Februar 2014
Gefällt mit sehr! Anspruchsvoll und Hilfreich!
Kann ich jedem empfehlen, der in diesem Fachgebiet unterwegs ist.
Preis ist auch unschlagbar!
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