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5.0 von 5 Sternen Dem Ärger seine Macht nehmen
Eifert und seine beiden Kollegen McKay und Forsyth legen auf Grundlage der "Acceptance and Commitment Therapy"(kurz ACT, gesprochen a wie das englische "act" = handeln) ein Selbsthilfebuch vor, dass jenen helfen soll, die mit Ärgergefühlen und Aggression kämpfen.

Die Wirksamkeit von ACT, die oft als Abwandlung oder Spross der kognitiven...
Veröffentlicht am 10. Januar 2010 von Pemimu

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37 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nicht für jeden Wuttyp brauchbar...
Ich hatte mir mehr Tips von dem Buch erhofft, um Ungeduld und Wut bekämpfen. Dass diese Gefühle peinlich, lästig und sehr selten vonnutzen sind, weiß jeder selbst, der mit dem Thema "Wut" zu tun hat. Auch dürfte jedem klar sein, dass Wut und eigene Werte wie Karriere, Familienglück und beliebt sein nicht zusammen passen, dass man nicht als...
Veröffentlicht am 14. August 2012 von E. S. Faber


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160 von 161 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dem Ärger seine Macht nehmen, 10. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Mit Ärger und Wut umgehen. Der achtsame Weg in ein friedliches Leben (Broschiert)
Eifert und seine beiden Kollegen McKay und Forsyth legen auf Grundlage der "Acceptance and Commitment Therapy"(kurz ACT, gesprochen a wie das englische "act" = handeln) ein Selbsthilfebuch vor, dass jenen helfen soll, die mit Ärgergefühlen und Aggression kämpfen.

Die Wirksamkeit von ACT, die oft als Abwandlung oder Spross der kognitiven Verhaltenstherapie betrachtet wird, hat sich bereits in vielen Bereichen gezeigt. Hier gehen die Autoren nun ein Thema an, dass viele Menschen betrifft und dass auch vielen Therapeuten als Problem ihrer Patienten bekannt sein wird: Wut, Ärger und Aggression. Der Schwerpunkt liegt hier nicht auf klassischen Ärgermanagmenttechniken, die oftmals nicht greifen, sondern auf Achtsamkeit (der Fähigkeit, bewertungsfrei das Hier und Jetzt zu beobachten), Mitgefühl und Festlegung von Werten.

Das Buch ist unterteilt in 10 Kapitel, wobei für das Lesen eines Kapitel und das Durchführen der darin beschriebenen Übungen jeweils eine Woche empfohlen wird. Die einzelnen Kapitel habe ich unten für Interessierte erläutert.

Die Botschaft des Buches: Ärger ist ein natürliches Gefühl, das nicht zwangsläufig in unvorteilhaftem Verhalten (stundenlanges Grollen, Grübeln, Wutausbrüche usw.) enden muss. Durch Übung von Akzeptanz und Achtsamkeit ist es möglich, das Ärgergefühl wahrzunehmen und ernst zu nehmen, ohne sich davon diktieren zu lassen, wie man sich verhält. Die Handlungen können vielmehr bestimmt werden durch das, was einem im Leben wirklich wichtig ist: die eigene Werte und Ziele.

Auch mir als Therapeutin gefällt das Buch ausgesprochen gut, da es in klarer verständlicher Art und in überschaubaren Abschnitten das Problem Ärger umfasst und hilfreiche Lösungswege zeigt. Außerdem enthält das Buch eine Reihe von sehr guten Übungen, meine liebsten davon "Mitgefühl in der Dunkelheit" und die Vergebungsübung, die auf wirklich schöne Art und Weise nahe bringen, wie man Verständnis für andere entwickeln kann und wie man belastende Gefühle loslässt. Manchmal hätte ich allerdings gerne etwas mehr Ressourcenorientierung gehabt.

Die kleinen Mankos des Buches:
Die Übungsblätter sind größtenteils zu klein, um sie im Buch auszufüllen. Es empfiehlt sich, vergrößerte Kopien zu machen.

Das Wort Commitment hätte man besser durch Festlegung auf / Bekenntnis zu Werten ersetzt. Vermutlich wird es beibehalten wegen der Grundbedeutung, die das Wort für die Abkürzung ACT hat. Hier hätte aber m.E. auch im Sinne der Leserfreundlichkeit ein Verweis auf die Entstehung des Namens in einer Fußnote gereicht.

Viele Menschen haben Vorbehalte gegen Übungen, die in Richtung von "Meditation" gehen. Hier wäre etwas mehr Ermutigung und noch ausführlichere Erläuterungen zu Sinn und erwarteter Wirkung der Übungen gut gewesen, damit sich auch Leser mit Bedenken einfach mal offen auf solche hilfreichen Übung einlassen.

Fazit: dieses lebensbejahende und mitfühlende Buch ist als Zusatz zur Therapie geeignet oder als alleinige Hilfe, sofern keine anderen schwerwiegenden Probleme vorliegen. Für mich als Therapeutin ist das Buch ebenfalls ein reichhaltiger Schatz an Ideen und praktischen Übungen, die ich in der Therapie einbringen kann, ohne zwangsläufig das komplette Programm abzuspulen. Deshalb, trotz der kleinen Mankos, 5 Sterne von mir.

Achtung! Auch dieses Selbsthilfebuch kann nicht besser sein als sein Leser. Das heißt: Lesen allein hilft nicht gegen Probleme, genauso wenig wie eine Packung Schmerztabletten hilft, nur weil man sie in der Schublade hat. Man muss die Pille auch schlucken - in diesem Fall: die Übungen in dem Buch auch machen. Nur dann findet Veränderung wirklich statt.

Die Kapitel im Einzelnen:

1. Weitverbreitete Irrtümer über den Ärger
Hier räumen die Autoren auf mit den (zum Teil auch unter Therapeuten) weit verbreiteten, aber unwahren Mythen, die rund um das Thema Ärger existieren, z.B. "Frustration führt unweigerlich zu Aggression" oder "Es ist gesund, seinem Ärger freien Lauf zu lassen". Sie bereiten damit den Boden dafür, dass der Leser Verantwortung für sich übernimmt, anstatt den Grund für Ärger allein in äußeren Faktoren zu suchen und Aggression damit als unvermeidlich zu rechtfertigen.

2. Gegen den Ärger zu kämpfen ist keine Lösung
Hier werden die zwischenmenschlichen, beruflichen, gesundheitlichen, kräftemäßigen und emotionalen Kosten aggressiven Verhaltens unter die Lupe genommen. Der Leser wird aufgefordert, ein Resümee darüber zu ziehen, welche Bewältigungsstrategien er bislang eingesetzt hat, um Aggressionen in den Griff zu bekommen, und was das Ergebnis dieser Bemühungen war. Des weiteren wird unterschieden zwischen Personen und Gefühlen (Scham, Stress, Angst...) als Auslöser von Ärger. Der Leser soll sich klar machen, dass er für seinen Umgang mit Ärger einen hohen Preis zahlt und seine bisherigen Anstrengungen, den Ärger zu bekämpfen, das Problem möglicherweise noch verschlimmert haben.

3. Ärger unter der Lupe betrachtet
Die selbst Wut ist nicht der Feind! Deshalb empfiehlt das Kapitel, das Tauziehen mit dem eigenen Gefühl zu beenden, da man es sowieso nicht gewinnen kann. Zunächst einmal soll man lernen, den Ärger als neutraler Beobachter wahrzunehmen. Hierfür soll der Leser sich die Bestandteile seiner Ärgerreaktion bewusst machen: Vorärgergefühle, auslösende Gedanken, das Ärgergefühl selbst, Handlungsimpulse und das Verhalten. Dieses Kapitel geht erste Schritte Richtung Achtsamkeit.

4. Das Problem hat einen Namen: Kontrolle
Das Kapitel entlarvt den Wunsch, unkontrollierbare Dinge - nämlich andere Menschen und die eigenen Gefühle - kontrollieren zu können, als Quelle dauernden Ärgers. Jedoch gibt es Bereiche, in denen Kontrolle durchaus funktioniert: in den eigenen Entscheidungen, in den eigenen Handlungen und im eigenen Lebensweg. Dies haben viele im Kampf mit sich selbst bzw. dem Ärger aus den Augen verloren. Das Kapitel stärkt die Unterscheidungsfähigkeit des Lesers in der Frage "wo habe ich Kontrolle - wo nicht?"

5. Ärger entsteht im Kopf
Hier wird im Sinne der klassischen kognitiven Therapie verdeutlicht, dass unsere Gefühle den Bewertungen entspringen, die der Verstand ganz automatisch, aber durchaus nicht immer korrekt oder hilfreich produziert. Dieser "Bewertungszwang" und Pauschalurteile nähren auch den Ärger. Da man die Bewertungen nicht abstellen kann, schlagen die Autoren vor, in Übungen das Arbeiten des Verstandes zu beobachten, ohne alle Urteile für bare Münzte zu nehmen (die Übungen: "Gedanken beobachten", "Zwischen Gedanken und Gefühlen unterscheiden", "Reiten auf der Ärgerwelle" und "Mitgefühl in der Dunkelheit")

6. So befreit uns Akzeptanz aus der Ärgerfalle
Hier wird mit dem Vorurteil aufgeräumt, dass Akzeptanz gleichbedeutend ist mit Resignation, Schwäche oder der Billigung falschen Verhaltens. Ärger zu akzeptieren bedeutet, sich selbst mit Anteilnahme zu betrachten und den Kampf dagegen loszulassen, sich nicht verfangen im "Das darf aber so nicht sein", sondern ankommen im "So ist es". Welche Schritte dafür notwendig sind, wird ausführlich erklärt. Das Kapitel enthält unter anderen die schöne Übung "die Ärgerrüstung ablegen", in der spürbar wird, welche Bürde man mit dem Ärger herumträgt und dass Ärger eigentlich oft Verletzungen verdeckt. Sich um diese verletzten Gefühle zu kümmern, sich selbst seelisch zu "verarzten", ist wesentlich hilfreicher als beispielsweise über Rache nachzudenken.

7. Achtsame Akzeptanz
In diesem Abschnitt geht es um die Einführung eines "Beobachter-Selbst" und das Erlernen von Achtsamkeit. Einige Übungen werden dargestellt, die Achtsamkeit zunächst in "harmlosen" Situationen schulen soll. Später folgen Hinweise, wie man diese achtsame Haltung nach und nach in Ärgersituationen anwenden kann. Es erfolgt eine Entkopplung von dem Gefühl "Ärger" und einer möglichen - aber nicht notwendigen - aggressiven Handlung. Somit versetzt man sich in die Lage, zu entscheiden, wie man auf seinem Ärger reagieren will.

8. Wie Sie Ihr Leben wieder in den Griff bekommen
Wofür soll mein Leben stehen? Das Kapitel hilft dem Leser herauszufinden, welche Werte für ihn persönlich eigentlich wichtig sind, z.B. mit der emotionsaktivierenden Übung, die eigene Grabinschrift zu formulieren. Der Unterschied zwischen Werten und Zielen wird erklärt, der "Lebenskompass" macht deutlich, wo es bisher eine große Lücke zwischen den Werten und der eigenen Umsetzung derselben gab. Mein Lieblingssatz aus dem Kapitel: "Wenn es ein Toter tun könnte, ist es kein gutes Ziel." (Bezieht sich auf negativ formulierte Ziele wie "nicht dauernd die Kinder anschreien" usw.)

9. Auge in Auge mit den Flammen der Wut
Hier kommt nun der für mich schönste Teil des Buches, das Verzeihen. In einer ausführlich beschriebenen Übung wird der Leser angeleitet, wie man vergibt. Dabei werden 4 Schritte beschrieben: 1. Bewusstheit: Unrecht und Schmerz hinter dem Ärger anerkennen 2. Trennen (zwischen den verletzenden Handlungen, der Verletzung an sich und der verursachenden Person als Quelle der Verletzung) 3. Mitfühlend den eigenen Schmerz beobachten 4. Loslassen und seinen Weg fortsetzen. Sehr schön machen die Autoren deutlich, dass Verzeihen im Dienste der verzeihenden Person steht und nicht etwa eine Billigung von Unrecht darstellt. Es geht darum, belastende Gefühle loszulassen. Weiterhin schult das Kapitel in der Fähigkeit, sich Ärger und Schmerz geduldig zu stellen und dabei seine Handlungsfähigkeit zu bewahren.

10. Jetzt gilt's: Vorstellungen von einem guten Leben in die Tat umsetzen
Aus den Werten werden nun konkrete Handlungsziele abgeleitet. Dabei werden auch mögliche Hindernisse und Rückschläge ins Auge gefasst. Abschließend widmet sich das Buch noch einmal dem Thema, wie man im Alltag mit sich selbst und anderen mitfühlend und liebevoll umgehen kann.
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37 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nicht für jeden Wuttyp brauchbar..., 14. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mit Ärger und Wut umgehen. Der achtsame Weg in ein friedliches Leben (Broschiert)
Ich hatte mir mehr Tips von dem Buch erhofft, um Ungeduld und Wut bekämpfen. Dass diese Gefühle peinlich, lästig und sehr selten vonnutzen sind, weiß jeder selbst, der mit dem Thema "Wut" zu tun hat. Auch dürfte jedem klar sein, dass Wut und eigene Werte wie Karriere, Familienglück und beliebt sein nicht zusammen passen, dass man nicht als "Wüterich" in die Annalen der Geschichte eingehen mag.
So weit, so gut.
Nur: wie kriegt man seine Ungeduld, seine Wut effektiv klein? Hier fehlen mir die Soforthilfen - meinetwegen Atemübungen, Ablenkung durch irgendwas...da muss es doch was geben! Statt dessen empfiehlt das Buch...Meditationen.

Damit kann ich zB nichts anfangen - nicht jeder ist der Typ für Mediatationen. Ich mag mir auch nicht eine Kerze ansehen und mir vorstellen, dies wäre ein aktuelles "Feindbild". Sowas ist mir zu abgehoben - es hilft mir nicht. Auch das Bild vom Schachbrett (als Synonym für das Leben, im Gegensatz zu den Figuren) sagt mir nichts, es ist mir zu passiv und lässt keinen Raum für eigene Ideen, Visionen und Strategien.

Ich frage mich auch, ob man jedem und ständig verzeihen muss, um Wutgefühle im Zaun zu halten. Es nützt mir wenig, mir vorzustellen, dass der Wutverursacher ein Mensch ist, der mit einem selbst einiges gemeinsam hat, wenn er mich doch nervt, aufregt und schlecht behandelt. Ich mag mich nicht in jemand hineinversetzen, der aggressiv zu mir ist oder Gemeinsamkeiten zu ihm herausarbeiten. Darin sehe ich keinen Sinn, einen Verletzer unnötig lange
mit sich herumzutragen, ihm in seiner Denke Raum zu geben - bis man in ihm den Mitmensch sehen kann - fehlerhaft wie man selbst. (was sollte er denn sonst sein? Natürlich ist er ein Mitmensch!) Ständig ist von Mitgefühl die Rede: das man für sich selbst, aber auch ständig und immer für andere empfinden sollte.

Allerdings "erdet" das Buch auch positiv. Es führt einem vor Augen, dass es viele Dinge gibt, die wir machtlos hinnehmen müssen, nicht ändern können. Redet einem manches Buch über Lebenshilfe ein, dass man mit gutem Willen alles erreichen kann - geschieht in diesem Buch das Gegenteil. Wer sich mächtig und einflussreich glaubt, wird hier sehr effektiv auf Normalmaß zurecht gestutzt. Leider kann das Buch auch desillusionieren - eben weil es einem seine vermeintliche Machtlosigkeit aufzeigt.
Passend zu diesem Gefühl der Machtlosigkeit empfiehlt das Buch eine Übung:
Man soll sich vorstellen, dass alle Menschen in der Dunkelheit leben und von einem Abgrund bedroht werden. Dieser Abgrund steht stellvertretend für Versagen, Erniedrigung, Scham, gesellschaftlich im "Aus" zu sein.
Nun müssen alle Menschen trotz Dunkelheit und Abgrund für sich sorgen:ihre Grundbedürfnisse befriedigen, aber auch Freunde finden ect.
Diese Übung soll das Mitgefühl stärken. Ich finde, sie nährt nur Verzweifelung, Angst und führt zu einem negativen Lebensgefühl und werde sie daher bestimmt nicht praktizieren.

Ob es wohl jemand auf der Welt gibt, der wirklich bei einem akuten Wutanfall sich hinsetzt und meditieren kann? Ich selbst jedenfalls gehöre nicht dazu - das Buch passt (noch) nicht zu mir, was ich schade finde.

So mag das Buch durchaus Sinn machen, wenn man sich lange Zeit damit beschäftigt, viel und gerne mit Meditation arbeitet und verinnerlicht, dass Wut und eigene Werte oft nicht zusammen passen. Wer ein ruhiges Gemüt hat,wer sich auf gedankliche "Reisen" einlassen kann, der ist mit dieser Lektüre gut bedient. Sie vermittelt im Grunde ein positiv christliches Weltbild, redet von Verzeihen, von Annehmen, vom Akzeptanz und sehr viel von Mitgefühl - und der Leistung, die dazu vonnöten ist. Auch soll man seine eigene Wut akzeptieren, sie nicht bekämpfen, sondern ansehen und umlenken.
Das sagt sich so schön...
Nur...wenn ich mich selbst mit meiner Wut akzeptiere - wozu brauch' ich dann dieses Buch?
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Empfehlenswert! mit wirkungsvollen Einblicken/Übungen, 27. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Mit Ärger und Wut umgehen. Der achtsame Weg in ein friedliches Leben (Broschiert)
Dieses Buch hat mir nicht nur in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet, es schenkt auch Lichtblicke!
Für "Ortsfremde" mag das vielleicht abgedroschen klingen - jeder, der sich mit (seiner eigenen) Wut abkämpft und immer wieder zu verlieren scheint, kann mich jedoch bestimmt verstehen.

>>> KERNAUSSAGE: Nicht die Wut bestimmt unser Leben!
Sie ist da, aber wir haben ein gehöriges Wörtchen mitzureden, wieviel Raum sie bekommt. Und uns macht so Einiges mehr aus, als die Wut allein.

Neue Blickwinkel, Wege und Übungen und das Ausbrechen aus alten Verhaltensmustern sind anstrengend, manchmal schmerzhaft und in jedem Fall unbequem. Für mich hat es sich jedoch gelohnt!
Das Buch war für mich eines von mehreren Hilfsmitteln. Ich bin aber davon überzeugt, dass es auch allein für einen neuen Blick im Umgang mit sich selbst oder für einen Einblick in den "Kampf eines Wütenden" sehr nützlich und informativ ist. (Im Übrigen kann es teils auch hilfreich für den Umgang mit Kindern/Menschen mit ADHS sein.)
Dabei ist es mit Charme geschrieben, wenn auch ein wenig amerikanisch (wenn Sie dieses Buch lesen, wird sich etwas ändern; lesen Sie dieses Buch und Ihre Einstellung wird sich ändern; dieses Buch ist der erste Schritt...) Es lohnt sich das durchzuhalten.
Und es macht Spaß, durch das Lesen und Üben stetig dazu zu lernen.

>>> zusätzlicher BUCH-TIP: "Gewaltfreie Kommunikation - Eine Sprache des Lebens" von M.B.Rosenberg
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mit Ärger und Wut umgehen, 16. Februar 2012
Von 
Frühlingslied (Im Kastanienbaum) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Mit Ärger und Wut umgehen. Der achtsame Weg in ein friedliches Leben (Broschiert)
Pemimu hat ja bereits eine ausführliche Inhaltsangabe geschrieben, weshalb ich mir das an dieser Stelle spare. Nur nochmal kurz: Das Buch behandelt die Frage woher Wut und Aggressionen kommen und wie man damit umgehen kann, wenn sie einen schier überrollen. Dazu gibt es Imaginations- und Schreibübungen. Außerdem ist das Buch als ein Übungsprogramm aufgebaut. Jedes Kapitel steht für eine Woche, in der man ein bestimmtes Thema behandelt und es einüben muss.
Ich muss sagen, dieses Buch war ein echter Glücksgriff. Ich stand im Buchladen und habe eigentlich was anderes gesucht. Das zunächst etwas merwürdig anmutende Bild auf dem Deckel täuscht über seinen grandiosen Inhalt hinweg. Für andere mag das kein neuer Gedanke sein, aber für mich war es ein Augenöffner: Die Wut entsteht durch unerfüllte Bedürfnisse und im "Denkapparat" (Formulierung aus dem Buch) erzeugte Urteile. Sie ist ein Teil von mir, doch ich bin nicht ganz und gar die Wut. Und wenn sie auftaucht, sollte man sie nicht verdrängen, sondern ihr Raum geben. Aber man ist nicht verpflichtet, dem automatischen Handlungsempuls nachzukommen. Das ist die Kernaussage. Sie ist schlicht, aber wenn man sich das erst mal bewusst macht, kann man große Veränderungen bewirken. Und zwar, wie ich finde, nicht nur in Bezug auf Wut, sondern auch andere automatisierte Verhaltensweisen, z. B. Eßstörungen, die auch nur eine Form von passiver Aggressivität sind.
Das Buch liest sich sehr flüssig und verständlich. Alles ist kompakt und klar formuliert. Die Übungszeiträume sind jeweils auf 1 Woche bemessen, so dass ungeduldige Menschen (wie ich auch) damit gut klarkommen sollten. Die vorgeschlagenen Übungen (vor allem, sich bereits vergangene Situationen in denen man ausgerastet ist, ins Gedächnis zu rufen und zu versuchen, emotional anders zu reagieren; aber auch z. B. Was würde auf meiner Beerdigung über mich gesprochen werden?) sind nicht all zu schwierig durchzuführen. Bei manchen fehlt lediglich ausreichend Platz für alle Notizen, aber da kann man sich ja mit einem separaten Blatt Papier behelfen.
Manchmal schwang der Ton für meinen Geschmack ein wenig zu sehr in so einen esotherischen "Friede sei mit dir"-Stil (mir fällt leider keine passendere Umschreibung ein) ab, aber zum Glück nur sehr selten. Etwas nervig fand ich, dass die Autoren so darauf pochen, dass man auf jeden Fall unbedingt absolut alles verzeihen sollte, was einem im Laufe des Lebens an Widrigkeiten widerfährt. Nur dann könne man sich wirklich von Groll und Ärger befreien. Das funktioniert vielleicht bei den vergleichsweise harmlosen Beispielfällen, die in diesem Buch angeführt werden. Aber es gibt auch Dinge, die so schwerwiegend sind, dass m. M. n. verzeihen oder gar Verständnis aufbringen (wie von den Autoren gefordert) nicht zum Ziel führt, sondern nur zur Selbstabwertung. Die Autoren führen zwar mehrmals aus, dass das nicht so wäre, dass es nichts mit Schwäche oder Akzeptanz des Verhaltens der Anderen zu tun hat, aber was es stattdessen soll, führen sie auch nicht aus. Da wird nur lapidar in den Raum gestellt, dass verzeihen "Größe" und "Mut" zeigen würde. Akzeptieren, dass es so passiert ist und sich nicht mehr ändern lässt - ja, das kann zu innerem Frieden führen. Zu sagen: "Ach, du hattest ja auch so ein schreckliches Leben. Da kann ich gut verstehen, dass du mir meins auch verdorben hast. Schwamm drüber, über die seelischen oder körperlichen Verletzungen, die du mir zugefügt hast", ist in meinen Augen Blasphemie und deshalb muss ich dafür auch einen Stern abziehen. Am liebsten eigentlich 2, aber die vielen Augenöffner, die ich durch das Buch hatte und das Verständnis mir selbst gegenüber, das ich nun habe, gleichen es zumindest ein wenig wieder aus.
Auf jeden Fall uneingeschränkte Lese-Empfehlung von mir!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Inneren Frieden finden, 19. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mit Ärger und Wut umgehen. Der achtsame Weg in ein friedliches Leben (Broschiert)
Hallo ihr Lieben,
ich habe ca. 2 Monate mit diesem Buch gearbeitet, im stillen Kämmerlein sozusagen.
Ich wollte meine innere Wut und meinen inneren Frust loswerden! Da ich mich voll und ganz auf dieses Buch eingelassen habe und mir auch Notizen dazu gemacht habe, hat es mir persönlich viel gebracht.
Sicherlich werde ich das Buch noch oft zur Hand nehmen um etwas nachzulesen oder aufzufrischen.
Für alle Eltern die das Buch mit soviel Freude wie ich gelesen haben, kann ich auch "Die Kunst, gelassen zu erziehen. Buddhistische Weisheit für den Familienalltag" von GU empfehlen.
Ich versuche den Sinn bzw. Inhalt des Buches kurz zusammen zu fassen: Es geht darum sich zu überlegen, welche Werte und Ziele für einen selbst wichtig sind und wie man sein Handeln danach ausrichtet.
Die eigenen Gedanken, Gefühle und Empfindungen sollen wir akzeptieren und annehmen aber uns dadurch nicht von unserem Weg (=Werte und Ziele) abbringen lassen. :-)
Viele Grüße
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16 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut schlüssig, 21. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Mit Ärger und Wut umgehen. Der achtsame Weg in ein friedliches Leben (Broschiert)
Ein Buch das mich beeindruckt hat. Mit sinnvollen Erklärungen und nachvollziehbaren Anleitungen zur Selbsthilfe. Am Ende aber auch nur für die erste Hilfe oder als begleitendes Therapiebuch. Ein zusätzlicher Besuch beim Therapeuten wäre sinnvoll.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Hilfe zur Selbsthilfe..., 14. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mit Ärger und Wut umgehen. Der achtsame Weg in ein friedliches Leben (Broschiert)
...aber mit vielen Wiederholungen. Kann es dennoch empfehlen, wenn man die Übungen macht und dabei ein bissel nachdenkt, kommt man selbst auf die richtigen Schlüsse.
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ., 11. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mit Ärger und Wut umgehen. Der achtsame Weg in ein friedliches Leben (Broschiert)
Ich kann mich den anderen guten Rezensionen nur anschließen. Sie waren für mich ausschlaggebend für den Kauf und ich wurde nicht enttäuscht!
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2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit Ärger und Wut umgehen, 6. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Mit Ärger und Wut umgehen. Der achtsame Weg in ein friedliches Leben (Broschiert)
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Mit Ärger und Wut umgehen. Der achtsame Weg in ein friedliches Leben
Mit Ärger und Wut umgehen. Der achtsame Weg in ein friedliches Leben von John P. Forsyth (Broschiert - 10. Juni 2009)
Gebraucht & neu ab: EUR 22,95
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