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Die Steuervermeider: Wie wir um Milliarden betrogen werden
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Steuern zahlt in unserer Gesellschaft keiner gerne. Aber wie werden beispielsweise die allgemeine Infrastruktur oder Bildungseinrichtungen finanziert? Wenn man Steuern nicht als Schaden ansieht, sondern als Gewinnverwendung - und zwar nicht für Aktionäre, sondern für die Gesellschaft, wäre ich einverstanden. Aber es gibt einige wenige, die dieses Modell zynisch unterlaufen. Und die machen sich die Regeln einfach selber.

Neben der üblichen Steuerhinterziehung geht es Achim Doerfer in seinem Buch "Die Steuervermeider" vor allem um vornehmlich Superreiche und Großkonzerne, die mit kreativen Steuervermeidungsstrategien ihre gesellschaftliche Pflicht umgehen.
Bei den Reichen und Superreichen spielen Einkünfte aus Kapitalvermögen eine besonders starke Rolle und hier ist der günstige Steuersatz von 25 % (plus Soli und Kirchensteuer), also deutlich niedriger als die Einkommensteuer. Die Regierung hat vor dem Großkapital kapituliert und argumentiert, dass Geld flüchtig und 25 % besser als Nichts sei. Ein Armutszeugnis.
Aber auch Großkonzerne wissen sich zu helfen. Für die vier größten Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften (PricewaterhouseCoopers, KPMG, Ernst & Young, Deloitte) arbeiten weltweit 700.000 Mitarbeiter mit jährlichen Umsätzen von 100 Milliarden Dollar, wobei diese "BigFour" alle 30 Dax-Konzernen beraten. Hauptaufgabe dieser Beratungsunternehmen ist es, legale Wege zur Steuervermeidung zu finden.

Denkt man an Steuervermeidung, denkt man schnell an die Schweiz. Und so wundert es nicht, dass sich auch Doerfer nach dem Einleitungskapitel mit dem früheren Steuerparadies beschäftigt. Dabei sind Geldanlagen in der Schweiz grundsätzlich legal - solange die Kapitaleinkünfte in Deutschland versteuert werden. Aufgrund des Schweizer Bankgeheimnisses haben aber viele Sparer diese Zinseinkünfte verschwiegen, manche auch, weil sie aus Schwarzgeld resultieren. Für diese Kunden und solche, die ihr Schwarzgeld in der Schweiz angelegt haben, brechen harte Zeiten an, denn Schweizer Banken sind lange nicht mehr so verschwiegen wie in der Vergangenheit. Kommt es hart auf hart, hat der Kunde das Nachsehen. Um Kunden die Selbstanzeige zu vereinfachen, bieten Schweizer Großbanken ihren Kunden mittlerweile einen besonderen Service: Sie stellen auf Knopfdruck mit einer speziellen Software die kompletten Berechnungen zur Höhe der Nachversteuerung zusammen. Da das Steuerabkommen zwischen Deutschland und der Schweiz nicht zustande gekommen ist, werden einige Kunden auf diesen Service sicherlich zurückkommen.

Aber auch andere brisante Themen greift Doerfer auf. So erläutert er z.B., wie Großkonzerne ihre Gewinne ins Ausland verlagern, um sie dort geringer (oder gar nicht) zu versteuern, während sie hier unsere Infrastruktur nutzen und auf Kosten der kleinen Steuerzahler "verbrauchen". Auch Fragestellungen wie "Warum ist der Kauf von Gold steuerfrei?" oder unsinnige steuermindernde Betriebsausgaben werden behandelt.

In einer Demokratie ist es die Verpflichtung des Fiskus, immer und immer wieder für die Akzeptanz von Steuern zu sorgen - da kann ich dem Autor nur beipflichten. Der Autor plädiert dafür, dass Steuergerechtigkeit nicht nur alle vier Jahre Thema bei der Bundestagswahl sein darf, sondern fortwährend Diskussionen geführt werden müssen, um niedrige und mittlere Einkommensgruppen zu entlasten und Topverdienende zu belasten. Solange Steuervermeidung möglich ist, werden Superreiche und Großkonzerne aber diese Möglichkeiten nutzen. Freiwillig werden sie ihre soziale Verantwortung nicht wahrnehmen. Den endlosen Diskussionen müssen endlich Taten folgen.
Seine Lösungen wie z. B. die Intensivierung der Steuerfahndung, das Stopfen von Steuerschlupflöchern und die Umstellung auf ein einfaches Steuersystem mit niedrigeren Steuersätzen sind zwar richtig, aber auch nicht neu und setzen voraus, dass nicht bereits die Superreichen und Großkonzerne die eigentliche Macht übernommen haben und längst selber regieren. Und zwar egal was wir Stimmvieh gewählt haben. Nach diesem Buch bin ich pessimistischer denn je.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Hab ich dieses schöne Buch gelesen?

Wenn ich deprimiert sein will guck ich einfach in den Spiegel und bestaune meine Hackfresse. Aber so was zu lesen, das deprimiert mich noch mehr.

Wir leben in einer Zweiklassengesellschaft. Auf der einen Seite die Wölfe und auf der anderen Seite die Schafe. Nur sind die Wölfe noch human im Vergleich zu gewissen Leuten, die sich zu allem Überfluss auch noch rotzfrech&dreist den Schafspelz überwerfen um so perfekt ihr Raubtier-Dasein vor uns zu verbergen!

Das wirklich Schlimme daran ist eine Besserung ist nicht in Sicht, denn es wird immer schlimmer. Denn das Wählerschaf *määäääääääääh* hat keine Lobby. Doch vor der Wahl, da kennen uns die da oben plötzlich und ham uns alle schrecklich lieb. Nach der Wahl sind wir ihnen dann wieder schnurzegal.

Außer sie brauchen Geld und wissen nicht woher nehmen. Dann kennen sie uns Schafe plötzlich wieder und ziehen die Steuerschraube wieder kräftig an.

Nur sind wir wirklich arme Lämmlein. Gut wir können uns wählen wer uns schlachtet. Das haben wir den normalem Schafsgetier voraus. Aber bei denen macht der Schlachter es kurz und schmerzlos. Das war es dann.

Wir dürfen (müssen) jahrzehntelang leiden, werden vor dem Schlachten ausgenommen. Dann wird uns dat Fell über die Ohren gezogen und unser Leiden geht weiter!

Die Verantwortlichen weigern sich vehement uns den Gnadenstoß zu verpassen. Dafür lassen sie uns kräftig bluten.

►►► FAZIT: ◄◄◄

Wer sich mal richtig aufregen möchte und das berechtigt sollte unbedingt dieses Buch lesen. Sehr gut geschrieben und sehr, sehr aufschlussreich. Baldrian und Valium bereitlegen. Denn die Thematik geht auf keine Kuhhaut, die aufgelisteten Lumpereien sowieso nicht aber gewaltig auf den Blutdruck. Kann locker mit meinen Blutdruck- Werten nach dem Lesen jeder Gülle-Pumpe Konkurrenz machen.

Ein sehr gutes Buch und locker zu lesen. Richtig spannend sogar.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Zu Zeiten von Hoeneß & Schwarzer hab ich mich diesem Buch sehr interessiert zugewandt. Jetzt da ich es gelesen habe, bin ich ziemlich ernüchtert.
Der Autor skizziert gut nachvollziehbar den Ist-Zustand. Da ist die bislang unerforschte Parallelgesellschaft in unserem Land. Allein durch sie gehen uns Steuern großen Ausmaßes verloren. Da ist aber auch die gut lebende Steuer-Vermeidungs-Industrie, ihnen allen geht es gut in unserem Land und das Buch bestätigt es leider, der kleine Steuersünder wird gejagt!
Gespannt war ich darauf, ob Achim Doerfer etwas zeigt, dass aus dieser Situation herausführt. Ich wurde enttäuscht. Die gelegentlichen moralischen Appelle unserer Politiker, schiebt der Autor dankbar zurück in die Schublade der Lachnummern, wohl zu Recht.
Was er dann zur Arbeit unserer Steuerfahndung schreibt klingt skandalös und ist nicht nur eine Frage fehlenden Personals.
Der Gipfel des Desinteresses zeigt Doerfer aber dort auf wo eigentlich die hohe Politik gefragt ist. Statt eine gemeinsame Linie von Bund und Ländern zu fahren, verfallen die Deutschen zurück in die Kleinstaaterei. Als Leser frage ich mich schon nach der Ernsthaftigkeit des Handelns unserer Politiker.
Wirklich neue Wege um Steuervermeider zur Strecke zu bringen kann ich auch bei Achim Doerfer nicht entdecken. Aber wie er die heute Verantwortlichen ihres stümperhaften Tuns überführt, das ist schon beeindruckend. Bin sehr gespannt ob dieses Buch zur Kenntnis genommen wird.
Die Lektüre ist erhellend und ernüchternd zugleich!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. April 2014
Das Buch von Achim Doerfer befasst sich mit den großen Verdienern und den großen Steuervermeidern - bei Unternehmen und bei Privatpersonen. Neben einer Analyse mit vielen überraschenden, unterhaltsamen Details wendet es sich auch dem großen Bild zu: Was läuft im System falsch, wie könnte Steuergerechtigkeit aussehen? Dabei wird uns nicht eine plumpe Neiddebatte verkauft und nicht eine plumpe Litanei gegen die angeblich Reichen, die oft eben doch nur Normalverdiener sind. Es geht nicht um Steuererhöhungen, sondern darum, dass einige der Superreichen sich ihr eigenes Steuersystem machen - zu Lasten aller anderen. Wo die Politik den Konflikt mit den Mächtigen scheuen will, um bei den wenig Mächtigen die Steuerschraube weiter anzuziehen, da geht es Doerfer darum, den umgekehrten Weg zu beschreiten: Nämlich alle nach gleichem Mass den geltenden Regeln zu unterwerfen und damit Entlastungen für alle möglich zu machen. Er stellt nicht zuletzt die scheinbare oder gespielte Ahnungslosigkeit der Politik bloß. Das Buch ist keine trockene Fachmaterie. Es ist unterhaltsam, spannend geschrieben, aufrüttelnd, manchmal wie ein Krimi. Jedem Finanzpolitiker wünsche ich es auf den Nachttisch. Und uns wünsche ich das Bewusstsein, dass dem Wähler und unser aller Gerechtigkeit die Steuergelder und deren Kontrolle zustehen. Ich kann die Lektüre nur ans Herz legen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. Dezember 2014
Dieses Werk sollte zur Pflichtlektüre aller Politiker und politisch Interessierten werden. Es ist unglaublich, dass Politiker immer wieder von Steuererhöhungen sprechen und damit der "kleine Mann" abgezockt wird. Dabei leisten sich die großen internationalen Firmen den Luxus von Steuervermeidungsabteilungen, um nur in Deutschland keine Steuern bezahlen zu müssen. Namentlich geht es um IKEA, Amazon, Apple, Google, Facebook, Starbucks, SAP, FIAT und andere, die sich in Irland, Luxemburg und in den Niederlanden mit ihrem Hauptsitz (Holding) den deutschen Steuern entziehen. Aber genau diese Firmen fordern eine Infrastruktur, damit Ihre Produkte rechtzeitig beim Kunden sind, auch Bildung. Den Kosten für die Infrakstruktur (Kindergärten, Schulen, Hochschulen, Polizei, Justiz) entziehen sie sich aber. Und die Politik schaut zu und unternimmt nichts. Der Autor belegt seine Aussagen mit viele Zitaten und Belegen und wirkt somit sehr glaubwürdig.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. Januar 2015
In einer verständlichen Sprache geschrieben, mit Witz und Ironie gespickt, schafft es der Autor, uns eine sehr komplexe Thematik näher zu bringen. Bis zum Ende merkt man dem Buch an, dass eine hervorragende Recherche vor der Verfassung stattgefunden haben muss. Dieses Buch sollten all diejenigen lesen, die schon immer einmal wissen wollten, wie die Großkonzerne und die Superreichen es tatsächlich schaffen, Schlupflöcher aufzutun, um Steuerzahlungen vermeiden zu können. Als steuerzahlender Ottonormalverbraucher staunt man beim Lesen nicht schlecht und erfährt so einige interessante Neuigkeiten, die die Medien definitiv verschweigen. Und, dieses Buch ist ein gelungener Aufruf an die Gesellschaft, für mehr steuerliche Gerechtigkeit im eigenen Land zu sorgen. Ich kann dieses Buch, welches ich innerhalb von zwei Tagen durchgelesen habe, da es so spannend verfasst ist, nur jedem empfehlen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. März 2014
Sicher ist dieses Buch aktuell. Der Verfasser greift Themen auf, die wohl verschlüsselter und undurchsichtiger nicht sein könnten; gleichwohl liest sich das Buch prima. Aktuelle Themen leiden immer am Populismus, welcher wesentliche Aspekte und Hintergründe übersieht. Dieses Buch ist anders. Doerfer behandelt - ohne sich in Details zu verlieren - alle entscheidenden Inhalte, die das Konstrukt Steuerhinterziehung in den oberen Reihen erklären. Im Gesamten eine fleissige und humorvolle Arbeit. Ich empfehle es uneingeschränkt.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. März 2014
Ich habe mich auf keiner Seite gelangweilt, sondern das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen. Es ist hervorragend geschrieben (wenn man leichte ironische Untertöne schätzt), es ist thematisch spannend (wer wußte schon, wie man es legal schafft, gar keine Einkommensteuer zu zahlen, Stichwort: five flags) und voller Fakten, die nicht dröge, sondern unterhaltend den Leser klüger machen. Ich kann es sehr empfehlen und habe es mir als Geschenk für andere vorgemerkt.
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