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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erschütternd
Es gibt wohl nur wenige Bücher, die den Leser so erschüttern wie Rithy Panhs Zeitzeugenbericht über den Völkermord der Roten Khmer zwischen 1975 und 1979, dem etwa 1,7 Millionen Kambodschaner zum Opfer fielen. Panh - bekannt geworden durch seinen Dokumentarfilm über das Foltergefängnis S21 in Phnom Penh, in dem sich fürchterliche...
Veröffentlicht am 12. April 2013 von F. Hirschinger

versus
2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Konfus
Zusammenhanglose Aneinandereihung von kurzen Textblöcken ohne roten Faden. Ich hatte deutlich mehr erwartet, da mich das Thema interessiert. Mit der Schreibweise des Autors konnte ich leider garnichts anfangen.
Vor 18 Monaten von S. Trinkaus veröffentlicht


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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erschütternd, 12. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Auslöschung. Ein Überlebender der Roten Khmer berichtet (Gebundene Ausgabe)
Es gibt wohl nur wenige Bücher, die den Leser so erschüttern wie Rithy Panhs Zeitzeugenbericht über den Völkermord der Roten Khmer zwischen 1975 und 1979, dem etwa 1,7 Millionen Kambodschaner zum Opfer fielen. Panh - bekannt geworden durch seinen Dokumentarfilm über das Foltergefängnis S21 in Phnom Penh, in dem sich fürchterliche Verbrechen ereigneten (brutale Folterverhöre, Hinrichtungen, Vivisektionen, Menschenversuche) - berichtet über seine Begegnung mit dem früheren Leiter von S21 Duch, den er viele Stunden lang interviewte und filmte. Dem Leser begegnet ein auf den ersten Blick gebildeter, menschlich beinahe sympathisch erscheinender Täter, wie man sie auch aus Filmen und Büchern über andere Verbrecher des 20. Jahrhunderts kennt. Es sind zugleich aber auch Täter, von denen sich die meisten nicht oder nur ungenau erinnern wollen. Stattdessen leugnen, lügen und verdrängen sie, sie versuchen sich zu rechtfertigen und sind trotz scheinbarer Wandlung noch immer in ihrer früheren Sprache und Denkweise befangen. Panh setzt sich dieser Konfrontation aus, obwohl er bemerkt, wie der frühere Täter Duch über ihn Macht zu gewinnen versucht und in ihm verschüttete traumatische Erlebnisse aus der Zeit des Völkermordes der Roten Khmer wachruft. Diese Erlebnisse erzählt Panh in langen Rückblenden: Die Deportation der städtischen Bevölkerung aus Phnom Penh nach der Eroberung durch die Roten Khmer (1975), die Verschickung aufs Land unter unsäglichen Bedingungen, Hunger, Entmenschlichung, die Zerstörung jeglicher Individualität, das Massensterben, dem auch mehrere von Panhs Familienangehörigen zum Opfer fielen, Panhs Tätigkeit in einem Krankenhaus voll todgeweihter verfaulender Menschen.

In den Text eingestreut sind Reflexionen über das Verhältnis von Tätern und Opfern, die entmenschlichende Wirkung totalitärer Ideologien und die Bewahrung menschlicher Würde, die juristische und historische Aufarbeitung von Völkermord, Panhs eigene Traumatisierung, die sich in Depressionen und Schlaflosigkeit äußert. Panhs Buch ist nicht in einzelne Kapitel oder nach Themen gegliedert, sondern erscheint wie ein breiter Strom aus Erinnerungen, eingeflochtenen aktuellen Ereignissen und Reflexionen, die den Leser in eine dunkle Vergangenheit tragen. Dennoch lässt Panh den Leser nicht ohne Hoffnung zurück. Er macht mehrfach deutlich, dass er an die Kraft des Individuums glaubt. Jeder hat die Möglichkeit, sich dem Bösen zu verweigern und nicht zum Täter zu werden.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaubliches Zeitzeugendokument, 25. November 2013
Eines vorweg: Schon zu Beginn nennt der Author seine Hauptintention, nämlich die vergangenene Verbrechen zu analysieren und zu verstehen - was allerdings mit zunehmender Seitenzahl immer weiter in die Ferne rückt. Nein, verstehen kann man es nicht, und man hat auch nicht den Eindruck dass der Author es versteht. Vielleicht ist Verstehen auch gar nicht möglich, und vielleicht ist es in Wahrheit gar nicht das, was zählt. Denn die "Handlung" besteht abwechselnd aus Erinnerungen an die damals erlebten Verbrechen, andererseits aus Interviews mit dem Chef der Foltergefängnisse, dem Kopf hinter den Verbrechen, einem Mathematiklehrer, der eine menschenverachtende Ideologie weiterhin als abstrakte Philosophie im Hinterkopf zu haben und absolut gar nichts aus der Vergangenheit gelernt zu haben scheint, nicht einmal seine Schuld einsieht oder wirklich anerkennt. Besonders der Kontrast ist verstörend; einerseits "Duch", der alle Schuld von sich weist und sich ins Christentum und die Bibel flüchtet, leugnet, trivialisiert, zu allem Überfluss auch noch sein vergleichsweise mildes Urteil und die ignorante Haltung der Richter und Anwälte während des internationalen Prozesses (wobei die Vermutung ausgesprochen wird dass die internationale Gemeinde insbesondere deshalb zurückhaltend sei weil sie mit dem Regime kollaborierte und deshalb kein Interesse daran hätte dass allzu viele Details bekannt würden) - andererseits die Berichte wie er anderen beim Sterben zusah, Kinder die vor seinen Augen verhungern, die Folterpraktiken, die Arbeit auf den Massengräbern, die erlogenen Geständnisse, die Hoffnungslosigkeit, das Auslöschen des Individuums in einer unvorstellbaren Ganzheit - und auch die wenigen, die ihren Stolz bewahrten, und die Details zu deren Tod. Insofern seien sensible Menschen vorgewarnt, denn einige Beschreibungen sind so detailgetreu und verstörend dass selbst Hartgesottene Probleme bekommen könnten. In jedem Fall hat mich kaum ein Buch je so verstört wie dieses Werk, doch genau deshalb ist es so wichtig.

Wenn diese Version der Wahrheit nicht bekannt wird, wird an ihre Stelle eine andere treten, die die Vergangenheit und all die Menschen die in diesem barbarischen Regime qualvoll gestorben sind, ausgelöscht wurden, mit Füßen tritt und die historische Wahrheit durch die der Gegenwart ersetzt, durch Interessen ersetzt die am Individuum ebenso wenig Interesse haben. "Wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit" - und wer die Vergangenheit kontrolliert die Zukunft? Oder wie war das bei Orwell? Wollen wir dass dieses Szenario wahr wird? Und sei es auch nur in Bezug auf ein Stück Geschichte, das uns gar nicht zu betreffen scheint? Der Schein ist nicht immer die Wahrheit - auch wenn es im Interesse vieler sein mag das zu glauben, und eine eigene Realität zu schaffen. Solange es Authoren wie Herrn Panh gibt hat die Öffentlichkeit auch immer noch eine andere Wahl, eine andere Perspektive. Wer weiterhin an den Menschen glauben will sollte sich dieser nicht verschließen.
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5.0 von 5 Sternen Ergreiffend, 9. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Auslöschung. Ein Überlebender der Roten Khmer berichtet (Gebundene Ausgabe)
Das Schicksal von Rithy Panh verwebt mit der Aufarbeitung der Geschichte seines Landes und dem Treffen mit Folterknechten des Regimes ist absolut authentisch und sehr tiefgründig. Ob es nun der Holocaust, Stalins Regime oder Kambodschas Terrorherrschaft ist, der Mensch ist zu solchen industriellen Grausamkeiten anscheinend bereit und mit der ideologischen Grundlage lässt sich jedes Verbrechen rechtfertigen. Die Kante zum Abgrund scheinbar stabiler sozialer Gemeinschaften kann verdammt nahe und erbarmungslos sein.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ergreifende, und teilweise erschreckender Inhalt, 24. September 2013
Von 
Dirk (Hofheim am Taunus) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Auslöschung. Ein Überlebender der Roten Khmer berichtet (Gebundene Ausgabe)
Das Buch lässt keinen Zweifel an der Authentizität.
Was der Autor erlebt hat möchte man keinem Wünschen.
Ich hätte nie gedacht, dass sich nach dem Holocaust ähnlich brutale Verbrechen wiederholen können.
Dieses Buch schildert eindrucksvoll den Aufstieg der Roten Khmer, den Schrecken und die unbeschreiblichen Greueltaten.
Damit man versteht warum die Welt nichts bemerkte, und was sonst noch um Kambodscha herum passierte sollte man noch ein paar weitere Bücher hinzuziehen.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Versuch einer Aufarbeitung..., 3. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Auslöschung. Ein Überlebender der Roten Khmer berichtet (Gebundene Ausgabe)
... eines Betroffenen und als solche unzweifelhaft wertvoll. Allerdings in etwas gewöhnungsbedürftiger Art und Weise geschrieben bzw. zusammengestellt. Aufgrund des Letzteren (subjektiven Aspektes) ein Stern Abzug.
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2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Konfus, 12. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Auslöschung. Ein Überlebender der Roten Khmer berichtet (Gebundene Ausgabe)
Zusammenhanglose Aneinandereihung von kurzen Textblöcken ohne roten Faden. Ich hatte deutlich mehr erwartet, da mich das Thema interessiert. Mit der Schreibweise des Autors konnte ich leider garnichts anfangen.
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Auslöschung. Ein Überlebender der Roten Khmer berichtet
Auslöschung. Ein Überlebender der Roten Khmer berichtet von Rithy Panh (Gebundene Ausgabe - 14. März 2013)
EUR 19,99
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