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Kundenrezensionen

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Während nun bereits drei Jahrhunderten boten sie Stoff für Klatsch und Tratsch, wurden verrissen und in den Himmel gehoben, geliebt und angefeindet, gespielt und vereinnahmt. Sie waren und sind die Damen und Herren des Bayreuther Hügels, sie sind Komponisten, Festspielleiter, Regisseure und deren Partner und Kinder, sie sind Der Wagner Clan". Nicht jeder von ihnen ist im Schoße der Familie willkommen und legendär ist der Kampf der drei Titaninnen um die Nachfolge von Wolfgang Wagner im lauschigen Festspielhaus, ein Kampf, der Jahre tobte und den die Frau des Richard-Wagner-Enkels Wolfgang nicht überlebte. Dass diese Familiengeschichte für Spannung und einen gloriosen Schein, ebenso aber auch für dunkle Momente und große Tragik gut sein mag, ahnt wohl jeder und Jonathan Carr, britischer Journalist mit reichlich Deutschland-Erfahrung und exzellenter Wagner-Kenner hat diese Geschichte einer deutschen Familie in seiner bei Hoffmann und Campe erschienenen Biografie für alle Interessenten so plastisch aufbereitet, das man meinen mag, dazu zu gehören. Leider kann Carr diesen Erfolg nun nicht mehr genießen, er ist im späten Frühjahr 2008 gestorben und auch die Wagner-Nachfolge ist mittlerweile geklärt, es gibt ein Führungsduo mit den beiden Halbschwestern.
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am 11. August 2010
Was muss man recherchieren,um ein solches Buch zu schreiben. Nicht wenige der Protagonisten leben noch und würden ihre Persönlichkeitsrechte geltend machen, wenn hier falsche Behauptungen aufgestellt werden.

Die Geschichte einer Familie darzustellen, die so sehr öffentlich ist, so sehr mit den politischen Verhältnissen verquickt ist, bedeutet, hier wird ein Stück deutsche Geschichte entfaltet,ob es nun der Antisemitismus oder die Bewältigung der Nazi-Zeit ist. Es ist nie nur Privatsache der Familie "Wagner",sondern Hinweis auf gesellschaftliche Strukturen, die Carr nicht vernachlässigt,sondern in die Familiengeschichte einführt.

Manche Mitglieder dieser Familie kamen einem ja gruselig vor, wie Winifred oder Houston Stewart Chamberlain, aber andere werden lassen einen gruseln, wenn man diese Familiengeschichte gelesen hat, wie Wieland Wagner.

Carr entfaltet die Porträt der verschiedenen Protagonisten dieses "Clans" über Jahrzehnte hinweg und zeichnet ein klares Bild unablässiger Machtkämpfe. Die Oper wird im echten Leben fortgesetzt.

Diese Geschichte ist nicht zu Ende. Die Beerdigungsfeier für Wolfgang Wagner gab neunen Stoff- für eine unendliche Geschichte der Positionskämpfe.

Ein sehr lesenwertes Buch.
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am 19. Mai 2009
Für mich war die Geschichte der Wagnerfamilie neu und ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Anfangs störte mich etwas, dass das Buch nicht streng chronologisch vorgeht und einiges voraussetzt.
Nach kurzem Einlesen ist es aber nicht mehr schwierig und der Stammbaum im Klappenteil erleichtert den Überblick. Spannend sind auch zahlreiche Details und Fakten, die die Geschichte beleben. Differenziert und recht neutral gestaltet sich auch der nationalsozialistische Zusammenhang. Bei Brigitte Hamann (die ich später laß weil Carrs Buch mir Lust auf mehr gemacht hatte) störte mich manches Mal der etwas emotional belastete Unterton.
Ein schönes Buch um sich genauer mit der Familie Wagner zu befassen und ein Buch, dass Geschichte spannend präsentiert. Mir hat es sehr gut gefallen.
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am 21. Januar 2014
Ein bisschen langweilig : auch ich komme nicht um die 5 Sterne herum. Das Buch beschreibt die Geschichte der Wagners als Familiengeschichte im Kontext der europäischen Geschichte. Selbst die kurzen Erklärungen zum historischen Umfeld sind um vieles besser als manche Spezialpublikation. Wichtig ist, dass der Autor hier nicht einseitig wertet : Richard schwierig, Cosima hörig, Wieland opportunistisch und genial, Friedelind gerecht ... usw. Man erkennt eine "typisch wagnersche" Prägung der Charaktere und bekommt auch mit, woher sie stammen könnte. Manche Geschichte wirkt wie slapstick... und war es wohl auch: das Theatralische gehörte nun mal zu den Wagners.Interessant ist, wie differenziert der Autor mit dem wichtigen Thema des Wagnerschen Antisemitismus umgeht : hier wird nichts verschwiegen, allerdings wird so manche einseitige Analogie (Wagner gleich Hitler) abgelehnt.Somit hebt der Autor die Wagners nicht in den Himmel, verdammt sie aber auch nicht undifferenziert. Mit Liebe werden die kleinen "Macken" der Familienmitglieder beschrieben (auch nicht Wagners sollen ja so etwasw aufweisen !), dabei werden die großen künstlerischen Leistungen einzelner Familienmitglieder gewürdigt, besonders auch jener, die später in Ungnade fielen und zum Beispiel in WWs Memoiren kaum noch erwähnt wurden.
Eine der besten Darstellungen zum Thema, mit einer unglaublichen Gedankendichte hochinteressant geschrieben.
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am 16. Oktober 2008
Interesse an der Geschichte von Richard Wagner und seiner Familie muss man natürlich mitbringen, aber dann kann man den Band - jedenfalls nach den ersten Kapiteln - nicht mehr aus der Hand legen.
Die Kapitel über Richard Wagner selbst haben recht viel Theoretisches und zahlreiche Zitate in der Sprache aus dessen Zeit enthalten. Die Mühe sie trotzdem zu lesen, hat sich aber gelohnt, weil auch wenig bekanntes aus dem Leben des "Meisters" zu erfahren war. Anschließend war das Buch dann immer leichter zu lesen und wurde enorm spannend. Eine Biografie für jedermann, die dazu verhilft, die aktuellen Nachrichten über die Nachkommen bzw. den Streit um die Nachfolge von Wolfgang Wagner als Festspielleiter zu verstehen. Als Nachlektüre ist das Buch "Nach über Bayreuth" von Richard Wagners Enkelin Friedelind zu empfehlen.
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am 10. August 2015
Das Buch ist sehr zu empfehlen und bietet einen guten Überblick, der im ersten Kapitel die Geschichte von Wagner und seiner zweiten Ehefrau Cosima beleuchtet, danach kurz das politische Engagement Wagners 1848/49 darstellt und im dritten Kapitel die Beziehung von Wagner und Ludwig II. zu sprechen kommt. Alleine diese drei Kapitel wären dazu geeignet, hoffnungslos ins Schwadronieren zu verfallen. Der Autor tut dies nicht. Er beahrt eine vorsichtige Distanz zu seinem Stoff, ohne dabei überheblich zu werden. Die Titel der Kapitel 4-19 kann man in der Buchvorschau nachschlagen. Er hat viele Quellen studiert und ist mit den wichtigsten Ergebnissen der Wagner-Forschung vertraut. Zu vielen Punkten kann man natürlich noch detailliertere Darstellungen finden, aber gerade der Überblick macht die Lektüre so spannend. Die Gewichtung und Bewertung der Quellen ist nachvollziehbar, wobei sowohl die unbestreitbare faschistische Verstrickung der Familie Wagner als auch gegenläufige Tendenzen, d.h. einzelne Versuche, daraus auszubrechen, angemessen dargestellt werden. Die Geschichte von Friedelind Wagner (1918-1991), einer Urenkelin Richard und Cosima Wagners, ist besonders spannend und wird ausführlicher dargestellt, ohne dass Friedelind wegen ihrer aufrechten antifaschistischen Haltung einfach glorifiziert würde. Im Schlussabschnitt ermutigt Carr die heutigen Mitglieder des "Wagner-Clans", die Ausarbeitung einer wissenschaftlich fundierte Geschichte Bayreuths zu fördern, z.B. durch die Freigabe von Quellen, die unter Verschluss gehalten werden.
Zur Bewertung: einen Punkt Abzug gibt es für einige historisch-politische Fehlurteile über die Zeit nach dem 2. Weltkrieg, die einer streng westlich anti-kommunistischen Lesart des Kalten Krieges geschuldet sind. Einige Stellen klingen nachgerade revisionistisch, durch die Gleichsetzung der NS-Mordmaschine mit der sowjetischen Politik nach 1945, die - anders als Carr unterstellt - gerade nicht expansiv war. Aggressive Tendenzen gab es eher auf westlicher Seite. Die Legende von der sowjetischen "Bedrohung" Westeuropas ist durch die Öffnung der Moskauer Archive nach 1991 jedenfalls vielfach widerlegt worden.
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am 13. Januar 2015
Die Nachkommen Richard Wagners sind schwer einzuschätzen; ihre Umtriebe, ihre Statusspiele, ihr Machtdünkel, ihre Geisteshaltungen sind schwer zu verstehen. Und die Komplexität des ganzen Wagner-Gewirrs ist schwer zu beschreiben. Welche Beziehungen bestehen zwischen den wohlklingenden Namen? Was dachte Cosima über Winifred? Warum stritten sich Wolfgang und Wieland? Was verband Friedelind und Gottfried? So spannend (und unterhaltsam) die Antworten vielleicht auch sein mögen, der Beziehungs- und Intrigen-Knoten ist schwer zu entwirren. Umso erstaunlicher ist es, dass es Jonathan Carr in seinem Buch "Der Wagner-Clan" so (scheinbar) spielerisch gelingt.

Es ist schon beachtlich und staunenswert, wie souverän Carr durchs Labyrinth der Wagner-Familiengeschichte schreitet. Seine Einschätzungen sind meist realistisch; seine Beschreibungen kausaler Zusammenhänge sind nachvollziehbar; seine Einordnungen ins jeweilige (politische und soziale) Zeitgeschehen sind kenntnisreich und plausibel. Dass Jonathan Carr dabei einen zeitlichen Bogen von mehr als 130 Jahren spannt, ohne die Übersicht zu verlieren, ist lobenswert. Aber dass Carr seine Leser - darüber hinaus - so besonnen-beherrscht bei der Hand nimmt, dass auch das Publikum den Faden nie verliert, ist doppelt reputierlich.

Selten findet man eine so verständliche (und größtenteils objektive) Darlegung zum Diskussions- und Problemfeld des Wagnerschen Antisemitismus. Kaum je liest man eine so differenzierte, realistische Einschätzung und Darstellung der tatsächlichen Relevanz und Popularität von Wagners Dramen im "Dritten Reich". Und vielleicht gibt es keine sachlichere, aufgeklärtere Erörterung des Verhältnisses zwischen Wieland und Wolfgang nach dem Krieg (und der Antriebskräfte beider Brüder). Jonathan Carrs Schilderungen sind (auch) darum so sinnfällig, weil Carr die klare Positionierung nicht scheut. Über Wieland und Wolfgang schreibt Carr: "Wer das Zeug für die Führung eines künstlerischen [...] Hauses besaß, war Wolfgang und nicht sein brillanter, aber launischer, introvertierter und unpraktischer Bruder" (S. 391). Nie versteckt Jonathan Carr die eigene Meinung hinter diplomatischer Phrasendrescherei.

Dessen muss sich der Leser bewusst sein. Jonathan Carr will kein neutraler Historiker sein, der eine faktenreiche Datensammlung präsentiert. Jonathan Carr ist ein Geschichtenerzähler (mit großem Verständnis der Erzählkunst). Seine Porträtzeichnungen sind manchmal pointiert, stilisiert und überspitzt. Aber gerade darum erscheinen sie so hervorragend in den Erzählfluss eingebettet. Siegfried Wagner ist "mit seinem Humor, seiner Geduld und den makellosen Manieren" (S. 264) ein Ausbund von "Ausgeglichenheit, Ironie, Toleranz" (S. 162). Adolf Hitler und der Nationalsozialismus sind - bei Jonathan Carr - der "'Führer' und seine grausige Bewegung" (S. 246), sein "Pack" (S. 444). Und Joseph Goebbels ist einfach "der schäbige kleine Nazi mit dem Klumpfuß" (S. 211).

Auch darum liest sich "Der Wagner-Clan" streckenweise (fast) wie ein Roman. Jonathan Carr hat ein Gespür für narrative Kunstgriffe, Spannungsaufbau und Kurzweil. Und zum Schluss gelingt Carr das größte Kunststück: Die Wagner-Verwirrung des Lesers weicht der Neugier; und nach Zuklappen des Buchs ist man gespannt, wie die Wagner-Geschichte weitergeht.
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am 28. März 2015
Gut geschriebene Sage des Wagner Clans. Ich habe dieses Buch an einen Menschen namens Wagner verschenkt. Dieses Buch beschreibt anschaulich die vielen Wege der Familie Wagner, mit all der prekären Vergangenheit einiger Familienmitglieder. Sehr aufschlussreich. Hinterlässt auf jeden Fall Wirkung, ob so oder so, über diese Familie.
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am 13. Januar 2010
Eine sehr interessante und lesenswerte Darstellung der gesamten Wagner Dynastie vom Großvater bis zu den Enkeln.
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am 22. August 2013
über wagner habe ich schon viel gelesen, mein frau hat o.a. buch gelesen, hat vieles neues entdeckt. ich bin dabei mich dadruch zu arbeiten. kann noch keine beurteilung abgeben. wird noch eine weile dauern. vielleicht später.
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