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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hoffnung auf eine Fortsetzung!, 21. September 2007
Von 
Cecilie (Castrop-Rauxel) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Feder im Sturm (Taschenbuch)
Bei der Vorstellung des Buches im 3 Sat Magazin "Kulturzeit" meinte der Moderator Dieter Mohr, er sei ein Jahrgang mit der Autorin Emily Wu, doch nachdem er das Buch las, glaubte er nicht, dass sie beide auf dem gleichen Planeten aufgewachsen seien.
Emily Wu beschreibt eine Jugend im China Mao Tse Tungs.
Staatliche Willkür herrschte im Reich der Mitte. Familien werden auseinandergerissen, es gibt Hungersnöte und staatliche Anordnungen, bei denen man nur den Kopf schütteln kann.
Wer Biographien aus China kennt, weiß, dass die Geschichte von Emily Wu nicht neu ist, doch gelingt es Emily Wu ihre Kindheit und Jugend ergreifend realistisch und ohne großes Pathos zu erzählen.
Sie schreibt in einem sehr flüssigen und interessanten Stil und schafft es die Stimmung jener Zeit einzufangen.
Mit Maos Tod endet das Buch!
Leider...!
Man kann die Autorin nur ermuntern weiter aus ihrem Leben zu berichten!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Ein Mädchen vom Land, das gelernt hat, Schuhe zu tragen!", 3. April 2008
Von 
Amazon Kundenrezensionen "wolfgang_neubacher" (A - 5203 Köstendorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Feder im Sturm (Taschenbuch)
Dieses Buch ist die erschütternde Abrechung einer jungen chinesischen Frau mit der Ära der letzten Jahre Maos in China (wobei die Autorin 1981 in die USA auswandern konnte).
Yimao ("Maomao") Wu, 1958 geboren, stammt aus einer Intellektuellenfamilie. Diese Familie wird, da der Vater als "Rechtsabweichler" 3 1/2 Jahre in einem Straflager verbringen musste, nach Hefei (heute eine Stadt mit rund 750 000 Einwohnern) verbannt. Der Hauptvorwurf gegen den Vater: sein Studienaufenthalt in den USA.
1964 wird er rehabilitiert; 1966 beginnt dann die wirkliche Katastrophe für ihn und seine Familie: die "Große Proletarische Kulturrevolution". Lau Mao sollen die "4 Alten" ausgemerzt werden: das alte Denken; die alte Kultur; die alten Sitten; die alten Gewohnheiten.
Hauptfeinde dieser Revoltuion sind die Intellektuellen, die Gebildeten: als "Scheiße der Nation" werden sie bezeichnet. Vor allem gegen sie richtet sich der Terror der "Roten Garden" (der historisch Gebildete erinnert sich an den Terror der SA!)
Die Familie (Yimao hat noch 2 Brüder) wird mehrmals auseinandergerissen; sie wird u.a. in ein "Kuhdorf" verbannt, darf dann aber in die Stadt Wuhu ziehen und überlebt den Terror dieser Jahre.
Die stärkste Persönlichkeit aller vorkommenden Personen ist Yimao: ihr stiehlt man ihre Kindheit; sie macht als Kind Sachen durch, die in anderen Ländern wahrscheinlich nicht einmal viele Erwachsene ertragen würden. Erst als Mao 1976 stirbt, wendet sich das Blatt.
Generell fällt auf, wie die Menschen zueinander brutal sind - nicht nur die ideologisch Verblendeten zu ihren "Feinden". Ein Menschenleben gilt generell nichts; Neugeborene (meist Mädchen) werden auf dem Land immer noch ermordet; Mädchen (Frauen) sind weit weniger wert als Männer. Ehen werden von den Eltern ausgehandelt, ohne auf die Kinder Rücksicht zu nehmen; auch deswegen sind Selbstmorde aus Verzweiflung an der Tagesordnung - mit einem Wort: die chinesische Gesellschaft entpuppt sich - mitten im 20. Jahrhundert - als ziemlich rückständig.
Umso bemerkenswerter die Kraft des jungen Mädchens bzw. der jungen Frau, dies alles durchzustehen und zu überleben (auch mit Hilfe ihrer Eltern). Trotzdem denkt sie nicht nur einmal an Selbstmord...
Ein unheimlich spannendes, einen nicht loslassendes Buch, das so einiges zum Verständnis der heutigen Situation in China beiträgt!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Kindheit unter brabarischen Bedingungen, 9. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Feder im Sturm (Taschenbuch)
Emily Wu Feder im Sturm Hoffmann und Campe
ISBN 345550034X

Wie Federn im Sturm haben die Mitglieder der Familie Wu die revolutionären Umstürze in China durchlebt!

Die Erinnerungen von Emiliy Wu an ihre Kindheit in China beginnen im frühen Kindesalter. Sie ist 1958 geboren und lebte kurz nach ihrer Geburt bei Verwandten, wo sie sich als Kind der Familie wohl fühlte. Mit drei Jahren wurde sie zu ihren Eltern nach Hefei zurück gebracht. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass diese Leute ihre Eltern waren.

Während ihrer Kindheit gerät sie mitten hinein in die Kulturrevolution. Da ändern sich die Verhältnisse täglich und stündlich.
Ihr Vater war Amerikanistik-Professor.
Einmal darf der Vater noch unterrichten, im nächsten Moment wird er zum Klassenfeind und Spion abgestempelt. Die Schikanen sind ohne Zahl. Man kennt die Anprangerung durch Selbstbezichtigung und Geständnisse, die man sich ausdenken mußte, um der Rachsucht der aufgebrachten Massen zu genügen. In dem aufgeheizten Klima der Revolution wurden sadistische Neigungen in Menschen angereizt, die zu unvorstellbaren Demütigungen und Misshandlungen führten.

Emily muß mit ansehen, wie die Großmutter als ehemalige Großgrundbesitzerin aus der Familie vertrieben wird.
Ihr Vater wird zusammengeschlagen, verprügelt und gedemütigt.

Schon als Kind zeigt Emily eine starke Persönlichkeit, trifft früh eigene Entscheidungen, handelt selbständig und lässt sich nichts gefallen. Zugleich ist sie eine liebevolle Tochter, die ihren Eltern zur Seite steht und hilft, wo sie nur kann.
Immer wieder werden durch die äußeren Umstände Freundschaften aus einander gerissen. Zur Umerziehung werden die Mitglieder gebildeter Schichten in ferne Landstriche und in bäuerliche Regionen oder in Straflager geschickt.
Mit sensiblen und wachen Augen verfolgt Emily, was sich um sie her tut. Dabei ist sie als Kind von Akademikern häufig selber Schikanen ausgesetzt. Für ein Kind von 8 Jahren hat sie sich intelligent, mutig, schlau und tapfer geschlagen.

Allseits verpönte Bücher wurden als Toilettenpapier benutzt. Emily findet sie, liest sie, und die Bücher der Weltliteratur eröffnen ihr eine andere, bessere Welt, in die sie eintauchen kann!

Die Verhältnisse verschlechtern sich. Emily erkrankt vielfach schwer und nur Zufälle retten ihr das Leben.

Die Strapazen der Verbannung, die beide Eltern triff und die Familie häufig auseinander reißt, Armut, Hunger und Lebensbedingungen, die man Tieren nicht zumuten würde, machen das Leben von Emiliy Wu zu einem Überlebenswunder.
Mit diesem Buch wird kein hoher literarischer Anspruch erhoben.
Als Zeugnis der Kulturrevolution in China ist es von hohem Wert. Menschen wurden verdammt zu ideologischem Handeln, Verrat, Intrigen und Grausamkeiten.
Wenige behielten ihre Würde und konnten sich unbeschädigt aus diesem Inferno retten.
Emily Wu hat es geschafft, wenn auch nicht ohne Wunden und seelische Verletzungen. Viele Kinder und Erwachsene sind der Barbarei zum Opfer gefallen.

Man muß das Buch gelesen haben, um zu begreifen, wozu Menschen fähig sind, im Guten wie im Bösen!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen China ist nicht anders, 28. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Feder im Sturm (Taschenbuch)
Als Emily Wu den Terror in seiner grausamsten Ausprägung erlebte, bildete sich Europa ein, das so etwas gar nicht mehr existiert.... Umso wichtiger ist es, dass Bücher wie dieses daran erinnern und es uns vor Augen führen.
Fesselnd, hineinziehend ist der Stil, man kann nicht "draussen" bleiben und Abstand nehmen von Emily Wus Schicksal und vom Schicksal der gequälten, gemarterten und gedemütigten Menschen. Opfer und Täter waren viele von ihnen. Wir schließen beim Lesen manche ins Herz und manche verabscheuen wir und mitten im Dunkel wächst plötzlich Menschlichkeit dort, wo man sie nicht erwartet hätte. China ist nicht anders als der Rest der Welt, nur geschehen gleiche Dinge zu verschiedenen Zeiten an verschiedenen Orten. Für diese Einsicht bin ich Emily Wu dankbar, aber auch dafür, dass sie durch ihr Buch eingehendst darauf hinweist, wie kostbar Kinder sind und was ihnen die Welt eigentlich schuldig wäre....
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4.0 von 5 Sternen Geschickt verknüpft, 29. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Feder im Sturm (Taschenbuch)
Emily Wus Geschichte wird in der Ichform erzählt. So begleitet der Leser das Mädchen Yimao ' Emily Wu änderte ihren Namen wie viele ihrer Landsleute später in einen englischen um - durch ihre harte und entbehrungsreiche Jugend voller sozialer Unterdrückung, staatliche Schikanen und kommunistischen Fanatismus. In der ersten Hälfte des Buches stehen die massiven Probleme der Familie während der Kulturrevolution in China im Vordergrund, die zweite Hälfte schildert die Veränderungen im Leben der Familie durch die Ereignisse der 1960er Jahren.
Geschickt verknüpft Wu zusammen mit ihrem Co-Autor Larry Engelmann die historische Vergangenheit Chinas mit klassischer belletristischer Erzählung und erzählt ihre Kindheit und Jugend auf diese Weise sehr anschaulich, lebensnah und unterhaltsam zugleich. Dabei vermeidet sie es, auf die Tränendrüse zu drücken; so erschütternd und unvorstellbar manche Grausamkeiten sind, unter denen die Familie zu leiden hat, so unprätentiös wird von ihnen berichtet. Mit viel Feingefühl gelingt Wu dadurch ein Rückblick in ihr bewegtes Leben in China. Gleichzeitig vermittelt sie dem Leser viele historische Fakten auf lebendige, plastische Weise. Auch wenn die Familie viel erdulden muss, ist der Roman unterhaltsam geraten und liest sich flüssig wie eine fiktive Geschichte. Spannung und Dramatik resultieren aus der jeweiligen Situation und werden nicht absichtlich forciert, auf allzu drastische Beschreibungen verzichtet Wu, ohne allerdings die Gräueltaten der damaligen Regierungspartei zu verheimlichen. Offen und ehrlich, aber mit genügend Behutsamkeit geht sie das Thema an und trifft dabei genau den richtigen Ton. So ist ihr mit 'Feder im Sturm' ein Roman gelungen, der nicht nur Chinareisenden und Historikern gefallen wird, und der ein lebendiges Porträt eines Landes im Umbruch zeichnet.

Neben der schicken Hardcoverausgabe von 2007 gibt es den Roman seit April 2009 auch als günstiges Taschenbuch zu erwerben.
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5.0 von 5 Sternen carolin, 10. Februar 2012
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Rezension bezieht sich auf: Feder im Sturm (Taschenbuch)
Ein sehr gutes Buch mit sehr interessantem Hintergrund. Habe ich ohne Unterbrechung durchgelesen und auch anderen sofort empfohlen. Diese Zeit in China war mir bisher nicht bekannt und hat mich gefesselt. Natürlich brutal aber sicher wahr. So wünsche ich mir unser Leben auf keinen Fall.
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Feder im Sturm
Feder im Sturm von Larry Engelmann (Taschenbuch - August 2007)
EUR 19,95
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