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4.0 von 5 Sternen Alles scheint klar - oder?
Kurz nach dem II. Weltkrieg: In Finsterau, tief im Bayrischen Wald, werden die junge Afra und ihr kleiner unehelicher Sohn mit einem Hackbeil erschlagen in ihrem Zuhause aufgefunden. Daneben sitzt ihr Vater, blutverschmiert, nicht ansprechbar. Die Sache scheint klar: Er hat beide getötet aus Wut auf den losen Lebenswandel seiner Tochter. 18 Jahre später lallt...
Veröffentlicht am 15. Oktober 2012 von Xirxe

versus
39 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Bauerntheater in Serienproduktion
Nun also das neueste Werk von A. M. Schenkel. Bei der Lektüre kommt einem als Erstes gleich der Spruch von Henry Ford in den Sinn: "Any customer can have a car painted any colour that he wants so long as it is black." ("Jeder Kunde kann ein Auto in jeder gewünschten Farbe haben, solange es schwarz ist.") Offenbar folgte auch die Autorin dieser Maxime der...
Veröffentlicht am 3. März 2012 von Thomas Hobbes


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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Alles scheint klar - oder?, 15. Oktober 2012
Von 
Xirxe (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Finsterau (Krimi/Thriller) (Gebundene Ausgabe)
Kurz nach dem II. Weltkrieg: In Finsterau, tief im Bayrischen Wald, werden die junge Afra und ihr kleiner unehelicher Sohn mit einem Hackbeil erschlagen in ihrem Zuhause aufgefunden. Daneben sitzt ihr Vater, blutverschmiert, nicht ansprechbar. Die Sache scheint klar: Er hat beide getötet aus Wut auf den losen Lebenswandel seiner Tochter. 18 Jahre später lallt ein völlig betrunkener Hausierer im Gasthaus von Finsterau, er wüsste, dass für einen bestimmten Mord der Falsche verurteilt wurde. Als der Wirt bei dem Zecher ein Bild des hiesigen Staatsanwalts von früher findet, erzählt er dem Juristen von seiner Entdeckung, der den Fall daraufhin noch einmal unter die Lupe nimmt.
Andrea Maria Schenkels Schreibstil ist speziell. Es gibt keinen chronologischen Ablauf, sondern diverse Beteiligte berichten, wie sie damals die Situation erlebt haben. Daneben steuert Afras Geschichte unaufhaltsam auf den grausamen Moment zu und man (also ich ;-)) weiß wirklich bis zum Schluss nicht, wer nun der Täter war. Dieses fast in Dokumentarform erzählte Verbrechen ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Die einzelnen Abschnitte sind recht kurz und jeweils im Stil der erzählenden Person verfasst, so dass ein durchgehender Lesefluss wie beim Lesen eines 'normalen' Romans eher nicht entsteht. Stattdessen ist es mehr wie das Lesen einer Gerichtsakte, was (zumindest für mich) die Spannung dennoch nicht mindert. Durch die Anpassung der Sprechweise an die jeweiligen Personen wirkt das Ganze ausgesprochen authentisch - schade jedoch, dass es kein Glossar gibt. Denn insbesondere bei den Schilderungen von Afra und auch ihrem Vater werden sehr viele, damals wohl gängige, Ausdrücke benützt, von denen ich nur Bahnhof verstehe (Höll, Grand, anhabisch...).
Besonders beeindruckte mich wie es der Autorin gelingt, einem beim Lesen klar zu machen, wie schnell und leicht man die einfachsten Dinge fehlerhaft interpretiert und damit zu einem falschen Urteil kommt. Beispielhaft sind hier die zwei Abschnitte, in denen der gleiche Sachverhalt aus zwei Sichtweisen erzählt wird. Und plötzlich sieht alles, alles ganz anders aus.
Abzug bei der Punktzahl gibt es für den meiner Meinung nach völlig überzogenen Preis bei gerade einmal 110 Seiten ('netto').
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39 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Bauerntheater in Serienproduktion, 3. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Finsterau (Krimi/Thriller) (Gebundene Ausgabe)
Nun also das neueste Werk von A. M. Schenkel. Bei der Lektüre kommt einem als Erstes gleich der Spruch von Henry Ford in den Sinn: "Any customer can have a car painted any colour that he wants so long as it is black." ("Jeder Kunde kann ein Auto in jeder gewünschten Farbe haben, solange es schwarz ist.") Offenbar folgte auch die Autorin dieser Maxime der Fließbandproduktion: Denn mit "Finsterau" ist ein nahezu exakter Klon von "Tannöd" entstanden, und das auf allen Ebenen: Sujet, Aufbau, Sprachduktus, Ort, Zeit und Milieu, in dem die "Handlung" spielt, ja sogar bis hin zum Umfang und Titel des Bandes - nur eben ein schlechter Klon. Das derb-klischeehafte Bild der bayerischen Provinz, à la Bauerntheater, resp. Komödienstadl, in "Tannöd" noch gebremst durch einen wohl eher zufällig entstandenen Hauch von Sozialkritik, feiert hier fröhliche Urständ - nicht umsonst eignen sich Schenkels Werke wohl vor allem deshalb als Adaption für mehr oder weniger gelungene folkloristische Theateraufführungen. Man beachte nur die Passage: "Alles, was wir hier in dieser Gegend zu sehen bekommen, sind Wirtshausschlägereien oder dass sich die Burschen bei der Kirchweih um ein Mädel streiten und sich gegenseitig die Maßkrüge an den Kopf werfen, aber die haben immer ein riesen Rausch (sic), können sich kaum mehr auf den Beinen halten ..." Ist das wirklich Bayern? Und auch im Hinblick auf den Schreibstil kommt die Autorin offenbar nicht von ihrer ebenso folkloristischen, unsäglichen Mischung aus schlechtem Hochdeutsch und einem Pseudovolkstümlichkeit suggerierenden Kunstbairisch los.
Betrachtet man den neuen Band im Gesamtkontext des Schenkelschen "OEvres", dann ist damit nach der Bauchlandung mit dem selbst gestrickten Fall "Bunker" klar, dass die Autorin wohl nicht anders als so schreiben kann.
Ob freilich die Leser so ein kurzes Gedächtnis haben, dass ihnen diese leicht durchschaubare Masche, mit exakt dem gleichen "Produkt", mit "Krimi in Serienproduktion" also, an frühere Verkaufserfolge anknüpfen zu wollen, nicht auffällt, ist zu bezweifeln. Das Feuilleton wird's schon richten ...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tannöd reloaded, aber trotzdem lesenswert, 30. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Finsterau (Krimi/Thriller) (Gebundene Ausgabe)
Man kann Frau Schenkel sicherlich vorwerfen, dass ihre Romane einander recht ähnlich sind. Aber was sie macht, macht sie wirklich sehr gut. Man kann auch Grass vorwerfen, immer nur über Danzig im zweiten Weltkrieg zu schreiben. Nun gut, Anna Maria Schenkel ist nicht Grass, aber mir gefällt ihr Stil, der in die zeit und die Welt in der ihre Romane spielen genau hineinpasst. Es wird ihr in den vielen ein Stern Rezensionen auch noch vorgeworfen, dass Buch sei zu kurz. Literatur habe ich bislang nicht nach seitenanzahl bewertet. Häufig genug sind Bücher deutlich zu lang. Gerade bei vielen Vertretern der "ernsten Literatur" in Deutschland. Bei Ruges In Zeiten des abnehmenden Lichts oder dem Turm von Tellkamp wollte ich dem Autor ein ums andere mal zurufen, dann weniger mehr sein kann. Es gibt den alten Witz vom Juristen, der seinen 100-seifigem Schriftsatz mit den Worten entschuldigt, für einen 50-seinigen hatte die zeit leider nicht gereicht. Bei finsterau ist kein Wort zuviel und genau so sollte es sein.

Empfehlung, wenngleich Kalteis besser ist.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen krimis von Schenkel, 16. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Finsterau (Krimi/Thriller) (Kindle Edition)
Finsterau ist zu empfehlen, allen,die Bücher von A.M.Schenkel kennen und lieben.
Die etwas spezielleren Krimis.Ich finde Spitze!
Habe schon Tannöd und Kalteis gelesen.Auch super.
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23 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Finster in jeder Beziehung. Mir graut!, 18. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Finsterau (Krimi/Thriller) (Gebundene Ausgabe)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Das neue Büchlein von Frau Schenkel soll laut Verlagsinfo hier bei Amazon 160 Seiten haben. Meines hat definitiv weniger. Der Text fängt bei Seite 7 an und hört bei Seite 124 auf. Dazwischen ist auch noch viel Luft, die kurzen Kapitel ergeben recht viele lediglich zur Hälfte gefüllte Seiten in angenehm großem Druck. Dafür kostet die als Kriminalroman betitelte Geschichte 16.99 Euro. Schluck. Klar, Literatur wird nicht nach Seitenzahlen bezahlt, aber das ist schon einmal arg unverhältnismässig.

Man fängt an zu lesen. Gespannt. Das Gesicht wird bald schon lang und immer länger. Wie langweilig alles klingt. So gestelzt formuliert ist vieles. Das ganze Szenario, voller Vorurteile und Klischees Ich lese die Klappeninformation noch einmal. Habe ich das richtige Buch? Von einem "untrügliches Gespür" für ihre Figuren ist die Rede. Wo denn? Ich sehe Leute, die, wie man auf dem richtigen Land sagt, mit dem Holzbeil geschnitzt scheinen. Ritsch, ratsch, eine ungefähre Kontur und los geht's. Kein einziger Charakter hat auch nur ansatzweise so etwas wie Tiefe. Obwohl - eines muss man dem Werk lassen, es gibt sich hemmungslos der Beschreibung von alltäglichen Dingen hin. Vom Bleichen der Wäsche auf der Wiese bis zum Hineingehen in die Speis (das ist die Speisekammer, aber das schreibt Frau Schenkel natürlich nicht, dazu später) und dem Herausholen von gestockter Milch, einem Kanten Brot, einem Stück Wurst, einem Stück Käse. Fantastisch. Wer würde auf solch minuziösen Beschreibungen längst vergangener Tage verzichten wollen? Also ich schon, spätestens nach dem X-ten Mal, wenn nämlich dazwischen nicht viel passiert. Tatsächlich passiert kaum etwas. Die Geschichte selbst ist schnell erzählt: Kurz nach Ende des zweiten Weltkriegs kehrt eine junge Frau aus der Stadt zurück in ihr Elternhaus auf's Land, bekommt ein uneheliches Kind. Beide werden ermordet. Der Vater soll's gewesen sein und wandert erst ins Gefängnis, dann in die Anstalt. Am Ende gibt es noch einen Schlenker, den ich nicht verraten möchte.

Zum Stil: Sprachlich spröde, null Humor, keinerlei Charme bei der Entwicklung der Figuren und der Umgebung. Alles hart und karg. Mag sein, dass das die Atmosphäre der Nachkriegszeit auf dem Land zeichnen soll. Soll. Aber darauf will ich nicht eingehen, das kann man auch unter künstlerischer Freiheit verbuchen. Die Charaktere sind unscharft, Beweggründe bleiben im Dunkel. Eitler Schreibstil, der der Leserschaft ein Glossar abverlangt. Aber welches? Die Geschichte spielt in Bayern, viele Ausdrücke kommen aus Österreich und werden über der Grenze nicht benutzt.

Die Geschehnisse werden aus vielen wechselnden Perspektiven erzählt, dabei unverdrossen in den Zeitabläufen hin- und hergesprungen.Das kann man dann, wohlwollend, ein Kaleidoskop der Wahrnehmungen nennen und das ist auch, neben dem kongenialen Buchcover, das Einzige, was mir an Finsterau gefällt. Wie sich die Geschichte in der Beschreibung der unterschiedlichen Menschen erst wirklich zusammensetzt.

Am Ende bleibt dennoch eine Frage offen: Lesen tatsächlich Millionen von Menschen solche Bücher?

Fazit: Hier wird mit einer Masche gestrickt, die einmal Erfolg hatte. Seither wiederholt die Autorin unverdrossen dieselbe Geschichte, mit unwesentlichen Abwandlungen. Eine Masche, die Leser zudem schnell ermüdet. Langweilig von Anfang bis zum Ende.Das Elaborat hatte ich tatsächlich in einer Stunde durch. Gottseidank hat es keinen bleibenden Schaden hinterlassen. Ab in die Tonne und nie wieder etwas von Frau Schenkel.
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1.0 von 5 Sternen Finster und au, 20. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Finsterau (Krimi/Thriller) (Gebundene Ausgabe)
Das meiste zu diesem Roman wurde bereits schon geschrieben - von ellenlangen Beschreibung alltäglicher Arbeiten wie Wäschewaschen unter Zuhilfenahme von Begriffen die oft wirklich nur Oberpfälzern ein Begriff sein werden. Was eine "Speis" ist, weiß ich als Oberbayern gerade noch, aber bei sehr vielen der verwendeten Begriffe muss ich dann selbst als Bayer passen. Vielleicht weil es lokal (in Finsterau) gebräuchlich ist, vielleicht aber auch, weil es eine Sprache ist, die auch in Bayern nicht mehr ins Heute passt.
Die unsäglichen Vorurteile vergangener Zeiten eigentlich auch nicht mehr und einen Roman auf derartigen Geschehnissen aufzubauen ist alles andere als spannend, allenfalls als Gruselfaktor zu gebrauchen. Einen Roman in die Zeit des 2. Weltkriegs zu legen, diesen dann aber völlig auszuklammern, als wären sowohl Krieg als auch Nazi-Regime über dieser Region einfach unspürbar hinweggefegt, macht die Geschichte insgesamt völlig unglaubwürdig.

Leider hab ich bei diesem Roman anstatt zum Buch auch noch zum Hörbuch gegriffen. Die Betonung ist die eines Pfarrers, der Sonntags aus der Bibel liesst. Es ist schlichtweg unerträglich.

So bleibt mir die Lösung dieses "Kriminalromans" denn wohl auch für alle Zeiten verschlossen. Da ich Hörbücher fast ausschließlich im Auto höre und dieser sakrale Singsang mich eher einschläfert als unterhält und wach hält, hab ich nach der ab der 2. CD aus Sicherheitsgründen aufgegeben. Ohnehin ist von der ersten Einvernahme durch den Dorfpolizisten völlig klar, dass es der beschuldigte Vater nicht gewesen sein, aber trotzdem dafür verurteilt werden wird. Die Frage nach dem wahren Mörder auf die hier gewählte Weise über einen ganzen Roman hinweg in die Länge zu ziehen - macht noch lange keinen spannenden historischen Kriminalroman.
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4.0 von 5 Sternen Gut gemacht, trotz alten Rezept ..., 16. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Finsterau (Krimi/Thriller) (Gebundene Ausgabe)
Frau Schenkel bleibt ihren Stil treu. Das ist jetzt schon der dritte Roman den ich von ihr lese. Die Geschichte wird wieder aus verschiedenen Sichten erzählt.
Es geht um eine bayrische arme Familie, deren Tochter die Enge nicht mehr aushält und ihr Elternhaus verlässt um ihr eigenes Leben zu leben, aber es kommt für sie anderes als erhofft. Sie wird als Franzosenmädchen abgestempelt und muss ihre Anstellung sofort verlassen. Wieder zu Hause stellt sie auch noch fest das sie schwanger ist und bleibt somit bei den Eltern im engen Haus hängen. Die Beziehung ist schwer zwischen Tochter und Vater. Der ist nämlich streng gläubig und leidet sehr unter seiner schlimmen Vergangenheit und reagiert somit oft anders als „normal“. Eines Tages passiert dann das Unglück, das der Vater seine Tochter und seinen Enkel tot auffindet. Wir erfahren häppchen Weise was passiert ist, was wer zu welcher Zeit gemacht hat und wie immer kurz und knapp wie es nun mal der Still von Frau Schenkel ist. Sie lässt die Geschichte auch in verschieden Zeitabschnitten spielen, als Afra noch lebte und als der Fall noch mal neu aufgerollt wird, da sich doch noch ein Zeuge findet.
Ich überlege die ganze Zeit, wie ich mich am besten Ausdrücken soll. Mir hat die Geschichte schon gut gefallen, man bleibt dran, will wissen wie es weitergeht, wer der Täter war und was nun wirklich passiert ist. Da die Geschichte auch sehr kurz ist, hat man sie auch schnell durch. Aber trotzdem bin ich nicht ganz glücklich, da sich ihre Romane zu sehr ähneln. Den ersten fand ich toll, mal was ganz anderes, der Erzählstil war großartig und neu für mich, aber jetzt ist es halt Frau Schenkels Stil, man kennt ihn. Dann das ihre Geschichten immer in Bayern spielen und immer ein historischer Mord, es ist nicht so das sie das schlecht macht und wenn man sie zum ersten mal liest, denke ich ist man sehr beeindruckt.
Also, für mich eine tolle Geschichte, ein toller Stil, aber irgendwie, wie ihre anderen Bücher auch, wenn man sich viel Zeit zwischen den Büchern lässt merkt man es vielleicht nicht so.
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3.0 von 5 Sternen Mordpuzzle, 9. Mai 2012
Von 
Marius (Augsburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Finsterau (Krimi/Thriller) (Gebundene Ausgabe)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Nach dem von der Kritik fast durchgängig in der Luft zerrissenen zeitgenössischen „Bunker“ besinnt sich Andrea Maria Schenkel wieder ihrer Ursprünge und geht mit „Finsterau“ zurück in die bayerische Provinz. Einmal mehr gebraucht die Autorin einen historischen Mordfall, den sie durch ihre eigenwillige Schreibweise zu einem wahren Mordpuzzle formt.
Ohne hier wirklich viel vom Inhalt verraten zu wollen (gerade einmal 124 Seiten umfasst das Büchlein), soll nur gesagt werden, dass im Mittelpunkt der Erzählung Afra aus dem niederbayerischen Weiler Finsterau steht. Kurz nach dem zweiten Weltkrieg liegt Deutschland am Boden und in ihrer engen Provinzheimat muss sich Afra mit ihrem dementen Vater und ihrem vaterlosen Jungen herumschlagen. Doch dann findet man die junge Frau erschlagen auf …

Man muss ihn mögen, die minimalistischen und von Mundart geprägten Stil, den Andrea Maria Schenkel in ihren Büchern benutzt. Abgehackte Sätze, kurze Kapitel und eine postmoderne Handlungscollage, die wild zwischen den verschiedenen Vergangenheitsebenen hin- und herspringt. War dies bei Schenkels Debüt „Tannöd“ noch relativ neu und stimmig (nicht umsonst erhielt die Autorin dafür den Deutschen Krimipreis), so muss man sagen, dass diesmal der Stil nicht so recht passen mag. Zwar ist die Idee, ein Verbrechen als Ermittlungscollage zu präsentieren, wirklich nicht schlecht, doch wo man sich in „Tannöd“ noch selbst Gedanken machen musste, um auf die Spur des Mörders zu kommen, so bekommt man hier alles vorserviert. Am Ende ist doch alles recht banal und tiefere Einsichten und Reflexionen fehlten mit komplett.
Die verschiedenen Charaktere bleiben auch eingedenk des minimalistischen Umfangs Skizzen und Schablonen, doch gerade das Fragmentarische und das Verschwommene ist mir hier trotz der Kürze manchmal zu viel des Guten. Zwar gleitet Andrea Maria Schenkel nicht wieder in die wirren Abgründe von „Bunker“ ab, doch ein wenig Innovation und Neuerung würde dem nächsten Buch nicht schaden. So hat man immer das Gefühl, nur eine Variation ihres Standardmotivs in den Händen zu halten – ich würde hier auf die Taschenbuchausgaben warten!
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2.0 von 5 Sternen Hier wurde das Rad nicht nur nicht neu erfunden, es läuft nicht einmal mehr besonders rund..., 7. Mai 2012
Von 
Nicole W. - lilstar.de "N.W." (NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Finsterau (Krimi/Thriller) (Gebundene Ausgabe)
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Andrea Maria Schenkels neuer Roman überrascht zunächst einmal diejenigen, die bisher keinen Roman der Autorin in der Hand hatten. Mit seinen knapp 120 Seiten ist es mehr als nur dünn und wenn man den Preis dazu nimmt, dann erwartet man eigentlich schon, dass der Inhalt zumindest jeden Cent wert sein sollte und die Autorin im besten Fall das Rad neu erfunden hat. Meiner Meinung nach ist dem allerdings nicht so.

Die Geschichte spielt in einem kleinen bayrischen Dorf im Jahre 1944, als achtzehn Jahre später ein Mann in einer Kneipe behauptet, er wüsst von einem Mord, der niemals aufgeklärt worden wäre. Die Ermittlungen kommen wieder ins Rollen und in kurzen und knappen Kapiteln erfährt der Leser aus Sicht vieler Personen was sich damals in Finsterau zugetragen hat als die junge Afra und ihr kleiner Sohn ermordet wurden.
Zwischendrin gibt es dann auch noch ein paar Aussagen der damaligen Beteiligten.

Obwohl es über den jeweiligen Kapiteln keinerlei Zeitangaben gibt, kann man den Geschehnissen nach wenigen Seiten trotzdem gut folgen. Über jedem Kapitel steht allerdings der Name der Person aus dessen Sicht gerade erzählt wird und das ist auch ganz gut so, denn den Schreibstil fand ich nicht sehr abwechslungsreich.
Natürlich ist dieser ohnehin sehr minimalistisch und außerdem wimmelt es nur so von Idiomen des Bayrischen. Ich hätte mir teilweise wirklich ein bayrisches Wörterbuch gewünscht, umso enttäuschter war ich, dass es auch im Anhang kein Glossar oder ähnliches gab, was zumindest einige Wörter erklärt hätte. Auch noch eine kurze, abschließende Erklärung, was denn nun genau Wahrheit und was Fiktion ist, hätte ich mir gewünscht, schließlich heißt es ja im Klappentext, dass die Autorin "einen historischen Mordfalls in einen atemberaubend spannenden Krimi verwandelt".
Ach das kann ich leider nicht bestätigen. Der Fall war allenfalls interessant, von Spannung allerdings keine Spur. Und wer auf diese Art der minimalistischen Erzählung steht, der wird das Buch wahrscheinlich auch aufgrund der Kenntnisse des Debütromans der Autorin "Tannöd" nicht einmal mehr besonders interessant finden, weil alles irgendwie schon einmal da gewesen ist.

Hier hat Frau Schenkel das Rad auf jeden Fall nicht noch einmal neu erfunden, ich fand es nicht einmal mehr besonders rund. Während mir "Tannöd" soweit gefallen hat und auch "Kalteis" noch okay war (Bunker habe ich nicht gelesen), scheint das Potential jetzt erschöpft.
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3.0 von 5 Sternen An bekanntem Stil festgehalten, 7. Mai 2012
Von 
Heike M. - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Finsterau (Krimi/Thriller) (Gebundene Ausgabe)
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Anfang der 1940er Jahre verließ Afra ihr Elternhaus in Finsterau. 1944 kehrt sie heim, unverheiratet und schwanger von einem französischen Zwangsarbeiter, eine Schande in der damaligen Zeit. Immer häufiger kommt es zu heftigen Streitereien mit dem Vater. Dann, im Jahr 1947, werden Afra und ihr Sohn tot aufgefunden. Nach 18 Jahren wird dieser Fall neu aufgerollt.

"Finsterau" ist nach bewährtem Schenkelschem Erfolgsmuster geschrieben. Andrea Maria Schenkel hat sich für ihren neuesten Kriminalroman wieder an einem realen Mordfall orientiert. Nach dem Motto "in der Kürze liegt die Würze" ist auch dieser Krimi minimalistisch gestaltet. Schnörkellos, beschränkt auf das Wesentliche, klar und prägnant transportiert die Autorin sehr gut die bedrückende Stimmung, die schon das dunkle Cover erahnen lässt, zum Leser. Darüber hinaus gelingt es Frau Schenkel, in dieser Einfachheit die Vergangenheit aufleben zu lassen. Als Leser fühlte ich mich als stiller Beobachter der Geschehnisse auf dem Bauernhof im Allgäu in den Jahren 1944 und 1947. Einem Bericht ähnlich rekonstruiert die Autorin die Ereignisse, die im bayerischen Finsterau 1947 zu einem Doppelmord führen. Dabei lässt sie die Familienangehörigen, den Arzt, Mitarbeiter der Ermittlungsbehörden und Verdächtige in sehr kurzen Kapiteln zu Wort kommen. In Zwischenspielen wird die Geschichte der ledigen Afra und ihrem unehelichen Sohn erzählt.
Die Figuren sind nicht so deutlich beschrieben, wie ich es mir gewünscht hätte. Das ist ein erkennbarer Nachteil des Andrea Maria Schenkel eigenen Stils. Ich hätte gern mehr von ihnen erfahren, um mich in sie besser hinein versetzen zu können und sie zu verstehen. So erscheint die gesamte Geschichte zu oberflächlich. Die Dialoge sind in leichter Mundart gehalten. Auch als Flachländer hatte ich keine allzu großen Probleme mit deren Verständnis.
Mir fehlt in diesem Roman ein Nachwort, das den Leser über Fiktion und Wahrheit aufklärt. Das ist zwar vielleicht nicht wirklich wichtig, ich möchte aber immer gern wissen, wo die Fantasie der Autorin einsetzt, wenn schon darauf hingewiesen wird, dass ein tatsächliches Verbrechen die Grundlage des Romans bildet.
Durch "Finsterau" musste ich mich zwar nicht quälen, trotz meiner Kritikpunkte bot das dünne Büchlein mit nur 124 Seiten solide Unterhaltung, meine Erwartungen an diesen Kriminalroman waren aber offensichtlich zu hoch.
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Finsterau (Krimi/Thriller)
Finsterau (Krimi/Thriller) von Andrea Maria Schenkel (Gebundene Ausgabe - 29. Februar 2012)
EUR 16,99
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